CD-Review

Baltimus

Rare-Mob
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31.03.2008
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Meine zweite Vorstellung erfolgt heute:
SlipKnoT-All Hope is gone (sry, dass schon wieder SlipKnot dran ist, aber das neue Album kam ja am 22.8 raus und da hab ich gleich mal ne CD-Kritik geschrieben.)

Das neue Album von SlipKnot klingt überraschend anders als die Vorgänger. Die Songs haben deutliche Einflüsse aus Death- und Thrash-Metal und es gibt auch mehr ruhige Songs. Corey schreit fast gar nicht mehr, sondern variiert zwischen Growls und harmonischem Gesang. Außerdem hat fast jeder (!) Song ein Solo.Die Tracks sind zudem alle( außer execute.) über 4 Minuten lang. Ich hab meinem Vater (der eigentlich SlipKnoT hasst) mal das Album vorgespielt, und ihm hat es gefallen! Wenn man die Lieder hört, und mit den vorigen Alben vergleicht, könnte man fast meinen, da spielt eine andere Band.
Nun zu den Songs.

1.execute.
Der Einspieler erinnert an (515) aus dem Album IOWA. Im Hintergrund kann man Stimmen hören. Ab 1.04 setzt zudem das Schlagzeug und die E-Gitarre ein, was ziemliche Atmosphäre erzeugt. Kurz vorm Ende kommt dann die Ansage, die für das ganze Album gelten wird: all freedom ist lost, ALL HOPE IS GONE!
Der Song ist sehr stark für ein Intro und geht direkt in den nächsten Track über.
7/10

2.Gematria (the killing Name)
Dieser sehr schnelle Song zeigt, in welche Richtung sich die Band entwickelt hat.Death-Metal Riffs in Strophe und Bridge, Thrash-Metal Riffs in Intro und Refrain, dazu ein ausgefeiltes Solo- was will man mehr? Sehr zu empfehlen: die letzten 2 Minuten.
9/10

3. Sulfer
Dieser Song besticht durch den melodischen Gesang im Refrain, das Scratching-Solo in der Bridge und das zackige Ende. Technisch gesehen sind die Riffs und das Solo etwas schlechter als in Gematria, kommen aber trotzdem gut rüber. Deshalb gibts hier
8/10

4. Psychosocial
Erste Single aus dem Album und lyrisch gesehen eines meiner Lieblingslieder. Und musikalisch? Der Song kommt ziemlich düster rüber und erschafft klasse Atmosphäre.
Der tolle Refrain und das abgefahrene Solo lassen eingentlich auf 10 Punkte schließen, doch leider ist die Bridge etwas langweilig geraten, nichtsdestotrotz gibts für diesen Song satte
9/10

5.Dead Memories
Erster etwas ruhiger Song. Leider ist dieser nicht so eine Bombe á la "Vermillion Pt.2", denn dazu fehlt einfach der konstante Gänsehautfaktor. Das Solo ist zu kurz geraten, die Bridge könnte man abwechslungsreicher gestalten. Einziger Wehrmutstropfen: der Refrain ist spitze und sehr gefühlvoll.
7,5/10

6.Vendetta
Oh mann, kein Gitarren-Solo? Daran hatte ich mich ziemlich gewöhnt,und genau das vermisst man irgendwie in Vendetta: ein fetziges Solo, denn der Song kommt etwas langweilig rüber. Dafür bekommen wir einen weiteren Song in der Kategorie "SlipKnoT-Hymmne", denn der Refrain (Hey,hey,hey... are you ready for the time of your life!) ist einer dieser "kann-ich-besoffen-mitgrölen" Parts, die trotz minimalem instrumentalischem Einfluss gut rüberkommen.
7/10

7.Butcher's Hook
Sehr starker Song, der mich persönlich etwas an 80er Metalbands erinnert. Der aberwitzige Anfang und das Solo, das mit toll in Szene gesetzten Percussions unterlegt ist, gefallen mir wirklich. Der Track rockt locker durch und kommt ohne komische Passagen aus. Ohrwurmqualität hat dieser Song aber nicht, da fehlt einfach das gewisse Etwas. Anyway-
8/10

8.Gehenna
Zweiter ruhiger Song. Die Strophe beginnt seeeeehr düster und kommt einem Horrorfilmsoundtrack ähnlich.Nach einer kurzen Unterbrechung kommt noch eine Strophe. Fast eingeschlafen, ballert die gesamte Instrumentalfraktion auf einmal ohne Vorwarnung für 2 Sekunden los- waah! Und nochmal. Und nochmal. Und nochmal, aber länger, und dann geht der Song so geil ab, denn was der Herr Taylor da im Refrain abliefert, gehört zu dem Besten, was ich jemals gehört hab.Das Solo ist ebenfalls sehr schön gestaltet. Wahrscheinlich der beste Song auf diesem Album.
10/10

9.This cold Black
Nach dem wundervollem Gehenna gehts auf hohem Niveau weiter. This cold Black hat alles, was man sich von SlipKnoT wünscht- Härte, Eingängigkeit und Schnelligkeit. Zudem gibts ein geiles Solo obendrauf. Trotzdem fehlt, wie bei Vendetta, etwas, das man in dem Song nicht erwartet, denn alles wirkt hier sehr kalkuliert.
8/10

10. Wherein Lies continue
Dieser Song lebt von den Death-Metal Riffs sowie dem melodischem Refrain und gefällt mir persönlich sehr gut. Dieser Song rockt einfach und gehört definitiv zu den besseren Songs auf dem Album. Einziger Abzug: kein Solo, hätte man sicher noch einbringen können.
9/10

11.Snuff
Eine weitere Ballade. Und das Corey Taylor und Jim Root ein gutes Gespür hierfür haben, weiß man längst seit Stone Sour. Hier stimmt einfach das Gesamtpaket, die Meisterleistung von Corey, dieses tolle Solo... wow, nochmal hören!
10/10

12. All Hope is gone
Der härteste Song des Albums hätte musikalisch auch auf der Selftitled oder auf IOWA einen Platz gefunden. Denn hier wird einfach sowas von geil raufgeballert, dass man einfach headbangen muss! Klasse, was man hier für ein Meisterk als Abschluss erschaffen hat.
10/10

Fazit: Das neueste Werk von den neun Maskenfreaks kommt sehr hart rüber. Auch wenn die Brutalo-Songs gut sind, die wirklichen Hammer sind die Balladen. Gefühlvoll,eingängig-gut. Die Tracks rocken fast durchgängig auf hohem Niveau, und es gibt nur einen "waah-weiterschalten"-Songs. Deshalb bekommt das Album eine Endwertung von:
8,5/10

Anspieltipps: Psychosocial,Gehenna,Snuff,All Hope is gone
Bei diesen Songs kann man getrost weiterschalten: Vendetta

Konstruktive Kritik ist erwünscht.
 
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