Große Erwartungen...

The Dude

Dungeon-Boss
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Aha das soll also nun mein WoW Blog werden - beziehungsweise mein erster Blog überhaupt - mit dem ich mich endlich in die honoren Reihen derer begebe, welche ihre Mitmenschen mit eigentlich eher belanglosen Kleinigkeiten aus Bereichen ihres Alltags unterhalten. Damit werde ich also eigentlich sowas wie eine Reality Soap... naja, seis drum
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Warum also tue ich das hier überhaupt (einmal abgesehen von einer nicht zu leugnenden selbstdarstellerischen Veranlagung)? - naja vermutlich Langeweile (beispielsweise haben wir gerade wieder diese Freitag-Vorabend Phase zu der aber auch keines der bekannten Gesichter online ist und ich einmal mehr lernen durfte dass der Priester Twink nicht eben das ist, was man als Solo-Grind-Machine bezeichnen würde) und eine gute und einfache Gelegenheit, mal wieder ein paar harmlose schreiberische Fingerübungen zu machen.

Und das Ganze ohne in irgendeiner Form den Anspuch erfüllen zu müssen, etwas Gehaltvolles zu produzieren ist ja eigentlich super... im Prinzip sollten mehr Dinge im Leben sein wie Weblogs.

Schließlich also die Frage: Warum eigentlich ein WoW Weblog?

Vermutlich weil WoW momentan aus verschiedenen Gründen einen guten Teil meines Alltags ausmacht - mal abgesehen vom Arbeiten - und weil mich eben der (neue) Job fernab der Heimat und der guten alten Kollegen zum stranden gebracht hat.
Und wer schonmal einen Hals-über-Kopf Umzug 300km weit weg hingelegt hat stellt fest, dass so ein Abenteuer auch ganz schön ins Geld geht... da hat es sich angeboten sich für ein paar Monate auf ein Hobby zu beschränken das a. ein guter Zeitvertreib ist und b. die eigenen Lebenskosten nicht zu sehr strapaziert (entscheidender Nachteil an der Sache ist, dass das Feierabendbecks aus dem eigenen Kühlschrank leider nicht mit einer adretten Bedienung geliefert wird - aber was solls, zur Biergartenzeit kann ich dann immernoch wieder auf die Piste gehn)

So also die Entscheidung für WoW - das ist inzwischen gute 4 Monate her - und ich muss sagen, ich hab dem Internetanschluß entgegengefiebert und mich diebisch gefreut, endlich Azeroth unsicher machen zu können.

Jetzt - 4 Monate also nachdem meine kleine skelettierte Schurkin das virtuelle Licht der Welt erblickte - kann ich doch schonmal auf einen interessanten Start zurückblicken, der doch auch diverse Klischees bedient hat.

Erste Erkenntnis:
Ja, die Sache die gemeinhin als "Drama" bekannt ist existiert - es ist sogar schier unglaublich, was man in kurzer Zeit und als eigentlich gemäßigter Charakter an heillosem zwischenmenschlichem Chaos erleben darf (und meistens geht es los mit "Kannst du mir mal [ein generischer Betrag] Gold geben?") - der große Vorteil ist wiederum, dass sich die Leute (anders als in 0815 Chats - die ich wegen der großen Kummerkastenmentalität eigentlich so gar nicht leiden kann) meistens kurz fassen und die Leier schnell vorbei ist (Danke, Zeit=Erfahrung Problematik)

Zweite Erkenntnis:
RP wird überschätzt. Und zwar witzigerweise sowohl von denjenigen die es betreiben, als auch von denjenigen, die es nicht betreiben bzw. es noch nie betrieben haben.
Gute Güte hab ich mir noch vorm Spielstart Gedanken gemacht ob ich, wie ich und mit welchen Konsequenzen ich einen RP Server wähle. - Man muss dazu wissen, dass ich seit Jahren pen & paper Rollenspiel betreibe und dementsprechend weiss dass militante Rollenspieler ziemlich faschistoid in der Ausübung ihres Hobbies sein können. Die üblichen Klappentexte die Blizz zu ihren RP Servern liefern tun dazu ihr übriges - Tja, dann hats nichtmal einen Tag gedauert, bis ich mir den ganzen ooc: blablubb Kram gespart habe und RPG so betrieben habe wie es in meinen Augen eben auch nur funktioniert: spontan und wenn sich die Gelegenheit bietet.

Dazu mal ein Zitat eines (ich glaube) Ex Gildenkollegen: "Ahja RP... das ist dann wenn ich einen zum Beispiel mit "Edler Jäger" anspreche..." (Wir stellen fest dass sowohl das Konzept des RPGs, als auch des guten alten Hunters missverstanden wurde^^)

Dritte Erkenntnis:
Dieses Spiel infiziert ganze Familien... Tatsache und kein Einzelfall sind wohl deutsche Haushalte, in denen Mutter, Vater, Kind, Enkel einhellig des Abends vorm Bildschirm sitzen und gemeinsam WoW zocken. - Dreht man den Gedanken ein paar mal beobachtend hin und her stellt man dann fest, dass WoW und die übliche Alltagsbewältigung von Otto Normalbürger erschreckend viele Gemeinsamkeiten haben.

Vierte Erkenntnis:
Gemeinsam machts mehr Spaß (nicht nur dem bereits erwähnten Priestertwink) - als ich meine Schurkin damals bis 60 gelevelt habe, kam ich wunderbar mit random groups zurecht, bzw. hab die mit den Leuten aus einer wachsenden Friendslist bestritten, welche grad verfügbar waren und damit selten schlechte Erfahrungen gemacht - dann allerdings hat sich eine feste Questgruppe um meinen bis dahin unwichtigsten Twink (Pala) ergeben und damit war ich plötzlich verwöhnt^^ Folge des Ganzen: Meine arme Kleine steht seit Tagen auf der Höllenfeuerhalbinsel rum und alle alten Bekannten gehen stramm auf die 70 zu, während der Blutritter inzwischen ein Pferdchen hat und Platte tragen darf... ich hoffe dass die Schurkin dann wieder zum Zug kommt, wenn die gute Quest- (und inzwischen auch Gildenkerngruppe) sich ebenfalls auf den Weg zur Scheibenwelt macht.

...mal rumscroll...

Ok, da hab ich ja nun doch ein paar Zeilen mit der "Einfach mal runterschreiben" Methode hingekriegt - mal gespannt wie es sich anfühlt auf den "senden" Button zu drücken...

...uiii der hat ja sogar eine richtig wichtige Bezeichnung: "Blog-Eintrag publizieren" - nobel nobel...

dann also mal -> publizier zis!
 
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