Schlafen, schlendern, sinnloses schreiben

Felôre

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08.11.2006
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Na wenn das keine Überschrift ist, was?
Goethe würde sich wohl über die dilletantische Wortwahl echauffieren, Freud würde mir nach dem lesen dieser Zeile ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität bescheinigen und ein gewisser Präsident mit Diktatorallüren würde Deutschland wohl den Krieg erklären um den Staat, der bei einer solchen Überschrift offenkundig im Stillstand und der Wehrlosigkeit gefangen sein muss … nun, nennen wir es einmal ‘einzugliedern’.

Den Vorteil ausnutzen, dass ein anderer schwächelt - ist das nicht ein ganz zentrales Thema für die Menschheit? Ich meine, das fängt doch schon im Grundschulalter an, wenn die schlaue Tante aus der ersten Klasse fragt, welcher Buchstabe das denn ist. Keiner traut sich so recht sich zu melden, der Fritz wird dran genommen, sieht in dem d ganz klar ein Z und flugs schnellen die Finger in die Höhe um zu zeigen, wieviel mehr man schon gelernt hat als der Fritz, der sowieso viel zu grosse Ohren hat.
Das ganze zieht sich dann weiter über das Teenageralter (”Alle anderen haben die Hausaufgaben nicht, aber ich allein habe sie, Herr Schneider!”) und findet seine Perfektion in der Arbeitswelt, wenn der Fritz - mittlerweile Bürokaufmann - ins Büro seines Chefs eilt, “Für gewöhnlich würde ich soetwas ja nicht weitertragen, Herr Beer, aber ich fürchte die schlechte Arbeitsweise meines Vorgesetzten gefährdet den Umsatz unserer Abteilung!”. Hinterher geht der Fritz - neuer Leiter seiner Abteilung - nach Hause, schlägt die Zeitung auf, liest einen Artikel darüber, dass Computer zukünftig auch ohne Grund durchsucht werden sollen und regt sich dann bei einem Glas Bier darüber auf, was für ein unmenschlicher Denunziationsstaat da wieder geschaffen wird.

Ich meine - Rousseaus Theorien von überschneidenden Interessen und daraus erwachsender Boshaftigkeit werden unseren Kindern heutzutage in der Schule eingeimpft aber gibt das Fritz das recht seinen vorgesetzten abzuschiessen indem er seine Schwäche herausstellt und noch ein wenig herausputzt? Ich meine .. sehen sie sich die Ohren von Fritz an, Untertassengroß - meine dagegen sind hübsch und wohl geformt - wollen sie einen solchen Menschen wirklich als Vorgesetzten?

Wo wir gerade von Untertassen sprechen - wussten Sie, geneigte Leser, dass es in der ‘dunklen Zeit’, wie die gebildeten, klugen Menschen heutzutage das Mittelalter nennen, nicht unüblich war einem angrenzenden Fürstentum den Krieg zu erklären, weil sie der eigenen Ehefrau nicht das feinste Geschirr auftischten, sondern nur ein derbes, Holzbrett? ‘Was für ein Übertriebener Stolz’ wird man dabei sicherlich denken, ‘zum Glück gibt es soetwas heute nichtmehr’.

Gibt es das wirklich nichtmehr? Sicher, es geht nichtmehr um Geschirr und Untertassen, aber haben sie der Jugend schoneinmal zugehört, wenn sie durch die Strassen gegangen sind? So oft wie in diesen Kreisen von Geschlechtsverkehr nach ‘Ehrekränkungen’ (z.B. sich mit einer Antwort mehr als 0,863 Sekunden Zeit zu lassen) gesprochen wird muss ich mich wirklich wundern, woher denn die angebliche Kinderarmut und die Vergreisung unserer Gesellschaft kommt.

Was bleibt mir noch als Schlussplädoyer zu sagen?

Ich werde mich künftig bemühen mit meinen Beiträgen etwas amabiler zu erscheinen, auch wenn das Wort damit in einen falschen Kontext importiert wird - ein wenig Federführung gesteht man mir hoffentlich zu ;-)

Liebe grüße,
Felôre
(Entnommen von meiner geliebten Homepage, weil ... naja, weil eben - ich hatte zuviel Zeit ^^)
 
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