Ich poste mal hier, was ich auch in dem anderen Grind-Thread gepostet hab.
Disclaimer: Dies ist KEIN WoW-Flame-Post, sondern eine kritische Analyse der Situation.
Es gibt momentan einfach 2 unterschiedliche Arten von MMO Spielern.
Generation 1, die mit post-launch WoW aufgewachsen sind. Quests so weit das Auge reicht, Level bekommt man nachgeworfen, und selbst der Grind (z.B. Fraktionen, Daily Quests) ist so geschickt verpackt, dass er nicht als solcher wahrgenommen wird.
Und Generation 2, die schon vor WoW MMOs gespielt hat, oder über ein ganz anderes MMO zu Aion kam. Die sinds gewohnt, dass nicht alles perfekt, einfach und auf dem Silbertablett angereicht wird. Diese Generation erinnert sich noch an Spiele, in denen es, bis auf eine Hand voll, keine Quests gab.
Natürlich muss man mit der Zeit gehen, und es ist auch keine Möglichkeit, heutzutage in einem MMO keinen Quest-Content anzubieten (insbesondere im Westen, und selbst im Osten), aber die komplett-Verweichlichung, die mit WoW eingeführt wurde, schadet allen anderen Spielen, die aus Kosten- und Zeitgründen einfach nicht dieselbe Menge an Content in Ihr Spiel integrieren können.
Zu vergleichen wäre das wirklich mit einem verwöhnten Kind. Wenn man als Einzelking aufwächst und ständig verhätschelt wird, jeden Tag Süßigkeiten, das Essen wird serviert, Taschengeld gibts so viel man braucht, und dem Kind auch sonst jeder Wunsch von den Augen abgelesen. Da ist jetzt schon Stress vorprogrammiert, wenn dieses Kind dann beispielsweise von einer bürgerlichen Familie adoptiert würde, wo es auf einmal beim Abwasch und Kochen helfen muss, es aus Kostengründen nur einmal die Woche Süßigkeiten gibt, und auch das Taschengeld auf einmal begrenzt ist.
Und anders ist es bei MMOs auch nicht. Die "verwöhnten" WoW-Spieler, die es eben nicht anders kennen, finden es natürlich schrecklich und gar unvorstellbar, dass man nicht die gensamte Levelkurve innerhalb von 4 Wochen mit ausschließlich Quests hinter sich bringen kann, während das für Leute dies anders gewohnt sind natürlich einfacher ist sich hier einzufinden.
Fazit ist also, ganz nach dem Fisherman's Friend Werbespruch: Aion. Ist es zu hart, bist du zu schwach.