Haron - Die Story Meines Aoc Chars

WestIce

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Nach Aufforderung von unserem lieben Shadaim, werde ich mal meine Story (auch auf meinem mybuffed-Profil zu finden)

Ich wusste nicht genau obs nun ins RP-Forum gehört oder nicht, aber gegenfalls einfach verschieben.

Viel Spaß
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Age of Conan
- Hyborian Adventures -

Haron öffnete die Augen. Er blickte in den dunklen, von Wolken überzogenen Himmel. Regentropfen trafen unaufhöhrlich seinen schwachen Körper, wie wenn sie auf kalten Stein stießen. Er spürte seine Beine kaum, seine Glieder waren schwer. Haron schloss die Augen. Er versuchte seine Arme zu heben. Ein Stich, kurz aber hart wie der Biss einer aufgeschreckten Schlange, durchdrang sein Herz. Etwas stimmte nicht. Er öffnete die Augen wieder. Seine Gedanken waren benebelt, der schwarze Himmel was angsteinflößend. Ein tiefes, durchdringendes Donnergrölen ließ die Luft erzittern. Haron nahm seine Sinne zusammen und setzte sich auf. Er sah in eine Kammer. Die Wände waren nass und grau. Über ihm der Himmel. Wieder dieses Stechen, noch härte und schmerzhafter. Ein leiser Schmerzschreib lief über seine Lippen. Haron versuchte sich zu sammeln und die Situation zu verstehen. Langsam fand er das Gefühl in seinen Beinen wieder. Schwerfällig richtete er sich auf. Ein Blick erleuchtete den Himmel. Haron nahm den engen Raum noch einmal in Augenschein. Er blickte hinter sich. Der Raum hatte keine Tür. Die Rückseite der Kammer war aus blankem Fels. Eine Mauer war zur Hälfte eingerissen. Irgendetwas sagte Haron, dass er diesen Ort kannte. Der Regen ließ nach. Harons schmutziges Gewand war schwer. Das aufgesogene Wasser machte die Leinen der Kleidung unerträglich schwerfällig. Mit unsicherem Schritt erkundete Haron den kleinen Raum genauer. Er war hier schon einmal gewesen. Eine leise Ahnung führte ihn näher an die Felswand.
Langsam tastete er sich am kalten Fels entlang. In der Ecke hielt er einen Augenblick inne. Ein Gedankenblitz verleitete ihn dazu sich zu Boden zu werfen. Haron tastete den Boden ab. Da war es. Ein dumpfes Geräusch. Die Erinnerung war zurück. Schnell wühlte er den Sand von der Stelle, an der das Geräusch ertönt war. Hier musste eine kleine Holztür sein, Haron war sich sicher. Der Schmerz war weg, er spürte nichts mehr. Getrieben von seiner Erinnerung wischte er den Dreck vom Boden. Da war sie. Eine kleine, hölzerne Falltür mit einem einfachen Eisenring in der Mitte. Haron öffnete die Falltür.
Staub fiel in die sich im Boden offenbarende Öffnung. Haron stieg in das Loch, er wusste, dass es nicht tief war. Er war in einem Tunnel. Die Wände waren aus staubigem Lehm. Nicht weit, sah Haron einen kleinen Lichtschimmer. Daran hatte er keine Erinnerung. Er lief dem Licht entgegen. Er stand vor einer Wand aus Geröll, durch den kleinen Spalt aus dem das Licht kam, passte gerade so ein Finger. Das konnte nicht sein. Er war sich sicher, dass der Tunnel noch weitergehen musste. Haron war verwirrt. Plötzlich schossen ihm unzählige Gedanken durch den Kopf.
Was war passiert? Wie war er hier her gekommen? Wieso war der Tunnel verschlossen Er brauchte Antworten.
Wie vom Teufel getrieben, begann er das Geröll beiseite zu schaffen. Stein über Stein, Fels über Fels räumte er aus dem Weg. Er spürte keine Erschöpfung. Der Drang nach Antworten auf seine Fragen war zu groß. Als er genug Platz in der Geröllmauer geschaffen hatte, stieg er hinaus. Haron stand auf nassem Sand. Er hebte sein Haupt und der Anblick, der sich ihm bot, ließ ihn die Hände vor dem Gesicht zusammenschlagen.
Die Landschaft war ein Trümmerhaufen. Ganze Hausmauern waren niedergerissen, die Wege voll Stein und Geröll. Es brannten noch letzte Feuer in den Ruinen, gegen die sogar der Ragen zu schwar anzukämpfen. Überall waren Spuren von Kämpfen zu sehen. Blutige Schwerter lagen zwischen den Trümmern. Blut tränkte den aufgeweichten Boden. Leblose Körper säumten den Boden des verwüsteten Dorfes. Tapfere Männer, Frauen...Kinder. In ihren gesichtern stand noch das Entsetzen. Man konnte den Wind noch ihre letzten, verzweifelten Hilferufe davontragen hören. Der Anblick war entsetzlich. Haron sank zu Boden, die Hände vor seinem Gesicht verschränkt. Er war wie gelehmt, konnte nicht schreien, nicht weinen.
Er hatte das alles schon einmal erlebt. Verschwommen Bilder von schrecklichen Ereignissen liefen an seinem inneren Auge vorüber. Damals war er noch ein kleiner Junge, als diese Ungeheuer in ihr Dorf gekommen sind. Er wusste nicht wer sie waren, ein entferntes Volk. Große, weishäutige Männer mit starken Gliedern. Vom Verhalten mehr Tier als Mensch. Auch damals hatten sie gewütet..und getötet. Sein Vater schickte ihn durch eben diesen Tunnel, aus dem er eben herausgetreten war. Alleine hatte er die Nacht in der engen Kammer verbracht, zu der Zeit hatte sich noch ein Dach. Er wusste noch genau wie er auf dem Bodengehockt und geweint hatte, die Hände auf die Ohren gepresst um die entsetzlichen Schreie und Kampfgeräusche nicht hören zu müssen. Verzweiflung, Angst, Ungewissheit...diese Gefühle verspürte er genau in diesem Moment auch. Als die Kampfgeräusche verstummt waren, war der kleine Haron aus der Kammer gekrochen. Auch an jenem Tag hatte es geregnet. Sonst regnete es selten in Stygien. Er war in das Haus seiner Eltern gegangen, in die Trümmer die davon übrig geblieben waren. Dort hatte sein Vater auf der Türschwelle gelegen, seine Arme unweit neben ihm. Direkt dahinter hatte er in das starre Gesicht seiner Mutter geblickt. Ihren Körper hatter er nie gefunden. Der Schmerz des Verlustes, war bis heute nicht abgeklungen. Damals war er klein und ängstlich...doch er war nicht mehr der selbe.
Haron nahm die Hände von seinem Gesicht und richtete sich auf. Der Tunnel musste unter seinem Elternhaus gewesen sein. Er löste sich aus seiner starre und drehte sich um. Hinter ein paar umgeknickten, fahlen Bäumen erblickte er einen Trümmerhaufen, das was er einmal sein Elternhaus genannt hatte. Er schritt durch die Ruine. War er, um dem Gefecht zu entfliehen, tatsächlich in die Kammer gegangen, in der er sich schon als kleiner Junge versteckt hatte?
Plötzlich hielt er inne. Er schaute zu Boden. Zwischen den Dreck sah er eine kleine Holzfigur. Er kannte sie. Es war die Abbildung eines Stygischen Kriegers auf einem Pferd. Dem kleinen Holzkrieger fehlte der Arm. Die Figur war von seinem Vater, er hatte sie für Haron geschnitzt als er noch ein kleiner Junge war. Diese Figur hatte er auch an jenem schrecklichen Tag in der kleinen Kammer dabei. Damals gab sie ihm Kraft, die Situation zu überstehen.
Haron hob die Figur auf. Er wusste nicht was geschehen war, dennoch war ihm klar, dass er versagt hatte. Er war geflüchtet, anstatt wie sein Vater vor vielen Jahren ehrenvoll zu kämpfen. Es blieb ihm nur die verschwommene Erinnerung aus seiner Kindheit und an den Tag als seinen Eltern gewalttätig dem Leben entrissen wurden. Sein restliches Leben war aus seiner Erinnerung verschwunden. Er wusste nicht wer er wirklich war, doch die Erinnerung reichte um einen entschluss zu fassen. Haron sah die hölzerne Figur an, umschloss sie fest mit seiner Hand. Wut kochte in ihm hoch und er schwor Rache. Er schwor bei Set, dass er seine Eltern und sein Volk rächen werde. Er schwor bei seinem Vater, seine Ehre und die seiner Familie wieder herzustellen. Dann sank Haron ohnmächtig zu Boden.

Haron kam langsam wieder zu sich. Seine Sicht war verschwommen, seine Handgelenke schmerzten. Die Wolkendecke war aufgebrochen und die Sonne spielte eine gute Miene zum bösen Spiel. Harons Sinne waren langsam. er sah an sich herab. Seine Hände waren mit eisernen Schnallen aneinander gekettet. Er bewegte sich durch die karge Wüstenlandschaft, doch seine Beine bewegten sich nicht. Er bemerkte, dass er auf einem Kamel saß.
Nicht weit vor ihm lag das Meer. Seine Gedanken wurden allmählich klarer. Vor ihm saß eine dunkelhäutige Frau auf einem Kamel, ihre Arme waren ebenfalls angekettet. Beide Kamele waren mit einem Seil verbunden. Er war gefangen genommen worden. Er ballte seine Fäuste und riss an den Ketten, doch es war zwecklos. Vor ihnen ritten zwei Männer. Der eine war lang und dünn, der andere etwas kleiner und korpulenter. Ihre Reittiere waren nicht aneinander gebunden. Der lange rief etwas, doch Haron konnte es nicht verstehen, seine Sinne waren noch zu langsam.
Mittlerweile war die kleine Kolonne am Meer angekommen. Vor ihnen ragte eine mittelprächtige Galeere aus dem Wasser. Die beiden Reiter stiegen von ihren Kamelen. Der kleine, korpulente riss die Frau von ihrem Pferd und ließ sie auf den harten Boden fallen. Sie krümmte sich vor Schmerz, traute sich jedoch nicht aufzuschreien. Der andere Reiter ging zu Haron, welcher nach dem gerade gesehenen beschloss, eigenhändig von seinem Reittier abzusteigen. Mit grimmiger Miene wandte der Mann sich wiederv von ihm ab und vefahl der Frau aufzustehen. Die beiden Männer zeigten den Gefangenen an, ihnen auf das Schiff zu folgen.
Die Galeere war keine Meisterleistung des Schiffbaus. An den Verzierungen und der speziellen Bauweise, konnte Haron jedoch erkennen, dass es ein stygisches Schiff war. An Deck wurde der Frau angwiesen zu warten. Haron wurde von einem der Männer unter Deck bugsiert. Er sah viele andere Männer und Frauen aus aller Herren Länder, mit leeren, hoffnungslosen Blickenwarten. Jeder hatte seine eigene Geschichte in seinem Gesicht stehen. Doch eins hatten alle gemeinsam, sie waren Sklaven, Unbekannte auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft. Haron wurde auf einen freien Platz auf einem Brett geschubst. Vor ihm ragte ein großes Ruder vom Schiffsinneren ins Meer. Plötzlich ertönte ein lauter Schrei. Er kam von der Frau überdeck. Kurz darauf hörte man etwas mit eiem lauten Geräusch, von aufscheuchendem Wasser ins Meer fallen. Der Mann der Haron auf seinen Platz verwiesen hatte, ließ einen lauten Schrei los, gefolgt von einem harten Peitschenhieb. Haron griff das Ruder und begann es in einer kreisförmigen Bewegung zu schwingen.
Das war er also. Ein Sklave, ohne Vergangenheit, mit ungewisser Zukunft und dem Ziel nach Rache zu sühnen. Der letzte Gedanke trieb ihm ein kleines Lächeln in einer aussichtlosen Situation auf seine Lippen.
 
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Nach Aufforderung von unserem lieben Shadaim, werde ich mal meine Story (auch auf meinem mybuffed-Profil zu finden)

Ich wusste nicht genau obs nun ins RP-Forum gehört oder nicht, aber gegenfalls einfach verschieben.

Viel Spaß
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Age of Conan
- Hyborian Adventures -

[...].


Schön geschrieben. Gefällt mir^^


Aber ich denke es gehört ins RP Forum
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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Danke, wie gesagt....gegebenfalls verschieben
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wow..echt beeindruckend was ein normaler mensch sich für geschichten ausdenken kann^^ find ich sehr schön
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bitte mehr ^^
 
Carschti würfelt Random 100 auf Need für "Fortsetzung"
 
Sehr schön. Inspirierend!
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wow

danke für die positiven antworten!

eigentlich sollte es nur ne einleitungsstory für meinen char sein, da ich ja auf nem rp server spiele...

aber wenns gefällt werde ich über eine Fortsetzung nachdenken....

oder vllt was neues wer weiß
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Bissel mehr gegliedert und ich les ihn auch. *keine lust auf buchstabenwand*
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hey, es ist schon ne Woche rum, und auch die nicht AoCler warten auf ne fortsetzung, hop hop hop!!
 
ich hab grad echt viel um die ohren, wegen schule und lvln meines charakters, ne fortsetzung kommt, aber ich lass mir da schön zeit ;
 
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