Tergenna
Rare-Mob
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Ich bin gerade dabei, eine Geschichte zu schreiben, die planmäßig länger werden soll.
Es ist keine WoW-Geschichte, allerdings könnte es sein, dass ich einiges vom Spiel ausleihe.
Vielleicht mache ich sogar ein paar Bilder mit dem WoWModelviewer dazu, obwohl es eigentlich am besten ist, wenn sich der Leser selbst seine Vorstellung von den personen in der Geschichte macht. (Dazu kommt noch, dass die menschen in WoW relativ dämlich aussehen. Ich will meine figuren nicht verschandeln.)
Obsessed bedeutet 'besessen', Aber ich finde, der englische Name ist als Titel schöner. (zerreisst mich ruhig. ich mag es so lieber.)
Ich habe schon mehr von der Geschichte geschrieben, aber ich will lieber in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Teile davon posten, als alles zusammen auf einmal.
ich hoffe, es gefällt euch und ich möchte auf jeden Fall hören, wenn ich was falsch mache.
MfG, Anni
Obsessed
„Moa.“
Das Mädchen mit den schwarzen Haaren hörte nicht hin, sondern blickte einfach weiter stur geradeaus in die bunte Menschenmenge vor ihr. Die blauen Augen zuckten nicht einmal, als sie angesprochen wurde, was aber vielleicht auch an dem herrschenden lärm lag, der in diesem teil der Stadt nicht wegzudenken war.
„Moa.“
Die Frau, die sprach, war ihre Mutter. Sie sah kränklich aus, mager, mit eingefallenen Wangen und glanzlosem, grauem Haar. Es war jetzt offensichtlich, dass sie ignoriert wurde.
„Moa, warum schläfst du nicht mehr in der Herberge? Du hast dem Wirt gesagt, du schläfst bei Freunden, warum?“
Endlich zeigte das Mädchen namens Moa eine Reaktion auf die Worte der Mutter, die sich endlich klarer ausdrückte und nicht mehr nur in regelmäßigen Abständen ihren Namen sagte.
„Die Herberge kostet viel Geld, wenn ich mit dir dort schlafe, hast du keins mehr für Medizin.“
Ihr Haus war vor zwei Wochen abgebrannt, mit ihm alles was sie besaßen. Seitdem war das Verhältnis zwischen der Witwe und ihrem Kind angespannt, was es zwar schon lange war, aber jetzt langsam zu immer mehr Abweisung von Seiten Moas führte. Die ältere Frau bedauerte das und versuchte sich wieder mit ihrer Tochter anzufreunden, stieß aber auf kein offenes Ohr.
Die Mutter seufzte. Sie konnte nicht verstehen, wie sich ihr Kind so entfremdet hatte. Sie war so krank und alt, dass sie sowieso nicht mehr lange leben würde, deshalb würde sie vorher lieber mit ihr ins Reine kommen.
Moa stieß sich von der Mauer ab, an der sie gelehnt hatte. Sie gehörte zu der Wand, die sich rings um die Häuser der Reichen schloss und aus dem graubraunen Stein bestand, der im nahem Steinbruch abgebaut wurde. Die meisten der Häuser in Sermos, der bedeutendsten Stadt nördlich des Ribb, waren aus dem selben Material. Die 14-, vielleicht auch 15-jährige schaute vorwurfsvoll.
„Du versaust mir mein Geschäft, Mama.“
„Du tust doch nicht... diese Sache?“
„Nein. Ich erledige Botengänge für Leute. Wir stehen hier vor dem Eingang zum oberen Viertel. Hierher kommen die ganzen Höflinge und so weiter, die in Eile sind und ihre Nachrichten nicht selbst überbringen können.“, erklärte sie ihrer Mutter. Diese Lügengeschichte hatte sie sich ausgedacht, für den Fall, dass die Kranke einmal einen besseren Tag hatte und einen Spaziergang machte. Sie wollte auch einem Gespräch über ihre Beziehung aus dem Weg gehen. „Aber so lange sie dich bei mir stehen sehen werden sie denken, ich hätte zu tun. Außerdem bist du schwach. Du solltest deine Krankheit nicht herausfordern.“
„Du hast wohl recht.“, seufzte die Mutter. „Aber pass auf, dass keine Männer dir zu nahe kommen.“ Sie dachte, dass es wohl besser wäre, wenn sie das Problem erst einmal ruhen ließ.
„Ja, ja, schon klar.“
Als sie sich entfernt hatte und außer Sichtweite war kam Kuto, ein junger Mann mit dunkelblonden Haaren, die knapp bis zur Schulter reichten, und Augen, grau wie der Himmel bei Gewitter zu Moa.
„Endlich ist sie weg. Du musst mehr aufpassen. Hätte sie dich mit mir gesehen, hätte sie vermutlich das Schlimmste befürchtet.“
Moa nickte. „Jedes Mal, wenn sie mich allein auf der Straße sieht, denkt sie das Schlimmste wäre eingetreten.“ Sie grinste, weil ihr gerade vorschwebte, was ihre Mutter davon halten würde, wenn sie sich wirklich prostituieren würde. „Aber wenn ich mit jemandem zusammen bin, dann malt sie sich in noch schöneren Farben aus, was ich in der Nacht als Arbeit mache.“
Sie wurde wieder ernst. „Also, welches Haus nehmen wir uns heute Nacht vor? Und wer macht mit?“
Der Anführer der Diebesbande, der sie angehörte zählte die Teilnehmer an den Fingern ab.
„Foki, Ilsmer, Perr, du und ich. Für diese Aktion brauchen wir gelenkige schmale Leute, die durch Fenster passen und gut klettern können. Aber wir brauchen noch jemanden, der die Beute wegschafft. Wen denkst du sollten wir nehmen?“
Er band seine Leute gern in Entscheidungen mit ein, wobei er meistens aber sowieso schon eine Wahl getroffen hatte. Die Diebin dachte nach.
„Soweit ich weiß, besitzt Mork einen Wagen. Der ist klein, aber wenn man es richtig anfängt kann man viel drauflegen. Ich glaube, man könnte eine Plane drüberlegen, dann würde er überhaupt nicht auffallen. Das Zugtier könnte unser Gaul übernehmen, der im Stall von unserem kleinen Alchemisten sowieso nur faul rumsteht. Wobei mir einfällt, das Ilsmer nicht die Talente besitzt, die du in der Gruppe willst. Er ist zwar klein genug für ein Fenster, aber er ist eher tollpatschig denn gelenkig.“
„Die Idee mit dem Wagen ist nicht schlecht. Ich denke Mork ist gut dafür. Und was Ilsmer angeht... wir brauchen ihn um die magischen Barrieren zu sehen.“
Moa hielt kurz den Atem an. „Du willst doch nicht etwa...?“
„Doch, genau das.“, er senkte die Stimme. „Heute Abend treffen wir uns am Turm vom Magier.“
Es ist keine WoW-Geschichte, allerdings könnte es sein, dass ich einiges vom Spiel ausleihe.
Vielleicht mache ich sogar ein paar Bilder mit dem WoWModelviewer dazu, obwohl es eigentlich am besten ist, wenn sich der Leser selbst seine Vorstellung von den personen in der Geschichte macht. (Dazu kommt noch, dass die menschen in WoW relativ dämlich aussehen. Ich will meine figuren nicht verschandeln.)
Obsessed bedeutet 'besessen', Aber ich finde, der englische Name ist als Titel schöner. (zerreisst mich ruhig. ich mag es so lieber.)
Ich habe schon mehr von der Geschichte geschrieben, aber ich will lieber in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Teile davon posten, als alles zusammen auf einmal.
ich hoffe, es gefällt euch und ich möchte auf jeden Fall hören, wenn ich was falsch mache.
MfG, Anni
Obsessed
„Moa.“
Das Mädchen mit den schwarzen Haaren hörte nicht hin, sondern blickte einfach weiter stur geradeaus in die bunte Menschenmenge vor ihr. Die blauen Augen zuckten nicht einmal, als sie angesprochen wurde, was aber vielleicht auch an dem herrschenden lärm lag, der in diesem teil der Stadt nicht wegzudenken war.
„Moa.“
Die Frau, die sprach, war ihre Mutter. Sie sah kränklich aus, mager, mit eingefallenen Wangen und glanzlosem, grauem Haar. Es war jetzt offensichtlich, dass sie ignoriert wurde.
„Moa, warum schläfst du nicht mehr in der Herberge? Du hast dem Wirt gesagt, du schläfst bei Freunden, warum?“
Endlich zeigte das Mädchen namens Moa eine Reaktion auf die Worte der Mutter, die sich endlich klarer ausdrückte und nicht mehr nur in regelmäßigen Abständen ihren Namen sagte.
„Die Herberge kostet viel Geld, wenn ich mit dir dort schlafe, hast du keins mehr für Medizin.“
Ihr Haus war vor zwei Wochen abgebrannt, mit ihm alles was sie besaßen. Seitdem war das Verhältnis zwischen der Witwe und ihrem Kind angespannt, was es zwar schon lange war, aber jetzt langsam zu immer mehr Abweisung von Seiten Moas führte. Die ältere Frau bedauerte das und versuchte sich wieder mit ihrer Tochter anzufreunden, stieß aber auf kein offenes Ohr.
Die Mutter seufzte. Sie konnte nicht verstehen, wie sich ihr Kind so entfremdet hatte. Sie war so krank und alt, dass sie sowieso nicht mehr lange leben würde, deshalb würde sie vorher lieber mit ihr ins Reine kommen.
Moa stieß sich von der Mauer ab, an der sie gelehnt hatte. Sie gehörte zu der Wand, die sich rings um die Häuser der Reichen schloss und aus dem graubraunen Stein bestand, der im nahem Steinbruch abgebaut wurde. Die meisten der Häuser in Sermos, der bedeutendsten Stadt nördlich des Ribb, waren aus dem selben Material. Die 14-, vielleicht auch 15-jährige schaute vorwurfsvoll.
„Du versaust mir mein Geschäft, Mama.“
„Du tust doch nicht... diese Sache?“
„Nein. Ich erledige Botengänge für Leute. Wir stehen hier vor dem Eingang zum oberen Viertel. Hierher kommen die ganzen Höflinge und so weiter, die in Eile sind und ihre Nachrichten nicht selbst überbringen können.“, erklärte sie ihrer Mutter. Diese Lügengeschichte hatte sie sich ausgedacht, für den Fall, dass die Kranke einmal einen besseren Tag hatte und einen Spaziergang machte. Sie wollte auch einem Gespräch über ihre Beziehung aus dem Weg gehen. „Aber so lange sie dich bei mir stehen sehen werden sie denken, ich hätte zu tun. Außerdem bist du schwach. Du solltest deine Krankheit nicht herausfordern.“
„Du hast wohl recht.“, seufzte die Mutter. „Aber pass auf, dass keine Männer dir zu nahe kommen.“ Sie dachte, dass es wohl besser wäre, wenn sie das Problem erst einmal ruhen ließ.
„Ja, ja, schon klar.“
Als sie sich entfernt hatte und außer Sichtweite war kam Kuto, ein junger Mann mit dunkelblonden Haaren, die knapp bis zur Schulter reichten, und Augen, grau wie der Himmel bei Gewitter zu Moa.
„Endlich ist sie weg. Du musst mehr aufpassen. Hätte sie dich mit mir gesehen, hätte sie vermutlich das Schlimmste befürchtet.“
Moa nickte. „Jedes Mal, wenn sie mich allein auf der Straße sieht, denkt sie das Schlimmste wäre eingetreten.“ Sie grinste, weil ihr gerade vorschwebte, was ihre Mutter davon halten würde, wenn sie sich wirklich prostituieren würde. „Aber wenn ich mit jemandem zusammen bin, dann malt sie sich in noch schöneren Farben aus, was ich in der Nacht als Arbeit mache.“
Sie wurde wieder ernst. „Also, welches Haus nehmen wir uns heute Nacht vor? Und wer macht mit?“
Der Anführer der Diebesbande, der sie angehörte zählte die Teilnehmer an den Fingern ab.
„Foki, Ilsmer, Perr, du und ich. Für diese Aktion brauchen wir gelenkige schmale Leute, die durch Fenster passen und gut klettern können. Aber wir brauchen noch jemanden, der die Beute wegschafft. Wen denkst du sollten wir nehmen?“
Er band seine Leute gern in Entscheidungen mit ein, wobei er meistens aber sowieso schon eine Wahl getroffen hatte. Die Diebin dachte nach.
„Soweit ich weiß, besitzt Mork einen Wagen. Der ist klein, aber wenn man es richtig anfängt kann man viel drauflegen. Ich glaube, man könnte eine Plane drüberlegen, dann würde er überhaupt nicht auffallen. Das Zugtier könnte unser Gaul übernehmen, der im Stall von unserem kleinen Alchemisten sowieso nur faul rumsteht. Wobei mir einfällt, das Ilsmer nicht die Talente besitzt, die du in der Gruppe willst. Er ist zwar klein genug für ein Fenster, aber er ist eher tollpatschig denn gelenkig.“
„Die Idee mit dem Wagen ist nicht schlecht. Ich denke Mork ist gut dafür. Und was Ilsmer angeht... wir brauchen ihn um die magischen Barrieren zu sehen.“
Moa hielt kurz den Atem an. „Du willst doch nicht etwa...?“
„Doch, genau das.“, er senkte die Stimme. „Heute Abend treffen wir uns am Turm vom Magier.“
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