4. Oldschool Rockabilly Psychosis in Antwerpen

XLarge TeaM

Rare-Mob
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Nur zwei Wochen nach unserer Fahrt zum Earthquake in Bremen stand auch schon die nächste Pflichtveranstaltung an - klar, es handelte sich dabei um das Oldschool Rockabilly Psychosis, das nun schon zum vierten Mal im belgischen Antwerpen im Trix stattfindet - doch dieses Jahr zum erstenmal an zwei Tagen. Nach langer Fahrt kamen wir ám 16.10. in Antwerpen an und wurden dort erstenmal mit den Worten "seid ihr auch sicher, daß das heute ist - hier ist gar kein Flatkopp weit und breit" begrüßt. Diese Worte meines Brüderchens brachten unsere kleine Expedition zwar ins Grübeln, doch liessen wir uns nicht entmutigen. Wie wir dann feststellten, fand die Pre-Party im oberen Stockwerk des Trixstatt und unten war zeitgleich noch irgendeine Metal-Veranstaltung. Klar das die Anwesenheit so vieler Zottelköppe für Verwirrung sorgte. Nachdem das nun geklärt war, und wir endlich Einlass erhielten, waren die Noxious Toyz aus UK die Ersten auf der Bühne - und man hatte das Gefühl die wollten da gar nicht wieder runter. Keine Ahnung, wie lange die Jungs pielten, aber es war in jedem Fall zu lang - sie trafen nicht so ganz meinen Geschmack. Das war bei den nun folgenden Spellbounds ganz anders. Super Band und ein demnächst erscheinendes Album haben die irren Iren dann auch gleich bei der Gelegenheit noch angekündigt - fein, da freu ich mich doch drauf.
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Als letzte Band der Pre-Party kamen dann die Quakes auf die Bühne. Die Stimmung war hervorragend - und, wie immer in Antwerpen, wesentlich lockerer als in Deutschland. Leider war um 2.00 Uhr bereits Rausschmiss im Trix, so daß wir dann im Wohnwagen Kraft für den nächsten Tag sammeln gingen.

Den zweiten Tag des Oldschool Rockabilly Psychosis in Antwerpen begannen Spook and The Ghools. Über die kann man wirklich schlecht berichten - die muss einfach man gesehen haben. Lustige Maskerade, die dem Namen absolut gerecht wurde und auch musikalisch waren die Jungs aus Großbritannien im grünen Bereich. Gefolgt wurden sie von den drei älteren Herren namens Wigsville Spliffs, für die die Bühne ein ewiger Jungbrunnen zu sein scheint. Sie gaben mal wieder alles und gefielen mir sehr gut. Long Tall Texans waren dann die dritte Band des zweiten Abends. Wie ich im nachhinein erfahren habe, hatte Marc wohl aus Kostengründen einen anderen Flug gewählt und der kam nicht ganz so pünktlich an. Und so geschah es, daß er ziemlich genau zum Auftritt der Texans erst am Trix ankam, auf die Bühne wetzte und sein Set spielte. Hat man aber nichts von gemerkt. Profi durch und durch - Hut ab. Die Pharaohs kamen als nächste Band dran und mir haben sie nicht so wirklich zugesagt - zu lahm, zu lala ... mal von Blue Egypt abgesehen. Anschliessend betraten Restless die Bühne, die gewohnt rockabillylastig daherkamen, für mich eine willkommene Erholungsphase, da mich langsam die Kräfte verliessen - man wird halt doch nicht jünger. Dann das absolute Highlight des Abends: King Kurt. Ich kratzte noch einmal meine letzte Energie zusammen, um mit Mehl verstaubt und schmeissend alles zu geben. Man kann sagen was man will - es gibt keine bessere Band, um Party zu machen als King Kurt. Danach kamen zum Abschluss des Abends noch die Polecats. Sänger Tim sprang wie von der Tarantel gestochen auf der Bühne herum - der war kaum aufs Foto zu bannen. Meine Batterie war allerdings nun komplett gelehrt und daher liess ich das Oldschool Rockabilly Psychosis auf ein paar Stufen sitzend ausklingen.

Mein persönliches Fazit: nächstes Jahr sind wir mit Sicherheit wieder mit dabei ...
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