Was mit Ryzel geschieht, ist ein wenig morbide, ja. Wurde auch schon von anderen Lesern kritisiert - da muss nochmal nachbearbeitet werden.
Die Liebesszene mit Kira und Melody könnte ich auf 32 Kapitel aufblasen, aber das ist hier nicht die passende Plattform und meine Geschichten für Erwachsene veröffentliche ich anderswo und unter anderem Namen.
@Beschreibungen - sorry, ist nicht mein Stil. Habe neulich mal wieder die "Herr der Ringe" Bücher in die Hand genommen und da wird dann über drei Absätze ein verdammter grüner Hügel beschrieben. Sowas finde ich furchtbar und das schadet zumindest meines Erachtens dem Tempo. Natürlich könnte ich seitenweise Felder, Wiesen, Wälder und anderen Kleinkram beschreiben, aber derlei Details sind für die Handlung völlig belanglos und darum überlasse ich sie der Fantasie des Lesers. Das sieht man übrigens auch an den Beschreibungen meiner Charaktere - diese werden zwar grob umschrieben, aber vieles überlasse ich Eurer Vorstellungskraft. Ich habe PNs erhalten, in denen mich Leute fragten, ob Kira nun schwarze oder weiße Krallen hat, ob die Shaba menschliche oder Katzenfüße haben und so fort. Das ist vollkommen egal und liegt in der Fantasie jedes Einzelnen.
Ich muss gestehen, dass ich in dieser Hinsicht ein wenig Pirincci-geschädigt bin. In den Felidae-Romanen weiß man in den ersten zwei Bänden nur, dass es sich bei der Hauptfigur um einen Kater handelt. Dessen Fellfarbe wird nur irgendwann beiläufig in Band 3 erwähnt. Und ich sehe das ähnlich, auch wenn das vielleicht ein wenig stört - ist die Taverne groß oder klein, ist sie gut besucht oder eher leer, spielt im Hintergrund irgendwo Musik und wer hängt dort gerade so alles rum? Spielt keine Rolle, interessiert mich auch überhaupt nicht und mein Hirn füllt diese Lücken beim Lesen ganz von allein aus, während ich mich auf das eigentliche Geschehen konzentriere.
Ähnlich verhält es sich bei mir mit den Kämpfen. In der Geschichte wird noch soooo viel gekämpft! Gerade jetzt befindet sich die Gruppe auf den Weg in ein Kobold-Lager, in dem ordentlich gemetzelt wird, nebenher erschafft jemand ein ganzes Heer von Untoten, das auch nicht gerade super freundlich und friedlich drauf ist, Kapitel 1 enthält 2 Kämpfe, der Kampf in der Festung ist ein Cliffhanger, der sich sogar über 2 Kapitel erstreckt und nebenher kämpft Kira noch ein wenig mit sich selbst... wenn ich diese Kämpfe alle bis ins letzte Detail ausschmücke, habe ich nach drei Kapiteln einen Wälzer, der dicker ist als das alte Testament.
Ich will viele Szenenwechsel, immer wenigstens zwei Erzählstränge, das Tempo soll rasant bleiben und nicht ewig und drei Tage an einer Szene festhängen. Mir ist klar, dass sich bei sowas jeder die Haare rauft, der scharf auf einen klassischen Fantasyroman ist, aber ich lege größeren Wert auf (hoffentlich) glaubhafte, liebenswerte Charaktere und "wann geht's denn endlich weiter, ich will wissen, wie es ausgeht" als darauf, ein riesiges, nie dagewesenes Fantasy-Universum zu erschaffen. Mal ehrlich - Orks, Elfen, Katzen, High Fantasy mit Schwertern und Zauberei, das haben wir jetzt alles 38 Trillionen Mal gesehen und durch intensive Beschreibungen wird es auch nicht neuer und interessanter. Viele sehen das anders, aber ich kann nicht von allen geliebt werden.
Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht und die Geschichte kommentiert hast.
Mir ist es wesentlich lieber, wenn jemand Schwächen, Fehler und Mängel erläutert, als pauschal alles super zu finden.