Ein Tag im Leben eines Zwerges

Ralin

NPC
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22.10.2007
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Der Zwerg Ralin schritt gemächlich durch Thorins Hallen und machte sich auf den Weg zur Schmiede. Viele Gedanken gingen ihm dabei durch den Kopf. Er hatte jetzt die Führung „Der Gefallenen Helden“ übernommen und wusste nicht so recht, was auf ihn zu kam.
Er begann, eine schwere Rüstung für seine nächsten Kämpfe zu schmieden, dass die Funken nur so flogen. Es würde sicher noch kein Meisterwerk zwergischer Schmiedekunst werden, aber selbst hergestellte Rüstungen waren immer noch besser als von den Händlern erworbene. Außerdem konnte er dabei in aller Ruhe seinen Gedanken freien Lauf lassen.
Was sollte weiter mit der Sippe geschehen? Natürlich wollte er, dass sie wuchs, denn die Kämpfe gegen die Orks wurden zunehmend schwieriger und er brauchte Gefährten, die ihn darin unterstützten. Er als Wächter konnte alleine im Kampf nicht bestehen.
Wäre es nicht am Besten, er würde sich einfach nur Gefährten unter seinesgleichen, den Zwergen suchen? Seitdem die Zwerge angefangen hatten mit den Elben Handel zu treiben, hatte Ralin das Gefühl, die Elben würden auf sein Volk mit spöttischem Lächeln herabsehen. In seinen Augen waren sie hochnäsig und anscheinend glaubten sie, alle Geheimnisse der Welt zu kennen. Aber vielleicht täuschte er sich auch. Auch Elben sollte man nicht so schnell verurteilen.
Die Menschen wiederum waren machtbesessen und neidisch auf alles, was andere besaßen. Doch auch sie zeigten schon viel Mut und Ehre bei großen Kämpfen.
Am Unscheinbarsten waren zweifelsfrei die Hobbits. Mit ihren nackten, stets schmutzigen Füßen bewegten sie sich aber fast geräuschlos fort. Zwar waren sie etwas stur und engstirnig, aber das, so fand Ralin, musste nicht nur Nachteile bringen.
Ralin betrachtete seine fertige Rüstung, die im Feuerschein silbern glänzte. Er war zufrieden und auch die Entscheidung für die Sippe war gefallen. Er wollte alle Rassen vereinigt sehen. Nur so konnten sie etwas erreichen. Auch wollte er keine Unterschiede zwischen schon unerfahrenen und erfolgreichen Gefährten machen.
So machte er sich auf die Suche nach Gleichgesinnten.
Einen Offizier hatte er ja schon, Faordin, ein Jäger, der geschickt mit Pfeil und Bogen umgehen konnte. Er griff Gegner schon aus weiter Entfernung an und verletzte sie schwer. Auch war er sehr wortgewandt und schon nach kurzer Zeit konnte er Erinyen und Driceis für die Sippe gewinnen.
Driceis, ein Waffenmeister, der kurzerhand die Gegner im Nahkampf nieder streckte. Seine fliegenden Waffen zerteilten die Leiber der Orks auf einen Streich. Auch waren seine Kenntnisse über die verschiedenen Gegenden in Mittelerde hervorragend.
In Kämpfen wurde er immer von Erinyen, seiner Gefährtin, unterstützt. Von Beruf Bardin, heilte sie seine Wunden und stärkte ihn mit ihren Liedern in der Schlacht.
Ralin und Faordin wussten schon bald, dass sie 2 treue Mitstreiter gefunden hatten.
Es folgten Tage des gemeinsamen Suchens nach Gefährten, erfolgreichen Kämpfen und Treffen im 'Tänzendeln Pony' in Bree zu einem Bier. Leider gab es nicht nur sonnige Tage, denn Faordin beschloss eines Tages wieder eigene Wege zu gehen.
Und wieder musste Ralin eine Entscheidung treffen. Aber diesmal war er nicht mehr allein. Erinyen und Driceis, inzwischen zu Offizieren befördert, unterstützten ihn jetzt in allen Belangen. Sie beschlossen, dass noch ein Offizier, von den anderen Gefährten gewählt, zu ihrem Dreigestirn fehlte. Nach langen Tagen der Abstimmungen viel die Wahl schließlich auf Shonaia, eine Hauptfrau.
Ralin und seine Offiziere wissen, dass es schwer ist, Kameraden zu finden, die bereit sind ihre Treue zu beweisen. Die Suche in Mittelerde wird niemals enden…………………………..
 
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