C'boath
NPC
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- 01.12.2006
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Die glühende Sonne war bereits zur Hälfte hinter dem Horizont verschwunden und die Bewohner der Wüstenstadt schickten sich an, den Abend vorzubereiten. Mütter riefen ihre Kinder, an den Toren begann der Wachwechsel und Fackeln wurden entzündet.
Sorgenvoll und in Gedanken versunken achtete ich nicht auf meine Schritte. Zu arg hatte das Schicksal mir mitgespielt, zu schnell waren die Jahre vergangen. Doch nun war ich wieder in meiner Heimat. Die breiten Alleen und schmalen Gassen waren mir vertraut, dennoch hatte sich einiges in der vergangenen Zeit getan. Dieses Haus dort drüben hatte lange Zeit leer gestanden, doch jetzt brannten Fackeln an der prunkvollen Eingangstür. Es war wieder bewohnt. Neugierig trat ich näher.....
Tretet ein, Fremder. Ihr seid willkommen!"
Eine dunkle, angenehme Stimme, die hinter meinem Rücken erklang, ließ mich zusammenzucken. Sie stammte von einem Krieger, dessen Rüstung zu Beginn des Tages gewiss noch gepflegt und sauber gewesen war. Die einladende Geste deutete zur Tür.
Seid Ihr auf der Suche?
Er klang amüsiert, seine Augen aber blickten ernst aus einem wettergegerbten, sonnengebräunten Gesicht.
Verzeiht, mein Herr...ich verstehe nicht...
Der Krieger schritt zur Tür, wo er den drachenförmigen, eisernen Türklopfer betätigte.
Kurz darauf wurde von einem Bediensteten geöffnet. Im letzten Abendlicht konnte ich noch ein Banner über der Tür erkennen......
Willkommen in den heiligen Hallen!
Der mir immer noch unbekannte Krieger schritt voran, offensichtlich überzeugt, dass ich folgen würde....
Heilige Hallen...
während ich ihm durch die steinerne, schutzbietende Eingangshalle folgte, sinnierte ich über die Bedeutung dieses Wortes: die Gemeinschaft.....wovon? Eine Seitentür öffnete sich und ein Mann trat heraus, den ich durch Kleidung und Gebaren als Zauberer erkannte. Er blieb kurz in der Tür stehen, so dass ich einen kleinen Blick in einen mit Bücherregalen gefüllten Raum erhaschen konnte. Noch hatte er uns nicht bemerkt, hatte sich längst zu einem unbekannten Gesprächspartner umgewandt. Und ich versichere Euch nochmals! Spinnengift war niemals ein Bestandteil des Morgentau- tranks. Jetzt nicht und auch nicht zu Chen Yu`s Zeiten.
Die Tür schlug heftig zu.
Sachte, mein guter! Ihr werdet doch nicht unseren neuen Freund verschrecken wollen? Der Zauberer lachte kurz auf, verbeugte sich knapp zur Begrüßung und verschwand in der Tür gegenüber.
Freund?...
Kommt weiter. Es gibt noch mehr zu sehen!
Seine Schritte lenkten mich einen langen Gang entlang, der in einem kleinem Garten endete. In der Struktur der angelegten Wiesen, Springbrunnen und Götterfiguren erkannte ich eine kleine Tempelanlage. Weiter vorne schienen zwei Priesterinnen eifrig bei irgendwelchen Vorbereitungen zu sein.
Wir stören sie besser nicht. Eine der Damen kann sehr temperamentvoll werden, wenn man sie bei der Arbeit stört,
klärte mich mein Begleiter auf. Ich verspürte nicht die geringste Lust, es auszuprobieren. Obwohl man der Priesterkaste ja einen ausgeglichenen, erhabenen Charakter nachsagte, zweifelte ich in diesem Augenblick an diesem Gerücht.
Schon schob mich der Krieger weiter. Eiligen Schrittes durchquerten wir den kleinen Garten, um auf der anderen Seite einen großen Gebäudekomplex zu erreichen. In diesem Augenblick verfehlte ein dünner, spitzer Pfeil nur um haaresbreite mein Gesicht, um sich direkt hinter mir in den Stamm eines Kaktus zu bohren. Ich konnte beim besten Willen nicht den Schützen ausmachen. Das gekonnte Handwerk des Jägers... Panik überkam mich! Wo war ich hineingeraten? War ich gutgläubig in eine Falle gelaufen? Ich war arm, bei mir gab es nichts zu holen, ich hatte keine Familie mehr, niemand, den es scherte, was aus mir wurde....
Na! Jetzt ist es genug! Ich weiß, dass du dein Handwerk verstehst. Wir werden nachher noch sprechen! Die Stimme des Kriegers klang barsch und verärgert.
Ich entschuldige mich hiermit in aller Form für das Verhalten meiner Wegbegleiterin. Sie ist noch jung und ungestüm, aber sehr talentiert. Ihr mangelt es noch an Respekt und Willensstärke. Aber waren wir nicht alle einmal so in unserer Jugend? Verzeiht, bitte.
Ohne eine Antwort abzuwarten lief er auch schon weiter.
Kommt hier entlang. Ich müsst vor dem Abendessen unbedingt noch die Übungshalle sehen!
Jetzt war ich völlig verwirrt, folgte aber dem Mann in der Hoffnung, Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Nach wenigen Minuten konnte ich bereits gedämpftes Waffenklirren hören. Wir durchquerten einen großen Torbogen, um in einen gepflasterten Innenhof zu gelangen.
Bitte, hier durch.
Ich folgte seiner Handbewegung und schritt eine kleine Freitreppe hoch, die in einem massiven Portal endete, ähnlich der, durch die wir die Hallen betreten hatten. Eine handvoll Krieger übte sich im bewaffneten Kampf. Konzentriert schlugen sie immer wieder aufeinander ein, bemüht, den Bewegungsablauf zu verinnerlichen. Andere saßen am Rand auf dem Boden und kommentierten mehr oder weniger amüsiert das Geschehen. Sie sahen erschöpft aus und hatten gewiss ihre Lektion hinter sich gebracht.
Kaum hatte ich mich ein wenig in diesem Raum umgesehen, erklang ein lauter Gong von irgendwo her.
Ah! Es ist angerichtet!
Wir verließen den Saal auf dem gleichen Weg, wie wir ihn gekommen waren. Zurück in der Eingangshalle hielten wir uns weiter links, um wenig später einen großen, hell erleuchteten Speisesaal zu betreten. Nur wenige Männer und Frauen, die sich bereits eingefunden hatten, nahmen Notiz von uns und hoben die Köpfe. Die langen, derben Holztische waren mit Schüsseln und Schalen bedeckt, die ein einfaches, aber schmackhaftes Essen verrieten.
Setzt euch, wohin es Euch beliebt ,
lächelte mein Begleiter und ließ sich geradewegs am nächsten Tisch nieder. Ich beschloss, es ihm gleich zu tun.
Kurz darauf füllten sich unsere Mägen mit Reis, Fleisch und Gemüse aller Art. Der heiße grüne Tee erfrischte und belebte die müden Glieder.
Nach einer Weile des Schweigens durchbrach mein Gastgeber die Stille.
Hat Euch gefallen, was Ihr gesehen habt?
Ich bin mir nicht sicher, ob ich weis, worauf Ihr hinauswollt.....
Wisst Ihr, wir sind eine Gemeinschaft unterschiedlicher Herkunft und Abstammung. Doch eint uns der Wunsch nach Gesellschaft und Unterstützung im Kampf um unser Dasein. So verschieden die einzelnen Mitglieder auch sind, so ergänzen sie sich durch ihre Talente und Fähigkeiten innerhalb der Gruppe. Unterstützung und Loyalität sind uns wichtig. Ehrliches und faires Verhalten gehören selbstverständlich dazu. Sollten Eure Gedanken und Euer Handeln in die gleiche Richtung gehen, so seit Ihr hiermit eingeladen, unserer Gemeinschaft beizuwohnen.
Er lachte freundlich.
Selbstverständlich sollt Ihr Eure Entscheidung nicht übereilen. Sofern Ihr kein anderes Nachtlager habt, bleibt doch hier.
Ich war überrascht von diesem Angebot. Mein Kopf schwirrte vor sich überschlagenden Gedanken.
Eine neue Heimat....
Ich würde die Nacht hier verbringen, soviel stand fest. Obwohl die Wahrscheinlichkeit, Ruhe zu finden, gering war. Im Grunde hatte ich mich bereits entschieden. Trotzdem musste es noch versteckte Klauseln geben. Die Entscheidung dafür oder dagegen sollte wohl überlegt sein.
Ich brauchte Zeit.
Und Ruhe.
Eine neue Heimat.....
Sorgenvoll und in Gedanken versunken achtete ich nicht auf meine Schritte. Zu arg hatte das Schicksal mir mitgespielt, zu schnell waren die Jahre vergangen. Doch nun war ich wieder in meiner Heimat. Die breiten Alleen und schmalen Gassen waren mir vertraut, dennoch hatte sich einiges in der vergangenen Zeit getan. Dieses Haus dort drüben hatte lange Zeit leer gestanden, doch jetzt brannten Fackeln an der prunkvollen Eingangstür. Es war wieder bewohnt. Neugierig trat ich näher.....
Tretet ein, Fremder. Ihr seid willkommen!"
Eine dunkle, angenehme Stimme, die hinter meinem Rücken erklang, ließ mich zusammenzucken. Sie stammte von einem Krieger, dessen Rüstung zu Beginn des Tages gewiss noch gepflegt und sauber gewesen war. Die einladende Geste deutete zur Tür.
Seid Ihr auf der Suche?
Er klang amüsiert, seine Augen aber blickten ernst aus einem wettergegerbten, sonnengebräunten Gesicht.
Verzeiht, mein Herr...ich verstehe nicht...
Der Krieger schritt zur Tür, wo er den drachenförmigen, eisernen Türklopfer betätigte.
Kurz darauf wurde von einem Bediensteten geöffnet. Im letzten Abendlicht konnte ich noch ein Banner über der Tür erkennen......
Willkommen in den heiligen Hallen!
Der mir immer noch unbekannte Krieger schritt voran, offensichtlich überzeugt, dass ich folgen würde....
Heilige Hallen...
während ich ihm durch die steinerne, schutzbietende Eingangshalle folgte, sinnierte ich über die Bedeutung dieses Wortes: die Gemeinschaft.....wovon? Eine Seitentür öffnete sich und ein Mann trat heraus, den ich durch Kleidung und Gebaren als Zauberer erkannte. Er blieb kurz in der Tür stehen, so dass ich einen kleinen Blick in einen mit Bücherregalen gefüllten Raum erhaschen konnte. Noch hatte er uns nicht bemerkt, hatte sich längst zu einem unbekannten Gesprächspartner umgewandt. Und ich versichere Euch nochmals! Spinnengift war niemals ein Bestandteil des Morgentau- tranks. Jetzt nicht und auch nicht zu Chen Yu`s Zeiten.
Die Tür schlug heftig zu.
Sachte, mein guter! Ihr werdet doch nicht unseren neuen Freund verschrecken wollen? Der Zauberer lachte kurz auf, verbeugte sich knapp zur Begrüßung und verschwand in der Tür gegenüber.
Freund?...
Kommt weiter. Es gibt noch mehr zu sehen!
Seine Schritte lenkten mich einen langen Gang entlang, der in einem kleinem Garten endete. In der Struktur der angelegten Wiesen, Springbrunnen und Götterfiguren erkannte ich eine kleine Tempelanlage. Weiter vorne schienen zwei Priesterinnen eifrig bei irgendwelchen Vorbereitungen zu sein.
Wir stören sie besser nicht. Eine der Damen kann sehr temperamentvoll werden, wenn man sie bei der Arbeit stört,
klärte mich mein Begleiter auf. Ich verspürte nicht die geringste Lust, es auszuprobieren. Obwohl man der Priesterkaste ja einen ausgeglichenen, erhabenen Charakter nachsagte, zweifelte ich in diesem Augenblick an diesem Gerücht.
Schon schob mich der Krieger weiter. Eiligen Schrittes durchquerten wir den kleinen Garten, um auf der anderen Seite einen großen Gebäudekomplex zu erreichen. In diesem Augenblick verfehlte ein dünner, spitzer Pfeil nur um haaresbreite mein Gesicht, um sich direkt hinter mir in den Stamm eines Kaktus zu bohren. Ich konnte beim besten Willen nicht den Schützen ausmachen. Das gekonnte Handwerk des Jägers... Panik überkam mich! Wo war ich hineingeraten? War ich gutgläubig in eine Falle gelaufen? Ich war arm, bei mir gab es nichts zu holen, ich hatte keine Familie mehr, niemand, den es scherte, was aus mir wurde....
Na! Jetzt ist es genug! Ich weiß, dass du dein Handwerk verstehst. Wir werden nachher noch sprechen! Die Stimme des Kriegers klang barsch und verärgert.
Ich entschuldige mich hiermit in aller Form für das Verhalten meiner Wegbegleiterin. Sie ist noch jung und ungestüm, aber sehr talentiert. Ihr mangelt es noch an Respekt und Willensstärke. Aber waren wir nicht alle einmal so in unserer Jugend? Verzeiht, bitte.
Ohne eine Antwort abzuwarten lief er auch schon weiter.
Kommt hier entlang. Ich müsst vor dem Abendessen unbedingt noch die Übungshalle sehen!
Jetzt war ich völlig verwirrt, folgte aber dem Mann in der Hoffnung, Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Nach wenigen Minuten konnte ich bereits gedämpftes Waffenklirren hören. Wir durchquerten einen großen Torbogen, um in einen gepflasterten Innenhof zu gelangen.
Bitte, hier durch.
Ich folgte seiner Handbewegung und schritt eine kleine Freitreppe hoch, die in einem massiven Portal endete, ähnlich der, durch die wir die Hallen betreten hatten. Eine handvoll Krieger übte sich im bewaffneten Kampf. Konzentriert schlugen sie immer wieder aufeinander ein, bemüht, den Bewegungsablauf zu verinnerlichen. Andere saßen am Rand auf dem Boden und kommentierten mehr oder weniger amüsiert das Geschehen. Sie sahen erschöpft aus und hatten gewiss ihre Lektion hinter sich gebracht.
Kaum hatte ich mich ein wenig in diesem Raum umgesehen, erklang ein lauter Gong von irgendwo her.
Ah! Es ist angerichtet!
Wir verließen den Saal auf dem gleichen Weg, wie wir ihn gekommen waren. Zurück in der Eingangshalle hielten wir uns weiter links, um wenig später einen großen, hell erleuchteten Speisesaal zu betreten. Nur wenige Männer und Frauen, die sich bereits eingefunden hatten, nahmen Notiz von uns und hoben die Köpfe. Die langen, derben Holztische waren mit Schüsseln und Schalen bedeckt, die ein einfaches, aber schmackhaftes Essen verrieten.
Setzt euch, wohin es Euch beliebt ,
lächelte mein Begleiter und ließ sich geradewegs am nächsten Tisch nieder. Ich beschloss, es ihm gleich zu tun.
Kurz darauf füllten sich unsere Mägen mit Reis, Fleisch und Gemüse aller Art. Der heiße grüne Tee erfrischte und belebte die müden Glieder.
Nach einer Weile des Schweigens durchbrach mein Gastgeber die Stille.
Hat Euch gefallen, was Ihr gesehen habt?
Ich bin mir nicht sicher, ob ich weis, worauf Ihr hinauswollt.....
Wisst Ihr, wir sind eine Gemeinschaft unterschiedlicher Herkunft und Abstammung. Doch eint uns der Wunsch nach Gesellschaft und Unterstützung im Kampf um unser Dasein. So verschieden die einzelnen Mitglieder auch sind, so ergänzen sie sich durch ihre Talente und Fähigkeiten innerhalb der Gruppe. Unterstützung und Loyalität sind uns wichtig. Ehrliches und faires Verhalten gehören selbstverständlich dazu. Sollten Eure Gedanken und Euer Handeln in die gleiche Richtung gehen, so seit Ihr hiermit eingeladen, unserer Gemeinschaft beizuwohnen.
Er lachte freundlich.
Selbstverständlich sollt Ihr Eure Entscheidung nicht übereilen. Sofern Ihr kein anderes Nachtlager habt, bleibt doch hier.
Ich war überrascht von diesem Angebot. Mein Kopf schwirrte vor sich überschlagenden Gedanken.
Eine neue Heimat....
Ich würde die Nacht hier verbringen, soviel stand fest. Obwohl die Wahrscheinlichkeit, Ruhe zu finden, gering war. Im Grunde hatte ich mich bereits entschieden. Trotzdem musste es noch versteckte Klauseln geben. Die Entscheidung dafür oder dagegen sollte wohl überlegt sein.
Ich brauchte Zeit.
Und Ruhe.
Eine neue Heimat.....