Der Kampf um meine Seele: Runde 2

Prinny

Rare-Mob
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Dieser Eintrag ist ein Blog-Roll aus meinem Blog www.A-GAMERS-BLOG.de

Ein weiterer Monat ist ins Land gezogen. Der Kampf zwischen World of Warcraft und Warhammer Online tobte weiter und aus dem Staub der letzten Schlachten schien sich schon die Silhouette eines Siegers abzuzeichnen: WAR stapfte angetrieben von spannenden PVP-Kämpfen und schicker Optik über das etwas angestaubte WoW dem Sieg entgegen - hatte aber den Schurken übersehen, der ihn nun per Kopfnuss dazu zwingt zu verhaaren, während der Feind respawnt und sich stärker als zuvor zum finalen Schlag richtet.

Was das nun konkret bedeutet, gibt es (wie immer) nach dem Sprung.Bereits kurz nach meinem letzten Post zu diesem Thema, war die Entscheidung für mich eigentlich gefällt. Ich hatte in Warhammer Online nämlich mehr Spaß denn je. Ich schlug mich in Szenarien mit anderen Spielern, ergatterte seltene Beute in öffentlichen Quests und levelte mit Julia zusammen erneut durch die ersten Gebiete des Imperiums. Im Grunde haben mir also die folgenden Dinge Spaß gemacht: Kleiner PvP-Kämpfe in Arena-ähnlichen, instanzierten Bereichen, das abfarmen gewisser Bereiche und PvE-Content. Also die Königsdisziplinen von World of Warcraft - wie mir vor einigen Tagen klar wurde.

Seit dem letzten Wochenende spiele ich auch mit Julia etwas WoW, damit sie sich auch mal ein Bild von Blizzards Altmeister machen kann. Wobei das dazu geführt hat, dass wir diese Woche weitaus mehr Warcraft als Warhammer gespielt haben.
Um meinen Punkt klar zu machen: Warhammer Online ist ein großartiges Spiel. Die Optik ist grandios, die Karrieren sind spannend und das RvR ist bestimmt großartig - ABER nicht mein Fall.
Während ich in Szenarien im PvP voll aufblühe und mir die RvR-Scharmützel auch ungemein viel Spaß machen, hat mich ein Erlebnis am vergangenen Dienstag davon überzeugt, dass WAR eventuell doch nicht das richtige für mich ist:

Eine Festung im Tier3 Gebiet des Imperiums wurde angegriffen. Also habe ich aufgesattelt und bin losgeritten. Die ersten Konfrontationen mit den Zerstörungsspielern waren taktisch und geprägt von sinnvollem Nutzen des Terrains. Der Kampf tobte lang und endete damit, dass sich mehrere Schlachtgruppen für etwa eine Stunde auf einer Ebene gegenüber standen und keine der beiden Seiten vor oder zurück kam.

ich frage mich also, was mich bei WAR im Endgame begeistern soll? Instanzen gibt es so gut wie gar nicht und RvR wird nun einmal den Löwenanteil des Contents beanspruchen. Während ich diese Zeilen schreibe, denke ich immer mehr, dass ich wohl tatsächlich zu WoW zurück kehre (natürlich nicht ohne vorher das Ganze mit meinem Mädel zu klären). Warhammer Online war super. Ich hatte Spaß und hätte vermutlich auch noch viel Spaß gehabt. Nur bietet es mir im Endeffekt nicht ganz das was ich wirklich wollte: Quests, eine große stimmige Welt, crafting und Rollenspiel. Besonders letzteres ist in WAR praktisch nicht existent. Wäre Warhammer kostenfrei, würde ich es zu 100% weiter spielen. Es ist ohnehin eher ein Spiel im Guild Wars-Stil. ich möchte jetzt nicht so reden, als wäre die Entscheidung schon gefallen, aber es sieht doch noch recht eindeutig aus. Warten wir einmal ab, was sich bis zum Ablauf meiner WAR-Spielzeit am 8.Dezember noch so tut.
 
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