Selbstverständlich nutze ich Add-Ons. Meines Erachtens nach gibt es grob 2 Kategorien von Add-Ons, nämlich Gruppe 1, die alles einfach ein wenig "anders" machen, also übersichtlicher, schöner, runder, logischer oder knuffiger. Und die Kategorie 2, die Funktionalitäten in das Spiel einbringen, die man schmerzlich vermisst.
Zu Add-Ons der Kategorie 2 würde ich Omen, Ora2, BigWigs und Co rechnen. Kein vernünftiger Raid kommt ohne ein Threatmeter irgendeiner Art aus. BigWigs oder ähnliche Bossmods sind ebenfalls eine enorme Hilfe für den Spieler. Ora2 erleichtert den Raidleitern wiederum ihre Arbeit.
Blizzard selbst hat dies ja anscheinend nun ebenfalls erkannt. So wurden bereits Pläne angedeutet, ein Threatmeter in das Standard UI einzubauen und sogar mal darüber nachgedacht, Bossmods einzubauen. Ganz einfach, weil man inzwischen davon ausgehen muss, dass die jeder benutzt.
Meines Erachtens nach eine logische Entwicklung. Die Community baut sich Hilfen und Blizzard entscheidet, ob diese im Sinne des Spiels sind und ihren Weg ins Standard UI finden (BagSlots, Friendfacts, Teamspeak seien hier genannt) oder ob die Funktionalität gegen den Spielsinn verstößt und die Benutzung verhindert wird (Decursive).
Ein wenig Schade an der ganzen Sache finde ich allerdings, dass die mit viel Hingabe gestrickten Add-Ons teilweise durch lieblose Funktionen im Standard UI ersetzt werden.
Beispiel Teamspeak: den internen Voice-Chat nutzt niemand, den ich kenne, da die Sprachqualität nicht gut ist, die Lautstärke sich schlecht auspegeln lässt. Weiteres Beispiel BagSlots. Das Add-On hat die Möglichkeiten, freie Taschenplätze pro Tasche oder global anzuzeigen, als belegt/von, nur die frien und so weiter. Blizzard hat nur eine Option davon aufgenommen. Schade.
Ich finde, Blizzard sollte sich bei der Integration von verbreiteten Add-Ons auch an den Optionen dieser orientieren. Ansonsten machen die Neuerungen nämlich keinen großen Sinn.