Vampire

Trambolin

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Vampire oder Fürsten der Dunkelheit sind mächtige Untote, die jedoch durch den Fluch des Vampirismus gezwungen sind, sich vom Blut Sterblicher zu ernähren. Außerdem besitzen sie kein Spiegelbild, verabscheuen Knoblauch und schrecken vor heiligen Symbolen und geweihten Waffen zurück, sind dafür aber stärker und schneller als jeder Mensch, schwer zu töten und nahezu unsterblich. Sie können einem Bären mit einem Schlag das Rückrat brechen, einen Krieger in voller Rüstung in zwei Teile spalten und die finsteren Winde der Magie erspüren und nach eigenem Gutdünken einsetzen. Geister und Tote beugen sich ihrem Willen, die Bestien der Dunkelheit sind ihre Sklaven und so folgen ihnen Wölfe und Fledermäuse, wo immer sie sich hinwenden.

Vampire aller Vampirclans, wie die Blutlinien auch genannt werden, können ihren Fluch weitergeben, und vampirische Nachkommen erschaffen, die alle die speziellen Eigenheiten und Vampirkräfte ihres Clans tragen. Dies wird durch den soggenannten Blutkuss ermöglicht, bei dem die Vampire ihre "Erwählten" nach dem Aussaugen von ihrem eigenen Blut trinken lassen. Danach lassen sie das Opfer mittels ihrer hypnotischen Kräfte den Vorfall vergessen. Das Opfer wird immer schwächer und stirbt danach an scheinbar natürlichen Ursachen wie Fieber. Selbst die Edelsten werden zu bösartigen und finsteren Wesen, der Rote Herzog ist hier ein gutes Beispiel. Es heißt, das jeder Vampir nur einen einzigen Blutkuss weiterreichen kann und die neuerschaffenen Vampire mit jeder Generation schwächer sind, als ihre Erschaffer.


Vlad von Karstein
Die alte Stadt Lahmia im Osten Nehekharas war der Ort, an dem die ersten Vampire auftauchten. Geführt von ihrer Königin Neferata, die den Fluch des Vampirismus in die Warhammerwelt brachte, waren sie dort über viele Jahrhunderte die grausamen und unsterblichen Herrscher über die Masse der Menschen, die den Hauptteil der Einwohner ausmachten. Heute ist Lahmia aber nur noch eine Ruine.

Ushoran, der Herrn der Masken, einer der Vampire, die der Vernichtung Lahmias entkommen waren, gründete sein Reich im Südosten der Alten Welt. Der Name dieses Landes, in welchem die sterblichen Menschen und ihre vampirischen Herren relativ friedlich zusammenlebten, war Strigos. Durch die Missgunst der Schwesternschaft der Lahmia, welche die Menschen der Stämme des späteren Imperiums zum Krieg gegen Strigos aufhetzten und einen Ork-Waaagh! Der in Ushorans Abwesenheit über sein Land herfiel, wurde Strigos vernichtet und Ushoran fiel bei dem Angriff.

Das düstere Land Sylvania unter der Herrschaft Vlad von Carsteins und seiner Nachfolger - bis hin zu Manfred von Carstein - kann man auch als ein Vampirkönigreich betrachten. Auch hier akzeptierte die ungebildete und bitter arme menschliche Bevölkerung ihre vampirischen Herren ohne zu fragen. Als Vlad von Carstein die Vampirkriege vom Zaun brach, marschierten die Bauernmilizen sogar bereitwillig an der Seite von Skelett- und Zombieregimentern gegen das übrige Imperium in den Krieg.

Neue Vampire tauchen in Bretonia nur recht selten auf, doch wenn dies geschieht, sind sie ausgesprochen mächtig und gefährlich, da sie zum Adel zählen und ihre Gefolgschaft ihnen auch nach dem Tod per Eid gebunden sind. Sie besitzen somit eine nicht zu unterschätzende Befehlsgewalt.

Vampire sind auf der gesammten Warhammerwelt beheimatet. Niemand weiß wie weit der Einfluss der Vampire in den Staaten der Menschen wirklich reicht. In der Vergangenheit hatten Vampire aber schon oft die Führungsriegen der jeweiligen Staaten in der Hand. Von den Ebenen Kislevs bis zu den Hügeln Bretonias, von Sylvania bis in das Graue Gebirge gibt es viele Orte unrühmlicher Bekanntheit.

Nach dem 1.Fall Nagashs plünderten die siegreichen Menschen die Schwarze Pyramide und vernichteten alle unheiligen Artefakte und Werke, um die Welt für immer von den finsteren Kreationen Nagashs zu befreien. Neferata, Lahmizzars Tochter und neue Königin Lahmias, führte die Truppen bei der Säuberung der Schwarzen Pyramide an und stieß dabei auf eines der Neun Bücher des Nagash, in denen der Priesterkönig sein gesamtes nekromantisches Wissen niedergeschrieben hatte und die heute in der ganzen Welt bekannt und berüchtigt sind.


Vampirfürstin
Das verfluchte Buch rief nach ihr und flehte sie an, es aus den reinigenden Flammen zu retten. Die Königin nahm das Buch mit ehrbaren Absichten; sie wollte sein Wissen benutzen, um das Böse zu bekämpfen, das Nagash auf die Welt losgelassen hatte. Doch das Buch war durch und durch von dunklen Energien durchdrungen und wirkte seine finstere Magie. Schon bald war Neferata fasziniert von den makaberen Experimenten, die Nagash an seinen Sklaven durchgeführt hatte und die auf den Seiten beschrieben waren, und schon bald erprobte sie selbst einige der einfacheren Theorien des Nekromanten. Zuerst war es lediglich unschuldige Faszination, schon bald aber war Neferata besessen von Nagashs Suche nach Unsterblichkeit.

Neferatas Stolz sollte ihr zum Verhängnis werden, denn sie glaubte dort triumphieren zu können, wo Nagash gescheitert war. Sie vollzog seine unmenschlichen Rituale und schuf ein Elixier, das schwarz wie die Nacht war und wie der Staub alter Gräber roch. Zu ihren Ahnen betend, füllte sie einen Kelch mit dem Gebräu und trank davon. Für einen Augenblick geschah nichts, dann aber überkamen die Königin unbeschreibliche Schmerzen und jede Faser ihres Körpers brannte in Agonie. Schon wenige Momente später verwandelten sich die folternden Schmerzen zu reiner Ekstase, ihre Sinne wurden von einer Flut völlig neuer Eindrücke überflutet und ihr Körper zitterte erregt unter dem Ansturm übernatürlicher Energien. Neferata fühlte, wie ihr Herz aufhörte, zu schlagen, doch trotzdem lebte und atmete sie weiterhin und sie hatte ein unheimliches Verlangen nach Blut. Der erste Vampir war gebohren...
 
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