Tami erklärt: Open-World-PvP

Tami12

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Diesen Beitrag zu „Tami erklärt“ möchte ich einem weiteren mehr oder weniger missglückten Versuch von Blizzard, PvP ins Spiel zu integrieren widmen, nämlich der Variante, die einen beim questen, raiden, grinden und langweilen nervt: Dem Open-World-PvP!

Dieses wurde zwar schon vor Burning Crusade in das Spiel gepatcht, jedoch hat es damals so gut wie niemand bemerkt. Kleiner Tip: In den östlichen Pestländern stehen so komische Türme rum, die dienen dazu, dass sich die Spieler in epischen Schlachten um die Türme umbringen und nach Stunden des schweißtreibenden Kampfes knöcheltief im Blut der Feinde stehen und die Flagge der jeweiligen Fraktion in die Erde rammen. In der Realität sieht das folgendermaßen aus: Ein einsames Druidenbärchen sitzt neben der Flagge und wartet, dass der endlos langsame Pfeil in Langeweilequalen von ganz rechts nach ganz links kriecht.
Das Open-World-PvP wurde in BC angeblich verstärkt, ein krasses Gegenbeispiel sind die drei Eroberungspunkte auf der Höllenfeuerhalbinsel, welches ich hier auch als weiterführendes Beispiel aufgreifen werde.
Das Open-World-PvP hat zwei grundlegende Probleme:

1. Es bringt nix
2. Es macht keinen Spaß

Zum erstem macht es keinen Sinn, seine Zeit damit im Klo runterzuspülen, diese Gebiete einzunehmen. Man hat ja nix davon. Motivieren die Nerv-BGs wenigstens noch durch die Lila Items (EpiXXX!!111ololol), die man den Kollateralschäden (Spieler) dieser Auswüchse das PvPs hinterher schmeißt, so kann man die Belohnungen fürs Open-World-PvP getrost vergessen, sollte man jemals von ihnen gehört haben. Das Gerümpel, das man dort kriegt hat man in einer halben Stunde Bollwerk dreifach wieder drin, und das hat wenigstens Spaß gemacht! Die Ehre, die man dabei erhält hat man in einer halben Stunde Alterac knapp 300fach wieder drin, der Zeitverlust beim lustigen Türmchen einnehmen ist enorm in den Battlegrounds hat man wenigstens Gegner. Die gibt’s nämlich auch nicht im Open-World-PvP, und wenn doch dann ist es ein verirrter Level 62 Jäger, der bei questen zu weit nach links abgedriftet ist. Den kann man dann umhauen. Aber um Low-Level Jäger umzuhauen muss ich nicht stundenlang Türme einnehmen, da kann ich auch gleich das Wegekreuz raiden.
Die fröhlich hüpfenden frisch-60er, die diese wiederholbare Quest machen sind das einzige Futter für ausgehungerte PvP-Wölfe. Aber einmal umgehauen hat man sie entweder total verschreckt oder sie loggen auf ihren Full-T6-MS-Krieger um, der einen schneller zu Brei verarbeitet als ein Gemüsehäcksler einen Stapel Karotten.

Das zweite Problem ist: Es macht es keinen Spaß. Das Einnehmen dauert zu lang (Bärenform, hinsetzen und AFK Kaffee trinken), es gibt keine vernünftigen Gegner (die Wahrscheinlichkeit, zufällig einem gelangweilten Orc zu begegnen, der ebenfalls OWPvP macht ist so gering, dass man das Risiko getrost eingehen kann) und man hat nix davon (wolltest du nicht auch schon immer einen blauen Gegenstand haben, der dann bei den ersten Zangarmarschenquests wieder ersetzt wird? Eben!).

Und last but not least machts auch keiner. Warum? Wer das immer noch nicht begriffen hat, dem empfehle ich einen Selbstversuch. Einloggen, Höllenfeuerhalbinsel besuchen und Stadion einnehmen. Na? Hats Spaß gemacht? Eben.

Viel gelungener wären doch Open-PvP-Daily-Quests! Ich stelle mir das so vor:

„Reist nach Tarrens Mühle und tötet heute 5 Orcs!
Belohnung: 800 Ehre, drei Marken jedes BGs und 24 G 99 S“
Würd ich sofort machen...
 
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