Warum heißt ein Rollenspiel gleich Rollenspiel?

Madrake

Dungeon-Boss
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Also ich kenne sehr viele Rollenspiele und man kann diese nur Ansatzweise miteinander vergleichen. Da wären die wirklichen Rollenspiele basierend auf Pen & Paper...

Neverwinter Nights (alle Teile), Baldurs Gate (ähnelt aber auch eher schon an Action-RPG), DSA (alle Teile), Everquest, Dungeons & Dragons...


und dann gibt es die Action RPG's

Diablo (alle Teile), Sacred (alle Teile), Champions Of Norath + Return To Arms, Mythos, Hell Gate London, Titan Quest, Dungeon Siege...


Also worauf ich hinaus will. Warum heißen alle diese Spiele im Oberbegriff RPG? bzw. u.a. auch MMORPG - siehe Hellgate. Das ist in meinen Augen schon ein fataler Unterschied wenn man ein Rollenspiel wie DSA 4 Drakensang anschaut und das mit Diablo II vergleicht.

Ich selber bin eher ein Fanatiker der Pen & Paper Spiele. Bin auch ein wenig enttäuscht von WoW, weil da das mehr auf Action RPG basiert.


Warum gibt es keine extra Klassifizierung, solcher Spiele? Insbesondre auch unter der Rubrin wie MMORPG's wo man alles findet...

WoW, Hellgate, AoC, HdRO, Vanguard, Hello Kitty, Guild Wars, Final Fantasy XI, Ultima Online... alles heißt MMORPG aber es ist nur ein Teil vom Spielprinzip ähnlich. Warum heißt dann alles was nach dem MMO steht trotzdem RPG?

Gibt es zu wenig Rubriken in der Spieleindustrie? Oder wollen diese keine Unterrubrik einführen?

/discuss
 
Ich denke das kommt daher, weil du dir einen Avatar erstellst, mit dem du dich indentifizieren und in dessen Rolle du schlüpfen kannst, unabhängig von der Umgebung (HG:L, TR, WoW, DSA, ...).
 
Rollenspiel heißt da einfach nur, dass die Figuren Werte haben und nicht in erster Linie Du als Spieler den Unterschied machst (im Sinne von Skill, vergleiche meinetwegen zu Conterstrike).

Letztlich ist der Begriff historisch zu erklären. Aus Multi-User-Dungeons wurden halt mit Ultima Online MMORPGs. UO war toll, aber die Tatsache, dass es auch heute noch als "ungefähr das letzte echte" MMORPG gilt, liegt eher daran, dass sie sozioligische Zusammensetzung der Internetuser mit Kreditkarte damals ganz anders war. Und Flatrates ... viel Spaß beim Suchen damals.^^

Im Kern gibt es auch am UO-System vieles, das besser ist als bei den MMORPGs heutiger Prägung, aber nichts daon birgt das Geheimnis für mehr RP. Das ist tatsächlich in erstre Linie ne andere Zusammensetzung der Spielerschaft heute.

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Aus UO entwickelten sich UO-Fresshards. Das waren dann die ersten größeren, vollkommen aus RP fixierten Lösungen. Und später kam dann irgendwann Neverwinter Nights als schickere, wnen auch noch kleinere Lösung hinzu. Und das RP mit Rest-Anspruch ist dann auch eher dort. WOW und die Reaktivierung des MMORPG-Genres war dann ein schwerer Schlag für die ganzen RP-Lösungen. Gut, man hat überlebt.

Und ich würd auch sagen: Bis heute kann man, wenn man WIRKLICH RP betreiben will, und zwar eben mit ANspruch, weniger Tempo etc, dann sind das die beiden gangbaren Lösungen, also entweder Ultima Online oder Neverwinter Nights 1 / 2. Letzteres spiele ich ja auch, wie meine Signatur zeigt.
smile.gif


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Letztlich würd ich aber sagen. Der Grund, dass das alles ein Genre ist, ist, dass es auch keinen Genrebruch gab. Wäre UO heute die einzige Lösung für Online-RP, wo fast jeder Internet-Flatrates hat, dann wäre das RP in UO auch nicht in DERART guter Erinnerung.

Technisch ist WOW durchaus aufbauend auf UO.

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Heutzutage seh ich es so. Es gibt zwei Genres

MORPGs = Nicht-massively Gemeinschaften mit eigenem Zugriff auf den Spielcontent, oft sehr RP-orientiert, insbes. UO und NWN.

MMORPGs = Heißen zwar ähnlich, aber in Sachen RP ist da nicht viel.
 
Das liegt daran das das "RPG" in der Softwaresparte einfach ein Begriff für:
Charakter, Levelups, Punkte verteilen, Ausrüstung anziehen

Imo hat der Begriff in der Spielebranche nichts mit dem klassischem Pen&Paper RP zu tun.

Übrigens gabs zwischen UO und WoW auch noch massig andere MMORPGs und in vielen davon gabs sowas wie RP überhaupt nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Übrigens gabs zwischen UO und WoW auch noch massig andere MMORPGs und in vielen davon gabs sowas wie RP überhaupt nicht.
Ja, aber ich red nur von den Meilensteinen, die wirklich Genres hätten neu definieren können.

Und da besteht das Genre aus zwei Spielen. UO, dann WOW. Alles andere ist da nicht groß genug.

Vor UO gab es ja auch schon Versuche in der Richtung.
 
Mh find ich aber ziemlich arg, gerade wenn du von Meilensteinen sprichst solltest du wohl Diablo2 und DAoC mit erwähnen. Ohne diese beiden Spiele würde man WoW vielleicht erst jetzt mit Russland in Europa releasen - behaupte ich mal so.
 
WoW ähnelt eher an Diablo als an z.B. Ultima Online - obwohl in WoW auch noch ein wenig RP vorhanden ist...

Man kann nun sagen das beides ja von Blizzard ist, Diablo und WoW... à la man nehme die Geschichte aus der Stragiespielen raus (Warcraft) verbinde das ganze mit der Spielmechanik von Diablo und fertig ist WoW, so ungefähr...

Naja, es war zwar ein Meilenstein, aber ein Meilenstein auf ein altes Konzept siehe Neverwinter Nights (nein nicht das aus dem Jahr 2000 - ganz früher gab es ein gleichnamiges). Auch mit zufälligen Dungeons viele Monster töten, das macht ja schon mal 90% des Spiels aus... - Spielprinzip wurde von Diablo nur übernommen, nur Grafik verbessert...

Jedoch ab und zu spiel ich ja auch Diablo, so zwischendurch mal ein zwei Quests, länger halt ich das stumpfe "Gefarme", bzw Monstertöten, auch nicht durch...
 
WoW ähnelt diablo in der hin sicht das viele elemente darin sind.

Spielen tut es sich aber nicht so
 
Für mich ist die Trennung zwischen RP und MMO deutlich einfacher.
Wenn der Meister Rollenspiel mit den Spielfiguren belohnt, dann ist es RP.
In vielen Pen&Paper-Gruppen dominiert der Kampf und wird auch nur der und Fortschritte in der Geschichte belohnt. Das ist schon kein RP mehr.
Die Meister von WoW, DAoC, HdRO, EQ2 belohnen auch nur Kampf und Questen ohne auf den rollenspielerischen Inhalt der dirketen Taten zu achten. Es ist auch schwierig eine Instanz zu programmieren, welche zwischen Rollenspiel und Levelwaypoints unterscheiden kann. Statt dessen müssen sich die Spieler selbst belohnen. Dazu ist die Möglichkeit Rollenspiel von Gruppenfremden Spielern zu erkennen nicht gegeben. Aber gerade weil das nicht passiert, ist RP bei den aktuellen OnLineSpielen nur ein schönes Wort.
 
Für mich ist die Trennung zwischen RP und MMO deutlich einfacher.
Wenn der Meister Rollenspiel mit den Spielfiguren belohnt, dann ist es RP.
Ganz ehrlich. Es gibt diverse PnP-Rollenspielsysteme, die ganz ohne Meister auskommen. Aber sagen wir es so: Wenn das System (inklusive Meister) Rollenspiel honoriert, wobei man nicht nur auf etwaige Erfahrungspunkte, etc zielen sollte - sondern auch auf Storyfortschritte, dann ist das Rp.

Ich denke: Wenn die Leute in erster Linie ihre Rolle ausspielen, ist das eben Rollenspiel.

In vielen Pen&Paper-Gruppen dominiert der Kampf und wird auch nur der und Fortschritte in der Geschichte belohnt. Das ist schon kein RP mehr.
Ich stimme zu.

Statt dessen müssen sich die Spieler selbst belohnen.
Jo, das ist organisierter Selbstbetrug. Man geht in ein System, das mit RP nix zu tun hat, betreibt dort RP, was niemand honoriert und kommt dann zum Schluss "Cooles RPG". :-)

Dazu ist die Möglichkeit Rollenspiel von Gruppenfremden Spielern zu erkennen nicht gegeben.
Was ist damit gemeint?

Aber gerade weil das nicht passiert, ist RP bei den aktuellen OnLineSpielen nur ein schönes Wort.
In den MMORPGs: Du hast Recht.
In den MORPGs: Du hast Unrecht.

Es gibt da mindestens 10 Lösungen, wo Du Deine Fortschritte ausschließlich im RP erzielst. Wo es ausschlielich um das Ausspielen der Rolle geht. Wo Itemfarmen, XP-Farmen, etc vollkommen unbekannte Begriffe sind. Wo Du Dir sogar ins eigene Fleisch schneidest, jedes Mal, wenn Du Xpst statt zu Rpen. Wo die Welt sich weiter bewegt und tatsächlich ändert, basierend auf Deinen Handlungen und denen der Mitspieler. Wo es defacto keinen einzigen Nicht-Rollenspieler gibt.
 
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