[WoW-Story] Heldentum

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Aplaudiert diesem mann...
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Aplaudiert ihm einfach ... Wieder mal eine packende story bin schon wieder sehr gespannt wies weitergeht... das er nicht stirbt ist klar aber wer war dieser schatten... eine neue person? der vater... oder gar die gnomin mit einem ihrer geräte hmm^^ rätsel rätsel freu mich aufs weiterlesen ! Einfach klasse
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Arthi
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Kapitel 7

„Der Tod ist eine schmerzlose Prozedur. Hat man ihn erst einmal angetreten, gibt es kein Zurück. Man versinkt in unendlicher Schwärze, ohne auch nur einen winzig kleinen Lichtfleck erkennen zu können, ein rettendes, leuchtendes Seil, an dem man sich hochzieht. Man weiß, dass es aussichtslos, das Schicksal vollbracht und besiegelt ist. Und irgendwie hat man sowohl das Gefühl als auch die Gewissheit, es ist richtig.“

So oder so ähnlich stand es in einem Buch, das ich schon vor vielen Zyklen gelesen habe. Damals war ich noch in der Armee von Lordaeron gewesen, ein einfacher Fußsoldat, der Angst hatte vor allem, was ihm begegnete. Am meisten vor dem Tod.
Der Soldat war schon längst gewichen, die Angst jedoch geblieben.
Zudem war ich in eben diesem Moment in der Lage, dem Kerl, der das Buch geschrieben hatte, fachkundige Hilfe geben zu können, die er eindeutig nötig gehabt hätte. Der Tod war keineswegs schmerzlos – er fühlte sich eher so an, als ob Tausende glühender Dolche mein Fleisch peinigten und mein Körper in Flammen stand. Die Dunkelheit war nicht dunkel, sondern hell. Gleißend helles Licht, dem meine Augen keine Sekunde standhalten konnten und die sogar geschlossen anfingen, Tränen zu vergießen. Das Einzige, was mit der Erzählung übereinstimmte, war die gespenstische Stille, die mich wie eine Decke umschloss und mich zu ersticken drohte. Und alle meine Gedanken führten zum selben Schluss: ich wollte nicht sterben. Ich wollte leben.
Dementsprechend fing ich an, mit meinen Armen zu rudern, auch wenn das die Qualen noch steigerte und ich glaubte, in Ohnmacht fallen zu müssen. Bis mir klar wurde, dass ich tot und damit zur Ohnmacht nicht fähig war. Die Schmerzen würden mich ewig peinigen, so lange, bis es an mir keine heile Stelle mehr gab, und noch weiter. Also nahm ich all meine übrig gebliebene Kraft, kratzte das letzte bisschen Mut und viel Angst zusammen und fing an zu rennen. Im ersten Moment war mir durchaus bewusst, wie unsinnig sich dieses Unterfangen gestaltete. Ich schwebte in einem leeren Raum, ohne festen Grund unter den Füßen. Eine Flucht war ausweglos.
Bis ich plötzlich etwas berührte. Überrascht hielt ich inne, tastete mit meinem Fuß ein wenig umher. Und tatsächlich: ich hatte irgend etwas erreicht, dass mir Halt geben konnte. Vorsichtig nahm ich noch einen Schritt und stand kurz darauf auf dem unbekannten Grund.
Ein Geräusch drang an mein Ohr. Es klang wie das Knacken und Knirschen von mürben Knochen, die unter einem Mühlstein gemahlen wurden. Zu meiner Bestürzung musste ich erkennen, dass dieser Laut erschallt war, als ich meinen Fuß erneut auf den Grund gesetzt hatte. Und auch wenn das Licht nun rapide abgenommen hatte und es mir möglich machte, wieder klar zu sehen, ließ ich die Augen fest geschlossen – ich wollte gar nicht erblicken, auf was ich mich gerade befand. Stattdessen drückte ich mir beide Hände fest auf die Ohren und fing an zu rennen. Immer schneller, immer stürmischer, immer unvorsichtiger. Ein paar Mal strauchelte ich, wäre beinahe hingefallen, konnte mich aber gerade noch fangen. Ich hatte viel Glück, mehr Glück als wohl jeder andere. Immerhin war ich gerade dabei, dem Tod zu entkommen.
Dann ging alles Schlag auf Schlag. Mein Fuß hatte sich in irgend etwas verhangen, der Ausfallschritt kam zu spät. Mein Mund öffnete sich, entließ ein leichtes Keuchen. Die Hände schossen nach vorne, um den Aufprall abzudämpfen.
Und meine Augen öffneten sich.
Einen Moment später lag ich der Länge nach auf dem Untergrund, den ich nun erkannte.
Tote. Skelette, halb verweste Leichen, frisch zerstückelte Körper. Links neben mir lag ein Arm, abgetrennt vom Rumpf, den ich nirgends entdecken konnte. Ein Blick nach rechts offenbarte den blanken Schädel eines Wesens, das ich noch nie gesehen hatte. Schlitzartige Augenhöhlen, eine flache Stirn, längliche Schnauze. Der Oberkiefer war von spitzen Zähnen besetzt, der untere fehlte. Und das Ding machte den Eindruck, als wollte es im nächsten Augenblick zum Leben erwachen und sich in meinen Nacken schlagen. Darunter lag der vermoderte Körper eines Orks, von grünem Blut besudelt und mit einem breiten Grinsen auf dem halb zerfetzten Gesicht. Die Augen waren offen, doch nur eines da. Das andere schien ausgestochen worden zu sein.
Mein Magen fing an, gegen den Anblick zu rebellieren, was durch den plötzlich aufkommenden, mörderischen Geruch noch verstärkt wurde. Doch so sehr ich auch wollte, ich konnte mich nicht davon wegreißen. All diese grausigen, verstümmelten Leichname übten eine geheimnisvolle Macht auf mich aus, sie alle schienen meinen Namen zu riefen. Ich sollte mich dazulegen, mich zu ihnen gesellen.
Mein Körper erschlaffte langsam, alle Kraft wich aus ihm. Ich fühlte noch, wie es mich auf den Boden zog, zu all den anderen Körpern, die dort bereits lagen.
»NEIN!«
Ich sprang auf, drehte mich blitzschnell um und verpasste dem Skelett neben mir einen Tritt. Die Hüfte löste sich von den restlichen Knochen und flog davon, um irgendwo in dem Schlachtfeld zu landen und sich zu Seinesgleichen zu gesellen. Mein Atem ging schwer, doch ich kümmerte mich nicht darum. Stattdessen ließ ich meinen Blick kurz schweifen, bis ich endlich das entdeckte, wonach ich suchte: in weiter Ferne blinkte ein Licht, winzig zwar, doch eindeutig da.
Ohne noch einen weiteren Gedanken zu verschwenden, rannte ich erneut los. Ich darf mich nicht wieder gehen lassen wie gerade eben! So gut es ging, bekämpfte ich die Angst in mir, die Angst, die andauernd flüsterte, dass ich mit meiner Gegenwehr nur alles noch schlimmer machen würde. Die Angst, die mir einredete, dass ich mich der Elfe einfach hätte ergeben sollen, denn dann hätte sie mich verschont. Die Angst, die schon mein gesamtes Leben kontrollierte, die ich kurzzeitig abgeschüttelt hatte und doch nicht losgeworden war.
Jedoch machte ich eine eigenartige, aber erlösende Entdeckung. Je näher ich dem Licht kam, desto leiser wurde die Stimme in meinem Kopf, welche mich zum Resignieren bringen wollte. Stattdessen erschallte eine zweite, weitaus wärmer, sanfter, beruhigender. Sie flüsterte nette Worte, bekräftigte mich, machte mir Mut. Leise flüsterte sie: »Wärst du tot, könntest du dich nicht bewegen. Du würdest bei den anderen liegen, ohne dich zu regen. Aber du hast eine Möglichkeit, dich zu retten.«
Die Stimme kam mir vertraut vor, doch ich konnte mich einfach nicht erinnern, wem sie gehörte. Ein paar Mal glaubte ich, dass die Lösung zu ihrer Identität schon zum Greifen nahe war, bis sie mir immer wieder erneut entwischte.
»Es ist deine Schuld, dass Atunâ Silverarrow dich töten wollte. Aber sie hat es nicht getan.«
Meine Augen verengten sich zu Schlitzen. Natürlich wusste ich, dass ich es mir meine Situation selbst zuzuschreiben hatte. Auch wenn ich gerne meine Schuld auf andere abwälzte, mir war klar, dass dieses Vorgehen diesmal gar nicht erst klappen konnte.
»Und jetzt, kurz vor dem Ziel, willst du etwa aufgeben?«
Ich mobilisierte alle Kräfte, die ich noch zur Verfügung hatte. Auch wenn ich mir selbst keinen Reim aus diesem Satz machen konnte. Welches Ziel verfolgte ich eigentlich? Einfach nur überleben? Oder tatsächlich ein Sein erfahren, das auch noch einen anderen Sinn als jenen des Überlebens inne hat? War denn ein Leben, das nur dem Überleben diente, lebenswert?
Mit einem Lächeln ob meiner wirren Gedanken erwiderte ich: »Nein, natürlich nicht!«
»Gut.«

Das Licht kam immer näher, wurde rasant größer.
»Sehr gut.«
Es war rechteckig, wie eine Tür. Sanft, nicht grell. Und als ich genauer hinsah, konnte ich erkennen, dass es tatsächlich eine Pforte zu sein schien. Auf der anderen Seite funkelte es, wurde das flackernde Licht, welches einem Feuer glich, heller und dunkler, spornte mich zusätzlich an.
Ein Schädel barst mit einem grauenvollen Geräusch unter meinen Stiefeln. Einen Moment später ergriff eine Hand meine Schulter. Bevor ich noch realisierte, was geschah, hatte sich meine eigene ohne zusätzliches Tun bewegt, jene knöcherne, die sich an mich klammerte, gepackt und mit unglaublicher Wucht zerquetscht. Ich konnte noch einen unmenschlich anmutenden Laut vernehmen, der an mein Ohr drang.
Ein weiterer Schritt und ich tauchte in die Flammen ein. Hitze umhüllte mich, verbrannte jedoch keinesfalls meine Haut, sondern fühlte sich wohlig, fast schon vertraut an. Mein Atem stockte, als ich eine Gestalt zu erkennen glaubte, die nicht weit entfernt stand und doch unerkennbar war. Ihre Hand hob sich wie zum Gruß.
»Dann lebe.«
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
wieder mal Spannend zu Lesen gewessen freu wieder auf die fortsetzung
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und juhu er lebt weiter
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WOW das krass das dir so ne geschichte einfällt
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ich hab mich auch mal dran versucht aber ich kann höchstens nur kurzgeschichten schreiben und wenn dann auch nur in Gedicht form und in letzter zeit versiegen mir die ideen (da wollte wohl jemand net das ich geschichtsschreiber werde *böse gen himmel guck*)
aber du hast talent das ist krass ich werde es mir mal in ruhe durchlesen wenn ich zeit habe aber im mom bin ich ziemlich beschäftigt^^

MFG Dragonsdeath
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ahhh endlich gelesen und muss sagen SEHR SEHR SEHR GEIL^^
ich hoffe es kommt bald mehr habe so langsam entzugserscheinungen^^
also bitte GIEV ME EPIX, PLX PLX!!! (uupps falscher text, aber naja so kann mans ja auch vormulieren
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)
 
Wahnsinn, einfach nur große Klasse!!! *Applaus* *Applaus*
Mir gefällt deine Story wirklich echt hammer gut.
Ich bin ja sowieso ein großer Fan von Fantasy-Romanen und Geschichten! Und deine gehört absofort mit dazu!^^
Gäbe es deine Story als Buch zu kaufen, es stände bei mir zwischen Die Orks, Die Elfen, Die Zwerge und Co.

Versuche mich seit einer geraumen Weile ebenfalls an einer eigenen Story, aber komme da nicht sorecht vorran... Es schwirren tausende Ideen in meinem Kopf, doch diese umzusetzen ist nicht leicht. Vorallem die Charaktere... deshalb hole ich mir soviel Input wie es nur geht^^.

Al Fifino, kannst du mir vllt verraten, wie du an die geschichte rangegangen bist? Also wie du begonnen hast?
Ich für meinen teil, habe mir jede menge Stichpunkte zu der Story gemacht, in der Reihenfolge wie ich es gern hätte, dann habe ich zu den Charakteren so ne art Steckbriefe gemacht.

Wäre super toll wenn du mir den einen oder anderen typ geben kannst, dies gilt auch für alle anderen.
Sobald ich den prolog fertig haben sollte, stelle ich den auch bei buffed.de aus. Hoffe mal das klappt^^.

Also denn, schreibt eifrig weiter wenn es die Zeit zulässt
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. Freu mich schon auf neuen Stoff.
 
Hi G-Man,

Schön, einen neuen Bewunderer gefunden zu haben. *Brust anschwell*
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An die Geschichte bin ich eigentlich ran gegangen, ohne großartig zu überlegen. Ich hatte einfach mal wieder Lust, etwas über Warcraft zu schreiben, und habe mir ein paar Dinge ausgedacht, wie in etwa die Hauptpersonen sein sollen und fertig. Das wohl Wichtigste bei einer Story sollte sein, dass man schon am Anfang das Ende kennt, denn nur dann kann man darauf hinarbeiten. (Wobei gesagt werden muss, dass es auch recht lustig sein kann, wenn man das Ende nicht kennt - so wie es bei 'Ein Leben' der Fall war.)
Von massenhaft Stichpunkte halte ich nicht sonderlich viel. Die Protagonisten sollen sich im Laufe der Geschichte ja entwickeln - da würden mich zu viele "Anhaltspunkte" nur stören. Allerdings ist das wohl eher Ansichtssache, wenn sie Dir helfen, dann solltest Du sie natürlich beibehalten.
Wenn dein Prolog hier vertreten ist, kannst Du ja gerne per PM Bescheid geben, dann werde ich ihn mal anschauen.
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[edit] Kleine Änderung am Schluss des ersten Teils von Kapitel 7 vorgenommen.
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Schmerzen durchfuhren meinen Körper, bildeten einen Knotenpunkt an meiner Hüfte und bewirkten, dass ich scharf und hastig Luft einsog, nur um gleich darauf einem Hustenanfall zu erliegen, der wiederum die Qualen steigerte.
Meine sich klärenden Augen erblickten die steinerne, durch das Licht der flackernden Fackeln beleuchtete Decke, von der ab und an ein einzelner Wassertropfen fiel und am Boden zerschellte. Verwirrt und mit äußerster Vorsicht drehte ich meinen Kopf ein Stück zur Seite und sah die aus Eisenstangen gefertigten Wände. Ich lag mit dem Rücken auf einer hölzernen, doch ziemlich gut gepolsterten Pritsche inmitten eines nicht eben kleinen Käfigs aus massivem Metall.
Man hatte mich also ins Verließ geworfen. Einen Moment schloss ich meine Augen und atmete tief ein, um mein noch immer aufgewühltes Gemüt zu beruhigen. Der Traum, den ich gehabt hatte, konnte von allem möglichen herrühren – Illusionen bis hin zu Fieberträumen. Oder eben nur ein ganz normales Geschehen, das einem im Schlaf gerne einmal besuchte und zum Grübeln anregte, wenn auch kein Grund dazu vorlag.
Überdies wurden meine Gedanken in diesem Augenblick von anderen, weit wichtigeren Dingen in Anspruch genommen. Die Tatsache, dass ich eingesperrt war, mochte entweder bedeuten, dass man meine wahre Identität herausgefunden oder aber der Elfe glauben geschenkt hatte. Beide Möglichkeiten konnten mich nicht eben aufheitern.
Geräusche drangen bis zu mir hin, Schritte näherten sich. Wie viele es waren, konnte ich nicht eindeutig sagen, dafür hatte ich noch nicht alle Sinne beisammen. Nach wie vor war ich damit beschäftigt, ruhig ein- und auszuatmen, um endlich einen klaren Kopf zu erlangen.
»Ich versichere Euch.... freikommen wird.«
Sofort spitzte ich meine Ohren. Schließlich war es möglich, dass es gerade um meine Freilassung ging. Da ich jedoch nicht alle Worte verstand, die gewechselt wurden, konnte ich mir nicht eben sicher sein, ob es sich um gute oder aber schlechte Nachrichten handelte. Auch wem die Stimme gehörte, vermochte ich nicht einwandfrei festzustellen. Vielleicht handelte es sich um den Gefängniswärter, den ich noch niemals zu Gesicht bekommen hatte, oder einfach einem anderen, mir unbekannten Zwergen. Wobei für einen Zwergen die Stimme beinahe ein wenig zu piepsig klang.
Ich konnte noch ein leises Murren vernehmen, dann stoppten die Schritte abrupt und ich hörte das Rasseln von Schlüsseln, dicht gefolgt von dem Quietschen der Türangeln. Kein Zweifel, jemand machte sich gerade am Eingang meiner Zelle zu schaffen. Begleitet von einigen Schmerzen richtete ich mich ein wenig auf und warf einen Blick auf die Besucher.
Meine Miene erfror in einer Schreckensgrimasse, als ich die Frau erkannte, welche eben mit einem Gnom im Schlepptau durch die Pforte stieg. Ihr silbern glänzendes Haar, das ihr bis zu den Schultern reichte, trug sie nun offen und nicht mehr zu einem Zopf gebunden. Die Rüstung hatte sie gegen eine bequeme Lederhose und einem Leinenhemd getauscht, und auch von den Waffen, mit denen sie mich bekämpft hatte, fehlte jede Spur. Ihre pupillenlosen Augen betrachteten mich kurz voller Zorn, dann wandte sie sich einfach von mir ab und marschierte geradewegs in den von mir entferntesten Winkel des Raums. Der kleine Mann, in einer kunstvollen Robe gehüllt und mit einem freundlichen Lächeln auf dem bärtigen Gesicht, kam hingegen direkt auf mich zu. »Seid gegrüßt, Drênak Fasthand. Wie geht es Euren Verletzungen?«
Ich warf meiner Feindin, die mir den Rücken zugewandt hatte, einen misstrauischen Blick zu, bevor ich antwortete. »Danke, es geht mir gut. Ich verspüre zwar noch Schmerzen, doch anscheinend wurde die Blutung gestillt.«
»Oh ja, das wurde sie.« Grinsend sprang die kleine Gestalt mit ungeahnter Geschicklichkeit auf meine Pritsche und beugte sich kurz über meine Seite. »Wir haben einen Heiler holen müssen, um Euer Leben zu retten, aber es ist uns gelungen. Die Narbe werdet Ihr allerdings wahrscheinlich für immer tragen müssen.«
Ich reckte meinen Hals, um mir selbst die Stelle ein wenig besser anzusehen, doch jede Bewegung sandte eine neue Welle von Qualen durch meinen Körper, und so blieb ich nur schlaff liegen. »Was geschieht mit mir? Warum wurde ich eingesperrt?«
»Nun, die Lage ist recht... pikant.« Mein Gegenüber fuhr sich kurz durch das ergraute Kinnhaar, bevor er sich auch noch am kahlgeschorenen Kopf kratzte. Seine Augen ruhten auf mir, auch wenn sie ab und an zu der Elfe huschten. »Die Kämpferin hat schwere Vorwürfe gegen Euch erhoben, denen wir nachzugehen gedenken. Deshalb haben wir Euch auch in eine Zelle verfrachtet. Was sie betrifft«, er nickte ein wenig abfällig zu der Frau herüber, die nach wie vor die scheinbar äußerst interessanten Eisenstangen inspizierte, »so haben wir entschieden, sie ebenfalls in Gewahrsam zu nehmen. Immerhin hätte sie die Wache von Ironforge informieren müssen, wenn sie sich auf der Jagd nach einem Kriminellen befand, anstatt ihn einfach auf offener Straße zu attackieren und schwer zu verletzen.«
Ich schaute erst den Gnom, dann meine Feindin entgeistert an. Meine Stimme hallte durch den Kerker, als ich antwortete: »Ich soll mit dieser Furie in einer Zelle sitzen?!«
Wie auf ein Stichwort hin wirbelte besagte Walküre herum, kam auf mich zugestürmt und beugte sich mit kalten Augen über mich. Eindringlich und zugleich bedrohlich erwiderte sie: »Es ist sicherlich nicht meine Entscheidung gewesen, das kannst du mir glauben! Und wenn du mich noch einmal so nennst, dann wird dir nicht einmal mehr Elune helfen können!«
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Vielen Dank Al Fifino^^

Stimmt schon mit den Enden und so.
Was die Stichpunkte betrieft, beziehen die sich eher auf Orte, Geschehnisse und derartiges.
Die mache ich mir auch nur, damit ich meine neuen Ideen nicht vergesse.
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Und die "Biographien" der Charaktere dienen dem selbem, dazu noch, damit ich nicht im späteren Verlauf der Story irgendwie 2 verschiedene Beschreibungen des selben Charas habe.

Du wirst der Erste sein der erfährt wenn der Prolog da ist^^.

zu dem "neuen Teil" des 7. Kapitels: Einfach mal nur wieder unübertrefflich!
 
wieder spannend gewessen freu mich auf die Fortsetzung da von
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PS der arme kann mir richtig leid tuhen mit der in einer Zelle
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na das kann ja noch heiter werten
 
Der nach wie vor auf meiner Pritsche sitzende Magier hob beschwichtigend die Hände. »Aber, aber, wer wird denn gleich streiten -«
»Sicherlich nicht Eure Entscheidung?!« Ich lachte laut und freudlos auf, bevor ich mit wutverzerrter Miene hinterher setzte: »Ihr würdet mich doch im Schlaf erwürgen, sobald Ihr nur die Gelegenheit dazu bekommt!«
»Ach ja?! Und du würdest jeden hinterrücks meucheln, weil du nicht einmal den Mut hast, einen fairen Kampf zu führen!«
»Mehr Mut als ein Weib habe ich auf jeden Fall!«
»Das Weib wird dir gleich zeigen, wer hier Mut hat!«
»Wollt Ihr mal etwas wissen?!« Ich schrie sie inzwischen mit nie gekanntem Zorn an, was ihre Miene nur noch wütender werden ließ. »Wenn mir nicht jede Bewegung weh tun würde, dann hätte ich schon längst Euer hübsches Gesicht poliert, und glaubt mir, danach wäre es nicht mehr so hübsch wie jetzt!«
Einen winzig kleinen Moment herrschte Stille. Ein Moment, in dem ich meinen raschen Atem hören und ihr starres Gesicht genau betrachten konnte.
Dann riss die schallende Ohrfeige meinen Kopf herum. Eine weitere kam gleich hinterher, diesmal auf die andere Wange. Und nur einen Lidschlag später hatten mich ihre Hände gepackt und hochgezerrt, so dass ich ihren Augen nicht einmal hätte ausweichen können, wenn ich es gewollt hätte. In den ihren sah ich unbändige Wut, vielleicht sogar noch mehr, als ich selbst verspürte. Die geflüsterten Worte wirkten so bedrohlich, wie es eine alles ausfüllende Stimme nicht hätte vollbringen können. »Noch ein einziges Mal solch eine Beleidigung...«
Sie musste den Satz nicht beenden. Ich hatte sie auch so verstanden, was zugegebenermaßen nicht sonderlich schwer war. Doch anstatt zu nicken, stierte ich sie mit einem alles vernichtenden Blick an, der sie tatsächlich kurz ein wenig zurück schrecken ließ, bis sie mich schließlich freigab und ich wieder auf mein Bett sank.
»Ähem...«
Überrascht entdeckte ich den Gnom, der mit einer verdatterten Miene unsere Auseinandersetzung beobachtet hatte. Sein Gesicht zeigte sowohl Unmut als auch Skepsis, doch er versuchte, sich nichts davon anmerken zu lassen. »Nun, ich nehme also an, sie kennen sich schon... länger?«
Bevor ich antworten konnte, tat es die Elfe. »Kann man wohl sagen.« Sie sah mich kurz an, doch ich behandelte sie wie Luft und wandte mich stattdessen an den kleinen Mann. »Wie lange muss ich hier bleiben?«
Anscheinend freudig über den Themenwechsel, erwiderte dieser: »Nun, das weiß ich nicht so recht, Sir Fasthand. Vielleicht nur einen Sonnenumlauf, vielleicht aber auch einen Mond lang? Die Kooperation mit dem Königreich von Stormwind gestaltet sich als ein wenig schwierig, Sir Lightbringer, der über die Anschuldigungen Bescheid wissen müsste, ist laut unseren Informanten derzeit in einer diplomatischen Mission unterwegs und nicht auffindbar. Zudem ist die Tiefenbahn beschädigt und nicht einsatzbereit, was die Nachrichtenwege natürlich sehr verlängert und...«
Ich hörte dem Magier gar nicht mehr zu, sondern musste unwillkürlich grinsen. Die Tiefenbahn beschädigt! Anscheinend war wieder einmal einer der Momente gekommen, da ich mehr Glück als jedes andere Lebewesen hatte. Eine Nachricht zu überliefern, würde nun mehrere Monde dauern, was wiederum bedeutete, dass ich mehr als genug Zeit für die Planung eines Ausbruchsversuch hatte.
»... werde ich Euch nun verlassen. Falls etwas passiert, schreit einfach nach einer Wache.« Mit einem freundlichen Lächeln und einer knappen Verbeugung marschierte der Gnom zur Tür, trat durch sie hindurch und verschloss sie gewissenhaft, bevor er sich leise summend davon machte.
Wieder herrschte Stille. Ich drehte sofort meinen Kopf der Wand zu und starrte sie an. Obwohl ich mir bewusst war, dass die Frau ihre Augen auf mich geheftet hatte, oder vielleicht sogar eben deswegen, tat ich ihr nicht den Gefallen, ihren Blick zu erwidern. Stattdessen versuchte ich, ein wenig Schlaf zu finden, der mir womöglich eine kleine Linderung der Schmerzen bescheren würde. Ich hörte noch, wie sie einen verächtlichen Laut von sich gab und sich dann von mir entfernte.
Ich erwachte für meinen Geschmack viel zu früh, auch wenn mir zunächst nicht klar war, weshalb, und ich die Augen geschlossen hielt. Gleich darauf spürte ich jedoch, dass sich die Nachtelfe auf die Pritsche, gleich neben meinem Bauch, gesetzt hatte und meinen Namen flüsterte. Eine Zeit lang versuchte ich, sie erneut zu ignorieren, doch sie gab nicht auf und wisperte hartnäckig: »Drênak! Drênak! Wach endlich auf!«
Schließlich wurde mir das Ganze zu dumm, und ich murmelte leise: »Was wollt Ihr? Mich foltern?«
Kurz trat Stille ein, in der keiner von uns ein Wort sagte. Dann erwiderte sie: »Du bist schon länger bei den Zwergen, oder?«
Ich grunzte leise, zog die Decke noch ein Stück nach oben und über meine Schultern.
»Weißt du... wie lange ich gefangen sein werde?«
Überrascht wandte ich mich ihr zu. Nicht nur, dass ich eine solche Frage niemals erwartet hätte, doch in ihrer Stimme hatte sich eindeutig Furcht versteckt. Abschätzend betrachtete ich ihr Gesicht. Ein trauriges Lächeln zierte nun ihr Antlitz, das nicht im Geringsten die Wut zeigte, die sie noch vor kurzem gegen mich gehegt hatte.
Misstrauen wabberte in meiner Magengegend herum. »Warum wollt Ihr das wissen?«
»Na ja, ich bin eben... neugierig.«
»Das ist nicht die Wahrheit.« Ich grinste sie breit an, als ihr ungläubiger Blick mich traf. »Ihr seid nicht gut im Lügen, Mylady. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich Euch glatt für einen Paladin halten. Die würden es als Schande ansehen, nicht immer die Wahrheit zu verbreiten...«
Die Frau biss sich kurz auf die Unterlippe und schien angestrengt zu überlegen, bis sie schließlich lange seufzte. »Mein Name sagt dir vielleicht nicht viel, aber... in Teldrassil bin ich sehr bekannt.«
Sofort waren alle meine Sinne erwacht und ich hellhörig geworden. Das war eine einmalige Gelegenheit, an ein paar Informationen über meine Feindin heran zu kommen, die mit größter Wahrscheinlichkeit sogar stimmten. »Und wofür seid Ihr bekannt?«
Die Frage bereitete ihr eindeutig Unbehagen, was man nur zu gut erkennen konnte. Sie strich nervös eine Strähne hinter ihr Ohr, die ständig wieder in ihr Gesicht viel, und schien auch sonst nicht eben entspannt. »Nun, wie soll ich sagen... ich bin eine Schurkin.«
Mein Kinnladen klappte nach unten und ich starrte sie mit großen Augen an. Meine Miene musste dermaßen erstaunt sein, dass sie ihr sogar ein winziges, belustigtes Lächeln auf die Lippen zauberte und ich eiligst meinen Mund wieder schloss. »Ihr seid eine Schurkin?! Aber... wieso kämpft Ihr dann mit einem Langschwert?«
»Wohl nur aus einem Grund.« Sie sah mich finster an, und mir war sofort klar, was sie meinte: Krieger, die 'Schurken' genannt wurden, kämpften gerne mit Dolchen oder anderen, verhältnismäßig kleinen Waffen, oftmals sogar beidhändig. In ihrem Fall gestaltete sich das jedoch als ziemlich schwierig, da ich ihr einziges Kurzschwert geklaut hatte. Ich grinste sie breit an, als ich erwiderte: »Aber das ist noch immer nicht alles. Seid Ihr etwa eine Geächtete?«
Die Elfe zuckte zusammen, als sie das Wort vernahm, und nickte dann langsam. »Meine Familie war streng dagegen, aber es war... mein Schicksal.« Sie schwieg kurz und sah mich dann mit einem beinahe entschuldigenden Lächeln an.
Ich überlegte einen Moment, bevor ich antwortete: »Und jetzt habt Ihr Angst, dass Eure Familie Euch hier findet?«
Wieder nickte sie, diesmal ein wenig lebhafter. Ich sah sie noch einen Augenblick lang gleichgültig an, bevor ich wieder meinen Kopf zur Seite wendete. »Ihr habt mich auf offener Straße angegriffen, auch wenn es einen mehr oder weniger gerechtfertigten Grund dafür gab. Allerdings sind Kämpfe auf den Straßen Ironforges strengstens untersagt und werden mit langen Haftstrafen geahndet. Macht Euch also keine Hoffnung, allzu früh wieder das Licht der Sonne zu sehen.«
»Aber... das ist...« Ihre bebende Stimme erstarb vollkommen. Kurz legte sich Stille über mein Gefängnis, bis sie von leisem Schniefen durchbrochen wurde. Mit einem Seufzer auf den Lippen richtete ich mich auf. »Jetzt hört schon auf zu flennen wie ein Kind -«
»Das ist allein deine Schuld!« Ihre Hände schoss nach vorne, packte den Kragen meines Hemdes und zog mich nach vorne, wobei augenblicklich Schmerzen durch meine Hüfte zuckten. Überrumpelt von der plötzlichen Attacke fand ich mich einen Moment später direkt vor ihrem Gesicht wieder. Tränen glitzerten in ihren wunderschönen Augen, rannen ihrer Wange hinab. Das Haar hatte sich gelöst und hing nun wirr herunter. »Hätte ich dich niemals getroffen, wäre all das nicht passiert! Ohne dich wäre ich nicht hier! Ohne dich wäre ich noch immer da draußen und hätte keine Sorgen! Ohne dich...« Ihre letzten Worte ertranken in den Schluchzern. Ihr gesamter Körper zitterte, die Finger verkrampften sich im Stoff des Hemds.
Und während ich sie perplex anstarrte, begriff ich langsam, geradezu schleppend, dass sie Recht hatte.
 
Hamma!!!!^^ Sehr nice. Meine Story bzw den prolog setz ich auch mal jetzt rein.^^
 
echt ne sehr gute geschichte^^

hoffe das bald ne fortsetzung aufm tisch liegt!!!
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So nach dem ich hier so viele Lobeshümen über dich gehört habe, dachte ich mir, dass ich mal als grosser Fantasyfan eines deiner Werke lesen muss. Ich kann wirklich nur sagen: sehr sehr gut. Ein sehr spannender Erzählstyl und eine packende Story die einem richtig fesselt und man kaum mehr aufhören kann. Es hat zwar noch ein paar kleine Formulierungsfehler und Rechtschreibfehler aber das findet man auch bei den grossen Autoren.

Jetzt muss ich leider auf eine Fortsetzung warten.
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Mal sehen ob aus diesen 2 Streithähnen noch ein Liebespaar wird
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Schon geschrieben wieder mal und das ende erst Hammer das läst einen so richtig schön viel spiel raum für die Fantasi
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Wann kommt denn was neues?
 
Sobald ich´s für möglich halte. Und heute tritt eben dieser Fall ein. Ich möchte nur auf Nummer Sicher gehen und die Story selbst nochmals durchlesen, bevor ich mich in Ungereimtheiten verstricke und es wieder einmal nicht schaffe, eine Geschichte fertig zu stellen. Bisher habe ich nämlich an die vier Stück angefangen und niemals beendet...
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Kapitel 8

Die Tage im Gefängnis gestalteten sich einfacher, als ich erwartet hätte.
Die Zwerge waren, was ihre Gastfreundschaft gegenüber Schurken und Dieben anging, sehr zuvorkommend, zumindest solange besagte Übeltäter vorher gute Dienste geleistet hatten. In meinem Fall war ich die Quelle einiger wichtiger Informationen gewesen und hatte so einen gewissen Respekt unter den kleinen Männern erhalten. Dementsprechend gut erging es mir in meinem Käfig: ich erhielt regelmäßig etwas zu essen, hatte eine einigermaßen weiche Pritsche zur Verfügung und mich schon bald von meiner Verletzung erholt, nicht zuletzt aufgrund der Heilfähigkeiten einer Zwergin, dessen Namen ich niemals erfahren hatte. Sie lächelte mich immer nur wohlwollend an, wenn sie einen Zauber sprach, und verließ danach mit eiligen Schritten den Kerker, nicht ohne der Nachtelfe einen giftigen Blick zuzuwerfen.
Mein Verdacht, den ich schon länger gehegt hatte, bestätigte sich im Laufe der Zeit: das kleine Volk verstand sich nicht eben blendend mit den Spitzohren, was wohl an gegenseitigen Vorurteilen lag, die sich oftmals auch bewahrheiteten. Elfen waren bekanntermaßen sehr eitel, gehoben und betrachteten sich gerne als die höchsten Geschöpfe der gesamten Erde. Zwerge hingegen waren streitbar, sehr von Gold angetan und eher einen rauen Umgangston gewohnt. Diese Unterschiede führten zwangsläufig zu Zwistigkeiten, welche die Frau nun zu spüren bekam.
Obwohl wir nun auf einer Stufe gestellt waren, sprach ich sie nach wie vor höflichst an. Meistens ignorierte sie mich, selten blickte sie mich einmal mit traurigen oder wütenden Augen an. Wir sprachen nicht viel, doch wir kamen miteinander aus.
Ich lag gerade auf meiner Pritsche und arbeitete nach wie vor an meiner Flucht, als leise Schritte vom Gang her ertönten. Sie konnten keinem Zwergen gehören: ihre schweren und gepanzerten Stiefel machten einen höllischen Lärm, durch den man sie auch schon auf meilenweiter Entfernung erkennen konnte. Einen Gnom schloss ich kategorisch aus. Der einzige, den ich zu Gesicht bekommen hatte, war jener, der meine Mitgefangene in den Kerker gebracht hatte.
Kaum dass ich mich aufgerichtet und interessiert zur Zellentür geschaut hatte, kam ein junger Mann ins Sichtfeld. Er mochte vielleicht 20 Winter hinter sich gebracht haben, war mit einem Schwert bewaffnet, dass auf mich eher den Eindruck machte, dass er es zum Holzhacken verwendete, und trug bequeme, jedoch warme Pelzkleidung. Ein geradezu überdimensionaler Rucksack ragte zu beiden Seiten hervor. Das runde und warme Gesicht wurde von einem wilden, roten Haarschopf gekrönt. Mit einem schüchternen Lächeln sagte er: »Ich grüße Euch, Mylady.«
Ein wenig verwirrt drehte sich die Angesprochene, die bisher ihren Rücken der Tür zugewandt hatte, um, und erblickte den Jüngling. Einen Augenblick lang erstarrte sie, dann ging sie mit einem breiten Lächeln auf ihren Gegenüber zu. »Der Bibliothekar! Was macht Ihr hier?«
Anscheinend hatte der junge Mann mit dieser Frage gerechnet, denn er setzte sofort zu einer Antwort an. »Nun, nach dem Zusammentreffen mit Euch kam mir der Gedanke, dass ich vielleicht einmal wieder eine Reise antreten sollte... und ich bin Euch einfach gefolgt.« Sein Grinsen wurde noch eine Spur breiter, als er die erfreute Miene der Elfe erkannte. »Aber warum seid Ihr eingesperrt? Ich hörte, Ihr habt einen Verbrecher gejagt, der Euch bestohlen hat?«
Die Frau warf mir einen kurzen, von Gift triefenden Blick zu. Auch die Augen des mir Unbekannten fielen auf mich, und ich winkte ihm fröhlich zu. »Tag auch.«
»Ja, ich habe ihn gejagt und gefangen.« Die Stimme der Elfe klirrte wie Eis. »Dummerweise wusste ich nicht, dass es in Ironforge verboten ist, Vogelfreie aus Stormwind zu jagen.«
»Oh, ich bin schon vogelfrei?« Vergnügt sprang ich auf und schlenderte betont locker zu dem Gitter, um den jungen Mann einer genaueren Prüfung zu unterziehen. Er machte nicht eben den Eindruck eines erfahrenen Kämpen, sondern eher eines Muttersöhnchens, dass sich endlich getraut hat, alleine in die Welt aufzubrechen.
Mein Gegenüber öffnete den Mund, als ich mit meiner Inspektion fertig war. »Dürfte ich wohl Euren Namen er-«
»Nein, dürft Ihr nicht.« Ich schüttelte leicht lächelnd den Kopf. Ich wusste schon jetzt genau, warum das Kerlchen der Elfe gefolgt war. Anscheinend hatte er noch nicht viele dieser bezaubernden Geschöpfe gesehen, vor allem nicht, wenn sie mal in Rage waren.
»Er heißt Drênak Fasthand.« Die Frau strich sich eine Strähne hinter die Ohren, und das mit solch einer Eleganz, dass der Jüngling nicht umhin konnte, sie kurz und mit strahlenden Augen anzusehen, bevor er sich wieder mir zuwandte. »Der stadtbekannte Dieb und Unruhestifter Drênak Fasthand?! Derjenige, der sogar vor der Kathedrale nicht Halt gemacht hat?«
Ich musste anfangen zu lachen; der Gedanke daran, wie der nackte Priester in die Dunkelheit verschwunden war, amüsierte mich nach wie vor. Als ich mich schließlich beruhigt hatte, erwiderte ich mit tränenden Augen: »Und was wollt Ihr hier, Herr Bibliothekar? Solltet Ihr nicht ein paar Bücher hüten? Oder seid Ihr etwa auf etwas anderes aus...« Ich zwinkerte ihm mit einem schelmischen Grinsen zu und deutete zugleich verstohlen auf die Elfe. Sofort wurde der Kopf des Mannes rot wie ein reifer Apfel. Die Frau hingegen schaute abwechselnd zwischen uns beiden hin und her, bis sie schließlich mit einem gefährlichen Unterton in der Stimme fragte: »Auf was soll er aus sein?«
»Oh, ich sage nichts mehr.« Gespielt eitel drehte ich mich um, bis mir ein Gedanke kam und ich mich nochmals an den Jüngling wandte. »Eine Bitte: sucht in Ironforge nach einer Gnomin namens Apoleia Fuzzlewuzzle und richtet ihr aus, dass ich womöglich ihre Hilfe benötige. Ihr findet sie höchstwahrscheinlich im 'Humpen'.«
»Äh... natürlich.« Verwirrt sah er mir nach, während ich vollkommen selbstzufrieden wieder zu meiner Pritsche ging und mich mit dem Gesicht zur Wand darauf legte. Natürlich spitzte ich meine Ohren, um das Gespräch mit zu verfolgen, welches die beiden nun führen mussten.
Gerade richtete der Jüngling wieder das Wort an die Frau, zwar gedämpft, doch gut zu verstehen. »Aber wer ist denn diese Gnomin -«
»Das ist wahrscheinlich genau die Gnomin, die mich halb besoffen mit einem Netz außer Gefecht gesetzt hatte, als ich ihn für seine Taten bestrafen wollte.« Die Elfe klang verbittert, was mir ein für sie unsichtbares Lächeln auf die Lippen zauberte. Kurz herrschte Stille, dann setzte sie fort: »Wenn ich nur wüsste, was er mit dieser Hilfe meint... hat sie etwa Kontakte, die ihn hier herausholen könnten?«
»Dann schlage ich vor, dass ich sie davon überzeuge, auch Euch freizulassen!«
»Das wäre... fantastisch!« Selbst auf diese Entfernung konnte ich die Hitze spüren, die gerade von dem Bibliothekar ausging. »Da fällt mir ein, ich kenne noch gar nicht Euren Namen...«
»Oh, natürlich! Wie dumm von mir... ich heiße Gregor. Gregor Bookworm.«
»Atunâ Silverarrow. Sehr erfreut, Eure Bekanntschaft zu machen!«
Ein innerlicher, langgezogener Seufzer verhallte schließlich. Ich gab das Belauschen der beiden auf. Anscheinend hatte die Elfe ihren neuen Kumpanen erst vor kurzem kennen gelernt, ich brauchte mir also gar keine Hoffnungen zu machen, weitere wichtige Informationen zu erhalten. Vielleicht würde es das Beste sein, einmal wieder ein wenig Schlaf zu bekommen. Wenn es dieser Hänfling tatsächlich fertig brachte, Apoleia zu verständigen, gab es eine berechtige Chance, noch diese Nacht von hier verschwinden zu können. Nachdem sie einmal einen Felsen in die Luft gesprengt und mich dabei fast getötet hatte, zweifelte ich nicht mehr an den Fähigkeiten der Gnomin. Zudem hatte ich schon länger nicht mehr geschlafen, was nicht zuletzt daran lag, dass ich stets den stechenden Blick meiner Mitgefangenen auf mich gespürt hatte. So ergriff ich die Gelegenheit, da sie abgelenkt war, schloss meine Augen und schlief bald darauf tief und fest.
 
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Mal sehen ob das mit der Flucht so klappt wie er denkt.
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Bookworm... cooler Name für einen Bibliothekar^^
Immer noch spannend, ich mach vielleicht auch mal eine Geschichte, aber ich muss mir erst die Handlung ausdenken, damit ich keinen Schrott schreibe. Hast schon recht, dass man in einer Geschichte auch mal den Faden verliert und dann in irgendwelchen nicht dazu passenden Fakten verheddert, Al Fifino. Also geh ich da vorsichtig ran.
Naja, immer schön weiterschreiben.
MfG, Anni
 
Super geschrieben wieder
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und das mit der flucht na ob das gut geht hoffe ja.
 
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