Whinen mal anders...

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dump

NPC
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So, da die Threads, an denen sich die Geister scheiden, hier Überhand nehmen, nutze ich mal die Gelegenheit und gebe auch meinen Senf dazu.

Ich habe mir jetzt mal eine Zeit lang angeschaut, wie es in der WOW-Community so aussieht. Ständig liest man nur: WOW ist tot, liegt im sterben, ist scheiße, ist langweilig, früher war alles besser. Andererseits: es gibts nichts Besseres als WOW, das Spiel war nie besser als jetzt, es gibt so viel zu tun.... Aber irgendwie sträubt sich alles in mir davor, mich einer dieser Meinungen anzuschließen. Zum einen weil ich finde, dass es für ein Spiel (ja, WOW ist in der tat ein Spiel wie jedes andere!!!) ein viel zu hoch gepushtes Diskussionspotenzial ist, und zum anderen weil ich mit meiner Persönlichkeit und meinen Eindrücken niemals eine solche Bandbreite repräsentieren werde und es auch nicht vor habe.
Eine Frage stellt sich mir jedoch immerwieder: Warum genau ist WOW denn nun so schlecht? Es kann doch nicht im Ernst sein, dass nur daran liegt, dass es zu "einfach" ist? Einem Gymnasiasten wäre auch eine Klausur aus der Hauptschule zu einfach, aber der Hauptschüler fällt trotzdem durch. Ich denke einen solch hochgradig relativen Begriff darf man nicht einfach so in den Raum stellen, um nicht zu sagen: Er hat hier eigentlich nichts verloren!
Oder ist es wirklich weil man sich nicht mehr über das Equipment profilieren kann? Schon möglich, dass das Wort "Epic" im Laufe der Zeit an Wert verloren hat, schon möglich, dass es nun einfacher ist an epische sachen zu kommen, beispielsweise durch PvP. Aber bitte - muss man das denn wirklich so überbewerten? Das einzige was sich in dieser Hinsicht wirklich verändert ist doch lediglich der Schwerpunkt. Früher waren Epics an sich das Maß der Dinge, heute sind es _gute_ Epics. Jedem steht es frei, jemanden nicht mitzunehmen, weil man ihm ansieht, dass er sein Equipment lieblos beim 'rumstehen in irgend einem BG gefarmt hat. Wenn man der Meinung ist, PvP habe im PvE nichts zu suchen, dann steht es doch frei dieser Philosophie zu folgen. Und was dann noch übrig bleibt: _Gute_ Epics aus Naxx & Co. sind meist besser als die aus den heroischen Instanzen. Und da hört es doch auch schon auf. Wenn man gut ist, hat man gute Epic-Sachen, ansonsten die etwas minderwertigeren.

Aber das soll eigentlich nicht meine Diskussionsgrundlage sein. Was mich einfach nur am meisten wundert, ist, dass eben diese Argumente die größte Rolle spielen bei diesem ganzen Hype. Was mich persönlich aber zum aufhören bewegt hat, war die Tatsache, dass ich schlicht das Niveau nicht mehr ertragen habe. In letzter Zeit hatte ich einfach zu oft das Gefühl, dass lauter legasthenischer 13-jähriger mein bisheriges Lieblingsspiel mit Füßen trampeln. Es ist scheinbar nicht mehr möglich, sich gesittet zu unterhalten oder halbwegs human miteinander umzugehen. Überall hört man nur Flames und Beleidigungen. Und irgendwann habe ich mich gefragt: Muss ich mir ernsthaft von einem Zwölfjährigen sagen lassen, wie ich meine Klasse zu spielen habe? Und das is einem Satz, den ich erst dre bis vier Mal lesen muss, bis sich mir der durch etliche Rechtschreibfehler und fehlende Interpunktation kaschierte Sinn ergibt?
Vielleicht an der Stelle etwas zu meiner Person: Ich Spiel(t)e seit kurz nach Release und hatte einen Deff-Krieger, einen Heil-Schamanan und einen Katzen-Druiden vorzuweisen. Ich würde mal behaupten, ich weiß mittlerweile recht gut wie das Spiel funktioniert.
Umso mehr stinkt es mir, dass eben dies mittlerweile nicht mehr nötig zu sein scheint. Ich wage es an dieser Stelle einfach mal das Stichwort "Todesritter" zu nennen. Bisher hat sich mir der Sinn der 3 Skillbäume nicht ergeben, und ich werde das Gefühl nicht los, dass sie irgendwie alle die gleiche Funktion haben... Aber darüber möchte ich mich gar nicht streiten, dazu kenne ich mich viel zu wenig mit dieser Klasse aus. Was mich dabei nur stört: Warum sind sie so wahnsinnig overpowered? Ich sah DKs mit allen Skillungen, und alle waren im Damage-Meter meilenweit vor dem 2. platz (es sei denn, dieser war auch ein DK). Mir stellt sich dann die Frage: Was hat diese Klasse mit dem Aspekt der Klassenbeherrschung zu tun? Bei den meisten Klassen sticht es deutlich hervor, je nachdem wie gut man sie spielt. Beim Todesritter scheint dies nicht der Fall zu sein, und wenn doch, dann besteht er nur in einem Prozentpunkt des schadens. Tja, scheinbar irrelevante Skillung, enormer Schadensausstoß.... Welche Zielgruppe soll das ansprechen? Genau, eben diese oben genannten 12- bis 13-jährigen. Und tatsächlich, an den übertrieben multiplen finalen Satzzeichen und dem äußerst spärlichen Wortschatz lässt sich das Alter ziemlich leicht vermuten.
Zusammengefasst heißt es also: Man wird von Kindern beleidigt, die Teilweise absolut keine Ahnung von dem haben was sie sagen und muss die meisten sätze erst mal entschlüsseln bis man versteht was gemeint ist.
So viel dazu. Dabei ist das ja noch das geringere Übel, da man hier und da mal die Zähne zusammenbeißt und sich bei Bekannten ingame kurz darüber auslässt. Was mir aber in letzter Zeit noch viel mehr gegen den Strich geht, dass sich alle stets über Repkosten aufregen wenn man mal wipet oder vielleicht einen dritten versuch für einen Boss braucht. Meiner Erfahrung nach ist es wohl jetzt Standard, einfach die Gruppe zu verlassen, wenn es mal nicht schnell genug voran geht. Daher wird jedes mal erst das Gear gecheckt, bevor der erste sich dann mit den Worten "das wird nichts" verabschiedet. Natürlich sind übermäßig grün equipte Spieler in einer heroischen Instanz nicht ganz angebracht und ich habe auch keine Lust mir 3 Stunden am Stück die Zähne an einem einzigen Boss auszubeißen weil nicht genug Schaden kommt, aber muss man trotzdem komplett epic sein? Natürlich möchte man oft nur schnell durchrennen, weil man entweder nicht viel Zeit hat oder noch schnell Ruf haben möchte oder einfach nur gespannt ist, ob der eine Boss nicht vielleicht diesmal das lang ersehnte Item fallen lässt. Aber genau da liegt doch die Herausforderung, man ist immer mit anderen Leuten unterwegs und muss sich auf sie und ihre Spielweise einstellen. Und denjenigen, die im vorhinein schon abhauen, weil der Tank beispielsweise _nur_ komplett blau ist, unterstelle ich jetzt mal ganz dreist, dass sie ihre Klasse nicht spielen können, wenn es wirklich gefordert wird.
Und daher werde ich die Leute nie verstehen können, die ihre Suche á la "dd mit 3k+ dps" gestalten und sich dann darüber wundern, dass Naxx so einfach ist.
Zusammengefasst möchte ich also sagen: In WoW herrscht übermäßiger Rassismus bezüglich der Farben des Equipments, Rechtschreibung, Niveau und gesitteter Umgang mit wurden mittlerweile erfolgreich verdrängt, das Spiel an sich ist zur Nebensache mutiert.

Und bevor es sofort jemand anficht: Mein Deff-Krieger (level 80) war mittlerweile in fast ziemlich jeder heroischen Instanz und ein paar mal in Naxx, der Heilschamane war mit 70 auf za/t5 niveau, habe ihn allerdings noch nicht viel weitergespielt.
Ich habe Erfahrung mit einigen Gilden gemacht und musste dann feststellen, dass es oft eine Zumutung ist, insofern habe ich diesen Equipment-Stand ohne Gilde erreicht, sondern mit Freunden, die auch spielen, und Leuten aus dem Spiel, die mir die Chance gaben mich zu beweisen und dies nicht bereuten.

Die Community hat aus meiner Sicht diesen Namen nicht mehr verdient und wird jetzt von Kindern regiert. Ich glaube das ist nichts für mich.... Deshalb höre ich auf.

Und allen anderen Nostalgikern, Epic-Jägern und Gleichgesinnten kann ich nur das ans Herz legen, was auch ein Erfrischungsgetränk schon erfolgreich festgestellt hat:
Spaß ist, was ihr draus macht!
 
In diesem Blogeintrag steckt viel Mühe aber keine Frage oder überhaupt eine Diskussionsgrundlage.

Hier wurde es vielversprechend:
Aber das soll eigentlich nicht meine Diskussionsgrundlage sein.
mehr aber auch nicht.

Die Diskussion über die Reife der Community ist nich neu und es gibt genug Threads zu diesem Thema.

Dieser ist geschlossen.

/wink maladin
 
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