Emotions! Emotions everywhere!

Ryu1001

Quest-Mob
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Die Emotion (Frz. 17.Jh.: émotion „Erregung“; lat. ? ex „heraus“+ mov?re motio „Bewegung“ („herausbewegen“) ist eine, durch bewusste und/oder unbewusste Wahrnehmung eines Objekts (auch Person) oder einer Situation (auch Umgebung mit ihren Ausstrahlungen, Emissionen, Absorptionen,..) ausgelöste Veränderung im weiteren persönlichen Gefühlserleben, verbunden mit einer ebenso persönlichen Veränderung im Verhalten oder Agieren.So. Natürlich möchte ich heute besonders über meine eigenen Emotionen sprechen. Hauptsächlich vor dem Context des Gaming, versteht sich.

Dafür hole ich erstmal ein wenig weiter aus: Emotionen sind, wie die Definition oben schon anklingen lässt, etwas sehr persönliches. Diese kann man auch zu einem gewissen Teil formen. Sollte man etwa sein Leben lang auf dem Land gelebt haben, fühlt man sich in einer Großstadt erstmal richtig unwohl. Lebt man dann aber längere Zeit in der Großstadt ändert sich dies mit der Zeit.

Ähnlich ist es auch mit Gewalt: Wenn einem das erste mal Gewalt angetan wird fürchtet man sich in der Regel. Ist es allerdings das hunderste mal, womöglich noch vom selben Wesen, dann hat man sich daran gewöhnt und es geht einem mehr oder weniger am Anus vorbei.

Doch muss man nichtmal selbst betroffen sein, um Emotionen zu empfinden. Beste Beispiele: Mitleid und Mitgefühl

Diese sind nun nicht nur von der eigenen Person abhängig, sondern auch von der anderen. Wenn mich etwa jemand gegen meinen Willen festhält, jeden Tag schlägt und vergewaltigt. Dann empfinde ich kein Mitleid mit diese Person mit einzelnen Körperteilen in einen Ventilator gerät.

Aber auch unter Freunden gibt es da Unterschiede. Wenn etwa ein Freund vom Dach fällt und sich ein Bein bricht, ruft man einen Krankenwagen oder fährt ihn selbst ins Krankenhaus.

Wenn einer der BESTEN Freunde vom Dach fällt und sich ein Bein bricht lacht man sich erstmal schlapp und hilft ihm dann.

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Wie projezieren wir das jetzt am besten auf Games?

Games können viele Emotionen auslösen. Die wohl bekannteste: Wut.
Vorallem FPS games können diese sehr gut auslösen. Insbesondere im Multiplayer.

Aber ich möchte mich eher mit Mitgefühl und Mitleid beschäftigen. Dazu erzähle ich erstmal noch ein wenig über mich:

Ich bin ein sehr emotionaler Mensch. Außerdem habe ich eine sehr lebendige Fantasie. Ich kann mich ziemlich gut in Geschichten reindenken und sie durchaus auch nach eigenem Gedenken weiterlaufen lassen. Bis zu einem gewissen Punkt ist dies eine gute Voraussetzung, um RPGs genießen zu können.

Wenn ich nun über meine ganzen RPG charaktere schaue sehe ich, dass ich viele weiblichen Charaktere habe. Ich glaube diese erfüllen mir ein gewisses Bedürfnis:
Sie sind wie eine Schwester für mich. Wenigstens in meiner Fantasie. Sie sind wie die Schwester, die ich im richtigen Leben nicht habe, aber gerne hätte. Und sollte mein Charakter eine Schwester haben, so ist auch sie in gewisser Weise ein Ersatz für meine nicht vorhandene.
Auf der anderen Seite: Ich schaue lieber stundenlang einer Frau auf den Hintern, als einem Mann. Insgesamt schaue ich doch deutlich lieber einer Frau auf den Hintern...

Allerdings schafft es nicht jedes RPG. Ein Skyrim etwa empfinde ich als ein super Spiel. Allerdings kann ich mich nur begrenzt mit dem Dragonborn identifizieren.
Ich denke das hat mehrere Gründe:
Zum einen habe ich nur ein begrenztes Feedback zu meinen Aktionen. Insbesondere während Dialogen.
Zum anderen: Ich sehe meinen Charakter so gut wie nie. Außerdem hat mein Charakter niemanden, der ihm nahe steht.

Für die andere Seite lasse ich mal ein Dragon Age: Origins oder Dragon Age 2 stehen.

Fangen wir mit Dragon Age 2 an, denn dieses habe ich zuerst gespielt.
Ich wählte damals einen Krieger der Lore nach hatte ich dann eine Schwester. Diese hatte ich auch immer in meiner Gruppe mit dabei. Außerdem war mir die Mutter des Charakters sehr sympathisch.

Das erste mal "traurig" beziehungsweise besorgt war ich, als man in den Deep Roads herausfand, dass die Schwester anfing zu einer Darkspawn zu werden und man sie "weggeben" musste.
Allerdings war ich umso erfreuter, als ich feststellte, was zum Ende des Spiels aus ihr geworden war. Und ich habe sie dankbar wieder in meine Truppe aufgenommen.

Der zweite traurige Schicksalsschlag war, als die Mutter des Charakters von einem Blutmagier entführt wurde. Die gesamte Questreihe durch habe ich mir geschworen den Mistkerl zu töten. Doch war die Ernüchterung groß, als ich sie nicht retten konnte.

In Origins hat es bereits am Anfang angefangen. Direkt als erstes hat mein Charakter seine Eltern verloren und der Bruder war mit einer Kundschaftertruppe verschollen. Kurz später verlor sie ihre neuen Verbündeten. die Grey Warden. Außerdem mochte ich den König sehr, der ebenfalls schnell starb.

Doch all dies hat mich nicht so sehr getroffen gehabt, wie die Schlusssequenz.
Am Ende führten meine Entscheidungen dazu, dass mein Charakter selbst den Archdemon erschlug und daher starb.

Dies hatte zur Folge, dass in meiner Fantasie meine Schwester starb.

Danach kam die Beerdigung, in der sie für ihre Taten gelobt wurde, was mich wieder stolz gemacht hat.
Schlussendlich brach ich jedoch im letzten Teil des Endes. Mir wurde erzählt, wie sich meine Entscheidungen auf lange Sicht in Ferelden niedergelassen haben. So etwa, dass der von mir gewählte König sehr gut bei seinen Bürgern ankam.
Außerdem, dass die Geschichten meiner Kleinen noch in langer Zeit gedacht werden wird.

Trauer und Stolz hielt mich auch noch eine Stunde später vom Schlafen ab. Durchaus wurde das ganze dann auch in meinem Kopf mit einer eigenen Geschichte versehen und so weiter.

Aber das hört sich hier jetzt so an, als würde ich beim Spielen nur traurig sein. Keine Sorge.

Es geht aber auch anders: Etwa Charaktere, die mir total unsympathisch sind. Etwa Loghain. Grund: 1. Er ist ein elender Verräter. 2. Er war der Grund, wieso einige mir sympathische Leute gestorben sind.

Oder halt: Sympathische Charaktere, die mich zum lachen bringen.

Dies sind meistens Zwerge. Einfach, weil sie so offen ihre Meinung sagen und auch einem guten Bier nicht abschwören.
Sehr mögen tue ich immer die Gespräche zwischen Morrigan und Oghren. Sehr beliebt, wenn er ihr an den Hintern fasst, auf ihre Drohungen dann sagt, dass Zwerge immun gegen Magie sind und sie nur andeutet, dass sie ihm einfach in die Eier treten kann.

Wobei Morrigan mir auch sehr sympathisch ist. Als man sie "bekam" fragte Alistair sie, was sie tuen würde, wenn Flementh sterben würde. Sie antwortete darauf: "Befor or after i stopped laughing?"

Fand ich sehr genial. Allgemein mag ich ihre schnelle und böse Zunge und ich war auch eher enttäuscht, wenn ich sie nicht mitnehmen konnte, weil mir Wrynn aufgezwungen wurde.


Nungut, soviel erstmal zu dem Thema

- Vari out
 
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