RP-Story zu BlutRausch

spacetheace

Quest-Mob
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Eine Blutlinie


Es ist eine regnerische, ja gar stürmische Nacht. Doch heute ist etwas anders. Es liegt etwas in der Luft, das diese Nacht zu einer der Nächte machen sollte, welche in die Geschichtsbücher der Welt eingehen sollte.

Inmitten des Sturms stand einsam auf einem Feld ein kleines, jedoch hübsch gebautes Bauernhaus. Vom Sturm gebeutelt flogen Teile des Daches durch die Luft. Blitze schlugen immer wieder in nahegelegene Bäume ein, und das Feld wurde dermaßen aufgeweicht das nicht ein Schritt mehr möglich war ohne zu versinken.
Doch trotzdem brannte in dem Haus ein kleines, durch eine Kerze geworfenes Licht. Kaum erkennbar und doch trotzdem vorhanden, flackert in diesem Licht ein Kopf auf. Ein einsamer Bauer sitzt in diesem Haus und zerbricht sich seinen Kopf wie er die Ernte retten soll und lässt dabei den Blick über seinen in der Ecke schlafenden Sohn schweifen. Er verzweifelt. Sein Feld ist zerstört seine Nahrung und seine Ressourcen um seinen Tribut zu bezahlen einfach im Wasser des Schicksals weggerissen. Nicht einmal den Mond konnte er heute sehen, welcher ihm doch in so einsamen Nächten immer wieder Hoffnung gab. Er wusste, dass dies ungewöhnlich war, doch es war ihm egal. Er hatte sich noch nie dafür interessiert was andere Leute von ihm dachten oder denken werden. Und geredet wurde viel über ihn, da er sich von der Zivilisation verborgen auf seinem Feld aufhielt.
Er schaute also aus dem Fenster um vielleicht doch noch den Mond erblicken zu können. Dabei verflossen seine Gedanken in der Vergangenheit. Eine Vergangenheit voller Ruhm und Stolz hervorgerufen durch den Blutzoll anderer. Viele mussten sterben in seinen Erinnerungen, doch nicht wie üblich packte ihn die Trauer oder die Reue, sondern ein Lächeln zeichnete sich auf seinen Lippen ab. Es war ein tiefes, zufriedenes Lächeln, welches Menschen zeigen, die an schöne Momente in ihrer Vergangenheit denken.
"Schön mag die Vergangenheit gewesen sein“: dachte er sich seufzend umdrehend. Doch die Gegenwart sah alles andere als gut für ihn aus. Seine Erträge vernichtet, der Ruhm seiner Vorfahren vergangen. Eigentlich hielte ihn Nichts am Leben, wäre dort nicht dieses Gefühl, welches ihm immer wieder sagte er habe noch eine Aufgabe zu erfüllen, eine Aufgabe von deletärer Wichtigkeit für die spätere Welt.
Sein Vaters erzählte ihm eine Geschichte. Eine Geschichte von mächtigen Kriegern, blutrünstigen Räubern und hinterlistigen Magiern. Alle zusammengeschlossen in einem Bund. Er hielt diese Geschichte immer für ein Ammenmärchen, eine Geschichte die vor Lagerfeuern erzählt wurde.
Diese Illusion verlor er als ihm sein Vater an seinem Sterbebett ein Schwert aushändigte. Er konnte es kaum tragen so schwer war es. Der Griff war verziert mit roten Kristallen, die den Abgrund der Hölle selbst wiederspiegelten. Runenzeichen schmückten die Klinge. Der Bauer vermochte nie sie zu lesen. Das einige was er an diesem Schwerte lesen konnte, waren zwei wie Feuer brennende Buchstaben am Übergang von Klinge zu Griff. Es waren die Buchstaben "B" und "R"
Dieses Schwert befindet sich noch immer in seinem Besitz, er wusste nie wieso er es nicht verkauft hat, doch jedesmal wenn er kurz davor war und das Geld knapp wurde, hat ihn irgendwas davon abgehalten.
Er ging also zu einer Ecke in seinem Haus die im Verborgenen lag. Tief hinten in einem schwarzen Schrank stand es, noch immer glühend und Macht ausstrahlend wie vor tausend Jahren als es unter der heißen Ceriu-Wüste geschmiedet wurde. Er sah es einige Zeit lang an und merkte kaum dass seine Hand immer näher an die Klinge heranging. Im nächsten Moment passierten einige Dinge auf einmal. Als er es berührte erleuchtete ein ungewöhnlich greller Blitz die nächtliche Atmosphäre. Der Blitz ließ ihn aus seiner Trance erwachen und er schlug die Tür des Schranks zu. Und kehrte ihm den Rücken zu. Der einige Sekunden später erschienen Donner ließ die Erde erzittern. So stark, dass sogar aus der hinteren Ecke des Hauses nun ein kleines Knäuel aus Kuhfellen sich zu bewegen begann. Aus diesem Knäuel wimmerte ein leises: "Vater? Vater? Bist du da?". Des Bauern Sohns wurde wach, und reckte nun seinen kleinen Kopf durch den dicken Mantel aus Fellen seinem Vater entgegen. "Aber ja mein Sohn, hab keine Angst" :erwiderte der Vater "was ist passiert?"
"Ich habe schlecht geschlafen und dieser Donner weckte mich": sagte der Kleine. Die Stirn runzelnd betrachtete der Vater seinen Sprössling und fragte: "Einen bösen Traum ja? Was war denn so schlimm?" "Ich träumte von Männern in dunklen Rüstungen, die mordend und fürchterlich durch die Lande streiften. Alles auf ihrem Weg wurde zerstört oder getötet. Es war schrecklich. Doch das schlimmste war, das immer wieder zwei Buchstaben aufflammten. Sie brannten sich in mein Gedächtnis". Bei diesen Worten erschrak der Vater und fragte mit zittriger Stimme nach diesen Buchstaben und der Sohn antwortete "Es war ein brennendes B und ein brennendes R".
Nun verstand der Vater, was ihm sein Vater vor ach so vielen Jahren auftrug. Er sollte die Geschichte weiter erzählen und seinen Nachkommen von eben jenen Kriegern berichten. Und nun war die Zeit gekommen, dass auch sein Sohn von den alten Kriegern erfuhr. "Mein Sohn ich werde dir nun eine Geschichte erzählen. präge sie dir gut ein und erinnere dich an sie".

Ab diesem Moment sollte in dem Leben des Knaben nichts so sein wie früher. Die Worte, die er nun vernahm veränderten sein Leben denn es waren Worte des Bösen und der Furcht die sich in seine Seele brannten und ihn niemals verlassen sollten.



Vor langer Zeit im Zeitalter des Sturmes, gab es eine Stadt die mächtiger und prunkvoller als alle anderen war. Diese Stadt hieß Horizon.
Nur in Horizon gab es sichere Bedingungen für die Bürger, die häufig wegen des anhaltenden Krieges dorthin geflüchtet waren. Es gab einen Marktplatz wo ein Jedermann zeigen konnte was er besaß und es zum Verkauf anbieten. Niemand musste Hunger leiden, von Allem gab es reichlich.
Die Gebäude, reich verziert mit Gold und sogar Edelsteinen, ragte majestätisch empor und ließen die Stadt in einem Glanz erscheinen, welcher nur durch der Sonne Antlitz übertrumpft werden konnte. Die Menschen redeten von der "glorreichen Stadt im Süd-Osten", die Stadt welche schon so manchen Helden emporbrachte.
In dieser Stadt gab es eine Gruppe von Freunden, acht an der Zahl. Sie unternahmen alles miteinander. Sie rauften sich und vertrugen sich wieder, Sie lachten und weinten zusammen. Wenn es einem der acht schlecht ging, so half der Rest. Nichts und niemand konnte sie trennen. So war es auch nicht verwunderlich, dass als diese acht Kameraden älter wurden sie sich für die Kunst des Krieges zu interessieren begannen. Es war damals normal, dass man als Jugendlicher lernte das Schwert zu führen oder die Kunst der Magie erlernte. So zogen sie nun zusammen los, und erkundeten stehst gemeinsam die Weiten des Landes immer darauf bedacht stärker zu werden, stärker als alle anderen. Und es gelang ihnen. Niemand, der sich mit ihnen duellierte gewann jemals auch nur einen Kampf. Das Besondere war das die Kameraden nicht nur in der Gruppe stark waren, sie hatten auch jeder für sich Kräfte entwickelt. Es waren besondere Kräfte, welche nur wenige Menschen dieser Welt besaßen. So gelang es zweien von ihnen eine besondere Beziehungen zu Lebewesen aufzubauen und diese zu leiten und zu befehligen, sie im Kampfe zu unterstützen. Weitere zwei besaßen die Fähigkeit die Kräfte der Natur für ihre Zwecke zu kontrollieren und somit in die Schlacht zu ziehen. Weiterhin gelang es einem aus ihren Reihen Eins mit Pfeil und Bogen zu werden. Es gab kein Ziel was er nicht getroffen hätte und nichts was er nicht spürte oder sah. Wieder ein anderer besaß die Fähigkeit auf wundersame Weise die Wunden und Verletzungen seiner Gefährten und seiner Selbst zu heilen und wieder jemand anders schwang zwei furchteinflößende Äxte wie einen Wirbelsturm, alles hinter sich zerstörend. Alle diese Fertigkeiten fanden sich zusammen in der Einheit dieser mutigen Streiter. Doch anders, anders als der Rest der Menschen aus Horizon, entwickelte sich ihr Gedankengut nicht dem Frieden entgegen. Im Gegenteil. Alsbald kamen den Freunden Gedanken ihre Fertigkeiten einzusetzen, um zu morden und den Menschen Leid zuzufügen. Niemand war vor ihnen sicher. Sie waren bald gefürchtet und gehasst von all Jenen denen sie begegnet waren. Keine Farm wurde heil gelassen, kein Mensch wurde auf ihren Raubzügen verschont und nichts und niemand wagte es den Namen dieser Männer nur auszusprechen, vor Angst sie würden es hören und kommen.
Und jedesmal wenn in der Geschichte Menschen Macht erlangen, wollen sie diese Macht unter einem Namen bannen und vereinen. Somit kamen die "schwarzen Acht" zusammen in den dunklen Verliesen des Kristalltals und schlossen einen Bund. Einen Bund der fortan die Taten dieser Männer unter einer Flagge einen sollte. Und sahen die Menschen zu dieser Zeit jenes Banner, gefror ihnen das Blut in den Adern und der Geist der Hoffnung wich ihnen aus ihren Körpern, die Hoffnung auf Überleben wurde ausgelöscht. Diese Vereinigung fand schnell den Anklang Anderer. Es gab viele die sich in der Macht der Acht ergötzen wollten. So wuchs die Gemeinschaft unaufhaltsam. Immer mehr Menschen wurden ins Böse gezogen und verschrieben sich ihrer blutigen Taten. Allerdings konnten diese "Mitstreiter" niemals eine derartige Macht entwickeln wie es die Acht taten, somit wurde diese Macht niemals erreicht.

Doch es gab auch Wiedersacher der Vereinigung. Es wurde sich zusammengerottet und organisiert. Kriege wurden geführt.
Eines der wichtigsten Daten dieser Kriege war der 7. des Jahres Amnuim. Es war eine Schlacht epischen Ausmaßes. Alte Schriften überliefern folgende Zeilen:

"...dort war es nun das gefürchtete Duell. Das Duell zwischen Gut und Böse, Himmel und Hölle, Leben und Tod. Die Streiter des Lichts standen dort mit ihren prunkvollen goldenen Rüstungen, bereit für den Frieden zu sterben. Es hallten immer wieder Schlachtrufen voller Mut und Hoffnung über das Schlachtfeld. Arme Irre dachte ich mir später. Diese fehlgelenkten Geister wussten nicht auf was sie sich einließen. Woher auch? Sie hatten eine riesige Armee hinter sich. Starke Krieger und mächtige Zauberer. Es bestand kein Grund zur Furcht. Das dachten sie jedenfalls. Erpicht darauf für die Freiheit zu kämpfen kam ihnen niemals in den Sinn sie seien dem Tode geweiht.
Dort standen sie nun, und lachten als plötzlich ein donnerndes Horn ertönte, welches einem durch Marg und Bein fuhr. Unsere fröhliche Stimmung fand ein jähes Ende in der Gewissheit, dass nun eine Schlacht bevor stehen sollte. Nach dem Horn hallte nur die Stille in unseren Ohren. Es dauerte einige Zeit, bis diese Stille von dem Flüstern des Windes unterbrochen wurde. Es war niemand hier. Kein Mensch stand uns entgegen und ich ließ meinen Blick schweifen. Über die fragenden Gesichter meiner Kameraden. Über das leere Feld vor uns. Über die miteinander redenden Feldherren. Niemand wusste was los war. Alle waren verwirrt. Mein Nebenmann fragte mich grade lachend, ob wir ihnen nicht so eine Angst eingejagt haben das sie geflohen sind. Ich lachte mit. Doch nicht lange...
Kurz nachdem er geendet hatte durchbohrte ein Pfeil sein Auge und er fiel tot zu Boden. Schockiert drehten sich einige meiner Mitstreiter zu ihm um und bemerkten nicht, wie immer mehr von uns zusammensackten und leblos auf dem Boden liegen blieben. Es waren schwarze Pfeile die sie töteten. Doch niemand konnte die sich die Herkunft dieser Pfeile erklären. Panik machte sich breit. Plötzlich hörte ich eine Stimme in meinem Kopf welche sich schmerzhaft einbrannte und an den Reaktionen meiner Kameraden konnte ich sehen dass es ihnen nicht anders erging. Die Stimme warnte uns. Sie sagte immer wieder wir sollen uns zurückziehen oder wir würden sterben.
Natürlich achtete niemand darauf und es wurden Beleidigungen dem Winde entgegengerufen. Immer wieder mahnte uns die Stimme und wir verspotteten sie. Ein Fehler wie ich heute weiß. Von einer Sekunde auf die andere wurde es schwarz um uns. Ob es ein dichter Nebel war oder meine Augen mir einen Streich spielten weis ich bis heute nicht. Wie dem auch sei. In der nächsten Sekunde verflog die Täuschung wieder und zu unserem Entsetzen waren wir umzingelt. Umzingelt von insgesamt acht Bataillonen. Jede von ihnen unter der Führung einer der "Dunklen". Es dauerte nur wenige Augenblicke bis sie angriffen. Es war ein Massaker. Vornean rannten die "Acht" und niemand wagte es sich ihnen in den Weg zu stellen. Nicht einmal unser Feldherr. Wir alle hatten Angst etwas Schlimmeres als den Tod zu erfahren. So rannten sie nun durch unsere Reihen und töteten jeden von uns. Niemand überlebte. Dabei waren wir in der deutlichen Überzahl. Allerdings waren sie mächtiger als wir und waren des Krieges geübt. So dauerte es nur einige Augenblicke bis unser gesamtes Heer niedergestreckt zu Grunde lag.
Doch nun passierte etwas was ich niemals vergessen werde. Als alles um mich herum tot war und ich mir dessen ebenfalls bewusst war, standen sie vor mir, die "Acht".
Sie verschonten mich, allerdings nur um der Welt zu erzählen was an jenem Tage vorgefallen war. Jeder Mensch im Land sollte wissen, dass niemand sie aufhalten könne.
Und ich tat wie mir geheißen wurde..." (Auszug aus: Im Antlitz der Hölle von Marcuis Panore "Legionär", geschrieben zur Zeit seiner Heilung nach schwerem psychischen Schäden)

Dies war nur ein Bespiel für die Macht die sie inne hatten. Schlachten gab es viele, und keine konnte sie niederstrecken. Nur einmal. so lehren uns die Geschichten soll es einen Kampf gegeben haben, welcher sie fast erledigte. Auch hierzu fand man in den Archiven eine Quelle:

"...hier standen wir also. Schweiß gebadet und noch immer vor Furcht zitternd angesichts dessen, was wir gerade eben gesehen haben. Es waren Anblicke die wir niemals vergessen werden, selbst im Tode nicht. Ich wusste, dass schwarze Magie grausam sein kann, aber ich habe niemals etwas so teuflisches gesehen, wie diese Schlacht. Nach und nach wich allerdings unser Schock und unsere Apartheit dem Wissen gesiegt zu haben. Ja wohl wir hatten es geschafft, das Licht hat gesiegt. Alle Höllenkreaturen lagen vor uns im Dreck...tot...ihre Seelen dorthin zurückgeschickt woher sie einst kamen. Alle Söldner, aller Untoten, alle Monster waren erledigt und wir standen immer noch. Jawohl dies war ein glorreicher Tag. Das Böse gebannt und versiegelt, die "Acht" zerschlagen. Wir, ja Wir haben den Frieden wieder hergestellt..."
(Auszug aus einem Tagebuch, gefunden vor den Ruinen des trockenen Mondlichtes)

Zeitgleich schrieb ein Magier, welcher durch die Augen eines Vogels die Schlacht verfolgte folgende Zeilen:

"...tiefe Freude erfüllte mich als ich dies sah, sie waren besiegt, das Böse zerschlagen. Es würde wieder Frieden einkehren. Voller Glück wollte ich losrennen, losrennen und jedem diese frohe Kunde mitteilen. Alle sollten wissen, dass nun das Zeitalter des Schreckens nun endlich ein Ende hatte..."

(es fehlen einige Zeilen)

"...sie standen da...sie waren noch am Leben, wie kann dies möglich sein? Ich habe gesehen, wie sie verloren und wie sie geschlagen worden sind. Ja ich sah ihren Tod mit eigenen Augen. Und nun waren sie wieder da und standen alleine auf dem Schlachtfeld, ohne eine Armee hinter sich. Nur sie selbst, jedoch standen sie immer noch einer Tausend-Mann starken Armee gegenüber. Ich hatte Hoffnung, dass diese tapferen Recken den "Acht" immer noch das Leben nehmen könnten. Düstere Spannung lag in der Luft...niemand rührte sich.
Allerdings konnte ich mit den Augen dieses Adlers weit sehen und ich sah, wie der erste der "Acht" an seinen Rücken fasste und zwei Äxte hervorholte. Diese Äxte waren gewaltiger als alles was ich je in meinem Leben sah, sie strahlten etwas Böses aus. Auch die anderen Sieben zogen ihre Waffen und beschworen fürchterliche Kreaturen. Zauber wurden gesprochen und es wurde sich scheinbar vorbereitet. Bald standen sie in einem Meer aus schwarzem Dampf. Diese Narren, sie mögen so mächtig sein wie sie wollen, doch tausenden Männer haben sie nichts entgegen zu setzen. Doch was ist das? Keine Furcht zeichnete sich auf ihren Gesichtern ab, mehr Freude und Zufriedenheit. Es begann. Sie wagten es wirklich. Sie griffen an. Es war schon fast ein lustiges Bild wie diese Handvoll Männer auf diese Armee zustürmte. Dies ist wahrlich der Untergang des Bösen, sie haben keine Chance. Sie waren wahnsinnig geworden. Anstatt vor Furcht zu schlottern rannten sie Laut lachend auf die Lichtritter zu..."

(Auszug aus: "Das Böse in meinen Augen" von Virius Mori ,Gelehrter der Stadt Laksy.)
(Später wurde diese Schlacht das Massaker der Tausend genannt, denn die damals angerückte Lichtarmee wurde niemals wieder gefunden, nur ihre Ausrüstung war noch vor Ort)

Man sieht, es wurde viel unternommen sie aufzuhalten. Tausende ließen ihr Leben um den Frieden wieder herzustellen, Vergebens. Die Raubzüge gingen weiter, der Schrecken und die Furcht nahmen kein Ende. Es vergingen Jahre des Mordens und der Brandschatzung. Die Menschen lebten zu dieser Zeit ohne Hoffnung oder Aussicht auf bessere Zeiten, zu absolut war die Herrschaft der "Acht".
Viele Schlachten wurden noch geschlagen und viele Intrigen geplant, jedoch erfolglos.
Es schien, als ob wirklich nichts und niemand diese Zeiten bessern sollten. Ja sogar der Tod selbst fürchtete sich vor ihnen, welches ihnen ein vermeidlich endloses Leben schenken sollte. Mütter weinten bei der Geburt ihrer Kinder, nicht aus Schmerzen sondern aus Mitleid ihr Kind in so eine Welt geboren zu haben.

Doch wie oft ist etwas von außen her unbesiegbar und verletzlich von innen?
Und so sollte es geschehen. Nach Jahrzehnten des Todes und der Verzweiflung, wollte einer der "Acht" mehr, mehr Macht als alle seiner Kameraden. Er sah wie die Macht seiner Freunde immer größer wurde, während er sich mehr und mehr mit sinnlosen Festgelagen und Liebeslust beschäftigte. Er fühlte wie seine Macht schwand. Doch er wollte das Absolute. Und der einzige Weg dies zu erreichen war, den Bund zu brechen. Den Bund, welcher Jahre lang nicht nur die Welt in Angst und Schrecken hüllte, sondern auch der Bund der Jahre lang die tiefe Freundschaft jener "Dämonen" symbolisierte.
So geschar es nun, der Verrat sollte perfekt gemacht werden. Er sollte geschehen wenn sie am verwunbarsten wären.
Dieser Zeitpunkt kam und Bedeutete das Ende des Bundes der "Acht".

Es war im Jahre Deanon, dem 12. des Jahres, als die "Acht" Pläne schmiedeten wie sie die stärker werdenden Truppen des Lichtes im Norden und Osten zerschlagen sollten. Es wurde lange Zeit gerätselt, welche die beste Strategie sei, und man kam zu dem Punkt, dass es sicherer wäre wenn sich ein jeder der "Acht", mit seiner Bataillon, jeweils zu einem der sieben Unruheherde des Gegners aufmachen würde.
Dies war die Gelegenheit für den Verräter, eine Chance die so niemals wieder kommen würde und es begann mit der Lüge, er fühle sich nicht wohl und würde deshalb die Position des Verteidigers innehaben wollen. Da es ohnehin nur Probleme an sieben Fronten gab war diese Strategie beschlossene Sache. Sieben der Acht ritten bereits im Morgengrauen davon und ließen den Verräter zurück. Nichts ahnend. Sie verschwendeten keinen Gedanken daran getäuscht worden zu sein, warum auch? Sie kannten ihn ihr Leben lang, alles standen sie zusammen durch. Seit Kindesbeinen an waren sie unzertrennbar, dem entsprechend war das Vertrauen unerschütterlich.

Der Verräter wusste, dass es nun an der Zeit war seinen Plan zu vollenden. Doch vorher sollte er noch ein letzes Mal gen Himmel schauen. Er versank in Gedanken, Gedanken an alte Tage, in denen es keinen Krieg gab. Nur die acht Freunde und ihr unbeschwertes Leben. Und es rollten Tränen über sein Gesicht.
Der Mond schien hell in jener Nacht, heller als gewöhnlich, und seine Tränen brachen das Licht des Mondes.
Er wusste es war Zeit, Zeit zu handeln. So stieg er nun in die Katakomben der Palmir Festung, der Residenz der "Acht", zu dessen Schutz er auserkoren war.
Jeder seiner Schritte viel ihm schwer, denn er wusste, dass das was er tun würde die Grundfeste der Welt erzittern lassen sollte. Doch er hielt es führ das Richtige, geblendet von der Macht und alten Erinnerungen.
Tief unten, in den Katakomben, stand er vor seinem Ziel, einem Becken aus tiefroter Flüssigkeit, Blut. Es war das Blut der "Acht", und eine unheimliche Kraft ging davon aus. Der Verräter wusste um die Macht des Blutes und er wusste sollte es vernichtet werden, würde auch das vernichtet werden, wozu es erschaffen würde. Den Bund der "Acht".
Leise kamen Worte uralter Sprache über seine Lippen. Worte voller dunkler Magie. Über sein von Schatten getrübtes Gesicht ronnen weitere Tränen, während das Blut begann zu kochen. Es brodelte und floss über den Rand des Beckens.

Zur selben Zeit, standen seine alten Kameraden inmitten einer Schlacht, jeder focht seine eigene. Zum ersten Mal in der Geschichte der "Acht" standen sie alle auf verschiedenen Schlachtfeldern. Und sie kämpften wie sie es immer taten, blutrünstig und furchtlos. Niemand wurde verschont. Die Macht jener Kämpfer schien wie zu jeder Zeit unantastbar zu sein. Und die Schlacht war so gut wie gewonnen, an jeder Front.

Mit jedem Tropfen Blut das aus dem Becken vergossen wurde, wurde der Verräter sich seiner Tat mehr und mehr bewusst. Er konnte nicht fassen was er getan hatte und die Kraft verließ ihn. Er sackte zusammen und ihm wurde bewusst, dass durch diesen Eingriff in die Bande der "Acht" deren Kräfte auf ein Minimum reduziert werden sollten. Er spürte es, er spürte wie ihn das Leben verließ. Er hatte den Willen zum Leben verloren. Er empfand nicht anderes als Scham und Reue für seine Tat, er begriff geblendet worden zu sein und wollte es rückgängig machen doch es war zu spät.
Als er seine Schwarze Seele langsam aus seinem Körper entweichen sah waren seine letzten Worte, voller Trauer angesichts seiner Tat. Er flüsterte nur noch seinen letzten Worte "Meine Freunde es tut mir Leid, bitte überlebt", und er sank tot zu Boden.

Der Krieger mit den Äxten stand auf dem Schlachtfeld und hörte eine Stimme in seinem Kopf, es war eine Entschuldigung. Jemand bittet um Verzeihung. Er spürte, tief in seiner Seele etwas zerbrechen, einen tiefen Schmerz, welcher so stark war das er nicht mehr die Kraft besaß weiter zu kämpfen. Um ihn herum tobte der Kampf weiter, doch er realisierte es nicht mehr, er hörte aus weiter Ferne Todesschreie gefallener Soldaten. Er konnte nicht erkennen ob es seine Männer waren oder die feindlichen.
Sein Wille war gebrochen, er war zu nichts mehr fähig. Ihn verließen die Kräfte, er wurde sogar zu schwach seine Äxte aufrecht zu erhalten. Sie fielen mit einem Donner zu Boden, welcher die Erde erschüttern ließ. Er wusste er würde sterben, sollte er nun nicht handeln. Und so sammelte er seine letzten Kräfte und war in Rauch aufgelöst. Einfach verschwunden und ins Exil getrieben. Seine Männer ihren Schicksal überlassend war er verschwunden. So wie seine Kameraden. Jeder spürte, dass es vorbei war und es geschah bei jedem auf dieselbe Weise. Sie sammelten ihre Kräfte und verschwanden.


So ging ein Zeitalter zu seinem Ende. Die "Acht" waren gebrochen und verstreut, jedoch nicht tot.....



3. Kapitel
Wiedergeburt


Leises Fußgetrappel erklang von der Treppe, hastende Schritte waren zu hören. Die Person schien eilig in den Palast von Horizon zu wollen.
Es war ein gigantisches Gebäude, welches jedoch trotz seiner Größe nicht an Anmut verlor. Es stand im Zentrum der Stadt und von dem Vogelauge, so nannte man den höchsten Turm in dessen Mauern, war man in der Lage, sogar bis in die fernen Schattenlande der Asura zu blicken.
Ein riesiger Torbogen bildete den Eingang ins Innere des Palastes, und er war reich verziert mit allerhand Edelsteinen, welche sich wie eine Schlange an dem Bogen emporwanden. Das Imposanteste an diesem Gebilde war jedoch ein gewaltiger Rubin direkt an der Spitze des Eingangs. Über diesen Rubin ließen sich einige Geschichten erzählen. Die Wichtigste ist jedoch eine Legende, welche besagt, dass der Rubin, von den Göttern selbst, in die Hände der Bürger von Horizon gegeben wurde. Dadurch haben sie, so sagt man, immer das Glück und die Macht auf ihrer Seite gehabt, wodurch sie ihre Stadt erst zu solch einer prunkvollen Metropole entwickeln konnten.
In jenem Palast vernahm man also dies hastige Geräusch die Treppen empor eilen. Es war ein älterer Mann, auf seinem Weg zum "Rat der Drei".
Der Rat tagte zusammen im Verwaltungsteil des Gebäudes und setzte sich zusammen aus den drei mächtigsten Männern aus den drei Bündnissen des Landes. Es waren allesamt Feldherren, welche bei den Schlachten vor acht Jahren auf dem Feld standen, und Seite an Seite mit ihren Kameraden in die Schlacht gezogen waren. Sie waren dabei als vor acht Jahren der Frieden wieder gefunden wurde und die damals schrecklichste Zeit des Landes ein Ende fand.
So saßen sie nun, in einer Art Halbkreis mit einem schweren Steintisch aus schwarzem Marmor, und vernahmen Tag für Tag die Beschwerden der Bürger und entschieden mit richterlicher Hand über Recht und Unrecht. Auch die Kriegsstrategie unterlag ihrer Obhut. Doch zur Zeit gab es keinen Krieg, zu sehr schätzten die Menschen den Frieden den sie nun besaßen, als dass sie darüber nach dachten, auch ihr Wort gegen die Regierung zu erheben. Alles war ruhig, bis auf einzelne kleine Aufstände im Norden, welche allerdings jedesmal leicht wieder zu zerschlagen waren.
Als der alte Mann gerade in die Halle des Rates eintreten wollte, wurde er von einer Wache aufgehalten, welche ihm sagt, er solle warten, der Rat sei beschäftigt. Der Mann verfiel in Panik und wollte rein stürmen, wurde jedoch erneut von dem, körperlich deutlich überlegenen, Wachmann aufgehalten. Er schrie immer und immer wieder, dass er hinein müsse, und das es dringend sei. Doch der Wachmann rührte sich nicht und versperrte weiterhin den Weg.
Während draußen verzweifelt der Alte versuchte, nach innen zu gelangen, saßen die Triumviratsmitglieder gelangweilt auf ihren Plätzen und hörten den Worten eines Bürgers zu, welcher einen Richtspruch brauchte, in einem Streitfall mit seinem Bruder. Es war etwas alltägliches, seit die Kriege eingestellt wurden. Sie gaben dem Bürger also eine Entscheidung, mit der beide Parteien zufrieden waren.
Sich bedankend verließ der Einwohner den Saal, und endlich ließ der Wachmann den alten Mann gewähren. Wieder voller Eile stürmte er in die Halle, bis er völlig außer Atem vor dem Rat zum stehen kam. "Und was sind deine Belangen mein Freund? Mit wem hast du Streit?" fragte das Ratsmitglied in der Mitte. Natürlich ging er davon aus, dass es wieder um eine simple Streiterei zweier Rivalen handeln würde.
Diese Frage stellte er ein weiteres Mal, diesmal etwas aggressiver, da er beim ersten Mal keine Antwort erhielt. Doch wieder antwortete der Alte nicht.
Das Ratsmitglied stand auf um ihn persönlich gewaltsam für seine Respektlosigkeit aus der Halle zu entfernen, als just in diesem Moment der Mann in Tränen ausbrach und zusammen brach. Schockiert standen alle Drei auf und eilten zu dem Manne, er war bewusstlos, doch in seiner Hand hielt er einen roten Brief.
Sie öffneten den Brief. Es war eine Eilmeldung von der Nordfront.



"Sehr geehrtes Triumvirat von Horizon

Dunkel ist die Stunde in der Ich diesen Brief verfasse.
Wir befinden uns nun seid genau 2 Monaten und 3 Tagen an der Nördlichsten der Fronten. Unsere Männer sind motiviert und kampfesstark. Jeglicher Banditenaufstand zerbrach an unseres Schildern.

Vorgestern jedoch, als ein weiteres Aufstand anfing zu brodeln und wir uns des Kampfes bereit machten, ereilte uns plötzlich alle ein Gefühl tiefster Trauer und wir zweifelten an unserem Sieg. Dieses Gefühl wich nach einigen Sekunden wieder der Normalität, jedoch waren wir verwundert.
(Wie dem auch sei. Wir rückten also bis zum Schlachtfeld vor.) Unsere Gedanken und Gefühle ignorierend, rückten wir zum Schlachtfeld aus. Dort sahen wir wieder einmal, dass unsere Feinde keinster Weise mit der Organisation oder Disziplin unserer Armee gleichziehen konnten, wir sollten wieder einmal siegen.
Doch genau hier liegt der Anlass des Briefes, den sie in diesem Moment lesen. Dort auf diesem Schlachtfeld standen keine Banditen, es waren Monster. Wir erschlugen sie und sie erhoben sich erneut und kämpften weiter. Sie schienen unsterblich. Während des ganzen Kampfes schloss sich ein dunkler Griff um meine Seele, welcher wie vorher schon meine Gedanken in Trauer sinken ließ. Meinen Männern erging es nicht anders.
Wir wurden in die Flucht getrieben, von einfachen Banditen. Desweiteren scheinen unsere Körper zu altern, seid dem wir von den Waffen unserer Feinde getroffen wurden. Wir alle sind sehr schwach, nur ein Schatten unser Selbst.
Ein Teil der Nordfront ist gefallen.
Es ist kein Kampf mehr gegen Banditen, es ist Schwarze Magie.
Meine Herren ich möchte nicht der Panik nachgeben, jedoch wissen Sie so gut wie Ich, was es bedeutet, gegen solche Mächte in den Krieg zu ziehen.
Jedoch das Wichtigste ist, dass Sie genau wissen, zu welcher Zeit wir gegen solche Mächte in den Krieg ziehen mussten.

Hiermit also die Bitte meinerseits,
schickt uns Verstärkung, dringend. Denn sollte die alten Zeiten wieder kommen brauchen wir hier Männer..."

(Der Brief von Tonio Dero. Heerführer der Nordfront, an das Triumvirat von Horizon.)


Schweißgebadet standen die Drei voreinander und starrten sich an.
-"Es ist vollkommen unmöglich...es...es...es kann nicht sein.“
-"Niemals..."
-"Meine Freunde, Wir müssen handeln. Es ist wieder an der Zeit, Taten folgen zu lassen. Wir können uns nicht sicher sein, jedoch müssen wir die Lage prüfen. Entsenden wir einen Ausschuss zu Nordfront. Um die Echtheit dieses Briefes zu prüfen. Es könnte eine Fälschung der Banditentruppen sein, um uns in eine Falle zu locken. Wir dürfen nicht in Panik verfallen, es ist absolut ausgeschlossen dass "Sie" wiederkommen.
-"Sicher mein Freund"
Eines der Ratsmitglieder deutete auf die Rüstung des alten Mannes. Es war eine Soldaten und keine Botenrüstung.
-"Dieser Mann wäre zu alt für den Kriegsdienst, nein dieser hier stand noch vor kurzem in der Blüte seines Lebens"


Zur selben Zeit.

Schweren Schrittes ging er daher. Er, der er schon so vielen Ihre Leben nahm. Er, der er seine Seele vor langer Zeit verlor. Er, der er kaum noch einem Menschen, vielmehr einem Dämonen, ähnelte.
Auf seinem Weg in die Katakomben der Kristalltalfestung, erinnerte er sich an alte Tage, an seine Kindheit. Er gedachte seiner Heimat, Horizon, und wie er als Knabe dort mit seinen Freunden Spaß hatte. Es waren schöne Zeiten, dachte er, und umso schmerzhafter war der Gedanke daran, was passiert war. Oft stellte er sich die Frage, wie es soweit kommen konnte, was zu der Tat eines seiner besten Freunde führen konnte. Sie waren so mächtig, mächtiger als alle andere, egal ob Gott oder Teufel. Niemand wagte es, sich ihnen in den Weg zu stellen. Doch dies waren alte, längst vergangene Tage. Der Frieden hielt wieder Einzug im Lande. All das war nun 10 Jahre her. 10 Jahre im Exil, abgeschottet vom Leben. Und trotz dessen ist sein Überleben ein Beweis. Ein Beweis dafür, dass sich die Vergangenheit wiederholen sollte.
Mit diesen Gedanken schritt er also voran. Immer weiter in die Dunkelheit der Verliese. Von weitem konnte man ein weiches Flackern von Kerzenschein sehen. Dort lag sein Ziel.
In dem Raum angekommen, sah er um sich. Dort stand in der Mitte des Gewölbes eine Art steinernes Becken und wie er erwartet hatte, standen um dieses Becken fünf Gestalten, ähnlich wie er gekleidet passten sich alle stillschweigend der dunklen Atmosphäre an.
Kein Geräusch war zu hören, sogar das tobende Gewitter von außerhalb drang nicht bis an diesen verwunschenen Ort durch.
Endlich erhob eines der sechs Wesen den Kopf, und man konnte einen Blick auf dessen brennende Augen werfen.

-„Rache meine Brüder…Wisst ihr was Rache bedeutet?“-
Niemand sagte ein Wort.
-„Rache. Es ist nicht etwa eine Tat zur Gleichsetzung von Schuld. Es ist nicht etwa Selbstjustiz.
Nein.“-
Er redete langsam und bedacht auf seine Worte.
-„Rache ist ein Pakt. Ein Pakt mit dem Teufel selbst. Wie in jedem Pakt geht es darum, wer den größeren Vorteil daraus zieht.“-
Er grinste dunkel und starrte auf das Becken in ihrer Mitte.
-„Und, meine Brüder, ich fürchte, wir können unsere Seelen nicht an den Teufel verkaufen, da wir seid langem keine mehr besitzen.“-
Nun begannen alle zu lächeln.
-„Und wer ist der Teufel, uns einen Vorschlag abzuschlagen. Er ist ein kleines Licht in unserer Gegenwart. Das wisst ihr so gut wie jeder Mensch und jedes Lebewesen auf dieser Welt.
Ja meine Brüder. Jeder von euch litt im Exil. In dem Exil, das nun schon gar 10 Jahre währte. Ich spüre es. In euren schwarzen Herzen ist der gleiche Hass, wie in dem Meinigen. So sage ich. Brüder…“-
Er pausierte, um seinen Satz mit einem furchteinflößenden Wahnsinn und unheimlicher Besessenheit zu beenden.
-„…lasst uns diesen Hass erneut auf unsere Feinde herab regnen lassen. Lasst uns erneut Chaos und Schrecken verbreiten. Lasst uns erneut jedes gottlose Herz in diesem verlorenen Land wünschen lassen, es sei nie geboren.“-
Nachdem er endete trat eine beängstigende Wirkung auf. Es war keine normale Stille, sondern eine dämonische undefinierbare Atmosphäre.
-„Heute nun meine Freunde, Brüder und Schlachtgefährten. Lasst uns einen neuen mächtigeren Pakt schmieden. Lasst uns in die alten Zeiten zurückkehren!“-

Alle sechs streckten nun ihre von Narben überzogenen Arme über das Becken. Der Redner zog seinen Dolch und ließ ihn quer über seine pulsierende Hand fahren, sein schwarzes Blut sprudelte und sammelte sich in dem steinernen Becken. Die anderen taten es ihm daraufhin gleich.
Als sich der letze Tropfen mit dem Blut aller anderen verband, wusste jeder Mensch, jedes Tier, jedes Insekt und jede Pflanze, dass etwas bevor stand. Sie fühlten alte Angst. Bald schon sollte sie auch berechtigt sein.


4. Kapitel
Ruhe vor dem Sturm

Lautes Hufgedonner war von den Bergen zu hören, als der Feldherr auf seinem weißen Ross und seiner Reiterstaffel gen Norden ritt. Seine Mission: Bestätigung der mysteriösen Vorkommnisse an der Nordfront. Es gingen bereits Gerüchte durch das Volk, welche von wunderlichen dunklen Magiern und einem baldigen Krieg erzählen. Aus diesem Grunde entsandte das Triumvirat von Horizon einen aus ihren Reihen um sich der Lage gewiss zu werden.
Er erwartete eigentlich nichts Besonderes, und ging von einer simplen schwarzen Zauberin aus, welche die Banditen irgendwie in ihre Hände bekommen haben. Jedoch blieb immer die Angst vor dem Schlimmsten, vor der Vergangenheit obwohl er wusste, dass dies unmöglich war.
So ritt er seines Weges und verlor sich in seinen Gedanken wie ein Vogel, welcher durch ein Meer von nebel fliegt.


-„Vielen Dank, Meister. Mit dieser Rune wird es uns ein weiteres Mal gelingen die Soldaten des Feindes zurückzuschlagen“-
Die schwarz gekleidete Gestalt sprach kein Wort und verschmolz kurz darauf mit den Schatten des Nordgebirges.

Eine Kolonne von Reitern stieg von ihren Pferden und eilte auf ein blaues Zelt zu.
Es war ein Lager der Truppen, ein Vorposten, etwas einen halben Tagesritt vom nördlichen Schlachtfeld entfernt.
Viele der Soldaten die von ihren Rössern abstiegen warteten davor, während ein älterer Mann in Goldener Rüstung mit einer Hand voll Soldaten in dessen innere ging.
Innerhalb des Zeltes war es sehr spartanisch eingerichtet. Simple Holztische, Erdboden, ein paar Waffen in einer Ecke, Pergamentchaos.
Hinter dem Tisch saß ein kleiner grauhaariger Mann. Er musste ungefähr 60 Jahre alt sein. Und er erschrak als er den Feldherren bemerkte, welcher ihm nun entgegen trat. Einige Zeit schwiegen die beiden, als wollten sie nicht über das reden, weswegen ihr Treffen vereinbart wurde. Es war jedoch der Feldherr, der das Schweigen brach.

-„Was kannst du mir berichten, alter Mann?“- fragte er forsch.
-„Nichts mein Herr. Noch immer kein Zeichen von dem dritte, fünften und achten Bataillon, unsere Vorräte gehen zu Neige und der Winter rückt näher“-
-„Schweig von euren Sorgen, nur die militärischen Belangen interessieren mich. Wie ist es um unsere Soldaten bestellt?“-
-„Wie bereits gesagt unsere halbe Streitkraft wird vermisst und die anderen sind mit ihrer Moral am Ende. Alle warteten begierig auf ihr erscheinen um neuen Mut zu schöpfen, mein Herr.“-
-„Den sollen sie bekommen. Wahrlich. Denn wenn der Fall eintritt, dessen ganz Horizon sich das Maul zerreißt werden sie Mut brauchen“- antworte er rasch und nachdenklich.
-„Die Vergangenheit?“- fragte der Alte.
-„Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Mehr als das es der Geist eines Soldaten fassen könnte. Führe mich zu den Männern.“-
-„Sehr wohl mein Herr“-

Die beiden gingen hinaus in die klirrende Kälte und stiegen erneut auf ihre Pferde und ritten davon.


Blutüberströmt rannte das zweite Mitglied des Triumvirats die Treppen des Palastes hinunter. <Hinaus, hinaus, hinaus, um Gottes Willen hinaus aus dieser Hölle> waren seine einzigen Gedanken. Er eilte vorbei an den kleineren Gerichtsräumen, vorbei an der Küche und den Verwaltungsabteilungen. Nur gen Ausgang. Nur gen Freiheit.
Der Torbogen kam näher. Tränen der Erleichterung rannen über sein schmerzverzerrtes Gesicht.
Schrecklich war das, was er gerade erlebte. Ja gar unmöglich war es.
Er fand keinerlei Erklärung dafür. Und er wollte es nicht wahr haben. Sie sind tot. Es muss ein böser Traum sein. Es musste so sein.
Er ertappte sich dabei wie er vor Panik schreiend aus dem Palast flüchtete. Er hatte es geschafft. Jetzt nur noch zu seiner Familie und dann weg. Weit weg. In andere Lande, am besten sogar in andere Welten. Denn sollte es kein Traum sein den er in diesem Moment träumte würde sich das bewahrheiten, was er und alle Menschen des Landes fürchteten. Die Vergangenheit. Und diese sollte sich wiederholen. Angesichts der Tatsache, was eben erst in dem Palast von statten ging. Er verwarf diese Gedanken und dachte nur noch an seine Familie und seine Rettung.
Er war bereits sehr weit von dem Palast entfernt und wiegte sich in Sicherheit, als für einen kurzen Augenblick die Zeit stillzustehen schien. Es war als würde die ganze Stadt die Luft anhalten. Ganz ruhig wurde es. Kein Ton war zu vernehmen. Nur ein leises Pfeifen ging durch die Luft. Dieses Pfeifen wurde lauter und lauter. Ganz langsam sah der Feldherr wie eine hölzerne Fensterpalisade geöffnet wurde. Schon fast magisch, ja fast schön war dieses Moment. Er sah eine Frau mit blondem Haar aus dem Fenster schauen. Sie schien gerade erst erwacht denn sie blinzelte dem jungen Morgen entgegen. Er sah ihre sich im Wind windenden Haare und dann wurde alles um ihn herum schwarz.


Sie hatte noch gar nicht recht realisiert was sie eben sah. Erst vor wenigen Augenblicken dem Schlafe entgangen öffnete sie die Palisaden vor ihrem Fenster und bemerkte einen Mann, welcher schreiend durch die Straßen rannte. Verwundert rieb sie sich die Augen um ihn besser erkennen zu können, doch schon in der nächsten Sekunde lag er tot auf dem steinernen Boden der Straße. Gemordet durch einen Pfeil, welcher aus seinem Genick emporragte. Erschrocken eilte sie durch ihr Haus auf die Straße herunter um dem Mann zu helfen. Unten angekommen durchfuhr ein Blitz ihren Körper. Der Atem stockte und Sekunden später liefen ihr Tränen über die roten Wangen. Es war der leblose Körper ihres Mannes, welcher vor ihr auf dem kalten Boden lag. Dann stieß die einen Schmerzensschrei aus und begann bitterlich zu weinen. Dies Weinen und diese Trauer ließen die Nachbarn und den Rest der Straße erwachen. Nach und nach kamen sie alle auf die Straße um neugierig das Opfer zu besehen. Alle suchten nach dem Ursprung dieses Unglücks. Plötzlich rief jemand laut Hals „Dort sehet, dort auf dem Palast“.
Die Menschen hoben ihre Köpfe und blinzelten der blutroten Sonne entgegen. Inmitten der über dem Palast aufgehenden Sonne erkannten sie schemenhaft eine Gestalt dessen Umhang im Wind wehte.
Sie rührte sich nicht. Doch ein jeder wusste dass dies der Mörder war. Der Mörder des zweiten Mitglieds des Triumvirats von Horizon. Doch aus welchem Grund dies geschah und welche Folgen dies haben würde vermochte zu diesem Zeitpunkt noch niemand zu wissen oder gar zu erahnen.


Müde waren ihre Augen, leer ihr Blick.
Alle Stärke und jeder Mut hatte sie verlassen. Man konnte erkennen, dass sie Angst hatten, Angst vor dem was sie erlebten und sie glauben erleben zu werden.
Betrübt schritt der Feldherr vor seinen Soldaten her und sah jedem von ihnen tief in die Seele. Traurig fühlte er sich angesichts seiner Erinnerung wie diese Männer noch vor einem Jahr aussahen.
So stark, so mutig, so furchtlos.
Nur noch ein Schatten ihrer selbst waren sie.
Es war Zeit zu handeln. Er musste ihren Willen wieder wecken. Er musste sie daran erinnern wer sie waren und was ihre Bestimmung ist. Sie sind Soldaten eines Landes, welches endlich in Frieden lebte und ihn auch waren will.
Er beendete seinen Marsch vor ihnen und atmete tiefe die kalte Luft des Gebirges um seine Stimme zu erheben.



-„Stolze Recken, mutige Kämpfer.
Brüder, Väter, Gatten und Söhne. Dunkel ist die Zeit, und dunkel ist der Grund, warum ich nun hier vor euch
spreche.“-

Er wartete einen Augenblick um seinen Worten Nachdruck zu verleihen.

-„Es ist Krieg. Und es wird ein schrecklicher Krieg werden, dem seit gewiss.
Doch der Krieg ist eure Kunst, das Schwert euer Werkzeug und das Schlachtfeld eure Leinwand.
In diesem Augenblick erwartet unser Land, vor allem jedoch eure Familien, eure Frauen und eure Kinder, dass
Ihr wieder zu Künstlern werdet.
Erinnert euch an eure Heimat…“-

Langsam hoben einige der Soldaten ihr Haupt und zeigten Regung.
Der Feldherr wusste, dass er auf dem richtigen Weg war.

-„Das Kunstwerk, dass eure Väter schufen ist das Kunstwerk indem eure Familien in Frieden leben. Im Geiste sind
sie bei euch und wissen um eure Lage.
Durch dieses Kunstwerk schöpften sie wieder leben und Hoffnung nach zehn Jahren Hölle auf Erden.
Dieses Kunstwerk droht zerstört zu werden, und zwar von jenen mit dessen Blut es gemalt wurde, das fühle ich.
Und es ist eure Bestimmung dieses Kunstwerk zu beschützen“-

Erregtes Flüstern durchdrang nun die Reihen.
-„Der Krieg ist eure Kunst, das Schwert euer Werkzeug und das Schlachtfeld eure Leinwand.“-

Wiederholte er.

-„Lasst uns unseren Feinden zeigen auf was für eine Kunst wir uns verstehen. Lasst uns das Werk euer Väter
Erweitern. Lasst uns etwas dazu malen. Lasst uns unseren Feinden zeigen mit was für Farben wir arbeiten. Lasst uns unsere Feinde niederlegen auf einer Leinwand der Freiheit.
Bei Gott, wir sind Künstler also lasst uns ein neues Werk schaffen. Ein Werk, dass prächtiger und schöner al alles sein wird, was ihr euch vorstellen könnt. Lasst uns ein Werk schaffen, was die Welt bedeutet.
Wir sind Künstler…-„

Er zog sein Schwert und reckte es gen Himmel, sodass die Sonne sich auf der silbernen Klinge die Sonne und die Berge spiegeln konnten.

-„…also lasst uns malen mit Feindesblut“-


Nur wenige Augenblicke entfernt vernahm ein einsamer Bote einen Schlachtruf, der die Vögel von den eisigen Bäumen verjagte.
Doch nur sein Auftrag war interessant für ihn.
Er hatte etwas zu überbringen. Eine Nachricht, für den ausgesandten Feldherren.
Nur wenige Worte fasste die Botschaft und er verstand sie nicht. Immer wieder versuchte er einen Sinn in ihr auszumachen doch er vermochte nicht das Rätsel zu lösen.

„Blut auf schwarzem Marmor“

Mit seinen Fragen ritt er seinem Ziel entgegen.


Ein schweres Geräusch von Stahl auf Stein ertönte als der hünenhafte Krieger seine schweren Kriegsäxte auf den schwarzen Marmor des Rastsaals von Horizon legte. Er war der letze seiner dunklen Kameraden, die anderen waren bereits erschienen und saßen in einem Kreis an dem schwarzen Marmortisch. Der Raum stank immer noch nach Blut und die Lachen auf dem Boden wurden immer größer von dem vom Tisch tropfenden Blut. Nur eine Leiche war Zeuge von der grässlichen Tat die hier stattfand, obwohl das Gemetzel durch den gesamten Palast gegangen war.


Endlich erhob sich jener, der auch bereits in den Kristallbergen der Redner war.
Seine Stimme war ruhig und bedacht und seine Worte klangen nach Tod.

-„Nun meine Freunde, lange hat es gedauert. Lange war die Zeit, die wir warteten. Warteten auf diesen Moment.
Den Moment der Rache. Nun ist er da.“-

Es war fast so als sprach seine Seele direkt zu seinen Kameraden.

-„Es waren zehn Jahre, zehn gottlose verzweifelte Jahre. Doch nun sind wir zurückgekehrt.
Wir stehen hier in unserer Heimatstadt, meine Freunde. Hier begann unsere Geschichte. Leider sollte unsere
Geschichte durch Verrat getrübt werden. Und während wir lange einsame Jahre im Exil verbrachte sonnten sich
unsere Feinde in einem Ruhm, welcher nicht der Ihrige war.
Nun ist es an der zeit uns das zurückzuholen, was uns zusteht. Die schwarzen Kugeln sind an die Truppen verteilt.
Unsere Streitmacht wartet nur auf unseren Befehl.
So lasst uns nun aufbrechen gen Norden, auf das Schlachtfeld, das jeden von unseren Feinden als Grabstätte
Dienen wird.
So lasst uns aufbrechen“-

Nachdem er endete erhoben sich die anderen fünf Krieger und schritten von dannen. Jeder von ihnen trug zwei goldene Buchstaben auf der Brust. Ein ´´B´´ und ein ´´R´´.


Dem Feldherren lief ein Schauer über den Rücken. Er fühlte etwas. Er fühlte ein tiefes Grauen in seinem Inneren.
Die Nachricht des Todes seiner Kameraden und der damit verbundene Fall der Regierung zeigt ihm dass sie wieder da waren. All seine Befürchtungen waren bestätigt worden. Es war Krieg und es war seine Aufgabe diesen Krieg zu beenden.
So ritt er nun mit seinen Soldaten durch die klirrend kalten Kristallberge zum nördlichsten Punkt der der damalig bekannten Welt. Seine Soldaten waren wieder mit Leben erfüllt. Ihr Geist wieder erweckt, bereit zu kämpfen und zu sterben. Aus allen Landen des Reiches hatte der Feldherr Truppen bezogen und alle waren gekommen. Er hatte ein gigantisches Heer zur Verfügung. Dieses Heer bewegte sich schweigend durch die eisige Luft ihrem Schicksal entgegen.


Das dunkle Heer wartete ruhig auf ihre Herren. Sie tranken, fluchten und prügelten sich untereinander. Es waren simple Banditen und Flüchtlinge, Verbrecher und Mörder.
Vor langer Zeit wurden sie in die tiefen Sümpfe des Asura Reiches getrieben.
Seid jeher führten diese Kreaturen einen vergeblichen Krieg gegen die Menschen und waren schon immer dem dunklen zugeneigt.
Und nun war ihre Chance gekommen. Nun hatten sie das Mittel es ihren Peinigern heimzuzahlen.
Ein grummelndes Hufdonnern war zu hören, als ein Rieseiger Krieger mit zwei Äxten auf dem Rücken auf einem muskulösen schwarzen Ross heraneilte. Das Donnern wurde lauter und lauter. Die raue Menge wurde plötzlich ruhig und ehrfürchtig.
Als der Krieger das Lager erreichte und absattelte schien die Erde zu beben.
Stumm und und die Banditen ignorierend stapfte er an ihre Reihen vorbei bis hin zum Zelt des Anführers.
Es dauerte einige Zeit bis er wieder heraustrat. Und wieder waren ihm die Truppen völlig gleichgültig. Der Krieger warf sich wieder auf sein gigantisches Ross und donnerte vondannen. Ganz und gar verwirrt schauten sich die Verbrecher erst gegenseitig an um dann die Augen auf das Zelt ihres Leiters zu richten. Wieder dauerte es einige Augenblicke bis er vor die Menge trat.
Als er endlich hervortrat hielt er etwas in der Hand dessen Bedeutung jeder der Männer kannte und sie begannen zu zittern. Ein Zittern der Erregung und der Erwartung. Endlich sollten auch sie ihre Rache bekommen, Rache an ihren Peinigern die sie in dieses Verderben führten.
Es war die letzte schwarze Kugel
Das Zeichen zum Aufbruch.
Es war Krieg.


5. Kapitel
Vendetta

So war es ein weiteres Mal das Schicksal, das die beiden Mächte zusammenführte. Die wiedergeeinten Dunklen sehnten auf Rache wogegen die Menschentruppen ihren errungenen Frieden waren wollte.
Dies sollte entschieden werden auf einem Schlachtfeld hoch im Norden des Landes. Die Luft war eisig und das Gelände tückisch.
Und in dieser Umgebung standen sie sich gegenüber. Die sechs, die Dämonen, die Wesen vor dessen Antlitz sogar der Teufel sich fürchtete. Auf der anderen Seite standen die Kinder des Landes, junge Männer sowie erfahrene Kriege. Jeder von ihnen war bereit alles zu geben. Alles für den Frieden.
Das Drücken in der Luft war klar zu spüren.

Die Schlacht begann…
Nur eine Quelle ist bekannt, welche über den Schlachthergang zu berichten vermag. Einer der dunklen Truppen, ein Dieb der nicht in der Lage war zu kämpfen hatte die Aufgabe dies für die Nachwelt aufzuzeichnen.

„So stehe ich nun hier an einem Ort der Welt wo ich nicht sein sollte und schreibe über ein Ereignis der das noch auf ewig in der Geschichte verankert sein sollte. Licht gegen Dunkelheit. Leben gegen Tod. Gott gegen Teufel. Doch dieser Teufel stand vor ihnen in sechs Männern. Sechs Männern die ihre Rache fordern und sie auch bekommen werden. Unsere Gegner sind viele, ja um ein vielfaches mehr als wir es sind. Ich habe Angst um mein Leben. Doch was ist das. O mein Gott, es sind diese Kugeln, welche die Dunkle uns brachten. Ich hatte mich immer gefragt was sie zu bedeuten hatten und hielt sie für ein Symbol, das nur dazu diente uns mitzuteilen das es Zeit zum Aufbruch sei. Doch nun zeigten diese Gebilde ihre wahre Bedeutung. Es sind sechs Kugeln, für jeden der Dunklen eine und sie schweben nun über unseren Köpfen uns strahlen eine Art düsteres Leuchte aus. Meinen Kameraden scheint es nicht gut zu gehen. Sie krümmen sich vor Schmerz…ich…die Ohnmacht ummanntelte mich…“

(Miro Dipili, Mörder)

In seiner Ohnmacht träumte Miro einen Traum, welchen er später aufschrieb.

„Ich sah alles verschwommen und schemenhaft. Meine Freunde und Kameraden waren keine Menschen mehr. Sie waren zu Monstern geworden, zu düsteren Gestalten. Warum mich diese Magie nicht erfasste kann ich mir nicht erklären. Meine zu Monstern gewordenen Freunde schienen zu schlafen, denn sie rührten sich nicht. Die einzigen die sich bewegten waren die Dunklen Sechs. Sie standen Rücken an Rücken in einem Kreis und murmelten seltsame Worte. Als sie aufhörten erwachten die Monster und rannten auf die Feinde los. Allen voran der riesige Krieger der
Sechs. Er zog seine zwei Äxte von seinem Rücken und traf auf die Reihen der Soldaten des Landes. Es war keine Schlacht, es war ein Massaker. Ich sah nicht was die anderen fünf taten ob sie ähnlich mit ihren Feinden umgingen oder nicht kann ich nicht sagen. Der Krieger jedoch wütete durch die Reihen der Gegner und niemand vermochte ihn zu stoppen. Seine Äxte fuhren durch die Körper der Feinde wie ein glühendes Messer durch Butter. Die anderen Streiter schienen noch grausamer mit ihren Opfern umzugehen, denn es begann Blut zu regnen und bildete einen bereits Knöchel hohen See auf selbigen. Jedesmal wenn einer der Ritter zu Boden fiel spritze es empor und verschmierte das Gesicht des Berserkers. Er war dem Wahnsinn verfallen in dieser grausamen Vendetta. Einer nach dem anderen verlor das Leben in der Schlacht und die Verluste in unseren Reihen waren lächerlich gering. Ein ungleicher Kampf war es obwohl wir zahlenmäßig weit unterlegen waren. Zauber zischten immer wieder in einen der Streiter und beendeten sein Leben auf immer neue grausamere Arten. Das Blut stand mir inzwischen bis zu den Waden. Es roch nach Tod. Als ich in den Himmel sah und mir der Lebenssaft unsere Feinde ins Gesicht fiel stellte ich mir vor wie es dem Feldherren wohl ergangen war.
Und genau hier fand der Traum ein Ende und ich erwachte“
(Miro Dipili, Mörder, sein verfasster Traum)

Noch ganz benommen von dem Alptraum den er hatte erwachte der Schreiberling aus seiner Ohnmacht. Sein erster Gedanke war Erleichterung und Freude, dass der Lärm des Traumes endlich vorbei war die grässlichen Taten waren vorbei. Verwundert stellte er fest, dass er in Wasser zu liegen schien. Er öffnete die Augen und sein Herz setzte einige Schläge aus…er stand bis zu den Knien in Blut…der Traum war Realität…


***


Doliro mitro ifinio,
ifinio fortu lomilod
poliu deris mundihu,
manba argo dice.
Armo Redio

Verdammt seien jene die Rache verwehren,
Rache findet den Weg
Stellt ihr euch in des Schicksals Fügung,
ist es Blut das euch verlässt.
Blutrausch.
(Aufschrift der Brustpanzer der Sechs)

Es war vollbracht. Das Land wieder in Schatten geworfen.​
 
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