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[Geschichte] Die Sterne über Dalaran


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147 Antworten zu diesem Thema

#141 Melian

Melian

    Blutelfenmännerliebhaberin

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Geschrieben: 04 June 2013 - 11:18


Glücksspiel(e)
Sie hatte sich noch immer nicht an den Anblick Connells in Stoffhosen und Hemd gewöhnt. So war es nicht weiter verwunderlich, dass ihr freundliches Lächeln zu einem Schmunzeln wurde, als der Mensch die Versammlungshalle betrat und sich suchend nach ihr umblickte. Ihn ohne Rüstung zu sehen war ebenso unpassend, wie wenn man einen Hofhund in Stoff kleiden würde. Aber was wusste Brionna schon? Sie hatte schon von Adeligen gehört, die ihre Schosshündchen tatsächlich in Gewänder kleideten.

Brionna stand zwischen der Gesandten der heiligen Kirche Maxima Gründorf und der Hochelfe Feuerblüte. Sie hatte sich ihr bestes Kleid angezogen – eine blendend weisse Zeremonienrobe, die normalerweise nur beim Dienst in der Kathedrale angezogen hätte. Connell erblickte sie und ein breites Lächeln stahl sich auf das grobschlächtige Gesicht des Kriegers.

In der Versammlungshalle des Allianzquartiers von Dalaran hatte sich eine bunte Mischung versammelt. Brionna sah viele Hochelfen in den blau-silbernen Gewändern des Silberbundes, aber auch einige Elfen in Zivil. Sie sah Menschen, die sich festlich gekleidet hatten, einige wenige Draenei und die gnomischen Bediensteten der Allianztaverne wuselten herum, servierten Getränke mit einer erstaunlichen Gewandtheit. In einer Ecke stand sogar eine Nachtelfe. Kurz versuchte sie sich an deren Namen zu erinnern. Aera? Aela? Aela Sturmfeder, genau. Brionna schätzte, dass

die Bänke und Tische im Versammlungsraum waren zur Seite geräumt worden, so dass die Menge Platz fand. In Dalaran gab es keine Stätte für den Glauben der Kirche des heiligen Lichtes. Von einer Kathedrale wie in Sturmwind konnten die Gläubigen nur träumen. Der karge Versammlungsraum war kunstvoll mit hellen Girlanden und Blumensträussen verziert worden, aber auch dies täuschte nicht darüber hinweg, wo sie sich befanden – im Versammlungsraum eines Quartiers in einer Stadt, die die vorderste Bastion gegen einen übermächtigen Feind darstellte. Hier war kein Platz für Festlichkeiten, schien die ganze Atmosphäre zu sagen.

Brionna wollte um nichts in der Welt tauschen. Für sie war dieser Raum schöner als alle Kirchen der östlichen Königreiche zusammengenommen. Connell schien es ähnlich zu gehen. Mit langsamen, gemessenen Schritten näherte er sich durch die Gasse, die die Zuschauer gebildet hatten, Brionna, der Gesandten und Feuerblüte. Sein Blick galt ebenso wie sein Lächeln nur ihr. Als er sie erreichte, ging er vor ihr in die Knie. Brionna reichte ihm eine Hand, und er küsste formvollendet den Handrücken, wie ein Galan aus den alten Ritterballaden, die sie als Kind immer so gerne gehört hatte.

Connell richtete sich auf, liess ihre Hand aber nicht los. Einen kurzen Moment lang blickten sie sich in die Augen, dann stellte sich Brionna lächelnd neben den Menschen, der ihr Herz mit einer Naivität und Beharrlichkeit erobert hatte, die sie sich nie hatte vorstellen können.




Die Gesandte trat einen Schritt vor und fing an zu sprechen. Brionna vernahm kaum ein Wort der traditionellen Begrüssungsrede, die sie in- und auswendig kannte. Sie hatte schon viele Paare vermählt, es war ihr die liebste Zeremonie von allen. Die klaren, schlichten Worte, die Gebete, die Bitte um den Segen des Lichts für langes Leben, viele Nachkommen und trauter Zweisamkeit. Sie hatte sie immer sehr gemocht, aber in einem Teil ihres Herzens hatte sie geglaubt, dass sie niemals in den Genuss kommen würde, die Worte selber zu hören.

So lasst uns beten um den Segen des Lichtes“, begann Maxima Gründorf den rituellen Segen. Brionna sprach mit, ihr Blick haftete dabei auf Connell.

Es war eine gewagte Entscheidung gewesen, aber Brionna wusste, dass sie es nicht bereuen würde. Connell war derjenige, der für sie geschaffen war. Das heilige Licht gab ihr Sicherheit und Kraft in dieser Entscheidung. Wozu sollten sie noch warten? Er dachte dasselbe und so hatte er es ihr vor einigen Tagen gestanden. Der Gedanke, sich von ihr zu trennen, sei nicht auszuhalten, hatte er in seinen Bart gemurmelt, ohne sie anzublicken. Aber er wisse nicht, wohin ihn sein nächster Einsatz führen würde. Brionna hatte nachdenklich genickt. Auch ihr war nicht bekannt, wo es sie als nächstes hinzog. Es konnte gut sein, dass sie als Seelsorgerin und Heilerin auf dem Turnierplatz gebraucht wurde oder gar beim finalen Endkampf gegen den Lichkönig. Es konnte ebenso gut sein, dass Connells Kampffähigkeiten ihn direkt in den Tod führten. Für beide war nach kurzem Gespräch klar gewesen, dass sie beide den Gedanken nicht aushielten würden, im Angesicht der drohenden Gefahr des Todes voneinander getrennt zu werden.„Das Licht schützt und segnet euch“, antwortete Brionna im Chor mit den anderen Gläubigen, als Gründorf am Ende des Gebetes die Abschlussworte vor sprach.

Wir sind hier zusammengekommen, um zu feiern. Um zu feiern, dass sich zwei Seelen unter dem Licht gefunden haben“, begann die Gesandte dann ihre etwas allzu feierlich gehaltene Rede. Brionna lächelte selig und drückte Connells Hand.

Vermutlich hätten sie beide gewartet. Hätten sich besser kennengelernt und hätten sich gegenseitig den jeweiligen Eltern vorgestellt. Vermutlich hätten sich ihre Familien über eine entsprechende Mitgift beraten. Aber es wäre auf dasselbe hinausgelaufen: Connell Hammerschmied aus dem Dämmerhain und Brionna Tallys aus dem Händlerquartier in Sturmwind hätten sich in der Kathedrale von Sturmwind ewige Treue versprochen und wären den Bund der Ehe eingegangen.

Schwörst du, Connell Hammerschmied, Sohn des Jakob und der Marie-Anne Hammerschmied, die hier Anwesende Brionna Tallys zu ehren und zu lieben, mit dem Segen des Lichtes ihr treu und gefällig zu sein, für sie und eure Nachkommen zu sorgen, bis das Licht euch gnädig ist und euch ewig leuchtet?“

Connell umfasste ihre Hand stärker. Er räusperte sich ein wenig und dann klang seine Stimme durch den Raum. „Ja, ich schwöre und gelobe“, erwiderte er die traditionellen Worte. Für einmal nuschelte er nicht und verschluckte er auch keine Wortendungen. „Bei der Ehre meiner Familie, meiner Treue zum Königreich und meinem Glauben – ich schwöre.“

Brionna lächelte ihn an und richtete ihren Blick wieder zu der Gesandten, die zufrieden lächelte. Maxima Gründorf war ihre Ausbilderin gewesen, ihre Mentorin und Unterstützung in jeder Lebenslage. Die ältere Dame mochte schon um die fünfzig Jahre zählen und war somit mehr als doppelt so alt wie ihre ehemalige Novizin. Nach der Rückkehr der Expedition hatte Brionna erfahren, dass Maxima in Dalaran weilte und später zum Turnierplatz reisen würde, um dort eine kleine Kapelle oder eine Stätte des Glaubens einzurichten. Brionna bewunderte sie für ihren Mut und ihre Rastlosigkeit, aber auch dafür, dass ihr das Alter offenbar noch keine Beschwerden schickte.

Und schwörst du, Brionna Tallys, Tochter der Sally und des Marlen Tallys, den hier Anwesenden Connell Hammerschmied zu ehren und zu lieben, mit dem Segen des Lichtes ihm treu und gefällig zu sein, ihm viele Nachkommen zu schenken und ihn als deinen Gemahl zu achten, bis euch das Licht gnädig ist und euch ewig leuchtet?“

Brionna musste sich nicht räuspern. Sie blickte erneut kurz zu Connell, als Maxima die traditionellen Worte an sie richtete.

Ja, ich schwöre es“, sagte sie mit fester Stimme. „Bei meiner Ehre und bei meinem Versprechen an die heilige Kirche, der ich seit Jahr und Tag' treu diene“, erwiderte sie. Es war nicht ganz die traditionelle Antwort, die üblicherweise gesprochen worden wäre. Doch ihre ehemalige Lehrmeisterin akzeptierte die Antwort mit einem strahlenden Lächeln.

Maxima trat einen Schritt nach vorne zu dem Paar und nahm ein silbernes Stoffband, das ihr Feuerblüte schweigend hinhielt.

Dieses Band in der Farbe des Lichtes soll euch für immer daran erinnern, dass ihr euch im Namen des Lichtes aneinander gebunden habt. Niemand soll diesen Bund trennen, denn das Licht selber. Denkt daran.“ Sie hob das Band hoch, damit es alle sehen konnten. Dann nahm sie Connells und Brionnas Hand und schlang das Stück Stoff darum, band es zu einem festen Knoten. Sie waren nun symbolisch aneinander gebunden.

Brionna lächelte noch breiter. Dieser Teil war ihr immer der liebste in diesem Ritual gewesen. Viele Brautleute waren sehr nervös und getrauten sich kaum, ihren Liebsten oder ihre Liebste anzuschauen, geschweige denn zu berühren. So als müssten sie befürchten, den anderen zu verlieren, als wäre das alles ein Traum. Die Geste mit dem Stoffband verlieh vielen Sicherheit und Halt, so offenbar auch Connell. Wo er sie zuvor eher sachte gehalten hatte, umfasste er ihre Finger nun stärker und liebkoste mit dem Daumen ihre Haut.

Maxima trat wieder zurück und breitete die Arme zur Seite aus, die Handinnenflächen nach oben gerichtet. Sie sprach die ersten Worte des Abschlussgebets und hob die Hände etwas an, in einer bittenden Geste.

Brionna hatte nur Augen für den Mann, der neben ihr stand, und den sie nun Gemahl nennen konnte. Connell löste seinen Blick von Maxima und lächelte sie an, fast wirkte er scheu.

Egal was kommen würde – niemand konnte sie nun mehr trennen. Und wenn sie beide an die Front geschickt würden, so hatte Brionna wenigstens die Gewissheit, dass sie es nicht verpasst hatte, denjenigen festzuhalten, den ihr das Licht geschickt hatte. Den treuen, tapsigen, etwas ungelenken, aber herzensguten Connell Hammerschmied.

Gesegnet im Namen des Lichts“, echote der gläubige Teil der Versammelten, als Maxima das Gebet beendet hatte. Die Priesterin legte die Hände vor dem Bauch zusammen und urplötzlich huschte ein schelmisches Grinsen über ihr Gesicht.

Und nun dürft ihr euch küssen“, sagte sie.

Connell und Brionna liessen sich nicht zweimal bitten.




Sie sehen so unglaublich glücklich aus“, sagte Ylaria, als das Brautpaar unter viel Gelächter und Glückwünschen das Spalier durchquerte, den die hochgewachsenen Menschen mit Schwertern und Stäben gebildet hatten. Eine Gnomin streute Blumenblüten vor den beiden aus, die einen dichten, lilanen Teppich auf dem Boden bildeten.

Du hast Recht. Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich die kurzlebigen Menschen finden und sich ewige Treue schwören“, erwiderte Verian leise. Er stand neben ihr an die Wand gelehnt, mit verschränkten Armen.

Tallys hatte darauf bestanden, dass die Mitglieder der Expedition an der Zeremonie teilnahmen. Sie waren auch alle gekommen, selbst Ylaria hatte die Erlaubnis bekommen, unter Bewachung ihre Kammer zu verlassen. Feuerblüte hatte sogar die Ehre erhalten, bei der Zeremonie zu helfen. Auch Leireth hielt sich irgendwo in der Versammlungshalle auf, wusste Ylaria. Verian hatte ihr zähneknirschend gestanden, dass sich ihre gemeinsame Bekannte strikt geweigert hatte, sich zu ihr zu gesellen. Sie ertrage den Gedanken nicht, neben einer Blutdistelsüchtigen zu verweilen, gab Verian ihre Worte endlich wieder, nachdem Ylaria nachgebohrt hatte.

Trotz der Beleidigung konnte Ylaria nicht aufhören zu lächeln. Sie freute sich für die Menschenfrau, sie freute sich für den bärbeissigen Krieger, der seine Gemahlin verliebt anhimmelte. Obwohl er mindestens zwei Köpfe grösser war als sie, wirkte er weit weniger selbstbewusst und bestimmend als sie. Vermutlich würde im künftigen Haushalt Hammerschmied Brionna 'die Hosen anhaben'. So nannten Menschen scherzhaft die Frau in einer Ehe, wenn sie über ihren Mann bestimmte. Die Redewendung wurde für elfische Ohren verständlicher, wenn man sich in Erinnerung rief, dass das Tragen von Hosen eigentlich eher den menschlichen Männern vorbehalten war.

Denkst du, es hat etwas damit zu tun, dass sie menschlich sind?“, sagte Ylaria schliesslich. Die Brautleute, noch immer an den Händen aneinander gebunden, hatten den Raum verlassen und wurden unter Johlen von Bekannten und Freunden zum Hochzeitsgemach geführt.

Wie lange kennen sie sich? Seit der Expedition.. vierzehn Tage.. Das erscheint mir schon sehr wenig.“

Normalerweise binden sich auch Menschen nicht so schnell aneinander“, gab Ylaria zu bedenken. „Aber in diesen Kriegszeiten... ist vieles möglich und vieles notwendig, was in Friedenszeiten verpönt wurde.“

Verian erwiderte nichts, blickte sie nur durchdringend an.

In vierzehn Tagen kann viel passieren“, rutschte es dann aus Ylaria heraus. Sie bereute die Worte, noch ehe sie sie fertig gesprochen hatte. Und dann musste sie wieder lächeln. Mit einer seltsamen Mischung aus Scham und innerer Freude blickte sie zu Boden.

Verian umfasste ihren Oberarm und dirigierte sie sanft aus der Versammlungshalle. „Komm, lass uns rausgehen, solange hier noch Trubel herrscht“, sagte er leise und führte sie durch den Gang. Ylaria hatte keine Mühe ihm zu folgen und so spazierten sie in gemächlichem Tempo zum Garten.

Einen Moment lang schwiegen sie einander an. Ylaria versuchte, nicht zu breit zu lächeln, aber es gelang ihr nicht. Verian war ihr engster, bester Freund. Sie wollte ihr Glück so gern mit ihm teilen. Wollte es schon den ganzen Tag, seit er ihr das Frühstück gebracht hatte.

Sie setzte sich zu Verian auf die Parkbank. Noch immer schien sie Daireans Berührungen auf ihrem Körper zu spüren, seine Arme, mit denen er sie in der ganzen Nacht gehalten hatte, seine Lippen auf den ihren, sein warmer Atem an ihrem Hals. Sie war ihm nicht einmal böse gewesen, als er sie kurz vor Morgengrauen mit einem letzten, hastigen Kuss geweckt und ihre Kammer so verlassen hatte, wie er sie auch betreten hatte – durch das Fenster.

Ich weiss nicht wirklich, ob ich fragen soll, Ylaria“, durchbrach Verian das Schweigen, das sich zwischen ihnen ausgebreitet hatte. Ylaria hatte es gar nicht wahrgenommen. „Oder ob ich darauf warten soll, dass du von dir aus erzählst.“

Ertappt blickte sie auf ihre Schuhspitzen. „Entschuldige, ich dachte... es war irgendwie nicht der richtige Augenblick.“

In vierzehn Tagen kann viel passieren, hm?“, gab Verian trocken zurück. Er wirkte angespannt, aber bereits jetzt schien er aus der starren Haltung zu fallen, die er offensichtlich darzustellen gewollt hatte.

Ich hätte es niemals gedacht“, nickte sie und blickte kurz zu ihm.

Und nun? Wie soll's weitergehen?“, fragte er forsch. In seinen Augen glomm Sorge, registrierte Ylaria.

Wie meinst du das?“

Na, wie es mit euch weitergeht. Was passiert jetzt? Deinem Blick kann ich entnehmen, dass sich die Sache für dich nicht nach einer Nacht erledigt hat.“

Was? Woher?“

Ylaria“, erwiderte Verian sanfter und schüttelte tadelnd den Kopf. „Ich kenne dich nun schon so viele Jahre seit unserer ersten Vorlesung über Azeroths Leylinien und deren Spezifikation... Denkst du wirklich nicht, ich würde das nicht merken? Du strahlst wie ein mit Sonnenfruchtmarmelade gefülltes Gebäckmännchen.“

Ylaria fasste sich erschrocken ins Gesicht. „Wirklich? So schlimm?“, murmelte sie.

Keine Sorge. Man konnte es als mitfühlende Freude an Brionna und Connells Hochzeit interpretieren. Niemand hat etwas anderes gedacht als ich.“

Ylaria seufzte, halb erleichtert, halb beklommen.

Ich weiss nicht. Er ist heute Morgen gegangen, ohne etwas zu sagen. Ich war aber auch noch im Halbschlaf.“

Dairean hatte den Kloss in ihrem Hals in der vergangenen Nacht aufzulösen vermocht. In diesem Moment aber spürte Ylaria ihn langsam wieder in ihrer Kehle hochsteigen.

Was hat er gesagt?“, fragte Verian.

Wir... irgendwie kam das Gespräch zuerst nicht richtig in Gang“, sagte Ylaria leise, blickte sich um. „Ich habe ihm unterstellt, er hätte mich nur benutzt... Und er hat... zugestimmt.“

Er hat was?“, unterbrach er sie empört.

Scht! Leise!“, fuhr sie ihn an, nur um dann mit leiser Stimme fortzufahren. „Aber das sei nur am Anfang gewesen. Er hätte es nicht ausgehalten, mich da liegen zu lassen. Und er hätte es auch nicht ausgehalten, dass ich genau das von ihm denke, was ich gerade gesagt hätte.“

Verian seufzte und rieb sich die Stirn. „Ich bin echt nicht mehr sicher, ob das eine gute Idee war.“

Verian, das darfst du nicht sagen. Es war meine Entscheidung.“

Aber ich glaub', du bist dir gar nicht im Klaren darüber, was das heisst.“ Verian beugte sich etwas vor, stützte die Unterarme auf den Oberschenkeln und verschränkte die Finger ineinander. „Was denkst du denn? Selbst wenn er wiederkommen würde und es ihm nicht nur an einer Nacht mit dir gelegen wäre... Wie stellst du dir das denn vor? Habt ihr echt nich' darüber gesprochen? Ich werd' nichts sagen, das weisst du, aber jede Wache könnte euch erwischen, wenn er bei dir ist, jede Patrouille könnte ihn abfangen, wenn er versucht, zu dir zu gelangen... Bei der Sonne, Ylaria. Weisst du, wofür er sein Leben riskiert, und weisst du, wofür du es tust?“

Verians Sorge für den Spion erstaunte Ylaria, aber sie ging dem nicht weiter nach. „Was schlägst du vor?“

Was ich vorschlage? Weiss ich denn, was es mit euch zwei auf sich hat? Beim Licht... Ein Spion der Sin'dorei und eine gefangene Quel'dorei... Was hat mich nur geritten, dir diesen Brief zu geben.“

Freundschaft“, murmelte sie leise. Dann straffte sie sich. „Wenn er wirklich nicht wiederkommt, war's das. Das halte ich schon aus.“

Und wenn er wiederkommt?“, warf Verian ein und blickte sie von der Seite her an.

Dann... ich weiss nicht.“ Ylaria liess alle Luft aus ihren Lungen entweichen und schrumpfte etwas zusammen.

Dass es für euch keinen Bund vor dem Licht geben kann, gesegnet von Maxima Gründorf und bejubelt von der vereinigten Allianz, muss ich dir ja wohl nicht erzählen, oder?“ Man hätte Verians Worte für Spott halten können, aber Ylaria kannte ihn gut genug. Er sprach die unbequemen Wahrheiten aus, die sie erfolgreich verdrängt hatte. Der Kloss in ihrem Hals wurde grösser.

Verian, bitte... Ich weiss doch auch nicht“, murmelte sie.

Entschuldige. Ich wollte dich nicht bedrängen. Ich mach' mir doch nur Sorgen um dich. Ihr riskiert zu viel.“

Vermutlich wird er eh' nicht mehr wiederkommen“, knurrte sie. „Er hat nicht einmal gesagt, dass er mich liebt.“

Verian blickte sie einen Moment lang schweigend an. „Wäre das nicht selbst in menschlichen Massstäben eine viel zu rasch erfolgte Beteuerung? Würdest du dich nicht in jedem anderen Falle fast schon schämen, wenn dir ein Elf nach 14 Tagen schon sagt, er liebe dich?“

In diesen Kriegszeiten… ist vieles möglich“, wiederholte Ylaria ihre eigenen Worte von vorhin, dieses Mal mit einem ironischen Unterton.

Verian richtete sich wieder auf und griff nach ihrer Hand, umfasste sie mit den eigenen. „Ylaria, bitte versprich mir, lass dir nicht wehtun. Vergiss nicht, wer er ist. Vergiss nicht, was er ist. Und überleg' dir gut, ob du ihm wirklich soviel... anvertrauen willst. Dich selbst. Dein Leben. Deine Zukunft. Überleg' dir, ob der Preis das Vergnügen wert ist.“

Ylaria blickte zur Seite. Der Kloss war nun übermächtig, sie konnte nicht mehr antworten. < Diese Fragen stelle ich mir doch auch. Warum hast du mich nur daran, erinnert. Verian, oh Verian. Mein lieber Freund. Warum musst du die Stimme meines Gewissens sein? Warum konntest du damit nicht noch einen Tag warten? Ich habe mich so glücklich gefühlt heute Morgen.>, dachte sie.

Sie schluckte leer und sagte fast tonlos: „Natürlich werde ich mir das überlegen. Danke Verian, für deine Sorge. Ich weiss es zu schätzen.“

< Irgendwann... Aber im Moment könnte ich dir gerade den Arm brechen >, dachte sie weiter, entzog ihre Hand seinen Pranken und stand auf.

Bring mich zurück in meine 'Zelle'. Ich bin müde.“




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#142 Acid_1

Acid_1

    Metalhead

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Geschrieben: 08 June 2013 - 14:34

Yippie, endlich wieder neues Futter! :clap:

Hach ja, wie schön, wenn sich 2 liebende die ewige Treue schwören. *seufz* :cry:

Mitten drin wirst du auch noch pathetisch. :D

< Diese Fragen stelle ich mir doch auch. Warum hast du mich nur daran, erinnert. Verian, oh Verian. Mein lieber Freund. Warum musst du die Stimme meines Gewissens sein? Warum konntest du damit nicht noch einen Tag warten? Ich habe mich so glücklich gefühlt heute Morgen.>
Das Kapitel ist zusätzlich noch an Kitsch nicht zu überbieten, du kleine Romantikerin. :jester:

Freu' mich auf die nächsten Teile.
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#143 Cheleste

Cheleste

    Newbie

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Geschrieben: 09 July 2013 - 21:26

Oooooooh, wie schön - es gehtn och weiter^^

Ich liebe diese Geschichte, dank dir Melian.

Gruß
cheleste
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#144 Melian

Melian

    Blutelfenmännerliebhaberin

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  • 541 Beiträge:

Geschrieben: 11 September 2013 - 11:39

Das Kapitel ist zusätzlich noch an Kitsch nicht zu überbieten, du kleine Romantikerin. :jester:

Das muss sein. Ihr werdet schon noch merken, warum... Jetzt gibts auch gleich noch ein Kitschkapitelchen. Aber das wird eher eines der letzten sein. ;)
  • 0

#145 Melian

Melian

    Blutelfenmännerliebhaberin

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  • 541 Beiträge:

Geschrieben: 11 September 2013 - 11:40

Seine Finger strichen über ihre Hüfte, über ihren nackten Bauch. Ylaria war eingenickt, vor einer halben Stunde schon. Sie lag seitlich, ihm den Rücken zugewandt, ihr Kopf auf seinem Arm. Bevor sie eingenickt war, hatte sie ihn aufgefordert, sich eng an sie zu schmiegen. Dieser Aufforderung war er nur zu gern nachgekommen. Es fühlte sich gut an, sie in seiner Umarmung zu wissen.

Als er durch ihr Fenster geklettert kam, hatte sie nervös gelächelt. Dairean war klar, dass sie nicht erwartet hatte, er käme zurück. Er hatte es selber nicht erwartet. Den ganzen Tag lang hatte er es nicht erwartet. Er hatte gehofft, es wäre genug gewesen, sie für eine Nacht zu besuchen. Eine törichte Hoffnung, aber doch hatte sie am Tag vorgeherrscht. Die Stimme der Vernunft. Sie hatte ihn mit Eloira scherzen lassen, als sich diese von ihm verabschiedet hatte. Sie würde zum Turnierplatz weiterreisen, jetzt, wo man sie nicht mehr hier brauchte. Sie hatte zufrieden gewirkt. Die Stimme der Vernunft hatte ihn feilschen lassen, als er bei einem Ausstatter einen Preis für ein neues Hemd aushandelte. Sie hatte ihn grinsen lassen, als ein Blutelf am Nebentisch im Gasthaus einen Witz über Vereesa Windläufer erzählt hatte.

Aber die Stimme der Vernunft hatte ihn nicht davon abgehalten, sich abends im Park beim Denkmal von Antonidas auf eine hölzerne Bank zu setzen. hatte ihn nicht davon abgehalten, in die Sterne über Dalaran zu schauen. Hatte ihn nicht davon abgehalten, mit schlafwandlerischer Sicherheit den Beutel mit Pulver hervorzuziehen, eine Prise zu schnupfen und den Abend abzuwarten.

Daireans Finger strichen sanft ihre Seite hoch bis zum Arm und liebkosten Ylarias Schulter. Er vergrub die Nase in ihrem Nacken, sog den Duft ihrer Haare in seine Nase. Auch jetzt noch, ein paar Stunden später, fühlte er sich berauscht und wunderbar. Er hätte nicht schlafen können, selbst wenn man ihm einen Hammer über den Schädel geschlagen hätte. War es die Distel, die ihn so fühlen liess, oder war es die Elfe in seinen Armen?

Ein wohliges Seufzen drang über Ylarias leicht geöffnete Lippen, und sie streckte den linken Arm etwas aus, legte ihn nach hinten auf seine Hüfte. „Schlaf ruhig“, murmelte er leise. „Es ist noch mitten in der Nacht.“

Er verkniff sich zu sagen, dass er noch nicht gehen musste. Er wollte nicht gehen, und schon gar nicht wollte er sie darauf hinweisen, dass er gehen musste. Er hatte ihr noch nicht gesagt, dass er nicht nur aus ihrem Zimmer gehen musste, sondern dass ihn Hathorel in weniger als drei Tagen fortschicken würde.

Ich will nicht schlafen“, murmelte Ylaria, während seine Finger ihren Weg zurück zu ihrer Hüfte suchten, über die warme, weiche Haut streichelten. „Das kann ich auch am .. Tag.“ Etwas ungeschickt drehte sie sich auf den Rücken. Einen Moment blieb sie so liegen, rieb sich die Augen, und drehte sich dann zu ihm, kuschelte sich an ihn. Eine Hand ruhte auf seiner Hüfte, die andere hatte sie auf seiner Brust zu einer leichten Faust geballt. Fast schon schüchtern wirkte sie, als sie zu ihm hoch blickte. Nur noch zwei Kerzen warfen ihr unruhiges, flackerndes Licht in die kleine Kammer. Sie würden bald ausgehen, da sie fast am Ende ihrer Lebensdauer angekommen waren.

Dairean schmunzelte und küsste sie auf die Stirn. „Noch ist der Tag nicht angebrochen, Ylaria“, entgegnete er, und schloss die Augen wieder. Sie roch so gut.. Es war faszinierend, wie sehr ihn ihr Geruch fesseln konnte. Und das, obwohl er an manchen Tagen dachte, er rieche gar nichts mehr. Die Disteln waren manchmal einfach zu scharf.

Ihre Finger lösten sich aus der lockeren geballten Haltung und begannen, über seine Brust zu streicheln. „Ich will nicht, dass es Tag wird“, murmelte sie leise. „Willst du, dass es Tag wird?“

Er blickte sie an, antwortete einen Moment nicht. „Nein“, erwiderte er. „Möchte ich nicht.“

Warum?“, flüsterte sie. Es klang atemlos.

Seine Finger streichen über ihre Hüfte, dann legte er die freie Hand auf ihren Rücken, zog sie etwas näher zu sich. Er antwortete nicht, schloss die Augen wieder. Was sollte er sagen? Es klang alles lächerlich. Es klang alles seltsam. Alle Gedanken, die er hatte, alle Worte, die er sich überlegt hatte.

Dairean spürte, wie das Blut in seinen Adern summte, wie sein Herz schneller in seinem Brustkorb pochte. Er war alles andere als schläfrig. Längst konnte es nicht mehr an der Distel liegen. Die Stimme der Vernunft redete ihm dies ein. Sein Magen, der ihm seit dem morgen die Nahrung verweigerte, und ihm stattdessen das Gefühl gab, er hätte ein Drachenfalkenjunges verschluckt, bewies ihm unaufdringlich das Gegenteil. Sie liess ihn so fühlen.

Es machte ihm Angst. Er hatte es schon längst geahnt. Eine Nacht hatte ihn nicht davon kuriert. Eine Nacht hatte ihn nur noch abhängiger gemacht. Aber wollte er ihr das sagen?

Erneut öffnete er die Augen, und schenkte ihr ein Lächeln. Seine Lippen fuhren von ihrer Stirn zu der Nasenwurzel, wo er sie ebenso sanft küsste.

Warum sagst du nichts?“, murmelte sie, klang unsicher.

< Weil ich keine Worte finde >, hätte er am liebsten gesagt. Es entsprach wohl der Wahrheit. Was sollte er ihr sagen? Die elende Vernunft, die ihn den ganzen Tag hatte davon überzeugen wollen, dass er sie nicht wiedersehen wollte, hatte mit derselben Intensität auch eine andere Botschaft in seinen Geist geflüstert. Sie hatten keine Zukunft. Er setzte seines und ihr Leben aufs Spiel.

Ylarias Finger hörten auf, über seine Brust zu streicheln. Sie sagte nichts mehr, seufzte aber, als seine Lippen die Nase entlang fuhren, und er sie schliesslich küsste. Eine ganze Weile lang war dieser Kuss das einzige, woran beide dachten.

Dairean seufzte leicht, als sie sich daraus löste, und ihn erneut anblickte.

Ich bin nicht so gut mit Worten“, beantwortete er schliesslich ihre vorhergehende Frage.

Das habe ich gestern schon gemerkt“, murmelte sie. „Sag einfach, was dir durch den Kopf schiesst. Was du möchtest.“

Was ich möchte?“ Dairean strich durch ihre Haare. Sein Blick haftete auf ihren Lippen die im ersterbenden Kerzenlicht feucht schimmerten. „Ich.. ich möchte dich hier raus holen, Ylaria“, sprach er schliesslich. Seine Worte überraschten ihn selber.

Wie.. meinst du das?“

Er konnte spüren, wie sie sich in seinen Armen leicht versteifte. Genau das hatte er befürchtet. Und doch sprach er weiter. Worte, die er zuvor kaum denken wollte, verliessen scheinbar eigenständig, ohne sein Zutun seinen Mund. „Ich möchte dich hier raus holen. Du bist hier eingesperrt. Und nur, weil du.. das getan hast, was du hättest tun sollen? Es ist meine Schuld, und.. ich möchte dich hier raus holen.“

Ihre Worte klangen wie ein Flüstern im Wind. „Und dann?“, fragte sie.

Dann?.. Komm mit mir mit“, flüsterte er gegen ihre Lippen. „Komm mit mir mit. Weg aus dieser Stadt, die uns zu Feinden macht. Weg von diesen anderen Elfen, die uns zu Feinden machen. Ich möchte nicht dein Feind sein. Ich möchte für dich sein.. was auch immer du willst.“

Aber ich bin eine .. Hochelfe“, murmelte sie gepresst.

Du bist eine Elfe. Ich bin ein Elf. Was bedeutet schon die Bezeichnung Quel'dorei, Sin'dorei? Es sind nur Bezeichnungen. Bezeichnungen für ein Ding, für eine Idee. Bezeichnungen kann man wechseln, doch was darunter steckt, bleibt gleich“, antwortete er. Mit jedem Wort sprach er etwas schneller. „Würdest du eine Rose auf einmal nicht mehr Rose nennen, würde sie sich denn ändern? Nein – eine Rose bliebe eine Rose, selbst wenn du beschliesst, sie würde von nun an Veilchen heissen.“

Ylaria blickte ihn eine Weile an, einen Hauch der Verwirrung lag in ihrem Blick. „Ich bin eine Rose, die sich Veilchen nennt?“

Dairean lächelte. „Wir Elfen sind Rosen, die sich entweder Rosen oder Veilchen nennen. Wenn du es so willst.. Verzeih, diese Worte waren etwas seltsam.“

Und wohin willst du mich denn führen? Wenn du mich weg von hier führen willst? Und.. was wird aus mir werden?“

In deine Heimat, Ylaria. Quel'thalas. Begleite mich. Die Kinder der Sonne nehmen jedes Veilchen zurück, das beschliesst, sich fortan wieder Rose zu nennen.“ Daireans Finger strichen über ihren Rücken, er zeichnete kleine Kreise auf die weiche, warme Haut.

Sie versteifte sich etwas in seiner Umarmung, dann löste sie sich von ihm, liess sich zurück auf den Rücken fallen und legte eine Hand auf die Stirn. Ihr Blick richtete sich zur Decke der engen Kammer.

Ich kann doch nicht einfach.. Warum soll ich denn mit dir kommen? Meine Heimat ist nicht.. Nicht mehr Quel'thalas. Sturmwind ist meine Heimat. Wie sollte ich denn..? Ich müsste alles zurücklassen.“

Dairean seufzte. „Sturmwind ist nie die wahre Heimat einer Elfe.. Was würdest du denn zurücklassen müssen? Elfen, die dich hier verachten? Die denken, du wärst eine Spionin?“

Würde ich ihnen nicht gerade Recht geben, wenn ich.. einfach abhaue?“ Sie drehte den Kopf zu ihm und betrachtete ihn.

Daireans Blick kam erneut auf ihren Lippen zu ruhen. Er verfluchte sich dafür, dass er seinen Wunsch geäussert hatte. Er fühlte sich viel zu wohlig-warm um zu diskutieren. Viel zu berauscht. Berauscht von ihr, berauscht von der Distel, etwas schwach, weil er kaum etwas gegessen hatte.

Kümmert es dich?“

Ich weiss nicht“, murmelte sie, und blickte wieder zur Seite.

Seine Hand legte sich wie von allein auf ihren Bauch, begann, Kreise zu zeichnen. „Wir können nicht ewig so weitermachen.“

Beim Licht“, entfuhr es ihr, „nicht du auch noch. Reicht es denn nicht, wenn Verian das heute Morgen schon sagte? Ich will doch nur..“ Sie brach ab.

Was willst du?“

Mit einem Ruck drehte sie sich wieder zu ihm und schmiegte sich an ihn, vergrub das Gesicht an seiner Brust. „Einen Moment lang.. nicht denken. Einen Moment lang geniessen. Einen Moment lang Wärme fühlen“, erwiderte sie. „Ich möchte nicht darüber nachdenken, dass wir soviel riskieren. Aber ich kann nicht.. damit aufhören zu denken. Und nun du auch noch..?“

Er schloss die Arme um sie. „Wir müssen darüber nachdenken. Nur dann.. wird es noch viele Momente geben, an denen du darüber nachdenken kannst.“

Sie entspannte sich in seinen Armen, wurde wieder weich und anschmiegsam. Ein paar Atemzüge lang schwieg sie, ehe sie den Kopf hob und ihn anblickte.

Silbermond also, hm?“

Dairean küsste sie.




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#146 Melian

Melian

    Blutelfenmännerliebhaberin

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Geschrieben: 11 September 2013 - 18:48

Guten Morgen.“ Eine Tasse wurde vor Imenia auf dem rauen Holztisch abgestellt; sie hörte das Klappern von Besteck und einem Teller. Als sie aufblickte, erkannte sie, wer sich zu ihr in den Gemeinschaftsraum der Magierwachen gesellt hatte.

Melodir?“, fragte sie, ihre Stimme klang noch immer etwas belegt vom Schlaf. „Was führt dich hierher?“ Sie hob die Hand, um ihren Mund abzudecken, während sie gähnte. Es war zu früh, eindeutig zu früh. Nur der Gedanke, dass sie sich eigentlich sehr oft morgens so fühlte, beruhigte sie einigermassen. In einer halben Stunde würde sie sich besser fühlen. Imenia Feuerblüte war kein Morgenelf und die Expedition zehrte noch immer an ihren Kräften.

Arkanist Melodir Tyballin lächelte. „Guten Morgen auch dir, Imenia“, erwiderte er leise.

Ja ja“, erwiderte sie, mit dem Mindestmass an Höflichkeit, nippte erneut an dem starken Kräutertee in ihrer eigenen Tasse. „Was machst du denn hier? Normalerweise lässt du dich hier doch nicht blicken“, fragte sie erneut und blickte ihren Vorgesetzten an. In den letzten Tagen, seit der unschönen Szene in Silbersangs Kammer, hatten sie fast jeden Tag miteinander zu tun gehabt. Sie brüteten in seinem Büro über einen Plan, das Relikt wieder zu erlangen, genossen gemeinsam ein Glas Wein. Auch die Abendmahlzeit hatten sie einmal miteinander eingenommen, doch nicht im Gemeinschaftsraum. Tyballin hatte die Mahlzeit in seinem Arbeitszimmer für beide servieren lassen. Dass er sich nun morgens zu ihr setzte, war neu – sie wusste nicht einmal, ob sie den Arkanisten überhaupt einmal in den Gemeinschaftsräumen gesehen hatte.

Tyballin zuckte nur mit den Schultern und Imenia wurde plötzlich bewusst, dass sie ihre Haare noch nicht gekämmt hatte, nur mit einem Band zusammengebunden. Immerhin hatte sie ihre Schminke bereits aufgetragen. Vorsichtig fuhren ihre Finger über die Haare, um einzelne Haarsträhnen zu glätten, die sich aus dem Band möglicherweise gelöst hatten.

Mein Diener ist krank“, antwortete Melodir schliesslich und klang dabei ekelhaft gut gelaunt. „Aber ich wollte in Zukunft sowieso etwas mehr in diesen Räumen meine Mahlzeiten zu mir nehmen“, fügte er hinzu und biss in eine mit Marmelade bestrichene Scheibe dunkles Graubrot.

Warum?“, fragte Imenia erneut. Das entlockte dem Arkanisten ein Lächeln.

Ich bin beeindruckt davon, wie gut du deine Leute kennst. Früher habe ich das öfter gemacht, mich mit den.... Mich mit denen, über die ich den Befehl hatte, zusammengesetzt.“

Imenias Mundwinkel zogen sich etwas nach oben. „Du meinst, mit denen, die unter dir dienen?“

Ich wollte es nun nicht ganz so drastisch formulieren“, murmelte Tyballin. Jedes seiner bisher gesprochenen Worte war eher leise gewesen. Obwohl Imenia sich einen Tisch hinten in der Ecke des Raumes gesucht hatte und die allgemeine Lautstärke in dem Raum nicht gerade als leise zu bezeichnen war, legte Tyballin Wert darauf, dass seine Worte von niemandem ausser ihr gehört wurden.

Sie nahm einen weiteren Schluck vom Tee und betrachtete ihn dabei, wie er in eine weitere Scheibe geschmackloses Graubrot biss. „Wie kannst du das Zeug nur essen“, murmelte sie. „Vor allem morgens.“

Tyballin schmunzelte. „Es ist sehr nahrhaft. Alles andere interessiert mich nicht gross. Essen ist eine reine Zeitvergeudung.“

Du klingst wie der Inbegriff eines Magiers. Manche von uns würden wohl auch Dreck essen, wenn er die entsprechenden Nährwerte hätte, hm?“, scherzte sie.

Wenigstens esse ich etwas“, gab er schlagfertig zurück. Sein Schmunzeln verwandelte sich in ein leichtes Grinsen.

Erwischt“, erwiderte sie. „Morgens kann ich einfach nichts essen. Mir wird davon übel.“

Tyballin trank einen Schluck Tee. „Du scheinst sowieso nicht besonders munter, hm? Wenngleich auch schon hübsch zurechtgemacht.“

Imenia blickte in ihre eigene Teetasse, dann wieder zu ihm. Das Grinsen stand ihm noch immer auf dem Gesicht. Bildete sie sich das nur ein, oder neckte er sie? Vielleicht lag es daran, dass es noch früh am Morgen war, aber Imenia wurde aus dem Arkanisten immer weniger schlau. Früher hatten sie sich selten unterhalten. Befehlsempfängerin und Befehlsgeber, das waren sie gewesen. Nun schien sich so etwas wie eine Freundschaft zu entwickeln. Es war ihr bis zu dem einen Gespräch nach der Rückkehr auch nicht klar gewesen, wie gut er über sie unterrichtet war. Wie gut er sie zu kennen schien, wie gut er sie zu beurteilen vermochte, obwohl er sie nur oberflächlich kannte.

< Vielleicht macht das einen guten Befehlshaber aus >, dachte sie, während sie erneut am Tee nippte. < Ich kenn' das ja auch von mir. Ich muss auch ständig auswählen, wen ich für eine Aufgabe als geeignet betrachte.>

Tyballin ass schweigend seine Graubrot-Marmelade-Schnitten weiter, während Imenia den Blick durch den Raum schweifen liess. Zwei Tische weiter sass Leireth Himmelsflamme allein am Tisch, während vier Magierwachen einen Tisch neben ihr sassen. Obwohl noch genügend Platz für Leireth gewesen wäre, hatte sie sich an einen anderen Tisch gesetzt. Oder war es gerade umgekehrt gewesen? Hatten sich die vier Magierwachen nicht zu ihr an den Tisch setzen wollen?

Nachdenklich blickte Imenia in ihren Tee. Die Stimmung zwischen den Teilnehmern der gescheiterten Expedition konnte zurecht als gespannt benannt werden. Während Himmelswispern und Himmelsflamme sich offenbar so gut verstanden, dass sie ihm gestattete, ihr nahe zu sein, und sie wohl auch das Bett teilten, verteilte Himmelsflamme zu jeder Gelegenheit verbale Seitenhiebe gegen Silbersang. Die wiederum sass tagein-tagaus in ihrem Bett und langweilte sich, während sie ab und an von Himmelswispern getröstet wurde. Imenia hatte manchmal den Gedanken, dass dieser sich fühlen musste, als würden ihn zwei Seile in entgegengesetzte Richtungen ziehen. Aber bisher liess er sich von diesem Gewissenskonflikt nichts anmerken. Auch jetzt, als er den Gemeinschaftsraum betrat, sich seine Portion des morgendlichen Essens holte und Himmelsflamme ein Lächeln schenkte, als er sich zu ihr setzte, wirkte er wie die Ruhe selbst.

Tyballin waren ihre Blicke nicht entgangen. „Den sollten wir auch im Auge behalten. Ein sehr interessanter Charakter, findest du nicht?“, sprach er leise, und wischte einen Rest Marmelade, der an seinen Fingern haftete, an der Serviette ab, betupfte sich dann den Mund, geradeso, als hätte er soeben ein Dreigangmenü in einem teuren Gasthaus genossen.

Bisher ist er mir nicht gross aufgefallen“, gab Imenia ehrlich zu. „Er ist recht ruhig und steht eigentlich eher im Schatten... ich meine... stand im Schatten Silbersangs. Aber ich weiss, dass er ein sehr talentierter Illusionist ist. Auch seine Schilde sind nahezu undurchdringlich, wenn er es drauf anlegt. Dafür sollte man ihn nie in den Portalraum stellen.“

Ich meine nicht seine magischen Fähigkeiten, meine Liebe“, erwiderte Melodir mit einem Lächeln. Das war nun schon das dritte Mal in den letzten paar Tagen, dass er sie so nannte. Imenia empfand die Bezeichnung als etwas herablassend, aber sie sagte nichts.

Was meinst du dann?“

Sein... Beziehungsgeflecht innerhalb dieser Gruppe. Und vor allem... zu Silbersang... Bisher haben wir nichts auffälliges bemerkt oder uns ist nichts auffälliges berichtet worden.“

Du meinst, wir sollten ihn dazu benutzen, etwas aus ihr herauszubekommen? Das könnte schwer werden. Sie sind doch schon so lange befreundet.“

Jeder lässt sich mit irgendetwas packen“, erwiderte Tyballin nur, trank den letzten Schluck aus der Tasse und richtete den Blick auf sie. „Ich meine, wir sollten...“

Er kam nicht weit. Imenia hatte den Weg der Magierwache, die ein paar Atemzüge zuvor den Gemeinschaftsraum betreten hatte, bereits beobachtet. Als sie sich dem Tisch der beiden näherte, hob sie einen Finger vor den Mund. Tyballin schwieg.

Arkanist Tyballin“, grüsste die Magierwache, und salutierte. „Melde mich zurück von der Nachtwache.“

Tyballin nickte, liess sich nicht anmerken, wenn er irritiert sein sollte. „Seid gegrüsst, Wache Silberlanze. Müsst ihr mir berichten?“, erwiderte er. Im Gegensatz zu der Wache, die kurz und bündig, aber auch in einer ziemlichen Lautstärke sprach, wählte er seine Worte ziemlich leise.

Es half nichts, die Wache sprach genauso laut weiter. „Ihr hattet darum gebeten, bei besonderen Vorkommnissen sofort informiert zu werden, Arkanist“, erwiderte Wache Silberlanze. „Habe euch in eurem Zimmer gesucht. Verzeiht, wenn ich euch beim Essen störe.“ Erst jetzt schien dem pflichtbewussten Elfen aufzufallen, dass er seinen Vorgesetzten in einem unpassenden Moment gestört hatte.

Tyballin schenkte ihm ein nichtssagendes, höfliches Lächeln. „Das ist schon gut“, erwiderte er. „Ich bin sowieso fertig mit Essen. Kommt.“ Mit einem Wink deutete er Imenia aufzustehen. „Wir ziehen uns zurück in mein Arbeitszimmer und ihr könnt uns davon berichten.“

Der Elf nickte. „Wie ihr befiehlt, Arkanist.“ Er drehte sich um, und ging mit strammen Schritten aus dem Gemeinschaftsraum. Tyballin folgte ihm und auch Imenia erhob sich von ihrer Bank. Wo Tyballin sein Geschirr einfach stehengelassen hatte, stellte sie ihre Teetasse wenigstens auf die Ablage für gebrauchtes Geschirr. Man musste es den Dienstboten nicht auch noch schwerer machen, als ihre Arbeit sowieso schon war.

Als sie den Raum durchquerte, um zur Tür zu gelangen, meinte sie, einen Blick auf sich zu spüren. Bei der Tür drehte sie sich kurz um. Leireth starrte sie an, die Augen etwas verengt, nur einen Bruchteil einer Sekunde lang. Kaum hatte sie bemerkt, dass ihre Vorgesetzte sie anblickte, lächelte sie ihr bekanntes, charmantes Lächeln.

Imenia spürte, wie sich ihre Nackenhaare aufrichteten und eine Gänsehaut ihren Oberkörper überzog. Seufzend schüttelte sie den Kopf, verliess den Gemeinschaftsraum und eilte zu Tyballins Arbeitszimmer.




Magierwache Ratyel Silberlanze entfuhr ein tiefer Seufzer, als er nach einer halben Stunde endlich die Gemächer des Arkanisten verlassen konnte und seine Kammer betrat. Er sehnte sich danach, die mit warmen Stoffen gefütterte Lederrüstung loszuwerden, ebenso wie den schweren Waffengurt mit dem Einhänder, den er auf der Wache stets trug. Die Nacht war lang gewesen, es hatte sich nicht viel getan. Er hasste Nachtschichten. Was er noch mehr hasste, waren Einzel-Nachtschichten, wo man sich mit niemandem leise unterhalten konnte. Der Schlaf hatte ihn mehrmals fast übermannt.

Guten Morgen Ratyel“, erklang eine Stimme aus einer Ecke seiner Kammer. Ratyel fuhr erschrocken herum, dann glätteten sich seine Gesichtszüge etwas. „Leireth“, entfuhr es ihm. „Warum erschreckst du mich?“

Die Elfe erhob sich, lächelte flüchtig. „Verzeih mir, ich wollte dich natürlich nicht erschrecken.“ Sie trat näher zu ihm und nahm ihm den Waffengurt aus den Fingern. „Aber ich war ja so neugierig.“

Ratyel schmunzelte. „Neugierig, soso?“

Leireth legte ihm eine Hand auf die Brust und nickte. „Ich muss dich doch kaum an unsere Abmachung erinnern oder?“

Ratyels Schmunzeln verwandelte sich in ein Grinsen. „Du weisst noch nicht einmal, ob ich es erfüllen kann.“ Leireth blickte zu ihm hoch und zog einen leichten Schmollmund. Den Schmollmund, den er so dringend küssen wollte. Diese Elfe würde ihm noch den Verstand rauben, wenn sie so weitermachte. Er fuhr sich durch die schwarzen, kurz geschnittenen Haare.

Kannst du nicht? Schade... ich hatte doch so gehofft, du hättest... Neuigkeiten?“ Sie zog die Hand von seiner Brust und schickte sich an, sich abzuwenden.

Nein... Warte... das hab ich doch nur so gesagt!“ Er legte eine Hand auf ihre Schulter und wollte sie wieder zu sich drehen. „Bleib hier, bitte. Ich hab sogar... ziemlich wichtige Neuigkeiten.“

Er wollte nicht, dass sie nun so einfach ging. Er wartete schon viel zu lange auf seine versprochene Belohnung. Vier Tage waren eine quälend lange Zeit für einen Elfen, der eine so verführerische Belohnung in Aussicht hatte.

Ein zufriedenes Lächeln stahl sich auf Leireths Lippen. „Ah... Wunderbar... Also, warum warst du beim Arkanisten?“

Krieg ich vorher nicht einmal einen Kuss?“, wagte er zu protestieren.

Ich belohne dich schon dafür, dass du mir sagst, was ich wissen will“, entgegnete sie kühl. „Aber ich gebe dir keine Kredite... Ich wäre ja... töricht?“

Ratyel seufzte. Leireth würde ihm nur geben, was sie ihm versprochen hatte, wenn er ihr lieferte, was sie hören wollte. Die Elfe war vor ein paar Tagen auf ihn zugekommen, als er das erste Mal in die Wachschicht vor Silbersangs Kammer hatte übernehmen müssen. Wie er im Gespräch erfahren hatte, war er ihr Ersatz. Ihr war es nicht mehr gestattet gewesen, Wache vor Silbersangs Quartier zu halten. Ratyel hatte sich ein paar Momente lang gefragt, warum dem so war. Als er ihren Vorschlag hörte, konnte er es sich fast erahnen. Die Elfe war besessen von Ylaria Silbersang, warum auch immer. „Also gut. Ich hab eigentlich nur Bericht erstattet, dass ich gedacht hab, in der Nacht Gerede in Silbersangs Kammer zu hören.“

Gerede?“, unterbrach ihn Leireth. Ihr Lächeln verwandelte sich in ein leichtes Grinsen, und sie tippte sich auf die Unterlippe.

Ja, eine männliche Stimme“, ergänzte er seine Aussage.

Und... warum hast du nicht nachgesehen?“

Ja, weil mir der Arkanist und Feuerblüte das halt verboten haben, das hab ich dir doch erzählt. Sie sagten, wenn so was passiere, solle ich es ihnen zuerst melden.“

Leireth tippte sich erneut auf die Unterlippe und kippte die Hüfte leicht zur Seite, verlagerte das Gewicht auf den linken Fuss. Ratyel musste sich beherrschen, den Blick auf ihrem Gesicht zu belassen und nicht das Dekolletee anzustarren, dass sich nun besser seinem Blick darbot.

Es macht Sinn“, sagte sie schliesslich. „Es ist immerhin ein Spion. Die können sich geschickt bewegen. Da muss man vorsichtig sein.“

Sie blickte ihn wieder an, legte eine Hand zurück auf seine Brust. „Wann werdet ihr zugreifen?“

Hä?“, blinzelte er und rieb sich die Stirn. „Ich meine... ich weiss nicht.“

Wie, du weisst nicht?“, fauchte sie ihn an. „Beim Licht, was weisst du denn überhaupt? Muss ich dir alles aus der Nase ziehen?“

Ratyel zog die Schultern etwas hoch. „Entschuldige... Ich bin halt etwas müde.“

Leireth schnaubte. „Sprich schon.“

Also... Tyballin sagte, dass sie noch nicht zugreifen wollen. Stattdessen wechselte er mit Feuerblüte ein paar Blicke. Sie hat genickt, und er hat mir schliesslich erklärt, ich müsse Stillschweigen behalten, es gehöre zu ihrem Plan, dass sie noch nicht zugreifen. Er sagte irgendwas davon, dass sie sich schon verraten würden.“

Leireth tippte sich ein drittes Mal auf die Unterlippe. „Soso“, murmelte sie schliesslich. „Sie wollen noch abwarten... Bis dieses Geschwür den Silberbund noch mehr verseucht, vermutlich.“

Davon weiss ich nichts, und davon will ich auch gar nichts wissen.. Ich riskiere schon meinen Kragen, wenn ich dir das alles erzähle“, antwortete Ratyel. Sein Blick hatte sich längst an ihrem Ausschnitt angeheftet. Ihn kümmerte es wirklich nicht, warum Ylaria Silbersang so von Interesse für Leireth war. Ihn kümmerte nur ihr Angebot. Informationen über alles, was sich hinter den verschlossenen Türen von Silbersangs Kammer abspielte. Im Gegensatz dazu würde sie ihm... Wie hatte sie es gesagt? < Dir mit meinem Mund ein besonderes Vergnügen schenken >, zuckten ihre Worte durch seinen Verstand.

Leireth entging dies wohl auch nicht. „Keine Sorge“, sagte sie, und legte auch die zweite Hand auf seine Brust, drückte ihn rückwärts, bis er mit den Knien beim Bett angekommen war.

Ich belohne dich schon... Zieh deine Hose aus“, raunte sie, und leckte sich mit der Zungenspitze über die Lippen.

Ratyel gehorchte, ein seliges Grinsen auf den Lippen.

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#147 Acid_1

Acid_1

    Metalhead

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  • 572 Beiträge:

Geschrieben: 12 September 2013 - 10:22

Das Kapitel mit Ylaria und Dairean war sehr schön.

Aber Leireth... von Ylaria besessen und vom Hass zerfressen... (hey, das reimt sich ja sogar :rolleyes:) das kann doch nur böse enden. Ich bin wirklich gespannt.
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#148 Melian

Melian

    Blutelfenmännerliebhaberin

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  • 541 Beiträge:

Geschrieben: 12 September 2013 - 13:53

Das Kapitel mit Ylaria und Dairean war sehr schön.

Aber Leireth... von Ylaria besessen und vom Hass zerfressen... (hey, das reimt sich ja sogar :rolleyes:) das kann doch nur böse enden. Ich bin wirklich gespannt.


Schönes Gedichtchen ;)
Ja, das stimmt schon. Leireth hat sich zu einer ziemlichen Bitch entwickelt. Hat mich selber überrascht. :P
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