Meine erste Ode. [Geschrieben von mir und geordnet von Élanon (siehe Freundesliste)^^]

Shadas

Quest-Mob
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10.10.2006
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Das Schwert des Vaters

Ein alter Schmied zu Fuß ins Heimatland,
er am Wegesrand eine Eiche fand,
so kräftig, groß und stark war sie,
trotzdem sie nur am Rande lag.
So brach ein Ast er ab,
grad einen Fuß lang knapp,
es zog ihn wieder hinaus.
Sein Ziel: Sein Heim und Haus.
Zuhause angelangt,
nahm den Ast er in die Hand.
Hinein kam seine Frau,
auch sie schaute genau
und als sie ihn auch umfasst,
sagt sie, dass er passt,
ein Schwertgriff zu sein,
dafür er sei nicht zu klein.
Der Schmied sagte:" Weib,
ich finde es ist Zeit,
mich an die Arbeit zu wagen
und ihn zur Schmiede zu tragen."

Nachts in der Schmiede angelangt dort sah der alte Meister:
Vater, Onkel und auch Bruder, seiner Ahnen Geister.
Sie rieten ihm zu laufen,
ein starkes Eisen solle er kaufen,
er möge es schnell holen
und erhitzen in den Kohlen.
So tat er den Rat der Ahnen
an einem meisterhaften Schwert zu planen.
Für seinen Sohn, der werden wollt Soldat,
wie auch er selbst es damals tat.
Und so ging er in die Kammer,
zu schwingen seinen Hammer,
ein Schwert zu schmieden, so makellos und ohne Schrammen,
gesegnet durch die heißen Flammen.
Auf das sein Träger
nie Gejagter sei doch Jäger.
Drei Jahre schmiedete der Schmied- der nun schon alt-
die Klinge mitlerweile kalt
Die Klinge fertig und in voller Pracht,
scharf und edel und voller Macht,
bereit dafür getragen zu werden,
in der Hitze der Schlacht sich rot zu färben.
Mit dem Griff aus dem Eichenholz,
verziert mit Liebe und ganzem Stolz,
wartet die Klinge auf einen Namen der sie ehrt
und aus ihr werden lässt ein fertiges Schwert.
Doch bevor Rothus, der alte Schmied der Klinge einen Namen gibt, spricht er zu seinem Sohn.
Er sagte ihm, er solle kämpfen für Recht und Ehre, nicht für Geld und Lohn.
Doch die Klinge von Namen unbedeckt,
stand in dunkler Stunde an des Vaters Sterbebett.
Der Vater hielt des Sohnes Hand, sie blickten einander an, der alte Mann von ehrlicher sorte,
sprach dem Sohn die letzten Worte:
"Sohn so werde ich dich auf ein letztes mahnen,
nun betrete ich die Reihen der Ahnen
ich habe gelebt, gekämpft und geliebt,
hab verloren, geweint und gesiegt,
hab schlachten geschlagen
und schmerzen ertragen.
So werde ich nun in den Reihen der Ahnen in den heiligen Hallen an den Tafeln speisen,
um zu erzählen meinen Vätern von meinen Abenteuern und Reisen
und um zu erzählen von dir, meinem Sohn, aus Fleisch und Blut,
der mein Schwert trägt so eisern wie sein eigener Mut.
Weine um mich nich
und denk immer daran das auch für dich
die Zeit kommt als alter Mann zu deinen Vätern in die goldenen Hallen zu gehn, mit ihnen zu speisen
und ihnen zu erzählen von deinen Schlachten und Reisen,
und wirst du erstmal ins Himmelreich gehn,
wirst du mich an der großen Tafel wiedersehn.
Bis dahin, mein Sohn, benenne die Klinge,
führe sie stolz und scharf wie deine Sinne.
Der Sohn sprach: "Vater, oh nein!
Der Name der Klinge soll dein Namne sein!
Das Schwert ist dein Vermächtnis von unendlichem Wert,
meines Vaters letztes Werk, ein Relikt von unendlicher Macht,
wie sein Schöpfer, Rothus der Wolf, gefürchtet in der Schlacht."
Seine letzten Worte weiß ich nicht; Doch die Trauer war groß.
Ein guter Mann starb- dafür gab es keinen Trost.
Die Jahre vergingen und der Sohn bewies seinen Mut,
sein Name war groß, sein Name war gut,
sein Ruf ging gen himmel zu den Alten, die von ihrem Thron,
auf ihn blickten, auf ihren mächtigen Sohn.
Der Sohn erzählte seinen Kindern vom alten Rothus- jedes Mal weinend und voller Stolz,
mit dem Schwertgriff in der Hand aus Eichenholz.
So sprach er, er würde das Schwert zerbrechen,
könnte er noch einmal mit seinem alten Vater sprechen.
 
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