Benthragand
NPC
- Registriert
- 07.01.2009
- Beiträge
- 7
- Reaktionspunkte
- 0
Da es für andere Klassen bereits wirklich gute RP- Anleitungen für Anfänger gibt (natürlich von Barden geschrieben), würde ich gerne versuchen, Tipps für das Spielen von Runenbewahrern zu geben.
(ich gehe davon aus, dass andere RP- Regeln schon bekannt sind - ein "Ich-bekomme-einen-Ständer-wenn-der-Autoangriff-800-Schaden-krittet-" - RunenRofler wird sich hierhin wohl nicht verirren)
1. Ironischerweise müssten Runenbewahrer "Runen" wie ^^ nutzen dürfen... oder könnten damit zumindestens argumentieren. Weil dies aber ein schlechtes Vorbild für weniger sattelfeste RPler ist, sollte man´s lassen.
2. Barden, die Barden nicht spielen, sondern auch im echten Leben solche Begabungen aufweisen (wie Tjom), nutzen Techniken wie gereimte SNGs oder zuweilen sogar gereimte Spontangespräche im tänzelnden Pony - DAS dürfte allerdings zu schwierig für einen normalen Spieler auf die Dauer sein oder zu anstrengend vorzubereiten.
Runenbewahrer sind ähnlich sprachbegabt & noch wortlastiger (man muss sich nur die Namen der Fertigkeiten anschauen), aber dabei DEUTLICH ernster und weniger leichtfertig;
wie kann man damit umgehen?
(geordnet von leicht zu schwierig)
a) Pseudoverse nutzen, d.h. in Prosa schreiben, aber wie im Barock mit / eine kleine Pause andeuten oder die Sinneinheit abschließen.
Beispiel:
"Gehen wir nach Fornost? Sind RB 39 und Wä 43. Schurken, Kundige und Barden bevorzugt."
wird im RP zu
"Wer geht mit uns zum Kampfe nach Fornost?/ Ein Wächter begleitet mein kräftiges Wort/ Doch Diebe/ Und Kundige und Barden/ Wären erwünscht.
b) Stabreim, d.h. selbe Anfangsklänge, ganz im Sinne Tolkiens, denn Alliteration sind das bevorzugte Stilmittel in altnordischen Sprachen.
Beispiel: "mein mächtiges"
"Wer wagt´s, Fornost furchtlos zu erkunden?/Ein Wächter wacht über mein mächtiges Wort./Wehe dem Feind, wenn uns Schurken/wenn Kundige/ Wenn uns Barden begleiten."
c) Blankvers (wenngleich ein Hauptmann den auch gut verwenden kann, da z.B. Shakespeare die Lords im Blankvers hohe Rede halten lässt, aber das Volk in Prosa), das ist diese metrisch gebundene Sprache, in welcher zum Beispiel Schillers Theaterstücke aber auch Der Stellvertreter geschrieben wurden. Normalerweise verwendet man diesen Begriff nur für das jambische Hexameter (10-11 Silben je Vers, unbetont, betont, unbetont, betont usw.), aber wir wollen hier nicht übertreiben, ein erkennbarer Rhytmus und Versabschluss müssen reichen:
Obige Aussage im Blankvers
Wer geht zum Kampfe nach Fornost mit uns?/
Ein Wächter schützt mein Wort gewissenhaft;/
Doch weit´re Streiter braucht es noch zum Sieg:/
Besonders gern ein Barde oder Schurke -/
Doch auch, wer kundig ist, sei aufgerufen.
Kleiner Tipp: unerfahrene Dichter nutzen, um den Blankvers zu ermitteln, das 10-Finger- Zählsystem; bei jeder Silbe einfach den jeweils folgenden Finger heben, beginnend mit dem Daumen ;-)
11 Silben kommen beim Jambus (unbetont, betont, unbetont, betont...) zustande, wenn die letzte Silbe unbetont ist, etwa, wenn ein Verb im Plural steht, wie machen.
3. Verhalten
Runenbewahrer ähneln stilistisch den Kundigen. Beispiel für Eigenschaften:
Sie sind schroff, arrogant, geheimniskrämerisch, vielleicht auch mürrisch oder zynisch. Sie sehen andere als Mittel zum Zweck, als Rädchen in ihrem großen Plan. Sie neigen zu moralischem Relativismus. Sie können allerdings auch getarnte Idealisten sein (laut Gut- Böse- Spielmechanik müssen sie es sogar), die sich mit ihrem egozentrischen Verhalten lästige Bittsteller vom Hals halten wollen, um sich auf den Kampf gegen das Böse zu konzentrieren.
Sie sind Freigeister im Geiste, in der Praxis achten sie jedoch Autorität als notwendiges Übel.
Sie sind auch eine der 4 Klassen, die gut Wahnsinn beinhalten können - neben dem sprichwörtlich manisch-depressiven Barden, dem sadistisch- schizophrenen Waffenmeister (mein Axt flüstert mir zu, dass Ihr sterben werdet, Ork... bald!) und dem Kundigen.
So, das war´s erstmal, vielleicht fallen euch noch andere Ideen zum guten Rollenspiel für Runenbewahrer ein!
(ich gehe davon aus, dass andere RP- Regeln schon bekannt sind - ein "Ich-bekomme-einen-Ständer-wenn-der-Autoangriff-800-Schaden-krittet-" - RunenRofler wird sich hierhin wohl nicht verirren)
1. Ironischerweise müssten Runenbewahrer "Runen" wie ^^ nutzen dürfen... oder könnten damit zumindestens argumentieren. Weil dies aber ein schlechtes Vorbild für weniger sattelfeste RPler ist, sollte man´s lassen.
2. Barden, die Barden nicht spielen, sondern auch im echten Leben solche Begabungen aufweisen (wie Tjom), nutzen Techniken wie gereimte SNGs oder zuweilen sogar gereimte Spontangespräche im tänzelnden Pony - DAS dürfte allerdings zu schwierig für einen normalen Spieler auf die Dauer sein oder zu anstrengend vorzubereiten.
Runenbewahrer sind ähnlich sprachbegabt & noch wortlastiger (man muss sich nur die Namen der Fertigkeiten anschauen), aber dabei DEUTLICH ernster und weniger leichtfertig;
wie kann man damit umgehen?
(geordnet von leicht zu schwierig)
a) Pseudoverse nutzen, d.h. in Prosa schreiben, aber wie im Barock mit / eine kleine Pause andeuten oder die Sinneinheit abschließen.
Beispiel:
"Gehen wir nach Fornost? Sind RB 39 und Wä 43. Schurken, Kundige und Barden bevorzugt."
wird im RP zu
"Wer geht mit uns zum Kampfe nach Fornost?/ Ein Wächter begleitet mein kräftiges Wort/ Doch Diebe/ Und Kundige und Barden/ Wären erwünscht.
b) Stabreim, d.h. selbe Anfangsklänge, ganz im Sinne Tolkiens, denn Alliteration sind das bevorzugte Stilmittel in altnordischen Sprachen.
Beispiel: "mein mächtiges"
"Wer wagt´s, Fornost furchtlos zu erkunden?/Ein Wächter wacht über mein mächtiges Wort./Wehe dem Feind, wenn uns Schurken/wenn Kundige/ Wenn uns Barden begleiten."
c) Blankvers (wenngleich ein Hauptmann den auch gut verwenden kann, da z.B. Shakespeare die Lords im Blankvers hohe Rede halten lässt, aber das Volk in Prosa), das ist diese metrisch gebundene Sprache, in welcher zum Beispiel Schillers Theaterstücke aber auch Der Stellvertreter geschrieben wurden. Normalerweise verwendet man diesen Begriff nur für das jambische Hexameter (10-11 Silben je Vers, unbetont, betont, unbetont, betont usw.), aber wir wollen hier nicht übertreiben, ein erkennbarer Rhytmus und Versabschluss müssen reichen:
Obige Aussage im Blankvers
Wer geht zum Kampfe nach Fornost mit uns?/
Ein Wächter schützt mein Wort gewissenhaft;/
Doch weit´re Streiter braucht es noch zum Sieg:/
Besonders gern ein Barde oder Schurke -/
Doch auch, wer kundig ist, sei aufgerufen.
Kleiner Tipp: unerfahrene Dichter nutzen, um den Blankvers zu ermitteln, das 10-Finger- Zählsystem; bei jeder Silbe einfach den jeweils folgenden Finger heben, beginnend mit dem Daumen ;-)
11 Silben kommen beim Jambus (unbetont, betont, unbetont, betont...) zustande, wenn die letzte Silbe unbetont ist, etwa, wenn ein Verb im Plural steht, wie machen.
3. Verhalten
Runenbewahrer ähneln stilistisch den Kundigen. Beispiel für Eigenschaften:
Sie sind schroff, arrogant, geheimniskrämerisch, vielleicht auch mürrisch oder zynisch. Sie sehen andere als Mittel zum Zweck, als Rädchen in ihrem großen Plan. Sie neigen zu moralischem Relativismus. Sie können allerdings auch getarnte Idealisten sein (laut Gut- Böse- Spielmechanik müssen sie es sogar), die sich mit ihrem egozentrischen Verhalten lästige Bittsteller vom Hals halten wollen, um sich auf den Kampf gegen das Böse zu konzentrieren.
Sie sind Freigeister im Geiste, in der Praxis achten sie jedoch Autorität als notwendiges Übel.
Sie sind auch eine der 4 Klassen, die gut Wahnsinn beinhalten können - neben dem sprichwörtlich manisch-depressiven Barden, dem sadistisch- schizophrenen Waffenmeister (mein Axt flüstert mir zu, dass Ihr sterben werdet, Ork... bald!) und dem Kundigen.
So, das war´s erstmal, vielleicht fallen euch noch andere Ideen zum guten Rollenspiel für Runenbewahrer ein!
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: