Hund fällt Fahrradfahrer an.
#1
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 07:12
Als meine Mutter heute morgen mit dem Hunde draußen war, ist direkt neben ihr ein Fahrradfahrer auf dem Fußweg auf einem alten Klapprigem und Quitschenden Fahrrad lang gefahren.
Meine Mutter wollte den Hund noch kurz nehmen aber er hat sich los gerissen und dem Radfahrer in den Hintern gezwickt.
Was kann der Radfahrer da jetzt machen oder ist es seine eigene Schuld wenn er direkt neben dem Hund lang fährt.
Falls es wichtig ist die Rasse ist ein Boxer-Mix.
Es war kein Kind sondern eine Erwachsende Person, seine Hose war nicht zerrissen und er hat auch nicht Geblutet.
Mfg Fusselkorn
#2
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 07:12
Fusselkorn, on 12 December 2011 - 07:12, said:
Wenn mich dein Hund beisst und du gibst mir die Schuld dafür, weil ich Fahrrad fahre, dann ist Polen aber offen O_o
Jedenfalls, wenn die Fahrradfahrer glück haben, trägt der bald nen Maulkorb.
#3
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 07:12
Fusselkorn, on 12 December 2011 - 07:12, said:
Wenn es nicht so traurig wäre, dann wäre es schon wieder lustig.
Unabhängig vom weiteren Verlauf hat Euer Hund ein Verhaltensproblem an dem Ihr dringend arbeiten müsst und das solltet Ihr keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Beim nächsten Mal ist es ansonsten vielleicht doch ein Kind und statt dem Po das Gesicht. So etwas ist im Verhalten eines Hundes nicht tolerierbar.
Der Radfahrer kann übrigens sowohl zivilrechtlich, als auch strafrechtlich gegen Euch vorgehen. Sprich Anzeige bei der Staatsanwaltschaft und geltendmachen eines Schadens, wie Schmerzensgeld oder mögliche Therapiesitzungen, etc..
#4
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 08:12
Leider sieht es wohl so aus, sollte jemand den Hund anzeigen, wird es zum Wesenstest kommen und falls der nicht bestanden wird...Aber erstmalwird dann wohl ein Maulkorb fällig sein.
Ich möchte ja auch nicht, dass irgendwer zu Schaden kommt. Horrorvorstellung: ein kleines Kind auf dem Fahrrad erschreckt sich und stürzt! Bei mir sind´s "gottseidank" nur diese zwei Jungs und wenn ich die erwische, wären die froh es wäre "nur" mein Hund gewesen, der sie erwischt!
#5
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 09:12
Fusselkorn, on 12 December 2011 - 07:12, said:
Das ist schon mal so eine Sache. Seit der Einteilung in Kampf- oder Listenhunde gibt es plötzlich unglaublich viele Boxer Mischlinge.
Fakt ist, wenn sich der Hund deiner Kontrolle entzieht und Leute beisst hast du ein Problem.
Ich würde dringend den Radfahrer anrufen oder besuchen und sehr zerknirscht um Entschuldigung bitten.
Schließlich solltest du unbedingt mit dem Hund arbeiten.
Sobald ich im Wald einen Jogger/Spaziergänger/Radfahrer sehe, rufe ich meinen Hund und lasse ihn sitzen um den Leuten klarzumachen dass ich das Vieh unter Kontrolle habe. Mein Hund würde (sehr wahrscheinlich) niemals jemanden beißen aber das ist einfach ein Gebot des Anstandes um Konflikte erst gar nicht auftreten zu lassen.
Dieser Beitrag wurde von Hubautz bearbeitet: 12 Dezember 2011 - 09:12
#7
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 09:12
Im Übrigen hatte ich selbst so etwas ähnliches erlebt. Ein fremder Hund hat sich von der Leine losgerissen und ist auf meinen losgegangen. Ich hab den fremden Hund ziemlich heftig in die Rippen getreten, was auch gewirkt hat... dann hat der Held mir mit einer Anzeige gedroht. Ich hab ihm dann nur aufgezählt, was ich gegen ihn in der Hand habe: Bedrohung, versuchte gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung (zivilrechtlich), evtl. sogar Nötigung, je nachdem wie man es auslegt und natürlich Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Dann war schnell Ruhe...
#8
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 10:12
Ceiwyn, on 12 December 2011 - 09:12, said:
LOL Hier musste ich lachen - sorry aber das liest sich doch irgendwie witzig. Aber danke für die rechtlichen Infos, das Studium scheint sich auszuzahlen
Zum Thema: Solange du nicht beweisen kannst, dass durch das "quietschende und klappernde" Fahrrad eine Störung des Hundes entstanden ist (sprich, er fühlt sich bedroht o.ä., beisst dann zu), siehts wohl schlecht aus für dich als Hundehalter.
Also die Schuld dürfte hier eindeutig der schlechten Hundeerziehung/der Rasse bzw. dir als Halter zugeschoben werden, das muss man wohl akzeptieren.
Wenn der Hund sonst noch nie jemanden gebissen hat, ist das zwar eine beruhigende Sache für dich, aber der Radfahrer wird sich darum einen feuchten scheren.
Ich persönlich muss auch sagen, dass es kein großes Wunder ist, wenn so ein klapperndes Fahrrad von hinten sehr knapp am Hund vorbeifährt, dass er sich dann eventuell erschreckt und zubeißt.
Das ist aber eine sehr subjektive Meinung und wie Ceiwyn ja bereits erklärt hat, wird das rechtlich auch nicht fruchten.
#9
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 11:12
Konov, on 12 December 2011 - 10:12, said:
Selbst dann nicht. Das ist völlig schnurz. Wenn der Hund sich durch Verkehrlärm bedroht fühlt und dann zubeißt, dann hat er auf der Straße nichts zu suchen – ganz einfach. So lange der Radfahrer den Hund nicht tatsächlich bedroht hat, sprich mit einem Knüppel auf ihn losgegangen ist o.ä.ist das Beißen nicht in Ordnung.
Viele Hunde reagieren in unbekannten Situationen merkwürdig und nicht sicher berechenbar. Das mögen laute und unbekannte Geräusche sein aber auch Menschen die sich fremdartig bewegen. (Krücken, Rollator, eventuell auch schwankende Betrunkene). Der Hundebesitzer sollte versuchen möglichst viele solcher Situationen bei der Erziehung herbeizuführen und den Hund daran zu gewöhnen. Wenn das nicht klappt, die Leine fester halten.
Es kann nicht sein, dass wenn am Fahrrad das Schutzblech klappert ich von einem Hund gebissen werde und dann am Ende noch selber schuld bin weil ich das arme Tierchen erschreckt habe.
#10
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 11:12
Hubautz, on 12 December 2011 - 11:12, said:
Viele Hunde reagieren in unbekannten Situationen merkwürdig und nicht sicher berechenbar. Das mögen laute und unbekannte Geräusche sein aber auch Menschen die sich fremdartig bewegen. (Krücken, Rollator, eventuell auch schwankende Betrunkene). Der Hundebesitzer sollte versuchen möglichst viele solcher Situationen bei der Erziehung herbeizuführen und den Hund daran zu gewöhnen. Wenn das nicht klappt, die Leine fester halten.
Es kann nicht sein, dass wenn am Fahrrad das Schutzblech klappert ich von einem Hund gebissen werde und dann am Ende noch selber schuld bin weil ich das arme Tierchen erschreckt habe.
Man muss dazu anmerken, dass viele Leute ihren Hund absolut null unter Kontrolle haben. Ich sehe es an meinem Hund (den meine Eltern erzogen haben, da ich damals noch zu jung war) und der Hündin meiner Schwester, die noch dazu taub ist. Während mein Hund recht ordentlich auf mich hört, gehorcht er höchstens noch bei meiner Freundin und natürlich bei meiner Schwester. Aber bei meinen Eltern? Keine Chance. Dagegen ist der Border-Collie von meiner Schwester ein echter Streber und hört auf mich besser als mein eigener Hund. Auch wenn sie 50 Meter von mir entfernt ist, reicht ein Zeigefinger und sie ist in 5 Sekunden bei mir.
Wenn ich dann sehe, dass andere Leute auf dem Feld ihre Hunde nicht mal anleinen, wenn sie sehen, dass ein anderer Hund kommt und sich nicht mal beeilen, dem hinterherzulaufen, regt mich das tierisch auf. Die meisten sind offensichtlich zu faul oder zu dumm, ihren Hund vernünftig zu erziehen.
#11
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 11:12
Ceiwyn, on 12 December 2011 - 11:12, said:
Die zwei häufigsten Sätze von Hundebesitzern:
1.: „ Der macht nichts.“
2.: „Das hat er noch nie gemacht.“
Zu 99% liegt das Problem nicht am Hund sondern am anderen Ende der Leine.
Wenn ich mit meinem Hund in die Öffentlichkeit gehe muss ich ihn kontrollieren können. Und „Öffentlichkeit“ heißt in diesem Fall auch „öffentlicher Waldweg“.
Wenn ich den Hund (richtig und artgerecht) erziehe bekommt er auch viel Aufmerksamkeit von mir und wird Spaß bei der Sache haben. Für Leute die sich das nicht alleine zutrauen: es gibt nahezu überall Hundeschulen in denen man Alltagssituationen übern kann. Es muss ja nicht unbedingt eine Begleithundeprüfung sein. Wem das zu aufwändig oder zu teuer ist bzw. wer grundsätzlich nicht die Zeit und Energie aufwenden kann den Hund zu erziehen der sollte sich die die ganze Sache noch einmal überlegen.
#12
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 12:12
Hubautz, on 12 December 2011 - 11:12, said:
1.: „ Der macht nichts."
2.: „Das hat er noch nie gemacht."
Zu 99% liegt das Problem nicht am Hund sondern am anderen Ende der Leine.
this!... ich traue eher nem verhungerten tiger/löwen als nem hund ... mein bruder wurde direkt neben mir von nem kampfhund gebissen wo net mal sicher war ob er gegen tollwut geimpft war ... alles in allem sollte man die hunde abschaffen oder die todesstrafe fuer die leute mit solchen hunden geben wenn dieser einen beisst (hoert sich drastisch an aber wie soll man so dummen leuten beibringen ihren hund zu erziehen und dass es kein spielzeug ist ... wer nicht hoeren will muss fuehlen ... und ich lass solche leute mal schoen unter darwins evolutionsgesetzt fallen ... die dummen muessen/sollen sterben)... wieviele menschen wurden schon ins gesicht gebissen oder zu tode gebissen ?!
dabei halten sich doch eh nur die "dicken" moechtegern macker so nen kampfhund
#14
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 12:12
Meiner Meinung nach sollte er Euch verklagen und Euer Hund sollte eingeschläfert werden.
#17
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 13:12
floppydrive, on 12 December 2011 - 12:12, said:
da bekomm ich unter hot dog ne neue sichtweise
sowas ist echt dreist:
Drück mich hart
#18
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 13:12
Es kommt halt immer drauf an wie Sachen passieren. Da wars so: Hund spielt mit anderem Hund
passt nicht auf, rennt gegen nen Rosenbogen, bleibt liegen und "schreit" wie am Spieß.
Vaddern geht hin, will Hund aufheben, Hund beisst vor Angst zu.
Manchmal sind eben doch die Menschen Schuld, die sich gegenüber Tieren (generell)
falsch verhalten.
In dem Fall hätte der Hund den Radfahrer natürlich nicht in den Po zwicken dürfen... da ist
eindeutig was schief gelaufen. Aber da nichts schlimmeres passiert ist, denke ich nicht, dass
ihr da so mega viel zu befürchten habt. Vielleicht "Schmerzensgeld" und n Wesenstest.
Hunde sind immernoch Tiere. Man muss damit rechnen, dass jeden Tag irgenderwas passieren kann,
genauso wie Katzen zubeißen und kratzen können...
Wegen jedem Pups nen Hund einzuschläfern ist deutlich überzogen >.< Wenn so kleine Sachen
öfter vorkommen, oder eben was wirklich schlimmes passiert, kann ichs verstehen
#19
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 14:12
ZarDocKs, on 12 Dezember 2011 - 13:12, said:
genauso wie Katzen zubeißen und kratzen können...
#20
Geschrieben 12 Dezember 2011 - 14:12
Davatar, on 12 December 2011 - 14:12, said:
Es ist meistens völliger Blödsinn den Hund einzuschläfern. Der kann in den seltensten Fällen was dafür. Im dümmsten Fall holt sich der Mensch einen neuen Hund und verzieht ihn genau so wie den ersten. Ich hielte einen „Hundeführerschein" für sinnvoll. Oder anders gesagt: einen „Wesenstest" für den Hundehalter. Es ist einfach erschreckend wie viele Leute Hunde und keine Ahnung von ihnen haben. Wenn der Hund natürlich so desozialisiert ist, dass er nicht mehr geändert werden kann, dann kommt man um das Einschläfern nicht herum.
Dieser Beitrag wurde von Hubautz bearbeitet: 12 Dezember 2011 - 14:12

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