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Die Abenteuer des Kevin Braun


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98 Antworten zu diesem Thema

#1 Mafloni

Mafloni

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Geschrieben: 13 November 2010 - 13:19

Mein Name ist Kevin Braun, bekannt als der Kaffeeliebhaber von Shattrath,

Einige kennen mich, viele vermutlich nicht. Was mich auch nicht besonders verwundert. Ich kann von mir aus behaupten, dass ich in einer Welt des Krieges ein relativ unspektakuläres Leben geführt hab. Abgesehen von den absurdesten Zwischenfällen, die mich dann und wann einholen. Viele werden mich, während ich hier mein Leben erzähle, für verrückt halten. Ich kann‘s denjenigen nicht verübeln. Ich geb zu dass einige Ereignisse sehr skurril klingen. Aber alles der Reihe nach.

Kapitel 1 - Der mysteriöse Fremde

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Ich bin in einem kleinen Vorort von Lordaeron aufgewachsen, in einem kleinen Dorf namens Brill. Ein Dorf, so abgelegen, wo der Fuchs den Hasen nicht mehr frisst, weil er sonst alleine wäre. Aber es war eine schöne Zeit. Die Skat-Turniere in der Taverne Galgenend waren legendär. Ich war einer der besten Spieler in dieser Gunst. Lange Zeit war ich der unangefochtene Champion auf meinem Gebiet und räumte jahrelang sämtliche Pokale ab. Bis zu diesem schicksalhaften Abend. Wir saßen gerade an einer gemütlichen Runde Skat, als plötzlich ein Fremder in der Taverne erschien. Seine Aufmachung war etwas komisch, denn er trug einen Totenschädel auf dem Kopf. Außerdem humpelte er. Vermutlich wegen einem Bandscheibenvorfall. Wir blickten der seltsamen Gestalt mit mürrischer Mine in die Augen. Immerhin hält er uns von unserem Skat-Spiel ab. Nach ein paar zähen Sekunden setzte sich die Gestalt in Bewegung und trat vollständig in die Taverne ein. Unsere Wirtin Renee Lauer war die erste die das Schweigen brach:

Wirtin: "sie scheinen ein Fremder in unserem kleinen bescheidenen Dorf zu sein. Kann ich Ihnen helfen?"
Fremder: "Ich bin auf Durchreise und suche eine Bleibe für ein Paar Nächte", er verbeugte sich, "habt ihr ein Zimmer frei, damit ich meine Knochen trocknen kann? Ein echtes Sauwetter da draußen."

Es stimmt wirklich. Der Begleiter des Fremden schien das schlechte Wetter zu sein. Es schüttete jetzt wie aus Kübeln, es blitzte und donnerte.

Wirtin: "Darf ich fragen wie sie heißen?"
Fremder: Ich heiße Kel'Thuzad. Aber Sie können mich Kel nennen."

Er zwinkerte verspielt der Wirtin zu und diese errötete.

Wirtin: "Und wie lange gedenken Sie zu bleiben"?
Kel: "Ich weiß es noch nicht". Ein-zwei Wochen denke ich".

Wirtin: Ich denke das lässt sich richten. Unser Gästezimmer ist ohnehin nie belegt. Es ist kaum ein Fremder hier. Ist ein wunderschönes Zimmer im Obergeschoss, mit Blick auf die Stadt Lordaeron.

Kel: "Klingt klasse, hat das Zimmer zufällig auch einen Fernseher? Ich bin es gewohnt vor dem Zubettgehen noch die Wochenschau zu gucken."
Wirtin "Ein was?"
Kel: "Vergessen sie‘s" Er grinste. "Hätten Sie vielleicht irgendwas heißes zu trinken?" Ich bin Nass bis auf die Haut, und möcht mir nicht unbedingt einen Schnupfen einholen.

Eine interessante Erscheinung dachte ich mir. Ich würde gerne mehr über ihn herausfinden. Ich winkte Kel zu.

Ich: "Kommen Sie zu uns, hier ist noch ein Platz frei". Nach kurzem zögern setzte Sich Kel in unsere Richtung Bewegung. Ich bot ihm einen Platz gegenüber von mir an. Als er sich gesetzt hatte, stützte ich meinen Kopf auf meinen Arm und blickte ihn durchdringend in die Augen. Kel wirkte verunsichert. Doch er war der erste der etwas unbeholfen das Wort ergriff.

Kel: "Einen schönen großen Friedhof habt ihr." Habt ihr hier viele Tote?"
Ich: "Was ist das für eine komische Frage?"
Kel: "Ich bin Totenbeschw.... er begann energisch zu husten. Ich meinte Totenbestatter. Ich verfasse gerade eine Studie über die Bestattungsriten der Einwohner von Lordaeron.
Ich: "Aha. Klingt interessant"

Wohlwissend, dass das Gespräch zu nichts führt, änderte ich meine Taktik.

Ich: "Renee, bring unserem Gast etwas starkes zu trinken. Du siehst doch dass er vor Kälte zittert. Etwas GANZ besonders zu trinken"

Eine Minute später stand schon ein Krug Kirschkrog vor ihm auf dem Tisch. Kel schluckte bei dem Anblick, wohlwissend dass es sich hier um ein besonders starkes Getränk handelt. Ein Fingerhut davon würde mir persönlich schon die Zunge wegätzen. Innerlich grinste ich.

Ich: "Ist etwas mit dem Getränk nicht in Ordnung?"
Kel: "Doch, aber vielleicht etwas.... viel?"
Ich: "Es geht auf mich. Es ist bei uns unhöflich, eine Einladung abzuschlagen. Sie wollen doch nicht unhöflich sein, oder?
Kel: "Natürlich nicht".

Er zögerte, nahm aber dann einen großen Schluck davon. Er presste die Lippen zusammen und er sieht aus, als würden ihn gerade 1000 Blitze durchschießen. Aber er schaffte es wieder erwarten, sich zu beherrschen.

Kel: "Dasch ischt wirklisch vorzüglisch. Wasch ischt dasch für ein Jahrgang?

Ich: "Der hat etwa 5 Jahre gereift. Eine ganz erlesene Sorte" Er nippte nochmals herunter. Schon bald begann er über die absurdesten Dinge zu plappern. Er erzählte irgendwas von einem "Lischtkönisch", dass er ein "gantsch böser" ist usw. Ganz verstehen tu ich sein Gebrabbel trotzdem nicht. Vermutlich ist sein Lehrer, bei dem er gerade als Totenbestatter studiert (studiert man das wirklich?) besonders streng. Ich dachte darüber nicht weiter nach. Ich habe ganz andere Probleme. Um nicht zu sagen: mich zerreißt‘s fast vor Zorn. Warum? Ich habe ihn zu einer Runde Skat überredet, und trotz betrunkenen Zustand hat der mich in ein paar Zügen zerlegt. Ich traute meinen Augen nicht. Da ging er dahin, mein Pokal, den ich schon fast in der Tasche hatte, und ausgerechnet in die Tasche des Fremden. Wie bereits gesagt: ein schicksalhafter Abend. Während des Skat-Turniers haben viele die Taverne verlassen. Ihnen ging‘s nicht besonders gut, meinten sie. Vermutlich ging wieder die Grippe um die uns jedes Jahr heimsucht. Das erklärt auch, warum wir einen so großen Friedhof haben. Nur komisch, dass dieses Jahr in diesem Friedhof nicht Leute eingegraben werden, sondern dass die daraus aufstehen. Aber ich dachte darüber nicht viel nach. Ich hatte andere Sorgen: Der Kerl hat mir meinem Pokal abgeluchst und mich zum Gespött gemacht! Das verzeihe ich ihm nie!

Ich war noch ganz im Gedanken versunken, als mit einem lauten Knall plötzlich die Tavernentür aufflog und eine Hoch gewachsene (und sehr breit gebaute) Gestalt im Türrahmen regelrecht ausfüllte. In der Hand hatte er einen Hammer, der so groß war, dass er ihn mit beiden Händen im Schlamm hinter sich herziehen musste. Es war Arthas, der Sohn des Königs von Lordaeron. Was zur Hölle machte er hier? Er durchkämmte mit seinen allesüberblickenden Augen die Taverne und blieb dann auf Kel'Thusad hängen. Sein Blick verfinsterte sich und sein Gesicht verzog sich zu einer Fratze. Er deutete mit seinen breiten Wurstfingern auf Kel.

Arthas: "Da ist ja der Schlingel! Schnappt ihn"

Kel sprang vom Sessel auf, drehte sich um, stolperte über das Tischbein, und fiel der Länge nach hin. Aber so schnell konnte ich gar nicht schauen, da war er schon auf den Beinen und wie ein junger Hirsch aus dem Fenster gesprungen. Arthas war ihm mit einem ganzen Bataillon an Soldaten hinterhergejagt. Nur eins verstehe ich bis heute nicht. Mussten die alle durch das Fenster springen anstatt um das Haus zu laufen?

Ich schüttelte den Kopf über diese abstrakte Situation. Aber ich grinste. Das war ich Kel vergönnt. Immerhin hat er mit dem Pokal abgeluchst. Ich entschied nach Hause zu gehen. Nur komisch dass die Einwohner so abgemagert sind, herumtorkeln und alle "Brainzzzz" murmeln.

Ich wollte gerade den Schlüssel bei meinem Häuschen rüberdrehen, als ich ein immer lauter werdendes Surren wahrnahm. Ich dachte erst in hatte ein pfeifen im Ohr. Dann gab es plötzlich einen Knall und es wurde mir schwarz vor Augen.


Kapitel 2 ist bereits fertig, aber ich möchte nicht leser damit abschrecken, gleich einen so langen Text lesen zu müssen^^ Sollte Interesse bestehen, werde ich es veröffentlichen :)


Liebe Grüße
Mafloni


Bearbeitet von Mafloni, 13 November 2010 - 13:24,

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#2 Deck5

Deck5

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Geschrieben: 13 November 2010 - 15:28

schönegeschichte jedoch bezweifle ich das es fernseher gab .
humor ist auch dabei aber..
ich versteh das nicht so ganz was ist mit
Zitat: damit ich meine Knochen trocknen kann
UND Zitat :Nur komisch dass die Einwohner so abgemagert sind, herumtorkeln und alle "Brainzzzz" murmel
Oder ist da schon eine guhl invasion oder so ausgebrochen wegen dem wahrscheinlichen kampf mit arthas??
  • 0

#3 Mafloni

Mafloni

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Geschrieben: 13 November 2010 - 18:06

Hallo Deck, in dieser Geschichte ist nicht alles ernst zu nehmen. Um deine Fragen aufzuklären:

schönegeschichte jedoch bezweifle ich das es fernseher gab
-) mir ist bewusst dass es keine Fernseher gibt. Deshalb hab ich ja im nächsten Satz geschrieben "ein was?" mit einem anschließenden "vergessen sies". Es war einfach eine Anspielung auf die reale Welt.

Zitat: damit ich meine Knochen trocknen kann
-) es hat ja in dieser szene wie aus eimern geschüttet. Es gibt eine Art Sprichwort das besagt "Bis auf die Knochen durchnässt sein". Er war also nur durch und durch nass

Nur komisch dass die Einwohner so abgemagert sind, herumtorkeln und alle "Brainzzzz" murmel
Oder ist da schon eine guhl invasion oder so ausgebrochen wegen dem wahrscheinlichen kampf mit arthas??
-) Dies ist etwass schwierig zu erklären. In Warcraft 3 hatte Arthas in Brill das erste Mal Kontakt mit der Geißel. Dort stellt er auch KelThuzad und richtet ihn hin. Meine Geschichte setzt Am selben Tag ein, nur ein paar Stunden früher.
Die Wahrheit ist: man weiß nicht wie die ersten Geißeldiener entstanden. Wie es vor sich ging sei jedem seiner Phantasie überlassen. Ich bin von der Auffassung ausgegangen dass durch Kels bloße Anwesenheit sich die Leute in Untote verwandeln.
Das mit dem "Brainzzzz" ist eine Andeutung auf das Spiel "Pflanzen gegen Zombies". Gilt als absoluter Klassiker. Da muss mal Pflanzen im Vorgarten pflanzen und mit denen Zombies bekämpfen, die das Gehirn des Spielers haben wollen. Und in diesem Spiel haben die Zombies immer "Brains" gerufen. Und in manchen Foren wird hier spaßhalber immer "Brainzzz" geschrieben.

Mir ist klar dass einiges für manch einen nicht ganz verständlich ist. Aber ich werd euch unklare Punkte gerne erklären ^^.
  • 0

#4 qqqqq942

qqqqq942

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Geschrieben: 14 November 2010 - 10:46

nicht schlecht

:firefox:
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#5 Elroth

Elroth

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Geschrieben: 23 November 2010 - 11:23

auch von meiner Seite besteht weiteres Interesse :p

Klar, ist keine komplett ernst zu nehmende Geschichte, aber wüsste trotzdem gerne, wie es weitergeht :-)
  • 0

#6 Mafloni

Mafloni

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Geschrieben: 25 November 2010 - 17:21

Hurraaa ^^ es besteht wirklich Interesse. Das freut mich :-)
Dann möchte ich euch nicht weiter auf die Folter spannen. Los gehts!

Kapitel 2 - eine seltsame Reise

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Ich weiß nicht wie lange ich ohnmächtig war, beziehungsweise warum. Als ich wieder wach wurde, hockte ich in einem vergleichsweise bunten Raum. Das Design ähnelte in keinster Weise dem, was ich bisher gesehen, geschweige denn gehört habe.

Ich ging langsam in dem Raum herum und bewunderte die einzigartige Architektur des Umgebung. Irgendwann stieg ich irgendwo drauf und hörte daraufhin ein schrilles quietschen. Ich sprang erschrocken zurück. Es stellte sich heraus, dass ich auf einen Gnom getreten bin.

Gnom: "Bist du wahnsinnig? kannst du nicht aufpassen? Was fällt dir ein auf mich drauf zusteigen? Hast du keine Augen im Kopf? Ich schlafe hier gemütlich und plötzlich trampelt so ein Rohling auf einem rum! Fändest du das angenehm?"

Ich völlig trocken: „Tut mir leid, ich hab dich nicht gesehen. Aber für einen Gnom bist du auch sehr winzig..."

Gnom: "Wie hast du mich gerade genannt? Winzig? NIEMAND NENNT MILLHAUS MANASTURM WINZIG!"

Ich völlig perplex: "...es tut mir leid... wo bin ich hier eigentlich?"

Der Gnom entspannte sich: "Du hattest das Glück von Außerirdischen entführt zu werden. Glaub es oder glaub es nicht. Aber ich sag dir eins. Die ganzen Gerüchte über UFO-Sichtungen der vergangenen 50 Jahre sind wahr. Warum denkst du wohl wäre ich wohl hier. Ich bin hier schon sein über 10 Jahren..."

Ich: "10 JAHRE? Ich hab nicht vor hier zu bleiben. Ich muss hier raus!"

Millhaus: "Versuchs doch, ich hab die Hoffnung bereits aufgegeben gerettet zu werden. Umso mehr freut es mich, dass ich nach so langer Zeit endlich jemanden von meiner Welt wiedersehe."

Ich: "Und wo bin ich hier?"

Millhaus: "Auf einem Raumschiff."

Ich: "Geht's vielleicht etwas präziser?"

Millhaus: "Was willst du eigentlich genau wissen? Die Außeririschen nennen sich selbst die Naaru, und tuckern im wirbelnden Nether mit ihren extragalaktischen Raumschiff herum, um hier und da mal bei einem Planeten Halt zumachen, um zu Forschungszwecken nichtsahnende Gnome zu entführen, um..."

Ich unterbrach ihn: "Schon gut, schon gut, ich hab's verstanden, so präzise hätte ich es gar nicht gebraucht."

Millhaus: "Mir scheint, du bist auch nie zufrieden."

Plötzlich rumpelte es und es ertönte wieder das altbekannte surren. Ich hatte bereits Angst wieder ohnmächtig zu werden. Ich wünschte, ich wäre es. Vor uns beginnt sich gerade etwas zu materialisieren.




Millhaus: "Heute sind sie fleißig. Wie es scheint haben sie wieder ein besonderes Exemplar eigefangen. Vielleicht eine hübsche Gnomin, ich könnte etwas Abwechslung gebrauchen..."

Ich überhörte die bissige Bemerkung. Ich war einfach zu sehr von dem Schauspiel gebannt, das sich vor mir bot. Es materialisierte sich irgendein abgrundtief hässliches Monster, für das ich gar keine Worte fand.
Ich hörte nur eine bebende Stimme im Raum:

Stimme 1: "Verdammt M'uru, ich hab dir schon 1000 Mal gesagt, LASS DIE FINGER VON DEM PLANETEN CHAR. Wir hatten schon einmal Probleme mit den Zerg hier, und jetzt schicke ihn gefälligst wieder zurück."
Stimme 2: Tut mir leid D'ore, soll nicht wieder vorkommen"

Dann war es wieder still im Raum, und der "Zerg" wie sie ihn nannten, war wieder verschwunden. Wie wir bemerkten, hat er aber irgendwas zurück gelassen. Es scheinen eine Art Körner, oder Nüsse zu sein. Ich dachte mir nicht viel dabei, ich ging hin und nahm sie vom Boden. Da sie sehr lecker aussehen biss ich mal in eine hinein.
Plötzlich wurde ich von einem schwall intensiver Genüsse übermannt. Es war sooo lecker! Ein intensives, herbes Aroma, mit einem angenehm bitteren Nachgeschmack.

Ich: "Kaffee!", entwich es mir, "ich nenne es Kaffee."
Millhaus: "Warum Kaffee?"
Ich: "Keine Ahnung, einfach so."
Millhaus: "Lass mich mal kosten."

Ich gab ihm eine Bohne, der sie in der Hand drehte und erwartungsvoll hineinbiss. Er kaute sie durch, verdrehte die Augen und begann zu würgen und zu spucken.

Millhaus: "Köstlich? Das ist das widerlichste was ich in meinem Leben je gegessen hab. Wie kannst du nur auf den Gedanken kommen, dass das Zeug, das du mir gerade verabreicht hast, köstlich sein kann?"
Ich: "Ich denke, ihr Gnome habt einfach andere Geschmacksknospen... Aber ich sage dir, ich werde mit diesen Bohnen das Geschäft meines Lebens machen. Und mir ist auch schon eine Idee gekommen wie man sie verarbeiten und vermarkten kann. Ich werde sie klitzeklein reiben, sie in einen Filter geben und dann heißes Wasser darüber laufen lassen. Das Gebräu, mit Zucker und Milch verfeinert, muss ja ein wahres Göttergetränk abgeben."

Bei dieser Erklärung begann der Gnom zu röcheln.

Millhaus: "Na grüß Gott, du hast Ideen."
Ich: "Wer ist Gott?"
Millhaus: "Vergiss es. Fakt ist, dass dir keiner das Zeugs abkaufen wird."
Ich: "Ich hatte eine Vision. Und ich weiß, dass ich dieser Vision folgen muss. Das ist alles was ich dazu sage."

Das Gespräch verstummte wieder. Die Zeit verging elend langsam. Ich hätte ja gerne Skat mit dem Gnomen gespielt, aber ich hatte leider meine Karten nicht dabei. Zumindest hab ich herausgefunden, dass Millhaus ein kleiner Amateurmagier ist, der sich im Zirkus mit billigen Tricks die Leute unterhielt. Seine Spezialität ist es scheinbar, Gegenstände erscheinen und wieder verschwinden zu lassen. Meine Gedanken wurden von einem drückenden Gefühl unterbrochen.

Ich: Du Millhaus, wo kann man hier eigentlich aufs Klo gehen?"
Millhaus brach in schallendes Gelächter aus. "Ein Klo? Es gibt kein Klo auf diesem verdammten Schiff!"

Ich: "Und was ist mit dir? Willst du mir weiß machen, dass du die letzten 10 Jahre nicht musstest? „
Millhaus: "Nö. ich mache es anders. Wie du weißt, bin ich Magier. Und ich zaubere mir immer Essen und Trinken her, von dem ich mich ernähre. Der Vorteil an der Geschichte ist: Ich esse es, und nach einiger Zeit verschwindet es wieder. Sprich, das Problem, das du jetzt hast, erledigt sich bei mir von ganz alleine."
Ich: "Wenn du schon so ein ach so guter Magier bist, hättest du dann die Güte mir ein Klo herbei zu zaubern?"
Millhaus: "Sonst noch etwas? Hättest du gerne parfümiertes Klopapier dazu? Oder Klosteine mit Himbeergeschmack?"
Ich: "Mir egal, lass dir was einfallen."

Er überlegte kurz, und schnippte dann mit den Fingern. Und plötzlich war das drückende Gefühl weg.

Millhaus: "Besser so?"
Ich: "Eindeutig, was hast du mit mir gemacht?"
Millhaus: "Gar nichts, ich hab dir doch vorher gesagt, ich kann Sachen herzaubern, und Sachen wegzaubern... Und in Zukunft iss bei mir mit, dann hast du solche Probleme nicht mehr."
Ich: "Jetzt wo du es sagst hab ich tatsächlich Hunger. Was hast du im Angebot?"
Millhaus: "Also...falls du Lust auf was Süßes hast, empfehle ich Manalutscher. Sollte es etwas deftiger haben möchtest Manakekse. Als Hauptspeise empfehle ich die Manastrudel und als Beilage Manakuchen."
Ich: „Gibts auch irgendwas ohne Mana?"
Millhaus: "Früher konnte ich in der Tat noch eine ganze andere Palette an Lebensmitteln herbeizaubern. Nur beim letzten Patch meinten die Blizzard-Mitarbeiter, der Magier soll erst ab Level 40 Essen herbeizaubern können, und das Essen soll nur mehr aus Mana bestehen. Die Zeiten, wo es Pumpernickel, Sprudelwasser und Co. gibt, sind endgültig vorbei."
Ich: "du redest wirr."
Millhaus: "Es ist wirklich so. Wenn du willst schreibe ich einem GM ein Ticket, dass er es dir bestätigen kann."
Ich: "Wo bin ich hier nur gelandet. Sitze hier in irgendeinem Raumschiff, in Gesellschaft eines verrückten Gnomes, der von einer höheren Macht palavert. wenn du mich fragst solltest du mal einen Arzt aufsuchen."

Die Diskussion ging noch gefühlte drei Stunden so weiter, bis wir uns entschlossen das Thema einfach auf sich beruhen zu lassen. Irgendwann wurde ich dann von dem altbekannten Surren aufgeweckt. Wieder hat sich die unbekannte Maschine in Bewegung gesetzt, um uns das nächste Grauen um die Ohren zu hauen. Und ich sollte Recht behalten. Es manifestierte sich eine Art Riesenkäfer, keine Ahnung was das war. Millhaus sprang hingegen panisch einen Schritt zurück und starrte den Neuankömmling mit großen Augen an.

Verabschiede dich von deinem Leben." stotterte er. „Das hier ist ein waschechter Quiraj."

Ich: „Davon hab ich in einer alten Legende gehört. Aber sind die nicht ausgestorben?"
Millhaus: „Man wusste es nicht, man vermutete es nur. Doch sie haben gelebt. In einer alten Festung in Silithus namens Ahn'Quiraj. Wenn die Naaru einen Quiraj fangen konnten, heißt das, dass es die Quiraj geschafft haben, aus ihrem Gefängnis zu entkommen. Beziehungsweise, dass der Schutzwall bröckelt."

Der Quiraj, drehte sich zu uns um. Wenn ein Käfer verwirrt blicken konnte, dann tut er es gerade. Auf alle Fälle bilde ich mir ein, er hat mit seinen Augen geglubscht. Kann er das überhaupt? Aber er fasste sich erstaunlich schnell. Sein Blick wanderte umher und blieb an uns heften. In seinen Augen flackerte Zorn.

Quiraj: „Ihr gehört zu denjenigen, die uns einst nach Ahn'Quiraj verbannt haben. Ihr habt verhindert, dass wir in Kalimdor ein neues Weltreich errichten. Für diese Sühne wird es für mich eine Freude sein, euch langsam und Qualvoll das Leben aus eurem Fleisch zu saugen. Zittert vor Horizontiss, dem Herold von C'Tun."

Ich ging in Kampfhaltung. Millhaus hingegen begann irgendein seltsames Ritual.

Millhaus: „beschäftige ihn, ich brauch noch kurz, um mich auf den Kampf vorzubereiten." – er aktivierte seine Frostrüstung.

Der Quiraj stürmt an, ich sprang zur Seite – und der Herold stürmte vorbei an die gegenüberliegende Wand. Ein Knall ging durch das Raumschiff. Man hörte das verbiegen von Stahl. Millhaus schien das alles völlig unberührt zu lassen. Vollkommen unbekümmert begann er, sich ein paar Manatränke herbeizuzaubern.

Ich: „Verdammt noch mal, tu endlich weiter!"
Millhaus: !Nur Geduld, ich brauch etwas Mana, sonst kann ich nicht kämpfen."

Mit diesen Worten setzte er sich provokant vor mir auf den Boden und schlürfte irgend ein Managebräu. Der Herold war inzwischen wieder auf den Beinen. Ich stellte mich ihn tapfer entgegen. Plötzlich wurden meine Hände schwer. Ich blickte hinunter und entdeckte dass ich plötzlich Schwert und Schild in der Hand hatte.

Ich: „Millhaus, das geht eindeutig auf deine Kappe, nicht wahr?"

Der Gnom grinste nur heiter. Ich hob den Schild und parierte den ersten Hieb des Vorderbeins des Herolds. Dann tauchte ich unter der Deckung hervor, um mit dem Schwert nach ihm zu stoßen. Gekonnt wich der Feind aus. Wir umkreisten uns wie zwei hungrige Wölfe, die um ein verletztes Beutetier kämpfen. Stießen zu, wichen aus. Der ganze Kampf glich einem absurden, aber dennoch eleganten Tanz.
Ich spürte irgend etwas eiskaltes an meiner linken Wange vorbeizischen, bevor es einen gedämpften Knall gab und der Herold angeschlagen grunzte. Ich drehte mich um und blickte in die Augen eines kleinen entschlossenen Gnom-Magiers, der bereit war bis zum bitteren Ende zu kämpfen. Sein Körper schien von Blitzen durchzuckt zu werden, die das Gefühl vermitteln, dass der Gnom es mit jedem noch so übermächtigen Gegner aufnehmen zu können. Er fokussierte einen weiteren Frostblitz, mit dem er den Herold am Boden festfror. Dann ging alles ganz schnell. Der Gnom ließ eine ganze Kette von Angriffen auf den Gegner los, der unter jedem Schlag zuckte und aufstöhnen ließ. An mehreren Stellen seines Körpers tropfte dunkles Blut. Den Kampf hätte Millhaus mit Leichtigkeit gewonnen, wäre der Kampf nicht auf unerwartete Weise unterbrochen worden. Es ertönte eine Stimme im Raum, bei der ich mir nicht sicher war, ob ich sie nicht nur in meinem Kopf hörte.

Fürchtet euch nicht, ehrenwehrte Wesen. Ich bin D'ore, Abgesandte der Naaru. Bitte stellt die Kämpfe ein, es gibt keinen Grund euch das Leben zu nehmen."

Im Raum begann ein Licht zu leuchten, das mir sofort das Gefühl von Frieden und Geborgenheit vermittelte. Ein Leuchtwesen erschien, bei dem ich instinktiv zu wissen schien, dass es sich hier um einen sagenumwobenen Naaru handeln musste.
D'ore nähert sich dem Herold, der ein paar Schritte zurückging bis er an der Wand stand. Sie begann in einem blendenden Licht zu leuchten, das uns zwang unsere Augen abzuwenden. Als der Lichtblitz vorüber war, wagten wir es wieder, zu sehen was passiert war. Der Herold war wieder geheilt, doch das Licht schien ihn nicht zu besänftigen. So sehr es der Naaru auch versuchte. Im Gegenteil, er schien die neu genutzte Kraft dazu nutzen zu wollen erneut anzugreifen. Aber der Herold schien zu wissen, dass er gegen das Lichtwesen keine Chance hatte – zumindest nicht alleine. Im Hintergrund schien er zu spüren, dass es an Bord noch jemanden gab, der gegenüber D'ore Hass empfand, auch wenn er es gut verheimlichte. Horizontiss streckte seine Fühler aus, nur um dann in dieser Position zu verweilen. Keiner wusste was passierte, solange bis hinter D'ore ein zweiter Naaru erschien. Doch dieser hatte sich in furchtbarer Weise verändert. Er strahlte nicht im vollendetem Licht, sondern in abgrundtiefer Finsternis. Der Herold nutzte seinen Hass aus, um es nach außen zu kehren und ihn zu seinem Verbündeten zu machen. Dann ging alles sehr schnell. Der neu erschienene Naaru – sein Name war M'uru, attackierte seine Gefährtin, tötete sie in einem grellem Licht aus Finsternis, bevor er sich gegen uns wandte und uns ebenfalls vernichten wollte. Millhaus rief mir zu dass ich mich nicht bewegen sollte, und dass er uns hier raus bringen sollte. Er öffnete ein Portal.

Millhaus: „Rein mit dir! Schlag hier keine Wurzeln. Ich komme gleich nach."

Nach kurzem Zögern sprang ich und fiel in ein abgrundtiefes Loch. Wie ich zurück kam weiß ich nicht, aber als ich meine Augen öffnete, stand ich in Eisenschmiede. Millhaus konnte ich aber nirgendwo finden. Wie es scheint, hat er es nicht geschafft. Ich schaute zu Boden, wo ich bemerkte, dass irgend etwas zu Boden getropft ist. Doch es ist kein Regen wie ich vermutete, sondern meine Tränen.
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#7 Mafloni

Mafloni

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Geschrieben: 25 November 2010 - 17:23

Kapitel 3 – Im Zeichen des Kaffees

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Nach diesem Verlust verweilte ich einige Zeit in Eisenschmiede. Einerseits weil ich versuchte, mich mit dem vermeintlichen Tod von Millhaus auseinanderzusetzen, andererseits auch, um Nachforschungen über die Kaffeebohnen zu machen, die ich auf meinen Trip in eine weit, weit entfernte Galaxie aufgelesen hatte. Denn mit dem guten halben Kilo, das ich bekommen hab, bin ich weit von meinem Wunsch entfernt, das Geschäft meines Lebens zu machen. Leider waren meine Anstrengungen umsonst. Ich fand keinerlei Ansatz, wie ich meine Forschungen fortsetzen sollte.

Eines Tages war ich wieder in der Zentralbibliothek von Eisenschmiede, um zum X-ten Mal sämtliche Buchbände zu wälzen, in der Hoffnung, irgendwas über diese sonderbaren Bohnen rauszufinden. Ich wälzte gerade ein Buch mit dem vielsagenden Titel „Gaumenfreuden die nicht von dieser Welt zu stammen scheinen", als hinter mir jemand zum wiederholten Male zu fluchen und zu zetern anfing. Langsam raubte mir der Typ auch die Nerven, ging das Theater schon den ganzen Vormittag. Mein Blick in die Richtung der Person offenbarte einen sehr gut gebauten Zwerg, der nur mit einer braunen Lederhose und Hut ausgestattet war. Ein Blick auf seinen Oberkörper offenbarte ein noch nie dagewesenes Sixpack, das jeden Fitnesstrainer vor Neid erblassen lassen würde. Seine Arme waren muskulöser als die von Arnold Schwarzenegger. In seinem Gesicht befand sich ein brauner buschiger Bart, der bis zu seinem Bauchnabel hing. Neben ihm am Tisch lehnte eine Spitzhacke, die groß genug war, um das Gefühl zu vermitteln, dass dieser Zwerg die Tiefenbahn im Alleingang gegraben hat.

In diesem Augenblick schlug der Zwerg sein Buch zu und ließ es neben dem Tisch auf den Boden fallen. Ich erhaschte den Blick auf ein verzweifeltes Gesicht, bevor es sich in den Händen vergrub. Irgendwie berührte mich die Person. Zumindest so viel, um aufzustehen und mich auf die gegenüberliegende Seite seines Tisches zu setzen. Ich schnappte meine Thermokanne und stellte sie mit einem lauten Knall neben ihm. Der Zwerg blickte auf, um anschließend mit den Augen an der Kanne kleben zu bleiben. Er wendete verwundert den Blick zu mir um und ich nickte ihm zu. Vorher noch unsicher nahm er die Kanne in die Hand, um einen starken Schluck davon zu nehmen. Auf einmal schien die ganze Verzweiflung aus seinem Gesicht gewichen zu sein.

Zwerg: „Ich weiß zwar nicht was das für ein Zeugs ist, aber es schmeckt vorzüglich. Besser noch. Es ist besser als alles andere was ich bisher in meinem Leben getrunken hab. Darf ich wissen was das ist?"
Ich: „Kaffee."


Verwirrung machte sich in ihm breit: „Noch nie davon gehört."

Ich: „Würde mich auch wundern, wenn. Das ist der erste Prototyp eines Getränks, das ich entwickelt habe. Es gibt leider nur ein Problem.", mein Gesicht wurde traurig „Ich hab nur mehr sehr wenig von der Hauptzutat, und ich habe keine Ahnung wo ich mehr davon bekommen kann."

Der Zwerg lauschte gespannt meinen Worten.

Zwerg: „Vielleicht kann ich dir helfen. Hast du deine Zutat dabei? Ich bin auf dieser Welt viel herumgekommen und hab schon sehr viel gesehen. Ich bin mir sicher, dass ich dir den richtigen Weg weisen kann."

Mein Gefühl sagte mir, ihn zu vertrauen. Ich griff in meine Gesäßtasche und zog einen braunen Lederbeutel hervor. Den Inhalt schüttete ich vor dem Zwerg auf den Tisch. Interessiert nahm dieser eine Bohne in die Hand, um sie von allen Seiten zu betrachten. Zu meiner Überraschung zog er eine Art Mini-Mikroskop hervor, das er sich wie ein Monokel ins Auge quetschte, um anschließend die Bohne erneut, aber viel gründlicher zu betrachten. Das einzige was er in den nächsten zehn Minuten von sich gab, waren unregelmäßige „mhm's", „aha's" und „oh ja's." Plötzlich gab er einen jubelnden Aufschrei von sich. Nachdem er sein Vergrößerungsglas auf den Tisch gestellt hat, blickte er mir tief in die Augen.

Zwerg: „Meinen Glückwunsch, du hast einem alten Zwerg einen neuen Lebensinhalt gegeben. Seit Monaten bin ich auf der Suche nach einem neuen Abenteuer, wurde aber nie fündig. Seit Wochen sitze ich hier regelmäßig in der Bibliothek, aber ich habe keinerlei Mysterien entdeckt, die es wert sind, erforscht zu werden."

Er machte mir die Aufforderung, die Kaffeebohne ebenfalls mit dem Vergrößerungsglas anzuschauen. Er drehte sie in der Hand und deutete auf eine bestimmte Stelle. Als ich den entsprechende Ausschnitt vergrößerte, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Auf der Bohne stand geschrieben „Made in Pantheon!"

Zwerg: „Das Pantheon ist der Sitz der Titanen. Bisher hielt man es für eine Legende. Diese Bohne beweist, dass sie wahr ist. Und dieser Spur werde ich nachgehen. Aber dafür brauche ich deine Hilfe. Erzähle mir woher du diese Bohnen hast."

Ich erzählte ihm alles von meiner Reise. Ich hatte schon Angst, dass er mich für verrückt hält. Aber er saß nur da und hörte interessiert zu. Zu hören, dass die Bohnen von einem Planeten namens „Char" zu stammen scheinen, ließ seine Augen weiten. Die Titanen haben anscheinend tatsächlich nicht nur Azeroth erschaffen. Als ich ihm von einem lebendigen Quiraj erzählte begann er zu zittern.

Zwerg: „Und du bist dir sicher, dass das ein Quiraj war?"

Ich: „Ich bin mir ziemlich sicher. Zumindest bezeichnete sie der Gnom so, der bei mir war. Und er erwähnte in seinem Zusammenhang Ahn'Quiraj."

Zwerg: „Uhhh, das ist nicht gut, gar nicht gut. Ich glaube ich werde dieser sagenumwobenen Stadt in Silithus mal einen Besuch abstatten. Und anschließend werde ich sehen, was ich über die Titanen herausfinden kann. Was dein Kaffeeproblem betrifft... da kann ich dir in der Tat weiterhelfen. Geh zu Apotheker Putress in Sturmwind... benutz die Tiefenbahn um dorthin zu gelangen... und sag ihm dass ich dich geschickt hab. Er ist ein alter Schulfreund von mir. Er schuldet mir noch was. Er ist ein hervorragender Chemiker und kann dir bestimmt weiterhelfen. Diese Bohnen sind definitiv pflanzlicher Natur. Du kannst sie also selbst anbauen und aufziehen. Und der Apotheker kann dir herausfinden WIE du das machst."

Er rieb sich voller Vorfreude die Hände.

Zwerg: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach Zul'Gurub und Azjol Nerub noch weitere Abenteuer bestreiten werde."

Ich schluckte. „Bist du etwa...?"

Er grinste: „Ja, ich bin Brann Bronzebart."

Ich folgte seinem Rat. Ich fuhr nach Sturmwind und hielt dem besagten Apotheker die Bohnen unter die Nase. Er half mir mit überraschenden Eifer, wollte aber als Gegenleistung für seine Hilfe die hälfte der Bohnen. Ein Preis, dem ich wehmütig zustimmen musste. Dafür weiß ich jetzt, wie die Aufzucht einer Kaffeeplantage funktioniert. Und das war mir der Preis für die Information mehr als wert. Doch wofür Putress die Bohnen brauchte, verschwieg er mir. Doch er versicherte mir, dass er für die Bohnen eine andere Verwendung haben wird als ich. Ich müsste ihn nicht als Konkurrent fürchten.

Gerüchten zufolge soll Putress vier Jahre später in Unterstadt eifrig an einer neuen Seuche geforscht haben, ihm aber sein Durchbruch erst gelungen sein, als ihm unbeabsichtigt eine Kaffeebohne in den Kessel fiel.
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#8 Mafloni

Mafloni

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Geschrieben: 25 November 2010 - 17:27

Kapitel 4 - Auf nach Hause

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Die Reise mit den Naaru hat zum Teil mein Zeitverständnis stark durcheinander gewirbelt. Die letzte interessante Nachricht, die mir nach meiner Ankunft in Eisenschmiede zu Ohren gekommen ist, war der Aufstand in Stratholme. Soweit ich informiert bin, hat Arthas dort eine Razzia durchgeführt, nachdem die meisten der dort ansässigen Einwohner zu viel vom falschen Gras erwischt hatten und die Einwohner vergleichsweise aggressiv und angriffslustig wurden. Eigentlich sollte die ganze Situation friedlich gelöst werden, doch als ein-zwei Einwohner es wagten, Arthas einen „Blondschopf" zu schimpfen ist er ausgerastet. Uther, der diese Situation zur persönlichen Belustigung gänzlich auskostete, wurde daraufhin unehrenhaft aus Arthas' Dienst entlassen. Über die weiteren Vorgehensweise von Arthas weiß man leider nichts. Wie Arthas in einem Interview bekannt gab, wurden die „besonders garstigen" dingfest gemacht und der Gerechtigkeit zugeführt. Was man darunter versteht, ist jedem selbst überlassen. Ich vermute, dass die vorerst unter Hausarrest gestellt wurden, denn die Stadt ist berstend voll wie eh und je. Im Gegenteil. Ich hab gehört, dass es seit letzter Zeit einen regen Zulauf der absonderlichsten Gestalten geben soll. So sollen sich sowohl viele, schon fast zum Skelett abgemagerte Einwanderer, als auch einige… sagen wir mal… monströse Persönlichkeiten in Stratholme eingefunden haben. Ich hab auch gehört dass jetzt im Stadtkern ein neues Fleischhaus – also eine Fleischerei gebaut wird. Der Inhaber soll niemand geringerer als Rammstein sein. Vom Sänger zum Fleischer... mit seiner Karriere geht es wohl auch ständig bergab... Meines Erachtens nach ist infolgedessen die Lebensqualität in Stratholme stark gegen null gerutscht.

Auf alle Fälle war ich kurz nach dem Besuch bei Putress wieder auf dem Weg nach Hause nach Brill. Zu dieser Zeit gab es noch einen regen Schiffverkehr zwischen Sturmwind und Lordaeron, von daher dauerte die Reise etwa fünf Tage. Hätte sie länger gedauert, wäre ich vermutlich verhungert. Ich wurde bereits durchs betreten des Schiffs seekrank und bekam die folgenden Tage keinen Bissen mehr runter.

Ich war froh, als ich wieder in Brill ankam. Mein Gehöft liegt südwestlich des Stillwassertümpels in Tirisfal. Der Tümpel war zu dieser Zeit noch ein beliebtes Ausflugsziel von Familien, die an seinem Ufern picknickten und den jüngeren der Familie an schönen Sommertagen das schwimmen beibrachten. Mein Haus lag nahezu ideal an der Hauptverkehrsstraße nach Lordaeron. Dort wurde übrigens regelmäßig ein Bauernmarkt abgehalten, bei dem die Bauern einem regelrechten Preiskampf unterlegen waren. Deshalb war der Preisvergleich bei uns ganz besonders wichtig.

Als ich nun endlich daheim war, hielt ich kurz inne. Nachdem ich mich versichert hatte, dass ich nicht gleich wieder durch die Naaru entführt wurde, wagte ich es, den Schlüssel umzudrehen und einzutreten. Mein erster Gedanke: „Verdammt ist's hier staubig."

Ich wollte grad den Staubwedel auspacken, als mir jemand von hinten eine leichenblasse (und ebenso kalte) Hand auf die Schultern legte. Ich spürte es deutlich, wie sich mir vom Rücken bis zum Kopf nacheinander die Nackenhaare aufstellten, und ich einiges an Farbe verlor. Ich machte erst mal einen unkontrollierten Satz nach vorne, bevor ich mich umdrehte, und bei dem grässlichen Anblick, den mir mein gegenüber bot, am liebsten In Ohnmacht gefallen wäre. Es blieb nur dabei, dass mir der Atem stockte. Es handelt sich hier um einen Herren im klassischen Bauerngewand, welches man traditionell auf dem Felde trägt. Seine Haut hatte eine klassische Bildschirmbräune, sprich, sie war schneeweiß. Sein Gesicht war eingefallen, und seine tot wirkenden Augen lagen tief in seinen Höhlen. Den zweiten Schrecken jagte er mir ein, als er das unmögliche tat, mich angrinste und tatsächlich sprechen konnte.

Bauer: „Na na, nur nicht erschrecken Bursche, ich tu dir schon nichts. Hat dich mein Anblick erschreckt? Dann tut es mir leid."

Er lässt traurig seine Schultern hängen.

Bauer „Ich weiß wie ich aussehe, aber dafür kann ich nichts. Vor kurzem ging hier eine schwere Krankheit um. Viele Leute starben oder wurden um den Verstand gebracht. Ich bin der Einzige hier, von dem ich weiß, dass er noch bei klarem Verstand ist."

Er bleckte die Zähne und lächelte. Beiläufig musste ich feststellen, dass dieser das wohl perfekteste Zahngebiss auf diesem Planeten besitzen muss. So strahlend weiße und vollkommene Zähne hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen.

Ich: „Was hier geschehen ist tut mir leid" erwiderte ich. „Aber das erklärt noch immer nicht, wer Sie sind, und was Sie in meinem Haus zu suchen haben."

Bauer: „Nenn mich einfach Hänsel Bauer. So nennen mich alle, und einen anderen Namen hab ich nicht. Ich war einst ein Landwirt auf Agamands Hof. Als dort die Krankheit ausbrach bin ich geflohen. Trotzdem wurde ich selbst schwer krank, so krank, dass ich für ein paar Tage das Bewusstsein verlor. Ich hatte panische Angst zu sterben. Vermutlich lag es an meinem Überlebenswillen, dass ich noch hier auf Erden weile. Doch ich musste schon bald feststellen, dass mein Schicksal weit schlimmer war als der Tod selbst. Ich bin... zu etwas anderem geworden."

Als ihn die Trauer übermannte, entschloss ich, dieses Thema auf sich beruhen zu lassen. Ich ging zu ihm hin und legte ihm die Hand auf die Schulter. (gleichzeitig einen Brechreiz unterdrückend, als mir ein bestialischer Verwesungsgestank entgegenschlug)

Ich: „Können Sie mit einem Spaten umgehen? Ich könnte jemanden gebrauchen, der das kleine Feld hinter meinem Haus bewirtschaftet. Sie müssen nur die spezielle Saat, die ich züchten möchte, hegen und pflegen. Als Gegenleistung dürfen Sie bei mir wohnen mit freier Logis und 20% Gewinnbeteiligung."

Nachdem mir Hänsel praktisch sofort zugestimmt hatte, an meiner Seite zu bleiben, begann ich ihn in mein Kaffeegeschäft einzuweihen. Als ich mit der Erzählung fertig war, bleckte er erneut vielsagend mit seinen Zähnen und machte sich an die Arbeit, meinen Plan zu verwirklichen.

Hänsel stellte sich als überaus eifriger Geselle heraus. Unter seinen Armen begann die Saat zu sprießen und im rasanten Tempo in die Höhe zu schießen. Was mich aber noch mehr an der ganzen Geschichte verwundert: Hänsel hat bisher noch kein einziges Mal geschlafen, geschweige denn gegessen. Anfangs versuchte ich noch hinter sein Geheimnis zu kommen, aber jedes Mal lächelte er nur traurig und ging wieder an die Arbeit. Auch wenn Hänsel wie ein Wasserfall plappert, hab ich mich damit abgefunden, dass er mir diesen Teil seines Lebens verschweigt.

Als wir unsere ersten ertragreichen Ernten eingefahren haben, um ein ganzes Feld zu bewirtschaften, begann ich damit, eine passende Unterkunft für das zukünftige Gasthaus zu suchen. Es dauerte nicht lange, bis ich mich in ein kleines Häuschen direkt am Eingang zum Schloss einmietete. Der Anfang war hart und ich hatte kaum Kunden. Bis zu diesem schicksalhaften Tag.

Es war ein lauer, sonniger Tag, als sich eine Nachricht im Königreich verkündete: Arthas hat Mal'Ganis besiegt und kehrt soeben nach Lordaeron zurück. Was für eine imposante Erscheinung er nicht war, als er mit seinem Geleit aufmarschierte. Es scheint, niemand konnte ihm seine Aufmerksamkeit von seinem Ziel abwenden – Seinen Vater wiederzusehen und ihm von seinem Erfolg berichten. Doch dann drehte er den Kopf in meine Richtung und blieb wie angewurzelt stehen.
Er hob seinen Zeigefinger und murmelte langsam den Namen meines Gasthauses.

Arthas: „K.E.V.I.N'S P.U.B."

Ich sah wie Arthas seine Hand auf seinen Bauch drückte als sich ein grummeln in seiner Magengegend breitmachte, das wohl halb Lordaeron gehört haben musste.
Ich konnte es nicht glauben. Der Prinz setzte sich mit seinen beiden Kommandanten in meine Richtung in Bewegung. Ich verbeugte mich als er durch meine Tür schritt.

Ich: „Prinz Arthas, ich freue mich, euch als meinen Gast begrüßen zu dürfen."

Arthas nickte mir nur zu, sagte aber nichts. Er setzte sich an einen kleinen sperrigen Tisch zwischen der Klo und Küchentür. Innerlich grinste ich schon, als ich mir ausmalte, wie viel Kunden ich in Zukunft haben werde, wenn sie erfahren, dass sogar Arthas bei mir zu Tisch isst.
Der Prinz buchstabierte mir langsam die Karte, bis er plötzlich, wie von einer Tarantel gestochen, mit seinem Zeigefinger auf die Speisekarte zeigte.

Arthas: „Ich weiß zwar nicht, was das ist, aber das will ich!"

Ein Blick auf die Karte offenbarte mir, dass er gerne Menü 1 der Speisekarte möchte.

Ich: „Einmal Schnitzel mit Pommes und Salat, kommt sofort. Und als Nachspeise einen Kaiserschmarrn, mit dem Getränk des Hauses – Kaffee." ich blickte Arthas erwartungsvoll an. Und für ihre beiden Begleiter?"
Arthas trocken: „Das selbe."
Ich: „Okay."

Beim Anblick des Schnitzels sah ich seine Augen aufleuchten, die Pommes genoss er, und vom Kaiserschmarrn bestellte er sogar eine zweite Portion. Doch nichts kam dem gleich, als er den ersten Schluck seines Kaffees genommen hatte.
Er stand wortlos auf, ging mir entgegen und gab mir einen klaps auf den Rücken, von dem mir die Luft wegblieb.

Arthas: „Großartig, mein Freund. So vorzüglich hab ich noch nie in meinem ganzen Leben gespeist." Er blickte sich skeptisch um sich. „Aber sehr wohl in einer angenehmeren Atmosphäre."

Ich schluckte.

Arthas: „Nichtsdestotrotz hast du dir soeben meine ungeteilte Freundschaft verdient. Setz dich zu mir und erzähl mir was von dir."

Es stellte sich heraus, dass Arthas zu den redseligeren Menschen gehört. Er erzählte von seinem Einsatz in Nordend, wie er Mal'Ganis jagte und ihn zur strecke brachte. Er erzählte aus seiner frühen Kindheit und den intimsten Vorfällen zwischen ihm und Jaina. Er vertraute mir sein ganzes Leben an, wie es ein kleiner Bruder seinem großen Bruder erzählen würde.
Ich war so nett Arthas und seinen beiden Kumpanen, Marvyn und Falric, ein Zimmer für die Nacht zu vermieten. Am nächsten Morgen machte sich Arthas zum Aufbruch bereit. Sein Heer wartete noch immer vor der Tür. Ich bilde mir ein, ein „Wird aber auch Zeit. Ich friere mir hier schon den Arsch ab!" gehört zu haben.
Kurz nachdem Arthas den Thronsaal betreten hatte, ging eine begeisterte Stimmung durch die Menge. „Der König ist tot, lang lebe der König!" riefen sie.
Wie sich herausstellte, erlitt König Therenas einen Herzinfarkt, als Arthas' ersten Worte an den König, nach einer selbstmörderischen Reise um die Welt, folgende waren:

Arthas: „Also der Kevin macht echt leckere Schnitzel!"




Weitere Kapitel in Vorbereitung ;-)
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#9 MasterCrain

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Geschrieben: 26 November 2010 - 11:14

Also ich hab mir jetzt mal alles durchgelesen und würde dir gern meine meinung kundtun ;)

Dein Text ist leider recht langwierig geschrieben. Du hast einige wirklich gute und komische stellen dabei wie:

Die Reise mit den Naaru hat zum Teil mein Zeitverständnis stark durcheinander gewirbelt. Die letzte interessante Nachricht, die mir nach meiner Ankunft in Eisenschmiede zu Ohren gekommen ist, war der Aufstand in Stratholme. .............. Meines Erachtens nach ist infolgedessen die Lebensqualität in Stratholme stark gegen null gerutscht.


ansonsten zieht sich das ganze wie ein Kaugummi. Es wirkt fast so als versuchst du krampfhaft bekannte WoW Persönlichkeiten, Ereignisse und Orte in die Geschichte einzubauen, leider wirkt es etwas aufgesetzt. Und auch dein "Einfliesen lassen der Realität" (zB die sache mit dem Fernseher) hat viel potenzial (war schon in Allimania immer ein kracher) aber zur situationskomick oft nicht stimmig. Und bestimmte Sachen lässt du unerklärt im raum stehen (zB Arthas muss Texte langsamm buchstabieren, soll der witzt sein das er nicht richtig lesen kann? oder das er umbedingt Schnitzen, pommes und kaffee will obwohl er nicht weis was es ist, warum will er das umbedingt?)

Ansonsten flüssig geschrieben, lesbar formatiert und keine unangenehm klingenden Sätze.

Mein Tipp an dich. überlege dir immer vorher welche reaktion du bei deinem Leser ereichen wilslt und überleg dir hinterher ob du das geschriebene lustig finden würdest.


Ansonten viel spaß weiterhin und nur nicht entmutigen lassen ;)



  • 0

#10 Mafloni

Mafloni

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Geschrieben: 27 November 2010 - 13:16

Hallo,
danke für deine Kritik. es ist immer gut die meinung von Außenstehenden zu hören.

Einiges kann ich erklären, bei einigem mus ich auch wiedersprechen.

ansonsten zieht sich das ganze wie ein Kaugummi. Es wirkt fast so als versuchst du krampfhaft bekannte WoW Persönlichkeiten, Ereignisse und Orte in die Geschichte einzubauen,


Das soll der Hintergrund von dem Ganzen sein. Kevin soll bei vielen großen Ereignissen anwesend sein und die unwissentlich beeinflussen. Er soll schuld daran sein dass gewisse Dinge eintreten. Aber ich möchte das ganze auch nicht aufblasen, weshalb ich die "Events" nur am Rande erwähne. So wird nur die Barszene erzählt, obwohl im Hintergrund ganz Brill untergeht und Arthas gegen die Untoten kämpft. Bei Kevin geht das alles relativ spurlos vorüber.

Und bestimmte Sachen lässt du unerklärt im raum stehen (zB Arthas muss Texte langsamm buchstabieren, soll der witzt sein das er nicht richtig lesen kann?


Vieles darf nicht ganz ernst genommen werden. Aber ja, in meiner Geschichte kann er nur miserabel lesen. (Beweise mir dass es nicht so ist. Hab ihn noch nie einen Text vorlesen hören ^^

oder das er umbedingt Schnitzen, pommes und kaffee will obwohl er nicht weis was es ist, warum will er das umbedingt?)

Das erklär sichvon selbst mit folgendem Satz im Text:

Arthas: „Ich weiß zwar nicht, was das ist, aber das will ich!"

Er war nit der Speisekarte einfach hoffnungslos überfortert, eben weil er nicht gut lesen kann. Ebenso bezweifle ich dass es in WoW Schnitzel mit Pommes gibt...


Ich lasse die Kapitel vorher von mehreren Leuten lesen, bevor ich es poste. Die Meinungen darüber sind, sagen wir gespalten.
Ich bin froh, dass es wirklich Leute gibt, die die ganze Geschichte lesen. Ebenso freue ich mich zu hören dass dir der Schreibstil gefällt.

Ps.: zu zu langwierig geschrieben. Ich habe schon öfters gehört dass die Geschichte zu sehr von einer Extreme ins andere geht. Ich denke das ist einfach der Persönliche Geschmack.

Vielen Dank für dein Feedback und werde auf alle Fälle dein Feedback zu Herzen nehmen :)

Bearbeitet von Mafloni, 27 November 2010 - 13:18,

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#11 Mafloni

Mafloni

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Geschrieben: 29 November 2010 - 18:27

Kapitel 5 – Reise nach Silbermond

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Ich hatte vor, in Silbermond Nachforschungen zu betreiben. Ich hatte gehört, dass die Hochelfen ein sehr warmherziges Volk sind und verrückt nach Erdbeereis sind. Also eine perfekte Zielgruppe für meinen neuen Latte Macchiato mit Vanillegeschmack.

Ich hatte vor, mein Monopol am Getränkemarkt mit neuen, besseren Rezepturen zu überschwemmen. Der Schritt ist auch dringend notwendig, wenn ich am Markt standhaft bleiben möchte. Denn wie sich herausstellte, gab Arthas einen grottenschlechten König ab. Die Wirtschaft seines Königreichs ging regelrecht den Bach runter. So auch mein kleiner Ein-Personen-Familienbetrieb, wenn ich nicht entsprechende Maßnahmen setze. Denn durch die Inflation der simplen Währung „Gold" ist das einfache Volk gezwungen, unnötige Kosten zu sparen, wodurch der anfangs rege Zufluss an zahlender Kundschaft langsam aber sicher versiegte.

Ich bat Hänsel, auf mein Feld aufzupassen, während ich mit einem kleinen Pferdegespann, nur mit dem nötigsten ausgestattet, meinen Weg nach Silbermond bestritt (eine halbe Tonne Kaffeebohnen, fünfzig Kilo Vanilleschoten, eine kleine handliche Kaffeemühle, auswaschbare Kaffeefilter, und genügend frische Unterhosen zum wechseln)

Die Anreise ging ohne besondere Zwischenfälle zu Ende. Nur bei dem Übergang nach Quel'Thalas stand ich an der Grenze etwa drei Stunden im Stau. Die Quel'dorei haben zu dieser Zeit die Einwanderpolitik drastisch verschärft. Hauptgrund dafür ist wahrscheinlich Arthas, der durch seine miserable Länderführung bei den Elfen auf nicht auf besonders gutem Fuß stand.

Es dauerte eine Weile, bis ich das Grenztor erreicht hatte. Ich lächelte den grimmigen Zollbeamten unbeholfen an. Zurück kam nur ein verächtliches Zähnefletschen. Ich hab gehört dass sie Quel'dorei nicht gut auf Fremde zu sprechen sind. Man munkelt die Elfen halten sich für was besseres – „VERDAMMTES MANAZUTZELNDES PACK!"




Ich war dem Zollbeamten wohl nicht sympathisch. Denn als er mich sah, winkte er mich gleich an den Straßenrand. Zum Glück erhaschte ich einen Blick auf sein Namensschild – Dar'Khan Drathir – Aufsichtsbehörde.

Der Elfe wollte mich am Anfang gar nicht durchlassen. Schuld daran sind meine Kaffeebohnen. Aber versuch mal, einen Elfen zu erklären, dass es sich hierbei um ein vollkommen ungefährliches Agrarprodukt handelt. Die saftigen „Verwaltungskosten" die er mir anbot, um den Fall schnell abzuwickeln, lehnte ich energisch ab. Ich bin für sowas einfach zu geizig. Meine Fracht wurde konfisziert und auf eine Art Sammelstelle für sichergestellte Ware gebracht. Mir war aber bewusst, dass ohne Bohnen meine Reise nach Silbermond umsonst gewesen wäre. Mir blieb also nichts anderes übrig, als eine Berufung einzulegen – bei der obersten Aufsichtsbehörde. Die Mühlen der Politik mahlen nur langsam, doch die Warterei lohnte sich. Ich hatte das Glück, dass Dar'Khan schon öfters wegen Schmiergeldaktionen vor Gericht stand. Ich bekam meine Bohnen wieder und Dar'Khan wurde zum einfachen Torwächter degradiert. In seinen Augen flackerte ungebändigter Hass, weshalb ich es für das Beste hielt, schnellstmöglich Reißaus zu nehmen.

Mit meiner kleinen Kaffeemühle (Marke Eigenbau) ausgestattet, war ich eifrig dabei, am Falkenplatz kostenlose Probierdrinks anzubieten. Das Ergebnis war ernüchternd. Gut 95% der Bevölkerung verschmähte mein Getränk, einschließlich meines Latte Macchiato. Als Grund gaben sie an, dass meinem Getränk der entsprechende Pepp fehle - es wäre zu wenig manahaltig...

Mal nachdenken... viele Menschen bevorzugen kohlensäurehaltiges Wasser... vielleicht bevorzugen die Elfen ja manahaliges Wasser... Doch woher nehmen? Gibt es so etwas überhaupt? Mal sehen... die Elfen beziehen ihre Magie aus dem Sonnenbrunnen... folglich sollte das Wasser aus dem Brunnen stark mit arkaner Energie durchzogen sein... jawohl, so muss es gehen!"

Mein Entschluss stand fest. Ich musste zum Sonnenbrunnen durchdringen, und es irgendwie schaffen, vor dort etwas Wasser abzuzweigen. Wie sich herausstellte, ein Ding der Unmöglichkeit. Ich stellte ein Ansuchen an die oberste Stelle. An Lor'themar Theron persönlich – der das Ansuchen mit größtem Abscheu abschmettern lies. Die Begründung: Es wäre nicht in seinem Sinne, jedem dahergelaufenen Außenseiter Wasser aus dem Sonnenbrunnen zur Verfügung zu stellen.

Geknickt packte ich am nächsten Morgen alles für die Abreise. Hier zu bleiben hat für mich keinen Sinn. Beim Tor angekommen, kam mir Drathir entgegen. Er musterte mich hasserfüllt. Ich betrachtete sein Namensschild, dann ihn, wieder sein Namensschild, und brach in schallendes Gelächter aus.

Ich: „Na Herr Wachtmeister? Wollen Sie wieder meine Bohnen konfiszieren? Ach ja, stimmt, dass können Sie ja nicht mehr. Sie sind ja nur mehr ein gewöhnlicher Torwächter."

Seine Muskeln spannten sich und er formte seine Hände zu Fäusten. Sein Gesicht hat eine gefährlich dunkelrote Farbe angenommen. Er packte mich am Kragen und zog mich aus dem Wagen. Mit der linken Hand zielte er auf und verpasste mir eine schallende Ohrfeige. Durch den Schlag aus dem Gleichgewicht gebracht, fiel in der Länge nach hin. Seine Gestalt baute sich siegessicher über mir auf, doch ich dachte nicht daran, jetzt schon klein bei zu geben. Von meiner ungünstigen Position aus trat ich ihm heftig ins Schienbein. Drathir jaulte auf und sprang einen Schritt zurück. Sofort war ich wieder auf den Beinen. Ich verpasste ihn einen Schlag auf die Nase, die sich daraufhin unwirklich verbog, mit anschließenden Kinnhaken. Der Wachtmeister kippte bewusstlos wie ein Stück Holz nach hinten um.




In diesem Moment klopfte irgendjemand an dem schweren Grenztor. Ich hörte eine bekannte Stimme von der anderen Seite rufen.

Stimme: „Hallo? Ist hier jemand? Macht doch mal das Tor auf!"

Ich stürmte die Mauer hinauf, da mir die Stimme sehr bekannt vorkam. Oben angekommen, blickte ich den Wall hinunter. Mein Verdacht wurde bestätigt. Dort unten stand Arthas mit seiner ganzen Armee und klopfte energisch an die Tür. Voller Begeisterung rief ich zu ihm runter:

Ich: „Hey Arthie, wie geht's dir?"

Arthas blickte hoch, und seine grimmige Mine hellte auf.


Arthas: „Kevin, dich hätte ich hier am wenigsten erwartet. Was machst du hier?"
Ich: „Ich wollte mir von den Elfen etwas Wasser vom Sonnenbrunnen für meinen Kaffee ausborgen, nur leider weigern die sich."
Arthas: „Ich muss zufällig auch zum Sonnenbrunnen. Wir können ja gemeinsam reisen - würde der verdammte Zollbeamte den ich bestoch... äh... der verdammte Zollbeamte endlich das Tor aufmachen."
Ich: „Der schläft gerade... musste gestern Überstunden machen... warte, ich mach dir auf."

Mit einem Satz war ich unten bei der Tür und legte den Riegel um. Arthas fiel ein Stein von Herzen, als er sah, dass sich das Tor endlich öffnete. Dankend klopfte er mir auf die Schulter.

Ich: „Und jetzt erzähl mir was dich nach Quel'Thalas führt. Du hast gesagt du bist auch auf dem Weg zum Sonnenbrunnen."
Arthas: „Das ist schwierig zu erklären... Man sagt, die Heilkräfte des Brunnens wären so stark, dass sie praktisch einen Toten wiedererwecken können." Er kicherte wie ein Irrer.
Ich blickte ihn an. „Was ist eigentlich mit deinen Haaren passiert? Die sind plötzlich so weiß."
Arthas: „Nun... die hab ich mir färben lassen. Mal was neues ausprobieren."
Ich: „Und diese blau leuchtenden Augen?"
Arthas: „Zu viele Wick Blau Halsbonbons genascht."
Ich: „Ich verstehe. Du machst also eine Art Kur?"
Arthas: „So ähnlich. Nicht ich brauche eine Kur, sondern ein Begleiter von mir."
Ich blickte über seine Schulter: „Und deine Armee? Die sehen auch nicht sehr gut aus."
Arthas etwas zu hastig: „Ja klar, die müssen auch zum Sonnenbrunnen. Wie du weißt ist bei uns in Lordaeron eine schwere Krankheit umgegangen."
Ich: „Und diese komischen Spinnen?"
Arthas panisch: „Spinnen? Was für Spinnen?"
Ich: „Na die großen da." ich deutete nacheinander auf das Grabbelgetier.
Arthas: „Ach so die, die hat mir mein Kumpel Ner'zhul aus dem Norden geschickt, als Dank, dass ich sein Land von Mal'Ganis befreit hab."
Ich: „Und diese Fledermäuse?"
Arthas: „Von den Trollen ausgeborgt."
Ich: „Und diese Geister?"
Arthas: „Pure Einbildung."

Ich bilde mir ein, ein nervöses Zucken an seinem linken Auge gesehen zu haben. Und sein Atem fühlte sich auch für einen Sekundenbruchteil sehr frostig an.

Ich: „Und du denkst die lassen dich und dein Gefolge im Sonnenbrunnen baden?"
Arthas: „Klar. Alles schon vorreserviert und gebucht."

Er blickte mich an: „Weißt du was? Ich bringe dir etwas Wasser mit. Warte hier auf mich. Ich bin bald zurück."

Mit diesen Worten setzte er sich mit seinem Gefolge in Bewegung. Warum fühlte ich mich so auf die Seite geschoben? Ich hab ihm doch gar nichts getan...
In der Stadt gab es scheinbar eine Menge Aufruhr. Klingt ganz so, als wären die Elfen über den Besuch von Arthas sehr erfreut.
Als der Sonnenuntergang einsetze, sah ich den Prinzen mit der Sonne im Rücken mir entgegen marschieren. Als er mich passierte, blieb er stehen und lächelte mich an. Er winkte seine beiden Kommandanten heran.

Arthas: „Marvyn, Falric, kommt mal her." Die beiden traten hinter Arthas hervor. Beide hielten jeweils einen Kubikmeter großen Kanister in der Hand.

Arthas: „Stellt diese Kanister auf seinen Wagen." seine Kommandanten kamen ohne murren dieser Bitte nach. Er lächelte noch breiter.

Arthas: „Ich hoffe das reicht für dich. Sei bitte sparsam. Du wirst wahrscheinlich nie mehr in den Genuss von frischen Sonnenbrunnenwasser kommen."

Voller Freude schloss ich Arthas in die Arme und klopfte ihn auf die Schulter.

Ich: „Vielen Dank Arthas. Ich kann dir gar nicht sagen wie tief ich in deiner Schuld stehe. Ohne dich hätte ich es bestimmt nicht geschafft."
Arthas: „Ach was, nicht der rede wert." Er wendete sich verlegen ab.
Ich: „Hast du am Brunnen auch bekommen was du wolltest?"
Arthas: „Ja klar, mein Patient ist wieder völlig genesen, aber sieh selbst."

Die Armee hinter dem Prinzen teilte sich und eine mir wohl bekannte Person trat aus der Menge. Ich spürte wie sich ein Knödel in meinem Hals bildete und ich meine Fäuste ballte. Der mir gegenüber grinste hocherfreut. Es ist Kel'Tuzad, der Kerl der mir beim Skat spielen meinen Pokal weggeschnappt hat!
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#12 Mafloni

Mafloni

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Geschrieben: 29 November 2010 - 18:30

Kapitel 6 – Von Arkanmagien und Naturphänomenen

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Diese Nacht war ich gezwungen im freien zu verbringen. Ich versuchte zwar anfangs, es mir im kleinen Zollhäuschen gemütlich zu machen, doch leider musste ich zu meinem Unmut feststellen, dass, sosehr ich mich auch bemühte, keine angenehme Position fand. Aber ich fand bald einen guten Verwendungszweck dafür. Ich packte kurzerhand Dar'Khan, den ich vorsorglich schon gefesselt und geknebelt hab, und beförderte ihn mit einem gekonnten Tritt ins Zollhaus. Die Tür verschloss ich hinter mir. Jetzt bleibt mir das schlafraubende Gezeter erspart, ebenso ist eine Flucht von ihm jetzt unmöglich. Ich verstehe nur noch nicht ganz, was Arthas mit ihm zu schaffen hatte. Als er sich gestern nach Silbermond in Bewegung setzte, machte er einen kurzen Halt bei dem noch bewusstlosen Dar'Khan, und durchsuchte seine Taschen. Er fand einen handgekritzelten Zettel, brach in diabolisches Lachen aus und gab dann den Befehl, nacheinander An'telas, An'daroth und An'owyn zu besuchen. Er erwähnte noch irgendetwas von „Mondkristallen" aber was es damit auf sich hat, blieb mir verborgen.

Heute Nacht schlief ich überraschend gut. Wahrscheinlich deshalb, weil ich jetzt tatsächlich im Besitz von einen nicht unerheblichen Vorrat an Sonnenbrunnenwasser bin. Ich träumte davon, wie ich wieder am Falkenplatz stehe, die Hochelfen bei mir am Stand Schlange stehen und endlich mein neues Produkt testen wollen. Mit so angenehmen Träumen kann der nächste Tag nur gut beginnen. Pünktlich zu Sonnenaufgang war ich auf den Beinen, packte meine Sachen und machte mich auf dem Weg zurück in die Stadt. Heute kam mir Silbermond sehr renovierungsbedürftig vor, das ist mir bisher gar nicht so aufgefallen. Die Stadt war auch leerer als sonst. Vielleicht gab's zu dieser Zeit ein größeres Volksfest, von dem ich nichts weiß. Ich zuckte mit dem Schultern, und begann am Brunnen am Falkenplatz mein keines Marktständchen aufzubauen. Die ersten zwei Stunden hatte ich gar keinen Kunden. In der dritten Stunde konnte ich mein erstes Getränk verkaufen. Es war eine seltsame Person. Sie schleppte sich eher zu meinem Stand als sie aufrecht ging. Mit zittrigen Händen nahm sie meinen Drink entgegen, nahm einen Schuck und ihre Augen leuchteten auf. Den Rest des Glases leerte sie auf Ex – so schnell konnte ich gar nicht schauen. Sie kam sichtlich wieder zu Kräften, auch ihr zittern verschwand wieder. Und genau das lässt mir einen kalten Schauder über den Rücken laufen. Die Symptome erinnerten mich stark an einen Alkoholiker auf Entzug.

Ich: „Geht es Ihnen gut?"
Elfe: „Ja... jetzt schon wieder... keine Ahnung warum... der Sonnenbrunnen... er wurde entweiht... unsere Manaquelle ist versiegt... aber... was ist das... das du mir zu trinken gegeben hast... dass es mir... wieder besser geht?"
Ich: „Kaffee. Mit... Wasser vom Sonnenbrunnen." Ich schluckte. Hab noch etwas davon."
Elfe: „Das sind gute Nachrichten... müssen die anderen erfahren..."

Sie ging, wieder fast völlig bei Kräften davon. Ich begann ebenfalls zu zittern. Aber aus anderen Gründen. Ich ahnte fürchterliches. Ich entschied, mein Lager abzubrechen und mit dem packen zu beginnen. Keine Sekunde zu früh. Ich hab gerade die Kanister auf mein Fuhrwerk geladen, als ich jemanden rufen hörte.

Stimme: „Da ist er!"

Durch zugebissene Zähne zog ich die Luft ein. Es war die Elfe von vorhin. Und sie hat Gesellschaft mitgebracht. Die Gasse füllte sich mit Elfen. Und sie kamen alle auf mich zu. Sie hatten alle die Symptome. Meine Starre löste sich. Ich machte kehrt und sprang auf meinen Wagen. Das Pferd setzte sich wiehernd in Bewegung als es das schnalzen der Zügel spürte. Ich raste davon.

Im Hintergrund ertönten zahlreiche Rufe: „Er versucht zu fliehen, hinterher!"

Obwohl ich eine ganze wütende Meute hinter mir hatte, ließ ich sie bald hinter mir. Ich fuhr und fuhr bis ich Quel'Thalas weit hinter mir gelassen hatte. Bei der Kapelle des hoffnungsvollen Lichts machte ich das erste Mal eine Pause um einen klaren Kopf zu bekommen. Die Verfolger hab ich definitiv abgeschüttelt, aber ich hatte keine Ahnung wie es jetzt weitergehen soll. Im Grunde hab ich jetzt unnötig die Reise nach Silbermond angetreten. Nicht, dass ich dort zu wenig Kunden gehabt hätte, im Gegenteil. Ich war zu diesem Zeitpunkt die gefragteste Person in Silbermond. Aber wie lange hätte das Wasser gereicht? Für ein paar Leute? Und dann? Dann wäre das Chaos ausgebrochen. Nein, es war schon gut so, dass ich geflohen bin. Doch was mach ich jetzt mit dem Wasser? Es war einfach zu viel Aufwand, das Zeugs einfach wegzuschütten. So sehr ich auch überlegte, ich kam zu keinem vernünftigen Ergebnis. Ich entschloss, einen Zwischenstopp in Brill einzulegen, und Hänsel um Rat zu fragen. Vielleicht hat er ja eine Idee.

Getrautes Heim, Glück allein. Ein paar Tage später kehrte ich wieder nach Hause zurück. Von der Ferne sah ich, dass mein Mitbewohner wieder auf dem Feld ackerte. Als er das klappern meines Anhängers vernahm, stellte er seinen Rechen zur Seite, streckte sich durch, und drehte sich um. Ich erschrak. Das Aussehen hatte sich drastisch verändert. Sein linker Arm bestand Großteils nur mehr aus Knochen, abgesehen von ein paar Hautfetzen, und es scheint, er hätte sein Unterkiefer durch eine Art Metallplatte verstärken müssen. Trotz seines elendigen Aussehens schien es Hänsel nicht das mindeste auszumachen.

Hänsel: „Wenn du mit deinem starren fertig bist, wie wäre es dann mal zum Abwechslung mal mit einem Hallo?"

Ich zwinkerte mal perplex, doch seine Frage schaffte es tatsächlich, mich aus der Lähmung, die mich gepackt hat, zu reißen. Ich wollte ihn gerade auf seinen Zustand ansprechen, doch dann entschied ich mich dazu, es bleiben zu lassen. Was hätte es gebracht ihm zu sagen, dass er aussieht wie eine Leiche, die nur zum umfallen zu faul war? Gar nichts, außer, dass ich mich lächerlich mache.

Ich: „Ja... klar... Hallo. Wie ich sehe hast du dir während meiner Abwesenheit die Zeit genommen, zu einem Schönheitschirurgen zu gehen. Aber ich muss dir gratulieren. Das neue Kiefer passt dir viel besser als dein altes. Es macht dich glatt 10 Jahre jünger."

Er verzog das Gesicht zu einer Fratze, und sah mich an, als würde er mich gleich als ganzes runterschlucken. Ich ging sicherheitshalber ein paar Schritte zurück. Er begann zu kichern. Seine Mine entspannte sich wieder.

Hänsel: „Gib's zu, du hattest soeben ne Höllenangst nicht wahr? Keine Sorge, ich tu dir nichts... zumindest solange bis ich Appetit auf Frischfleisch bekomme."

Ich wurde noch weißer. Diesmal brach Hänsel in ein schallendes Gelächter aus. Ich vermutete, dass es eins sein soll. Er beutelte sich zwar, aber das Lachen klang eher wie ein rasselnder alter Wasserhahn.

Ich röchelte: „Willst du mich ins Grab bringen? Ich hoffe du hast deinen Spaß gehabt."
Hänsel: „Noch nicht ganz...". Er starrte mich an, und ich hatte nichts besseres zu tun als zurück zu starren.

Plötzlich spürte ich eine kalte Hand auf meiner Schulter, als wäre es der Tod selbst. Ich war wie gelähmt.

Hänsel: „Jetzt bin ich zufrieden. Er zwinkerte mir zu und ging an mir vorbei. Darf ich vorstellen? Das ist Liddia."

Ich drehte mich wieder um. Ich starrte in das Gesicht einer jüngeren Frau, die mal sehr schön ausgesehen haben muss. Sie hatte schulterlanges Haar, schlank, und hoch gewachsen. Doch sie ähnelte in vielen Punkten Hänsel. Ihre Augen hatten den selben toten Blick, und ihre Haut wirkte ebenso blass.

Sie ist vor einiger Zeit hier ziellos am Hof herumgeirrt. Ich hab sie bei uns aufgenommen, und seitdem bin ich dabei, sie an ihr neues Leben zu gewöhnen. Ich hoffe du hast nichts dagegen."

Ich: „Wie könnte ich?" Ich trat an Liddia heran, kniete mich hin und gab ihr einen Kuss auf die Hand."

Ich: „Ich freue mich, euch auf meinem bescheidenen Hof begrüßen zu dürfen, Miss Liddia."

Ich kämpfte mit einem Brechreiz. Immerhin fühlte sich an, als hätte ich gerade ein Stück verwesendes Fleisch geküsst. Ich achtete aber darauf, dass es keiner der beiden mitbekam. Liddia lächelte schüchtern, während sie sanft ihre Hand zurückzog und hinter ihrem Rücken verschwinden ließ.

Hänsel: „Wir haben vor zu heiraten, zu unserer Hochzeit bist du natürlich herzlich eingeladen."

Ich staunte nicht schlecht. Zeitgleich nahm die beiden bei der Hand und führte sie zusammen. Ich drückte ihre Hände.

Hiermit habt ihr meinen Segen. Möget ihr gemeinsam glücklich werden. „Ein Schatten huschte über meine besorgten Augen. „Aber ich hoffe ihr verlasst den Hof nicht?"

Hänsel wehrte mit seiner Hand ab: „Nein, nein, keine Sorge. Wir bleiben. Wenn es für dich genehm ist."
Ich: „Wie könnt ihr nur so abwegig denken? Natürlich bleibt ihr bei mir."

Bei diesen Worten legte ich sanft meine Hände auf ihre Schultern – beziehungsweise auf das, was noch von ihnen übrig ist. Inzwischen ekelte mir gar nicht mehr davon.

Hänsel: „Liddia ist übrigens eine verflixt gute Köchin. Es würde mich sehr freuen, wenn du mit uns zu Abend speist."
Ich: „Dieses Angebot werde ich mit Freuden annehmen. Aber ich wusste gar nicht dass du was essen kannst? Zumindest hab ich dich noch nie dabei beobachtet.
Hänsel: Natürlich kann ich das. Aber ich brauche es nicht dringend. Es ist nur sowas wie eine Art Luxus."

Eine Stunde saßen wir das später bei einem gemeinsamen Abendessen. Hänsel hatte recht. Liddia ist in der Tat eine sehr gute Köchin. Wir lachten und unterhielten uns über die aktuellen Neuigkeiten. Den Abend ließen wir bei einer entspannten Runde Skat auslaufen. Wie sich heraus stellte waren sie sehr gute Spieler. Und ich erkannte, dass das Spiel auch Spaß machen kann, auch wenn man dann und wann verliert. Alles was zählt, ist der Spaß daran. Das hab ich mit dem heutigen Tag gelernt.

Die nächsten paar Tage verbrachte ich bei meinen Mitbewohner. Hänsel ackerte fleißig am Feld, während Liddia den Haushalt besorgte. Dann und wann beobachtete sie mich auch bei meinen chemischen Experimenten, wo ich versuchte neue Geschmacksrichtungen für meinen Kaffee zu entwickeln. Eines Abends fragte mich Liddia, ob sie auch einmal eine Geschmacksrichtung zusammenmixen darf. Ich ließ es geschehen. Es war schön zu sehen, wie eifrig sie dabei bei der Sache ist. Ich war überrascht, als sie als Reagenz Kakao beimengte. So wurde der Schokochino geboren. Eine neue Spezialität aus dem Hause Kevin Braun.

Trotz dieser schönen Zeit kam ich nicht umhin, mir bei Hänsel wegen dem Sonnenbrunnenwassers Rat zu holen, was ich damit machen könnte. Für normale Experimente ist das Wasser viel zu kostbar.
Hänsel überlegte nicht lange. Wenn ich das Arkanwasser nicht mehr bei den Elfen verscherbeln kann, dann soll ich es wo anders verkaufen, wo Arkanmagie praktiziert wird.

Ich: „Und wo soll das sein?"
Hänsel: „Na zum Beispiel in Dalaran."

Schon kurz darauf hab ich meinen Wagen gepackt, und war zur Abfahrt bereit. Ich verabschiedete mich von Hänsel und Liddia noch herzlich und machte mich auf den Weg in die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten – dem Big Apple im Alterracgebirge. Während der Reise bildete ich mir ein, ein diabolisches Lachen gehört zu haben.

Als ich in Dalaran ankam, brach für mich eine Welt zusammen. Die Stadt lag in Trümmern. Vor der Stadt zeichnete sich eine Silhouette ab. Eine hoch gewachsene Person, mit schwarzer Rüstung und schulterlangen weißen Haaren.

Die Person schien meine Anwesenheit zu spüren, denn sie drehte sich zu mir um und wurde starr. Seine Stimme zitterte.

Arthas: „Ich glaub ich spinne..."
Ich: „Hallo Arthie, so sieht man sich wieder. Wie geht's?"

Arthas starrte mich nur an.

Ich: „Äh... Arthie? Alles in Ordnung?"
Arthas: „Ich... war nur... verwundert dich hier zu sehen. Was treibst du hier?"
Ich: „Eine traurige Geschichte. Ich hatte in Silbermond kein Glück mit meinem Kaffee. Da ich das Arkanwasser nicht wegschütten wollte, hab ich überlegt, wo ich es sonst wo verscherbeln kann. Und was wäre da besser als Dalaran, die Stadt der Magier? Aber es scheint ich komme umsonst. Was ist hier passiert?"
Arthas etwas hastig: „Ein... Erdbeben! Ja klar, ein Erdbeben, und nur ein Erdbeben und sonst nichts! Eine tragische Geschichte."
Ich: „Verdammt. Jetzt weiß ich wieder nicht was ich mit meinem Wasser machen soll..."
Arthas überlegte kurz: „Weißt du was? Ich bin gerade auf dem Weg zu einem alten Kumpel von mir... Illidan heißt er, vielleicht kennst du ihn?"
Ich: „Noch nie gehört! Was brauchst du von ihm?"
Arthas: „Ich bin auf der Jagd nach einem Dämonen namens Tichondrius. Ist sowas wie eine Art Verwandter von Mal'Ganis der mir das Leben schwer macht. Nur ist der jetzt übers Meer verschwunden um in Kalimdor die Nachtelfen zu ärgern. Und ich möchte Illidan bitten, dort auf ihn Jagd zu machen."
Ich: „Aha. Und was ist Kalimdor?"
Arthas: „Sowas wie Lordaeron... nur etwas größer."
Ich: „Also ein Königreich?"
Athas: „Nein, sowas wie Nordend."
Ich: „Also ein Kontinent! Und was treibst du dann in Dalaran, wenn du doch schon längst auf den Weg dorthin sein kannst?"
Arthas: „Ich wollte mir hier eine Reiselektüre aus der Bibliothek ausborgen. Die Reise nach Kalimdor ist sehr weit und langweilig. Die Stadt ist zusammengestürzt, kurz nachdem ich die Stadt wieder verlassen hab."
Ich: „Darf ich das Buch mal sehen?"
Arthas zögerte, machte einen langen Atemzug, drückte mir aber dann sein Buch schließlich doch noch in die Hand."

Der Buchtitel lautet: „Medivh – Über das Beschwören von Dämonen"

Ich: „Und so einen Schinken ließt du?"
Arthas: „Schinken? Das ist Weltliteratur! Um dieses Buch wurden bereits Kriege geführt." Er lachte diabolisch. "Man muss einfach alles mal gelesen haben. Um auf das vorherige Thema zurückzukommen... möchtest du mich nach Kalimdor begleiten? Ich bin mir sicher, Illidan wird dir das Wasser regelrecht aus den Händen reißen. Er regelrecht besessen von mehr Macht."
Ich: „Klingt gut, wann geht's los?"
Arthas: „Von mir aus sofort. Unser Schiff liegt in Lordaeron vor Anker. Marvyn und Falric sind bereits vorgegangen mein Gepäck für die beschwerliche Reise zu packen."

Als ich Arthas' „Gepäck" sah, war ich mir gar nicht mehr sicher ob Arthie nicht einen Umzug plante. Ich sprach ihn darauf an, aber erwiderte nur kalt, dass er „eh nur das nötigste" dabei hatte. Mal sehen... Zahnputzzeugs, Duschgel, mindestens fünf verschiedene paar Schuhe, Bücher in rauen Mengen, ein „Mensch-ärgere-dich-nicht-Brett", seine Briefmarkensammlung, und seine Kuscheldecke... um nur ein paar Beispiele zu nennen. Aber an ein Päckchen Skat-Karten hat er natürlich nicht gedacht.

Im Vergleich zu Arthas hatte ich relativ wenig Gepäck. Hänsel brachte mir eine Ladung Kaffee zum Pier. Schlussendlich waren es etwa 30 Kubikmeter. Lediglich eine halbe LKW-Ladung. Nicht zu vergessen meine Kaffeemühle, Vanilleschoten, meine auswaschbaren Kaffeefilter und genügend frische Unterhosen zum wechseln. Und natürlich meinen Vorrat an Sonnenbrunnenwasser.

Ich: „Und was ist mit deinem Gepäck Marvyn?"

Seine Zweimeter Gestalt baute sich vor mir auf. Er verschränkte seine muskelbepackten Arme vor mir, gefolgt von einem abschätzigen Blick. Ein tiefer Grunzer aus seiner Kehle lässt mich rasch zu seinem Begleiter umdrehen.

Ich: „Und deinem Falric?"

Er begann irgend ein unverständliches Zeugs zu brabbeln.

Ich zu Arthas: „Deine Gesellen scheinen auch nicht grad die hellsten zu sein."

Arthas: „Würd ich nicht sagen." Er deutete auf Marvyn. „Marvyn ist nur misstrauisch gegenüber Fremden. Aber wenn er dich mal in sein Herz geschlossen hat, kann er gar nicht mehr aufhören zu quasseln. Und Falric...", er deutete zu ihm hinüber", hatte leider in seiner Kindheit eine schwere Kehlkopfentzündung. Seitdem fällt es ihm schwer zu sprechen... aber wir sollten jetzt an Bord gehen, die Flut kommt."

Eingequetscht zwischen den beiden Riesen gingen wir über die schmale Planke an Bord. Ein Blick aus den Augenwinkeln offenbarte mir den Namen des Schiffs – „Barbapapa". Arthas bemerkte meinen kritischen Blick.

Arthas: „Gefällt dir der Name? Ich hab ihn selbst gewählt." Er strahlte vor Stolz.
Ich: „Ja klar... ich war nur beeindruckt über deine Kreativität, was Schiffsnamen anbelangt..."
Arthas: „Gell?" Er zwinkerte mit seinem Auge. „Das liegt in der Familie."

Kaum An Bord, hievte Marvyn die Segel, während Falric das Steuerrad übernahm.

Ich: „sind das nicht etwas wenig Matrosen für so ein gigantisches Schiff?"
Arthas: „Aber nein, das Schiff ist halbautomatisch. Das erspart unnötige Personalkosten... du wirst sehen, die beiden sind vollkommen ausreichend..."

So setzte sich unser Schiff in Bewegung. Ein Regenbogen strahlte am Himmel und verschwand hinter dem Horizont. Wenn das kein himmlisches Zeichen ist. Auch wenn ich am Ende des Regenbogens keinen Topf voll Gold finden werde. Vielleicht finde ich in der neuen Welt ja mein Glück? Eine sanfte Briese trieb uns ins Meer hinaus. Immer dem Regenbogen entgegen.
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#13 Mafloni

Mafloni

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Geschrieben: 29 November 2010 - 18:34

Kapitel 7 – Seefahrt mit Hindernissen

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Eine laue Brise wehte mir ins Gesicht, als ich an Deck stand und in die Ferne blickte. Wir sind bereits seit sechs Wochen unterwegs und es ist noch immer kein Land in Sicht. Arthas versicherte mir, dass die Fahrt nicht länger als zwei Wochen in Anspruch nehmen wird.

Ich: „Du... haben wir überhaupt einen Kompass an Bord? Eigentlich sollten wir doch schon längst da sein."
Arthas: „Jetzt wo du es sagst... nein."
Ich wurde weiß: „DAS IST NICHT DEIN ERNST ODER? Wir stechen in See und du vergisst einen Kompass mitzunehmen?"
Arthas: „Ich denke, dass dies der Wahrheit sehr nahe kommt. Aber mach dir nichts draus. Irgendwann müssen wir ja irgendwo ankommen."
Ich: „Ich soll mir nichts daraus machen? Und was sollen wir essen? Oder trinken? Unsere Vorräte gehen zuneige!"
Arthas: „Wenn das dein einziges Problem ist..."

Mit diesen Worten ging Arthas in die Mitte des Schiffs und zog sein Schwert. Er kanalisierte seine Kräfte und entfesselte um seinen Körper einen Energiesturm, mit einer Intensität und Kälte, die meinen Atem zu dampfen brachte. Mit einem lauten Kriegsschrei stieß er das Schwert ins Schiffsdeck. Mit einem Blick über die Reling konnte ich voller Bewunderung beobachten, wie eine Meeresfläche von gut 20 Quadratmetern zu Eis erstarrte. Zufrieden zog Arthas das Schwert aus dem Boden, und machte sich gemächlich dran, über die Leiter das Schiff zu verlassen. Ich beobachtete das weitere vorgehen von Deck aus. Arthas begann das Eis abzusuchen. Als er eine passende Stelle gefunden hatte, begann er vergnügt zu glucksen. Erneut nahm er von dem Schwert gebrauch, indem er aus dem Eis mit einer Leichtigkeit, als wäre es cremigste Margarine, einen, zirka einen Quadratmeter großen Quader ausschnitt. Danach stach er in die Mitte des Eisblocks und zog ihn heraus. Es war ein Bild für die Götter. Arthas Haare wehten im Wind, während er die linke Hand in die Hüften presste, sich durchstreckte, während er das Schwert mit dem Eisblock in die Sonne hielt. Genauso gemächlich wie er von Deck verschwunden war, kehrte er wieder darauf zurück. Er knallte mir den Eisblock vor die Füße. „Somit wäre das Problem mit dem Essen gelöst." spottete Arthas. Ich blickte zuerst verwirrt, zumindest solange bis Arthas auf dem überdimensionalen Eiswürfel zeigte. Nachdem ich ihn genauer betrachtet hatte, stieß ich einen überraschten Schrei aus. In der Mitte des Eisblockes war ein kleiner Fischschwarm eingeschlossen. Mit einem Blick auf den Prinzen bleckte dieser schadensfroh die Zähne. Einen Kommentar verkniff ich mir. Wüsste ich nicht mal, was ich erwidern soll. Mir fehlen einfach die Worte.

Es dauerte seine Zeit, bis das Eis in der Mittagssonne geschmolzen ist. Das zerstoßene Eis, das verdampfte, fingen wir mit einem kleineren Behälter auf, welchen wir in einem größeren platzierten (in dem wir das Eis und die Fische füllten). Zugedeckt wurde dies mit einer Art verkehrt aufgelegten Deckel, damit die Spitze nach innen zeigte. Das Wasser oxidierte dort, floss in die Mitte, und tropfte zurück in den kleineren Behälter. Somit hatten wir jetzt drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Fisch zum Essen, Wasser zu trinken, und Meersalz zum würzen.

Zum Glück hatten wir eine kleine Kochnische an Bord. Dort zog ich mich zurück, um für die Mannschaft und mich etwas zu Essen zu kochen. Es gab pochierten Kaiserlachs, sautierte Grundel und als Dessert süßes pinkes Quallengelee. Wie praktisch! In dem Eisblock war ein kleiner gelber Schwamm eingeschlossen. Das macht das Pfannen putzen um einiges einfacher. Für den rosa Seestern, der noch dabei war, hatte ich keine Verwendung. Diesen nagelte ich, als er getrocknet war, als Deko über den Türstock der Kantine.

Dass ich nach dem Essen zum Schiffskoch ernannt wurde, lässt vermuten dass es ihnen vorzüglich geschmeckt hat. Aber nichts freute mich so sehr als der Kommentar, den Marvyn nach dem Essen fallen gelassen hat.

Marvyn: „Das hat sehr vorzüglich geschmeckt. An dir ist in der Tat ein Koch verloren gegangen."

Was hat Arthas noch schnell gesagt? Marvyn spricht nur mit denen, die er auch in seinem Umfeld akzeptiert. Auch Falric beglückwünschte mich mit einer sehr heiseren, aber verständlichen Stimme. Im ganzen war dies ein erfreulicher, und ausgefüllter Tag. Den Abend ließen wir bei einer Runde Mensch-ärgere-dich-nicht ausklingen. Falric ging als Sieger aus dieser Partie hervor, während Arthas als erstes aus dem Spiel gekickt wurde. Aber er nahm es sehr locker auf. Im Gegenteil: er lachte und klatschte in die Hände, Als ihm Marvyn die letzte Figur stibitzte. Spät nach Mitternacht ging ich ins Bett. Ich kann mich nicht erinnern, gesehen zu haben, wann Arthas, beziehungsweise die anderen schlafen gegangen sind. Wenn ich mich recht erinnere hab ich die drei noch nie schlafend gesehen...

Am nächsten Morgen wurde ich erst wach, als ich Marvyn „Land in Sicht!" rufen hörte. Diese frohe Botschaft ließ mich sofort aus dem Bett springen und an Deck laufen. Ich preschte zum Bug und blieb erst stehen, als ich die Reling erreicht hatte. Und tatsächlich. In der Ferne zeichnete sich, wenn auch sehr undeutlich Festland ab. Das Land kam nur elendig langsam näher. Erst am späten Nachmittag konnten wir in einer kleinen Bucht vor Anker gehen. Ich war so froh, als ich nach so langer Zeit wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Es war eine Landschaft wie aus einem Bilderbuch. Ein langer weißer Strand, der an seinem Ende mit einer hohen Klippe unterbrochen wurde. Arthas nahm etwas Sand in die Hand und ließ ihn langsam durch die Finger rieseln. Er beobachtete ihn mit konzentrierter Mine. Seufzend stand er wieder auf.

Arthas: „Das ist nicht Kalimdor."

Ich: „Was soll das heißen? Wir sind auf einem Festland oder nicht?"

Arthas: „Das schon, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass dies hier nicht Kalimdor ist. Das hier ist die Bananenrepublik Tel Abim. Hättest du im Geografie-Unterricht aufgepasst, müsstest du wissen, dass es nirgendwo auf ganz Azeroth einen weißen Strand gibt, der mit ockerbraunen Sprenkeln durchzogen ist. Das ockerbraune rührt daher, dass diese Insel aus dem selben Gesteinsmassiv besteht, wie der ausgetrocknete Salzsee im Süden von Kalimdor."

Meine Mine hellte etwas auf.

Ich: „Heißt das, wir sind in der Nähe von Kalimdor?"

Arthas: „So in etwa. Noch etwa eine Woche Schifffahrt in westliche Richtung und wir sollten die wettergeschliffenen Küsten des Kontinents erreichen. Aber wenn wir schon mal hier sind... können wir genauso gut unseren Vorrat aufstocken... Außer du möchtest dich die nächste Woche ausschließlich von Fisch ernähren. Außerdem können wir schauen, ob wir irgendwo frisches Quellwasser finden können. Das Sonnengefilterte Meerwasser ist auch nicht ganz das wahre."

Zumindest in diesem Punkt stimmte ich ihm voll und ganz zu. Wir packten unsere Wasserbehälter und zogen ins Landesinnere. Unser Weg führte uns durch einen dichtbewachsenen Dschungel. Die Pflanzen, denen wir begegneten waren mit den außergewöhnlichsten Früchten geschwängert. Bananenstaudene hingen büschelweise von den Bäumen, dass sich die Äste unter ihrem Gewicht bogen. Es war, kurz gesagt, eine abgelegene unberührte Idylle, fernab von jeglicher Zivilisation.

Wie sehr ich mich in diesem Punkt täuschen musste. Wir kämpften uns durch die Vegetation, als urplötzlich der Urwald wie abgeschnitten war, und wir auf eine weitläufige Lichtung stießen. Vor uns offenbarte sich eine alte, verfallene Tempelanlage. Arthas zog die Luft ein. Er erkannte genauso wie ich, dass die Tempelruinen auf erschreckende Weise gepflegt wirkten. Doch es war zu spät. Wir wollten gerade kehrt machen, als hinter uns ein ganzes Heer an Waldtrollen auf die Lichtung trat. Ihr Gesichtsausdruck verhieß nichts gutes. Es trat ein Troll aus der Menge, der eine Art Medizinmann zu sein schien. Er musterte uns interessiert.

Troll: „Fremde sind hier nicht willkommen. Ihr habt unseren geheiligen Boden mit eurer Anwesenheit entweiht. Macht euch bereit, für den großen Gott der Insel bestraft zu werden, um seinen Hass zu besänftigen."

Ich: „Heyheyhey, das geht schon mal gar nicht! Habt ihr hier irgendwo Schilder aufgestellt, dass man diesen Ort nicht betreten darf, häh?"

Ich zeigte auf die Lichtung hinaus. Der Medizinmann glubschte verwirrt.

Ich: „Ich zu meinem Teil sehe kein einziges. Laut Paragraph 750A Absatz 3 des Internationalen Gesetzbuches könnt ihr uns für kein Verbrechen verantwortlich machen, auf das wir vorher nicht auf irgend eine Art und Weise hingewiesen wurden, und dass eine mögliche Überschreitung als Verbrechen geahndet wird."

Troll: „Ist das wahr? Von dieser Klausel ist mir nichts bekannt. Hey du K'waii komm' mal her da!"
K'waii: „Sie wünschen Hexendoktor Bom'bay?"
Bom'bay: „Schnapp dir mal das Gesetzbuch und schau nach ob uns der Mensch nicht einen Bären aufbinden möchte."
Ich: „Mein Name ist Kevin!"
Bom'bay: „Namen sind nur was für Grabsteine... oder für die Speisekarte."
K'waii zog ein paar riesige Steintafeln aus seiner Handtasche und ließ sie vor dem Medizinmann auf dem Boden fallen.
Ich: „Wie hast du das gemacht? Wie bekommst du so große Steintafeln in eine so winzige Tasche?"
K'waii grinste derartig über beide Ohren, dass der Mund hinten beinahe wieder zusammengehen müsste.
K'waii: „Gute Qualität, da bekommt man schon einiges hinein. Hab sie mir aus dem neuen Haris Pilton Katalog bestellt. Falls du Interesse hast, hier kannst du bestellen."

Er zog einen Katalog aus der Tasche und drückte ihn mir in die Hand. Bei näherer Betrachtung sah ich, dass der Katalog auf robustem, glänzenden Edelpapier gedruckt wurde. K'waii öffnete Seite fünfundzwanzig und deutete auf die Tasche. „Hier ist sie. Ist aber nicht ganz billig."

Ich: „Stimmt. Das ist die selbe Tasche. Mal sehen... Modell Dolche & Giganta... genügend Platz für jede Frau... Preis: TAUSENDZWEIHUNDERT GOLD?! Wer um alles in der Welt gibt so viel Gold für eine einzige Tasche aus?"

Ich blickte auf K'waii's Tasche: „...vergiss meinen Kommentar."

Währenddessen murmelte Bom'bay vor sich hin. „murmel, murmel... ist nicht gestattet... murmel murmel murmel... einzige Ausnahme... HAH!"

Bom'bay zeigte mit seinem Finger auf eine Textpassage auf dem Steinplatten.

Bom'bay: „...einzige Ausnahmen betrifft Orte, bei denen es offensichtlich ist, dass es sich hierbei um Ritualplätze handelt, die von einem Volk als besonders kostbar eingestuft werden."

Ich nahm meine Lupe zur Hand, um das Kleingedruckte lesen zu können.

Ich: „... wobei das einfache betreten eines Kultortes in der Regel nicht ausreicht."
Bom'bay: „... außer es ist offensichtlich, dass die Eindringlinge aus kriegerischen Aspekten die Kultstätte betreten haben."
Ich: „... was aber nur dann zur Geltung kommt, wenn entsprechende Kultstätte von der Haager Konvention als Kulturdenkmal eingestuft wurde."

Bom'bay meißelte darunter einen Text in die Tafel.

Bom'bay: „... sollte dies nicht der Fall sein, steht es aber dem Geschädigten frei, die Angreifer zu einem Wettbewerb herauszufordern. Sollte der Geschädigte gewinnen, darf er über die Angreifer frei verfügen, sollten die Aggressoren gewinnen, müssen sie umgehend freigesprochen werden."
Ich: „Verdammt!"

Bombay lächelte siegessicher. Er streckte seine Arme von sich, als würde er sämtliche Trolle auf dem Feld umarmen wollen, während er folgendes verkündete:
Bom'bay: „Wie im Gesetzbuch festgelegt, fordern wir die Angreifer zu einem Wettbewerb heraus. Jede Seite wählt einen Vertreter, der an diesem geschichtsträchtigen Tag das Volk zu Ruhm und Ehre führen wird."
Ich: „Ich geh schon mal vor und hole Schild und Lanze..."
Bom'bay sichtlich geknickt: „aber wo denkt ihr hin. Hält ihr uns wirklich für solche Barbaren, einen blutigen Gladiator-Kampf Mann gegen Mann ausfechten zu wollen? Ich dachte eher an einen Kochwettbewerb. Vollkommen gewaltfrei und die Zuschauer profitieren sogar davon."
Ich: „Wenn ihr Pazifisten seid... hattet ihr dann mit der Bestrafung gar nicht vor, uns eurem Gott zu opfern?"
Bom'bay: „Iwo, wir haben andere, grausamere Methoden. Wir hätten euch an einen Marterpfahl gefesselt und euch eine Langspielplatte von Hansi Hinterseer vorgespielt."
Ich machte kehrt um meine Schürze zu holen. „Wenn ich's mir recht überlege, klingt ein Wettbewerb ganz interessant."
Bom'bay rieb sich erfreut die Hände: „Dann ist es entschieden. MÖGEN DIE SPIELE BEGINNEN! Jeder wählt einen Chefkoch, sowie drei Gehilfen. Die Gehilfen dürfen nicht aktiv kochen, sondern dürfen lediglich dem Chefkoch zeitintensive Arbeiten abnehmen. Kochzeit sind fünf Stunden. Gekocht wird ein dreigängiges Menü für alle hier anwesenden vierundfünfzig Personen. Der Stamm der Tel'Banani wählt Awilo Lon'gomba zu seinem amitierenden Chefkoch. Assistiert wird er von, Misensi, Lin'do und Katoom. Tretet hervor."

Die Genannten traten aus der Menge.

Bombay: „Und jetzt ihr." Er blickt uns an. „Wählt euren Champion."
Ich: „Das werde wohl ich sein. Ich, Kevin, vom Stamm der... Kaf'eh'bohni, assistiert von seinen treuen Diener Arthas Me... Me... Menethiihhl, sowie von Falric und Marvyn."

Arthas Gesicht verfinsterte sich, als hätte er in mir seinen Erzfeind entdeckt.

Nach einer Vorbereitungszeit von zwei Stunden fiel der Startschuss. Beide Parteien starteten durch als ginge es um ihr Leben.

Ich: „Arthas! Zwiebel hacken!" ich wirbelte zu Marvyn herum „Los! Schäl die Kartoffeln und koche sie!" Falric, wasch das Geschirr ab!" brüllte ich aus Leibeskräften.
Arthas: „Schniff, aber es brennt so."
Ich: „HÖR VERDAMMT NOCH MAL AUF ZU FLENNEN UND HACK WEITER! Oder willst du lieber an einen Marterpfahl gefesselt eine Langspielplatte von Hansi Hinterseer anhören? Ich persönlich nicht. Also reiß dich zusammen und tu was!"

Das hat gesessen. Im Gegenteil. Arthas hackte in einem Eifer, den ich ihm gar nicht zugetraut hab. Ich war kurz davor ihn zum „Best Zwiebenhacker-Man ever" zu nominieren. Aber auch die Konkurrenz war alles andere als schwach. Im Gegenteil. Wenn ich sie mir ansehe liegen die sogar in Führung. Über ihre Schneidetechnik beneidete ich sie. Lin'do hantierte mit der Machete als hätte er lebenslange Erfahrung darin. Die Zwiebel warf er in die Höhe, sprang nach, zerhackte sie in der Luft, während Katoom nur mehr darunter stand und die geschälten und geschnittenen Zwiebel mit einer Schüssel auffing. Ich sah, wie Lin'do eine Flasche hinter sich verschwinden ließ."

Ich: „Hey! Lin'do ist gedopt. Das gilt nicht. Das ist ein Disqualifizierungsgrund!"
Bom'bay: „Abgelehnt, Mojo zu trinken unterliegt bei uns nicht dem Dopingmittelgesetz."

Arthas: „Wenn wir so spielen, dann habt ihr doch nichts dagegen, wenn ich jetzt für etwas Ausgleich sorge."

Arthas stellte seine Arbeit ein, konzentrierte sich und ließ eine Welle dunkler Energieblitze aus seiner Hand schießen. Sein Ziel war offensichtlich der nahe gelegene Friedhof. Ich war paff, als sich plötzlich die Grabsteine bewegten und Untote darauf aufstiegen."

Arthas: „Los! Jeder von euch schnappt sich eine Schürze und wäscht sich die Hände. Es gibt eine Menge Arbeit zu erledigen!"

Ich fühlte mich wie in einem Tollhaus. Rund um ich hetzten Skelette herum, mit einer Schütze und Geschirr bewaffnet.

Ich lächelte Arthas an: „Darüber reden wir später noch."

Währenddessen versicherte Bom'bay seinen aufgebrachten Champions, dass es nicht rechtswidrig ist, sich auf diese Weise Unterstützung zuzusichern. Dennoch blieb es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Keiner gewann die Oberhand. Zu gegebener Zeit ertönte der Schlusspfiff.

Bom'bay: „Ihr habt euch alle tapfer geschlagen. Kommen wir jetzt zur Verkostung... Awilo, was hast du uns heute feines gekocht?"
Awilo: „Oui ‚als Vorspeise `abe isch euch einen leggeren Eintopf gekocht, ge'ürzt mit einer Portion Frühlingszwie'eln. Als `Auptgang leggere Senfwürschtchen, und commé dessert une Käseplatte à la Avilo.

Bei dieser primitiven Menü-Auswahl kicherte ich innerlich. Da kann ja nichts mehr schiefgehen.

Bom'bay: „Das klingt wie immer vorzüglich. Ich freue mich schon, dein Essen zu probieren. Und jetzt zu den Herausforderern. Was habt ihr uns gekocht?"

Ich voller Stolz: „Ich biete euch als Appetitanreger eine leckere Grießnockerlsuppe, gewürzt mir einer selbst entwickelten Geheimzutat, als Hauptgang gibt's dann Zwiebelrostbraten mit Semmelknödel und Apfelkompott und als Nachspeise darf ich euch zu einer Sachertorte mit Latte Macchiato einladen."

Die Trolle nahmen alle an einem hübsch geschmückten Bankett Platz und das große Fressen kann beginnen. Als das Mahl vorüber war, wurden Stimmzettel abgegeben, die in eine Box geworfen wurden, die nur auf der Oberseite eine Öffnung aufwies.

Das Ergebnis ging sehr ernüchternd aus. Fünfzig Stimmen für das Trollteam, vier Stimmen für unser Team. Also nur die vier Stimmen, die von uns selbst abgegeben wurden...

Ich: „DAS IST SCHIEBUNG."
Bom'bay: „Nö, das nennt man Demokratie." Er warf uns ein teuflisches Grinsen entgegen. „Jetzt wo das geklärt ist... AN DEN MARTERPFAHL MIT IHNEN!"

Eine halbe Stunde später standen wir schon an einem Pflock, gefesselt in der prallen Sonne. Als der Henker dabei war, ein Grammophon aufzubauen versuchten wir noch, um Gnade zu flehen. Doch wir stießen auf taube Ohren. Als er schließlich die Platte einlegte, sah er uns mit einem Bedauern entgegen.

Henker: „Ich würde jetzt nicht gern in euer Haut stecken."

Sein trauriges Gesicht verzog sich zu einer diabolischen Fratze. Er legte den Bügel um und suchte schnurstracks das Weite. Als dann die Musik begann, verzogen wir, einschließlich Marvyn, den bisher nichts aus der Ruhe brachte, das Gesicht, als hätten wir in eine Zitrone gebissen. Wir wanden uns schmerzerfüllt unter den Klängen der Musik, die nur aus der Hölle selbst zu stammen können.

...SCHATZILEIN, KOMM LASS DICH KÜSSEN...
...HEUT' WOLL'N WIR FEIERN...
...DAS GLÜCK GENIESSEN VON FRÜH BIS SPÄT...
...DENN SCHATZILEIN, EIN TAG WIE HEUTE...
...GEHT LEIDER VIEL ZU SCHNELL VORBEI...


Ich: „Das war ja ein Reinfall. Hätt' ich mir gleich denken können, dass wir uns den ganzen Aufwand hätten sparen können. Arthas, das ist alles deine Schuld. Hättest du die Suppe nicht anbrennen lassen..."
Arthas: „Ach, jetzt bin ich etwa schuld wie? Hätte Falric nicht die Kartoffeln zerkocht..."
Falric krächzte wutentbrannt, doch seine heisere Stimme ging im Klang der Musik unter...

...LASS DIE SORGEN ZIEHEN...
...WIR WOLL'N DEM STRESS ENTFLIEHEN...
...DU BIST HIER BEI MIR...
...MEINE GANZE LIEBE...
...ALLES WAS DU WILLST...
...DENN ICH WEISS, WAS DU IN...
...DEINEM HERZEN FÜHLST...

Marvin: „Das war ein abgekartetes Spiel. Das hätten wir uns gleich denken können, dass die Trolle für ihr eigenes Volk stimmen werden."
Ich: „Egal aus welchem Grund. Mir persönlich reicht's. Marvyn, denkst du, du bist stark genug, deine Fesseln zu sprengen?"

Dieser lachte: „Das ist eine meiner leichtesten Übungen. Aber sie selbst."

Er spannte seine Bauchdecke, wodurch die zentimeterdicken Seile rissen, als wären sie aus Bindfäden. Dann ging er zu jedem von uns und zerriss mit Leichtigkeit unsere Fesseln. Doch er hatte Probleme durch die Musik auf den Beinen zu bleiben...

...SCHATZILEIN, KOMM LASS DICH KÜSSEN...
...HEUT' WOLL'N WIR FEIERN...
...DAS GLÜCK GENIESSEN VON FRÜH BIS SPÄT...
...DENN SCHATZILEIN, EIN TAG WIE HEUTE...
...GEHT LEIDER VIEL ZU SCHNELL VORBEI...



Wir rannten, rannten als wäre der Leibhaftige hinter uns her. Kein Troll lief uns über den Weg. Kein Wunder, die hielten ja zu diesem Krisengebiet wohlwissend einen Sicherheitsabstand ein. Wir sprinteten die Planke zum Schiff rauf, kappten das Halteseil und ließen uns von dem aufkeimenden Sturm aufs Meer treiben.
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#14 Fordtaurus

Fordtaurus

    Teetrinker und Fahradfahrer

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Geschrieben: 30 November 2010 - 11:38

Aaaahhrrg Augenkrebs!!!

Ich habe es geschaft 3 Kapitel 1, 6 und 7 halbwegs am Stück zu lesen und kann dazu nur sagen
"Mach weiter, aber bitte nicht bei buffed!"
Wenn Du die Story schon Leuten vorher zum lesen gibst, frage ich mich warum den noch sooo viele Rechtschreibfehler drinnen sind?!?:scenic:
Ausserdem ist die Tempuswahl nicht sehr gut geraten.

Als einziges positives kann ich dazu nur sagen, dass Deine Fantasie doch schon recht lustig ist,
auch der Versuch WC3 und die restliche Lore mit einfließen zu lassen finde ich schon recht gelungen.

Trotzdem währe es doch möglich, anstelle von "Hansi Hinterseher LP" evtl. einen Barden
a la "Troubardix" einfließen zu lassen.

Aber ok, in einer Fatasiewelt, wo Chopper vorm Auktionshaus stehen und Schreddermaschienen die Wälder
roden könnte es (muss aber nicht) so etwas wie LP´s geben.

Naja my 49 Cent dazu.

So long and bye bye


Ford
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#15 WhiteSeb

WhiteSeb

    To flame, or not to flame! Thats the question!

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Geschrieben: 30 November 2010 - 12:22

Also mir gefällt die Geschichte sehr gut, auch wenn ich erst mitten im zweiten Kapitel bin will ich bis hierher mal Rückmeldung geben:

Ich finde dieses "Langatmige" drumrum gerede gut, es geht nicht zu schnell "Zack, ein Hauptcharakter, Zack, da habt ihr noch einen" usw.

Einige Gags gefallen mir sehr gut, der Zerg war echt geil xD

Allerdings finde ich einige Dinge zu sehr an den Haaren herbei gezogen.
Das mit dem Kaffee is ja ne gute Idee und gute Grundlage für nen Gag.
Das Problem ist nur, du solltest irgendwie herleiten, wie er auf den Namen kommt, wieso er die Idee mit dem zermalen hat und so.
Das "Ka" kann mann ja von "kacke" ableiten, weils der Zerg offensichtlich hinterlassen hat. Und für das "ffee" kann man sich ja auch was ausdenken.
Vll dachte er, der Zerg wäre eine verkrüppelte Fee oder so xD

Und auch wenn die Idee, ein wenig Bezug zu unsrer Welt herzustellen gut ist (z.B. den Fernseher) sollte man trotzdem nicht das Gefühl bekommen, es ist wieder nur ein Spiel (bezüglich der Nummer mit dem "Patch" und dem "GM").
In dem Moment bekam ich so das Gefühl, dass es wieder nur irgendwelche Chars sind, die von Menschen gespielt werden.
Aber der Gedanke, dass es einfach so ein kleiner Held ist, der ein wenig was nebenbei erlebt, ist wesentlich angenehmer.

Was ich also meine:
Bezug zu unsrer Welt: OK (Die Naru können ja ma an der Erde vorbei kommen)
Das ganze wieder wie ein Spiel wirken lassen: Versaut die Atmosphäre.


So, jetzt lese ich gespannt weiter und geb nach ein paar Kapiteln nochmal Rückmeldung.
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#16 Mafloni

Mafloni

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Geschrieben: 30 November 2010 - 16:13

Allerdings finde ich einige Dinge zu sehr an den Haaren herbei gezogen.
Das mit dem Kaffee is ja ne gute Idee und gute Grundlage für nen Gag.
Das Problem ist nur, du solltest irgendwie herleiten, wie er auf den Namen kommt, wieso er die Idee mit dem zermalen hat und so.
Das "Ka" kann mann ja von "kacke" ableiten, weils der Zerg offensichtlich hinterlassen hat. Und für das "ffee" kann man sich ja auch was ausdenken.
Vll dachte er, der Zerg wäre eine verkrüppelte Fee oder so xD


XD ich weiß was du meinst, ein Freund von mir hat mir kürzlich eine verflixt gute Idee dazu gegeben, aber ich wollte jetzt nachträglich hier nicht mehr das kapitel umschreiben. Er hätte es in etwa so geschrieben.

"Mmmmhhhh, *mjam mjam* so cremig. Ich nenne es Ka-ka... Kaka-ffee.


Das da wäre mein Favourit ^^
Ich denke ich werde diesen Teil umschreiben.

Das mit der Kaffeeherstellung wollte ich eher als "Geistesblitz" dastellen, den er bekam, als ihm auch der Name kam. Außerdem klingt es irgendwie ekelhaft, wenn man so spontan jemandem erklärt wie man Kaffee eigentlich herstellt. Das wollte ich unbedingt einbauen ^^

Bearbeitet von Mafloni, 30 November 2010 - 16:17,

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#17 Danalina

Danalina

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Geschrieben: 30 November 2010 - 17:51

sehr schön, schreib weiter so !!!
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#18 Elroth

Elroth

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Geschrieben: 01 December 2010 - 11:17

Wie auch schon weiter oben geschrieben, mir gefällt die Geschichte gut. Ist halt mal etwas anderes :p
Und mich persönlich stören eventuelle Rechtschreib ofer Grammatikfehler nicht so sehr.

Freue mich bereits auf die nächsten Kapitel ! Weiter so !
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#19 Mafloni

Mafloni

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Geschrieben: 01 December 2010 - 13:32

Puhh, ich kann mir nicht helfen, soooo viele Rechtschreibfehler finde ich beim besten Willen nicht. Hin und wieder springt mir ein dem/den ins Auge, aber dass ich einzelne Wörter falsch schreibe wäre mir nicht untergekommen. Rechtschreibprogramm drüberlaufen lassen, mehrmals durchgelesen, aber ich finde nichts Eingefügtes Bild

Aber ich gebe nicht auf. Der Krieg gegen die Rechtschreibwichtel geht weiter...

Ps: Es wird demnächst in der Geschichte für zwei Kapitel etwas düster. Eher deshalb weil es von der Situation her einfach sehr passt. Danach wird es wieder langsam in gewohnter manier weitergehen.

Ich hoffe ich komm heute noch dazu, die Geschichte fortzuführen, aber ich bin optimistisch :)

Vielen Dank weiterhin für eure zahlreichen positiven, als auch negativen Feedbacks. =)

Liebe Grüße
Mafl

Bearbeitet von Mafloni, 01 December 2010 - 13:37,

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#20 Mafloni

Mafloni

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Geschrieben: 02 December 2010 - 12:14

Kapitel 8 – Ankunft in Kalimdor
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Arthas sollte Recht behalten. Nach einer weiteren Woche Seefahrt in nordwestliche Richtung entdeckten wir Land. Es handelt sich hier um ein Sumpfgebiet, welches von einem unbekannten Entdecker auf den passenden Namen „Düstermarschen" getauft wurde. Düster war es hier wirklich. Deshalb verstehe ich es bis heute nicht, warum Arthas unbedingt in dieser abgelegenen Pampa einlaufen musste. Ihm gefällt es hier meinte er nur. Wenn ich mir so Arthas ansehe, kommt es mir wirklich so vor, als würde diese „düstere" Umgebung immer mehr zu Arthas Wesensart passen. Diesen Gedankengang ließ ich nicht unausgesprochen.

Ich: „Du, Arthie... du bist mir bisher meiner Frage immer ausgewichen. Was war das eigentlich für eine Aktion mit den Untoten, die du auf Tel Abim aufgeführt hast? Ich meine nur... du beschwörst aus dem Nichts Lebende Tote hervor. So etwas würde ich einem leibhaftigen Reiter des Lichts am allerwenigsten zutrauen. Immerhin lebt ihr danach, eure Gefallenen Streiter dem Licht zu überführen, und nicht, sie als wandelnde Tote wieder auferstehen zu lassen."

Arthas sah aus, als würde ihm diese Erkenntnis einen Stich versetzen. Seine Schultern sackten zusammen, bevor er nach vorne kippte und mit seinen Händen versuchte, sich im nassen Schlamm festzukrallen. Er brach in ein leises schluchzen aus.

Arthas: „Etwas... unsagbar Böses hat von mir Besitz ergriffen. Es will mich beherrschen... mich töten. Es begann als ich in Nordend einen Fluch auf mich nahm, um die einfallende Geißel zu vernichten... Ich schwor jeden erdenklichen Fluch zu ertragen, wenn mir das verfluchte Schwert nur dabei helfen würde, meine Feinde zu vernichten. Doch ich ahnte nicht, dass mich dieser Fluch in dieser Art und Weise zerstören würde. Der Dämon versucht, alles, für das ich gekämpft hab, auszulöschen. Ich hab nach meinem Sieg in Nordend das erste Mal den Verlockungen der unendlichen Macht nachgegeben... ich hab mein ganzes Heer niedergeschlachtet und als Untote wiederbelebt. Weil mir das Schwert geflüstert hat, ich bekäme dadurch die perfekte, unsterbliche Armee. Das Schwert hielt, was es versprach... aber zu welchen Preis? Sieh nur mich an, oder Marvyn... oder Falric... ich wünschte ich könnte das alles ungeschehen machen...

Als ich aus Nordend nach Lordaeron zurückkehrte, war ich von Zorn und Hass zerfressen... bis ich das Glück hatte in deiner Kneipe einzukehren. Du schafftest es durch ein einfaches Mahl meine Lebensgeister neu zu entfachen. Du schaffst es, mich aus dem Strudel des Hasses zu entreißen. Deine Freundschaft bedeutet mir alles... Ich bin mir sicher ich würde unvergleichbares Leid über die Lebenden bringen, würdest du mich nicht daran hindern."

Arthas' Tränen rannen in Strömen aus seinen Augen, und verschwanden in dem bereits von Wasser durchdrängten Boden. Ich musste mich nach dieser Offenbarung ebenfalls beherrschen, nicht in Tränen auszubrechen. Ich kniete mich vor ihm hin und drückte seine Hand.

Ich: „Ich kann nicht wissen, wie du dich fühlst, oder was auch immer der Fluch mit dir anstellt. Doch ich kann es mir vorstellen. Und das was du deinem Volk angetan hast, wird niemand mehr rückgängig machen können. Aber eins kann ich dir garantieren. Der Fluch in dir wird niemals die Oberhand gewinnen, solange du es nicht zulässt. Und wenn ich dich so ansehe, wird er es auch nicht. Sehe das Schöne an deinem Leben, und versuche niemals die Prinzipien, für die du gelebt hast zu vergessen. Ich glaube an dich. Und das solltest du auch."

Arthas blickte mir in die Augen. Sein schluchzen war verstummt. In seinen Augen war eine noch nie dagewesene Entschlossenheit getreten. Ich half ihm wieder auf die Beine. Nun stand er vor mir, eine Kraft und Güte ausstrahlend, als wäre das Licht in sein Leben zurückgekehrt.

Arthas: „Du hast Recht. Vergesse niemals deine Prinzipien. Vergesse niemals, für das du im Leben gekämpft hast. Beschütze dein Volk, ehre die Toten. Du hast mich erneut aus der Dunkelheit gerettet, und dafür danke ich dir. Kommt meine Freunde. Wir sollten uns jetzt auf den Weg machen."

Der Weg führte uns durch das Brachland nach Eschental. Wie ich sah, sind die Orks dort ins Holzfäller-Gewerbe eingestiegen. Mit riesigen Maschinen bringen sie die Jahrtausende alten Bäume zu Fall. Die Zugangsstraße wird durch ein Warnschild blockiert: „Forsicht: Hir begint das Teritorium der Hoarde. Gäht wek!". Ein Blick über den Stacheldrahtzaum offenbarte mir mehrere Orkpatrouillen, die mit Ihren Holzknüppeln grunzend vordefinierte Patrouillenrouten ablaufen. Geifer tropfte von ihren Mäulern. Es ist besser, diesen Typen nicht über den Weg zu laufen. Ihre Devise lautet eindeutig: „Erst zuhauen, dann noch mehr zuhauen, dann Fragen stellen!"

Ich betrachtete die Gebäude in dem Hochsicherheitsgebiet genauer. Der Bereich besteht aus einem größeren Sägewerk, sowie mehreren kleineren Holzverarbeitungsbetrieben und Lagerhäusern. Von diesen Lagerhäusern wiederum werden sämtliche IKEA Möbelhäuser auf Kalimdor beliefert.

Etwas weiter westlich davon durchquerten wir eine Gebirgskette, die den Blick auf ein weitläufiges Tal ermöglichte. Dort unten begann gerade ein sehr exotisches Spiel zwischen den Orks und den einheimischen Nachtelfen. Soweit ich verstanden habe, versucht man sich gegenseitig eine Flagge zu stehlen und sie in die eigene Basis zu bringen. Regeln gibt es scheinbar keine. Man darf den Gegner in getarnte Falllöcher stürzen lassen, Stolperdraht spannen, ihn über ne Klippe schubsen, ihn mit Bärenfallen einfangen, die Hunde auf ihn hetzen, vergiften, anzünden, einfrieren... Sprich: ein sehr unterhaltsames und witziges spiel. Sollte ein Spieler dabei ums Leben kommen, stört das die wenigsten. Diese werden nach dreißig Sekunden von einem Geistheiler wiederbelebt und der Spaß beginnt von neuem. Tja... Das geht solange bis einer der beiden Parteien drei Flaggen hat. Und das kann dauern... Als ich meinem Favoriten zujubelte und erfreut in die Hände klatschte, zischte ein Pfeil an meinem linken Ohr vorbei. Plötzlich hatte ich sehr eilig, das Spielfeld zu verlassen.

Etwas später begann Arthas eine interessante Konversation:

Arthas: „Wusstest du, dass die Nachtelfen von den Trollen abstammen?"
Ich: „Nö, das wusst ich nicht."
Arthas: „Ist aber so." Er grinste, „Und Illidan ist ein blühendes Beispiel dafür."
Ich: „Wie meinst du das?"
Arthas: „Das wirst du schon sehen. Ah... Da ist er ja schon."

Vor uns stand ein Nachtelf, der Arthas nur bis zu den Schultern ging. Sein Stirnband ist ihm in die Augen gerutscht. Ich verstehe nur nicht, wie Illi da was sehen kann. Sein Oberkörper bestand aus einem Bierbauch, der bei jeder Bewegung im Wind schaukelte.

Arthas: „Grüß dich Illidan. Gut siehst du aus. Gehst du seit neuestem ins Fitnesscenter?"
Illidan: „Boah, hey Alter. Lang nicht gesehen Mann. Wie geht's denn so Mann?"
Arthas: „Ja gut, danke. Ich hab da etwas, was dich interessieren dürfte. Im Teufelswald wandert ein Dämon namens Tichondrius umher, der im Besitz des „Schädels von Gul'dan" ist. Wenn du ihn tötest und dir sein Artefakt schnappst, kannst du die sehr viel Macht einverleiben."
Illidan: „Danke Mann, klingt gut Mann, mach ich, Mann."
Arthas: „Keine Ursache. Tschüss!"

Arthas macht kehrt und machte sich auf, zu seinem Schiff zurück zu watscheln.

Ich: „Das war alles?"
Arthas: „Ja, das war alles."
Ich: „Nochmals zum mitschreiben: Du reist mit mir monatelang um die halbe Welt, nur um dann mit einem fetten Nachtelfen zwei Sätze auszutauschen, und dann wieder umzukehren?"
Arthas: „Ganz genau. Illidan wird jetzt meinen Konkurrenten entledigen, und ich kann frohen Mutes wieder nach Hause zurückkehren."
Ich: „DAS KANN NICHT DEIN ERNST SEIN."
Arthas: „Doch, ist es... wolltest du Illidan nicht dein Sonnenbrunnenwasser andrehen?"
Ich: „Verdammt, du hast recht. Warte hier. Ich bin gleich zurück."

Ich lief zurück, doch Illidan war verschwunden.

Ich: „ILLIDAAAAAN!" Ich schrie und schrie aus Leibeskräften.
Illidan: „Verdammt Mann, schrei doch nicht so, Mann. Hier bin ich doch, Mann."

Illidan erschien vor mir. Ich erschrak. Er ist vermutlich um zwei Meter größer geworden, seine Augen glühten unter dem komischen Stofffetzen, den er sich um die Augen gebunden hat, ihm sind Flügel gewachsen, ebenso wie seine Zehennägel. Er hatte muskulöse Oberarme, doch sein Bierbauch ist ihm geblieben.

Illidan: „Was willst du von mir, Mann? Siehst du denn nicht dass ich beschäftigt bin, Mann?"
Ich: „Mit was willst du den groß beschäftigt sein?"
Illidan: „Geht dich nichts an, Mann!"
Ich: „Jaja, schon gut. Beruhige dich. Ich hab hier zwei Kanister voll Wasser aus dem Sonnenbrunnen von Silbermond. Für einen anständigen Preis würde ich es dir verkaufen. Stell dir vor, wie viel Macht du dadurch bekommen könntest."

Illidan starrte auf sich hinunter, hielt mir dann so einen ekligen Schädel unter die Nase, den er daraufhin in dunklen Flammen aufgehen ließ."

Ich: „Ich hab verstanden... Ich gehe recht der Annahme, dass du kein Interesse daran hast?"

Illidan grinste.

Ich: „Ja, schon okay. Du hast mehr als genug Macht. Für was braucht man dann noch mehr Macht? Aber darf ich dir was verraten? Ich bin um die ganze verdammte Welt gereist, nur um dann zu erfahren, dass der gnädige Herr nicht bereit ist, mir das Wasser abzukaufen. Weißt du, was das für eine Heidenarbeit das war? Weißt du..."

Ich verstummte. Illidan war verschwunden.

Ich: „KLASSE. ECHT KLASSE. SCHÖN. BEHALT ICH HALT DAS WASSER! BRAUCHT DOCH KEINER!"

Ich kehrte zu Arthas zurück. Dieser lehnte mit verschränkten Armen an einem Baumstamm, mit einem Grashalm im Mund.

Arthas: „Ich vermute, du warst mit deinen Verhandlungen nicht erfolgreich?"
Ich: „Frag besser nicht... aber wenn ich schon mal auf diesem Kontinent gestrandet bin, kann ich mich genauso gut aufmachen und nachsehen, ob es hier nicht doch irgendjemanden gibt, der mir das Zeugs abkauft... würdest du mitkommen?"


Arthas: „Ja klar... kein Ding. Ich hab ohnehin nichts besseres vor..."

Ich drückt Arthas die Hand.

Ich: „Dann ist die Sache abgemacht. Wir suchen einen Abnehmer für das Wasser und den Gewinn teilen wir uns."
Arthas: „Abgemacht."
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