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Philo Hilfe

#1 Mitglied ist offline   MasterXoX 

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Geschrieben 12 Dezember 2011 - 14:12

Hiho

Und zwar brauch ich Hilfe :dunno:
Ich habe hier einen Satz (oder zwei) und muss herrausfinden....Ja, was entnimmt man den Sätzen? Was sagen die aus?
Ich tu es mir damit ziemlich schwer, muss ich sagen :wacko:

"Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Was erwarten wir? Was erwartet uns? Viele von uns fühlen sich nur als verwirrt. Der Boden wankt, sie wissen nicht, warum und von was.
Dieser Zustand ist Angst, wird er bestimmter, so ist er Furcht....
Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Seine Arbeit entsagt nicht, sie ist ins Gelingen verliebt statt ins Scheitern."

(Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung. Frankfurt a. Main: Suhrkamp 1973.S.1.)

Also viele Leute sind wahrscheinlich vom Alltag gestresst und fühlen sich dadurch verwirrt. Dieser Zustand ist Angst, wenn sie wissen, was passiert, wird es Furcht.
Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen, denn wer weiß, zu Hoffen, weiß, das es ihm gelingen wird. Seine Arbeit entsagt nicht, denn er ist ins Gelingen verliebt
statt ins Scheitern, weil er weiß, zu Hoffen.

Oh Gott mein Kopf stinkt schon^^
Ich komme damit momentan wirklich nicht klar :sorry: Wahrscheinlich sehe ich die eigentlich logische Botschaft nicht ._.

mfg
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#2 Mitglied ist online   tear_jerker 

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Geschrieben 12 Dezember 2011 - 14:12

Für mich klingt das als ob der Autor die Angst vor dem ungewissen beschreibt. Doch statt Angst vor dem unbekannten zu haben soll man lieber auf etwas postives hoffen als etwas negatives zu befürchten
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#3 Mitglied ist offline   Konov 

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Geschrieben 12 Dezember 2011 - 15:12

Also die Frage lautete ja "Was entnimmt man den Sätzen bzw. was sagen sie aus?"

Der erste Teil ist relativ klar... "Viele von uns" (schwammige Formulierung) sind verunsichert oder haben Angst weil sie nicht wissen, wohin, warum usw. (steht ja alles da)

Dieser Teil = Angst.
Der zweite Teil sagt aus, dass man aber Hoffnung haben sollte, da es lernbar sei, zu hoffen. Und dieses Erlernen ist von Erfolg gekrönt, weil diese "Arbeit" üblicherweise gelingt und nicht scheitert.
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#4 Mitglied ist offline   MasterXoX 

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Geschrieben 12 Dezember 2011 - 17:12

Hmm...
Da stellt sich mir eine Frage:

"[...] sie ist ins Gelingen verliebt statt ins Scheitern."
Warum sollte jemand ins Scheitern verliebt sein? Ich meine, dann hat man ja auch keinen Erfolg und wird wohl auch keine Hoffnung haben
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#5 Mitglied ist offline   SWeeT_mushrOOms 

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Geschrieben 12 Dezember 2011 - 20:12

Beitrag anzeigenMasterXoX, on 12 Dezember 2011 - 17:12, said:

Hmm...
Da stellt sich mir eine Frage:

"[...] sie ist ins Gelingen verliebt statt ins Scheitern."
Warum sollte jemand ins Scheitern verliebt sein? Ich meine, dann hat man ja auch keinen Erfolg und wird wohl auch keine Hoffnung haben


Das verliebt ist ja nur metaphorisch gemeint.
D.h. wer sich immer nur fürchtet, wird das was zu tun ist, gar nicht erst richtig und mit ganzer Energie anpacken und somit scheitern.
Die Hoffnung ist ins Gelingen "verliebt", was soviel bedeutet wie: Wer hofft, gibt seiner Arbeit eine reelle Chance und wird ihr nicht schon im Vorraus durch mangelnden Mut entsagen. Dies ist dann laut Bloch zumeist von Erfolg gekrönt.
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#6 Mitglied ist offline   Caps-lock 

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Geschrieben 12 Dezember 2011 - 22:12

Könnte auch eine besoffene Gruppe Fussballfans sein.

Aber das wäre ja zu unphilosophisch
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#7 Mitglied ist offline   Lakor 

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Geschrieben 13 Dezember 2011 - 00:12

Zerpflücken wir das ganze mal:

Beitrag anzeigenMasterXoX, on 12 December 2011 - 14:12, said:


"Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Was erwarten wir? Was erwartet uns? Viele von uns fühlen sich nur als verwirrt. Der Boden wankt, sie wissen nicht, warum und von was.
Dieser Zustand ist Angst, wird er bestimmter, so ist er Furcht....
Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Seine Arbeit entsagt nicht, sie ist ins Gelingen verliebt statt ins Scheitern."

(Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung. Frankfurt a. Main: Suhrkamp 1973.S.1.)


"Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Was erwarten wir? Was erwartet uns? Viele von uns fühlen sich nur als verwirrt. Der Boden wankt, sie wissen nicht, warum und von was."

Nichts Banaleres als die Frage nach dem allgemeinen Sinn. Der Mensch stellt sich Fragen über Dinge die er nicht versteht (oder verstehen kann) und daraus resultiert ein Zustand:

Dieser Zustand ist Angst, wird er bestimmter, so ist er Furcht....

Hier ist zu unterschieden: Angst= Bedrohung durch etwas Unbekanntes, Furcht = Bedrohung durch etwas Bekanntes, etwas Spezifiziertes.
Wenn wir wissen wieso wir Angst haben, (wissen wir jetzt, nämlich die Angst das Leben nicht erklären zu können), wandelt sie sich in Furcht. Die Furcht vor dem Unbestimmten. (Paradoxon inc.)


"Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Seine Arbeit entsagt nicht, sie ist ins Gelingen verliebt (KOMMA) statt ins Scheitern"


Hier muss ich einen Interpunktions Flame anbringen, da er für den Sinn des Satzes wichtig ist. In meinen Worten:

"Die Hoffnung ist ins Gelingen verliebt (KOMMA), nicht ins Scheitern."

Das bedeutet für uns:

Wir sollten hoffen. Wenn wir hoffen, dann glauben wir an ein Gelingen. Das Leben und all die ungeklärten Fragen können gelingen. Es droht nicht das scheitern, nein, es "droht" das gelingen.

Die Angst ist nicht mehr vorhanden, nicht einmal die Furcht (vor dem Unbekannten), da wir das unbekannte meistern können, wenn wir nur hoffen.


Klingt jetzt an sich ziemlich schwul,weiß aber nicht wie ichs besser formulieren soll, bin grade auch ein wenig blau. Ich werd meinen Post morgen nochmal begutachten, hoffe dir ist so weit geholfen, so far,

Lakor.
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#8 Mitglied ist offline   Doofkatze 

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Geschrieben 13 Dezember 2011 - 12:12

Beitrag anzeigenMasterXoX, on 12 Dezember 2011 - 14:12, said:

"Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Was erwarten wir? Was erwartet uns? Viele von uns fühlen sich nur als verwirrt. Der Boden wankt, sie wissen nicht, warum und von was.
Dieser Zustand ist Angst, wird er bestimmter, so ist er Furcht....
Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Seine Arbeit entsagt nicht, sie ist ins Gelingen verliebt statt ins Scheitern."

(Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung. Frankfurt a. Main: Suhrkamp 1973.S.1.)


Der erste Teil wurde ja schon ausführlich beschrieben, die Frage nach dem Sinn des Lebens.

Der Boden wankt... Ich weiß nicht, ob das nicht Teil einer Geschichte sein soll, wenn denn: Es gibt ein Erdbeben. Und man weiß nicht wieso es passiert, nicht im physikalischen Sinne, sondern der tatsächliche Sinn, religiös gemeint, Schicksal, weil "er" es will ...
Angst/Furcht wie schon beschrieben. Furcht ist gewissermaßen ein stärkerer Begriff als Angst. So wie "Sorge". Wird alles so wie gewollt?
Positiv denken, man soll hoffen, sich nicht fürchten, zu scheitern ...
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#9 Mitglied ist offline   MasterXoX 

  • ホンダ
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Geschrieben 13 Dezember 2011 - 15:12

Also das ist ein Ausschnit vom Vorwort von "Das Prinzip Hoffnung".
Müsste es sein, ja. :D
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#10 Mitglied ist offline   Sugarwarlock 

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Geschrieben 17 Dezember 2011 - 16:12

Es ist immer schwer zu beurteilen, was solche Sätze bedeuten.
Ich würde es allgemein auf den Sinn des Lebens beziehen. Viele Menschen fragen sich, warum wir überhaupt leben. Wenn man das philosophisch erklären will, kann man einfach diesen Satz raushauen. Eigentlich sagt es nur, dass man sich nicht auf das negative, sondern auf das positive konzentrieren soll. Natürlich rettet dich das was du macht nicht vor dem Tod aber es erleichtert den Weg dort hin und jeder kann den Sinn des Lebens für sich selbst bestimmen und wichtig ist nur, dass du damit einverstanden bist.

Dieser Beitrag wurde von Sugarwarlock bearbeitet: 17 Dezember 2011 - 16:12

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