Khanor
Dungeon-Boss
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Der Betreff ist Programm.
Ich bin beeindruckt davon, dass es gerademal 8:00 Uhr ist und das Außenthermometer schon gute 10 bis 11° anzeigt. Bei dem wetterigen Hin und Her und doch-wieder-nicht der letzten Wochen ist das nahezu unglaublich.
Hand in Hand damit geht meine Beeindruckung, dass ich seit gestern mittag die Heizungen aus habe und sich keine Eiszapfen an den Möbeln bilden.
Ich bin beeindruckt davon, dass in den letzten 6 Stunden kein neuer Blogeintrag auf mybuffed verfasst wurde - wenn man meinen letzten aus der Rechnung raus nimmt sogar über 8 Stunden. Es gab mal Zeiten in denen der Veröffentlichungsschnitt hier bei ca. 2bpm lag (hier sind nicht "Beat per minute" gemeint sondern "Blogs per minute". Ich fand den Abkürzungsmissbrauch grad witzig).
Was mich wohl am allermeisten beeindruckt ist, dass mein Handy seit gestern abend schweigt. Nicht, dass es zu den sich permanent meldenden Utensilien meines Lebens zählt, nein. Ich meine, dass ich noch keinen Anruf erhalten habe und mich eine weinerliche Stimme anfleht sie von Rastplatz XYZ abzuholen.
Sofern die Uhr hier die korrekte Zeit angibt hat Yvonnes OP-Termin nämlich vor acht Minuten begonnen. Nicht, dass sie zu den Leuten gehört, die solche Dinge leichtfertig in die Ecke wirft und ich deswegen auf einen solchen Anruf gewartet habe. Ich bin nur schwer beeindruckt davon, dass es nun soweit ist und sie ohne Panikattacken der ganzen Geschichte entgegen gegangen ist.
Ca. 60 % der Leute, die sich für die lange Behandlung inklusive Operation und anschließender langer Nachbehandlung entscheiden kriegen kalte Füße und werfen das ganze hin. Sie aber nicht, sie zieht das tatsächlich durch.
Das hat natürlich auch positive Nebeneffekte, denn die Krankenkasse erstattet einen Teil der Kosten, sofern die Geschichte bis zum Letzten durchgestanden wird, aber wie gesagt: Nebeneffekt.
Ich bin beeindruckt davon was für ein Durchhaltevermögen Yvonne an den Tag gelegt hat und noch immer tut. Für jemanden, der mindestens so panische Angst vor Spritzen hat wie ich (wenn nicht noch mehr) muss das Entgegensehen auf eine Operation bestimmt der blanke Horror sein... Ich persönlich wäre sowas von im Eimer, ein nervliches Wrack seit Wochen, ein flennendes Häufchen Elend in irgendeiner Ecke.
Nicht so Yvonne. Und das beeindruckt mich. Schwer.
Nicht, dass es nicht den einen oder anderen Moment gegeben hätte in dem sie schwach wurde. Das ist ja wohl selbstverständlich. Aber es ist soweit und sie macht es wirklich.
Ich habe ihr in den letzten Tagen immer viel Mut zugesprochen. Sie aufgebaut und gesagt, dass die kommende Woche zwar die schwerste der gesamten Zeit werden würde, mit Krankenhausaufenthalt weitab des gemütlichen heimischen Sofas etc., aber auch diese Woche wie alles andere schneller vorbei geht als man dachte und danach alles besser wird. Aber was helfen einem in solchen Momenten solche Aussagen? Das ist genau wie einem gebrochenen Herzen sagen, dass es 'irgendwann' besser werden wird. Kurz gesagt: das bringt gar nichts. Man weiß es doch selbst, aber Trost spendet es keinem.
Was in meiner Rolle besonders schwer daran war: ihr Mut zusprechen, den ich selbst nicht hatte. Ich habe mich entspannt gegeben, zuversichtlich und ruhig um ihr eben diese Gemütszustände auch einzubringen, aber ehrlich gesagt hatte ich all das selbst nicht vorrätig. Ich hätte nicht in dieser Situation sein wollen, ich hätte eine unglaubliche Angst gehabt, die mich fertig gemacht hätte.
Und auch jetzt fühle ich mich nicht besonders wohl. Sie wird jetzt wahrscheinlich entspannt narkotisiert sein und wenn sie in drei bis vier Stunden aufwacht nur noch mit der Genesung, nicht aber mit der Angst beschäftigt sein müssen. Ich für meinen Teil bin aber gerade nicht sonderlich in Hochstimmung.
Vielleicht kann man das ja nachvollziehen. Und vielleicht könnt ihr auch nachvollziehen, worauf ich mit diesem Blog eigentlich hinaus will, denn mir fehlen gerade ein wenig die richtigen Worte dazu.
Wirklich, ich bin schwer beeindruckt und sehr stolz. Auch wenn das vielleicht nicht jeder nachvollziehen kann, da sich täglich tausende Leute operieren lassen, freiwillig und unfreiwillig. Aber so als offiziell eng Beteiligter erscheint das ganze dann doch in einem anderen Licht.
Komm gut heim, kleiner Stern.
Ich bin beeindruckt davon, dass es gerademal 8:00 Uhr ist und das Außenthermometer schon gute 10 bis 11° anzeigt. Bei dem wetterigen Hin und Her und doch-wieder-nicht der letzten Wochen ist das nahezu unglaublich.
Hand in Hand damit geht meine Beeindruckung, dass ich seit gestern mittag die Heizungen aus habe und sich keine Eiszapfen an den Möbeln bilden.
Ich bin beeindruckt davon, dass in den letzten 6 Stunden kein neuer Blogeintrag auf mybuffed verfasst wurde - wenn man meinen letzten aus der Rechnung raus nimmt sogar über 8 Stunden. Es gab mal Zeiten in denen der Veröffentlichungsschnitt hier bei ca. 2bpm lag (hier sind nicht "Beat per minute" gemeint sondern "Blogs per minute". Ich fand den Abkürzungsmissbrauch grad witzig).
Was mich wohl am allermeisten beeindruckt ist, dass mein Handy seit gestern abend schweigt. Nicht, dass es zu den sich permanent meldenden Utensilien meines Lebens zählt, nein. Ich meine, dass ich noch keinen Anruf erhalten habe und mich eine weinerliche Stimme anfleht sie von Rastplatz XYZ abzuholen.
Sofern die Uhr hier die korrekte Zeit angibt hat Yvonnes OP-Termin nämlich vor acht Minuten begonnen. Nicht, dass sie zu den Leuten gehört, die solche Dinge leichtfertig in die Ecke wirft und ich deswegen auf einen solchen Anruf gewartet habe. Ich bin nur schwer beeindruckt davon, dass es nun soweit ist und sie ohne Panikattacken der ganzen Geschichte entgegen gegangen ist.
Ca. 60 % der Leute, die sich für die lange Behandlung inklusive Operation und anschließender langer Nachbehandlung entscheiden kriegen kalte Füße und werfen das ganze hin. Sie aber nicht, sie zieht das tatsächlich durch.
Das hat natürlich auch positive Nebeneffekte, denn die Krankenkasse erstattet einen Teil der Kosten, sofern die Geschichte bis zum Letzten durchgestanden wird, aber wie gesagt: Nebeneffekt.
Ich bin beeindruckt davon was für ein Durchhaltevermögen Yvonne an den Tag gelegt hat und noch immer tut. Für jemanden, der mindestens so panische Angst vor Spritzen hat wie ich (wenn nicht noch mehr) muss das Entgegensehen auf eine Operation bestimmt der blanke Horror sein... Ich persönlich wäre sowas von im Eimer, ein nervliches Wrack seit Wochen, ein flennendes Häufchen Elend in irgendeiner Ecke.
Nicht so Yvonne. Und das beeindruckt mich. Schwer.
Nicht, dass es nicht den einen oder anderen Moment gegeben hätte in dem sie schwach wurde. Das ist ja wohl selbstverständlich. Aber es ist soweit und sie macht es wirklich.
Ich habe ihr in den letzten Tagen immer viel Mut zugesprochen. Sie aufgebaut und gesagt, dass die kommende Woche zwar die schwerste der gesamten Zeit werden würde, mit Krankenhausaufenthalt weitab des gemütlichen heimischen Sofas etc., aber auch diese Woche wie alles andere schneller vorbei geht als man dachte und danach alles besser wird. Aber was helfen einem in solchen Momenten solche Aussagen? Das ist genau wie einem gebrochenen Herzen sagen, dass es 'irgendwann' besser werden wird. Kurz gesagt: das bringt gar nichts. Man weiß es doch selbst, aber Trost spendet es keinem.
Was in meiner Rolle besonders schwer daran war: ihr Mut zusprechen, den ich selbst nicht hatte. Ich habe mich entspannt gegeben, zuversichtlich und ruhig um ihr eben diese Gemütszustände auch einzubringen, aber ehrlich gesagt hatte ich all das selbst nicht vorrätig. Ich hätte nicht in dieser Situation sein wollen, ich hätte eine unglaubliche Angst gehabt, die mich fertig gemacht hätte.
Und auch jetzt fühle ich mich nicht besonders wohl. Sie wird jetzt wahrscheinlich entspannt narkotisiert sein und wenn sie in drei bis vier Stunden aufwacht nur noch mit der Genesung, nicht aber mit der Angst beschäftigt sein müssen. Ich für meinen Teil bin aber gerade nicht sonderlich in Hochstimmung.
Vielleicht kann man das ja nachvollziehen. Und vielleicht könnt ihr auch nachvollziehen, worauf ich mit diesem Blog eigentlich hinaus will, denn mir fehlen gerade ein wenig die richtigen Worte dazu.
Wirklich, ich bin schwer beeindruckt und sehr stolz. Auch wenn das vielleicht nicht jeder nachvollziehen kann, da sich täglich tausende Leute operieren lassen, freiwillig und unfreiwillig. Aber so als offiziell eng Beteiligter erscheint das ganze dann doch in einem anderen Licht.
Komm gut heim, kleiner Stern.