wenn ich so ein haufen gequirlte kacke lesen muss, echt da platz mir doch der kragen.
fakten:
myth wollte das spiel anfangs komplett anderst herausbringen!
myth hat das system komplett umgeschmießen das ca 1 jahr vor release.
das sind die fakten.
vermutung meinerseits:
ea hat mal wieder extremen druck auf seine entwickler ausgeübt, so dass diese unbedingt war vor wow expansion bringen mussten.
btw: ea macht das oft mit dem druck, was denkt ihr wieso soviele spiele total verbuggt rauskommen.
es ist kein stück mythics schuld, mit mehr entwicklungszeit und geduld, hätte es was werden können.
ich bete nur das bioware das nicht mit sich machen lässt, mythic war im vergelich zu bioware nicht so groß, und hat sich eben reinreden lassen.
wenn bioware das auch macht wird star wars genauso.
Alles auf EA zu schieben ist sicherlich auch nicht die Antwort und Bioware ist dem Druck von EA genauso ausgesetzt wie das Mythic ist / war. Computerspiele leben von Ideen und Konzepten. Entwickelt man auf Basis einer mäßigen Spielidee ein Spiel und merkt am Ende, dass es nicht den Spaß macht den es sollte, so ist es sehr schwer als kleines Unternehmen dies wegzustecken.
Die Konzepte von WAR (200 Karrieren usw.) vor diesem Umbruch mögen vielleicht interessant geklungen haben, aber in der praktischen Umsetzung sind sie für ein PVP-Spiel wohl nicht vertretbar oder realisierbar (Stichwort Balance usw.). Nun wurde aber WAR von Anfang an nicht als kleines Projekt gestartet (wie zb. Darkfall) und schon der Lizenz wegen und des früheren "Erfolges" hatte man auch hohe Entwicklungskosten und spätestens mit EA auch einen gewissen Erfolgsdruck. Da konnte man kaum noch auf ein "200 Karrieren super kompliziertes System das überhaupt nur eine Zielgruppe von 20k Subscribern hat" setzen.
Aus der Not heraus hat man kein eigenes Konzept mehr gehabt, Zeitdruck war auch schon da und man hat letztlich "wowifiziert". 3 Talentbäume, Tanks und Heiler bekommen auch jeweils Schadensskillungen usw. Am Ende hat das gefehlt was auch bei AoC gefehlt hat: Ein MMO sollte vor Release mind. 1 Jahr "fertig" sein und "polishing" bekommen. Die Dinger sind so umfangreich, egal wie akkurat man in der Entwicklung arbeitet, das braucht man einfach.
Ansonsten hat man schon vom Konzept her einige Fehler gemacht, die für viele "gameplay Situationen" einfach "suboptimale Lösungen" bieten. Warhammer hat der MMO Welt auch gutes gebracht:
- Szenarios von überall anmelden und daher PVP + PVE nahtlos kombinieren können ohne lästige "Wartezeiten" ist für mich die beste Idee (die von WoW ja auch umgehend kopiert wurde)
- Wälzer des Wissens (wurde von WoW auch umgehend kopiert)
- leveln über Szenarios (wurde von WoW auch umgehend kopiert)
Leider hat man beim RVR und auch sonst diese Dinge großteils nicht umsetzen können (meiner Erfahrung nach)
- RVR besteht zu einem viel zu großen Teil aus "rumstehen, rumreiten und warten" anstatt aus "kämpfen"
- Man hat sich nicht überlegt, wie das Spiel für Neuanfänger ist, nachdem der "1. Schwall" auf maxlvl ist (zu glauben es gäbe ständig Neuanfänger im großen Stil ist doch sehr naiv)
- Man hat sich nichts bezüglich der Fraktionsbalance überlegt (auch unverzeihlich)
Seither gibt es hauptsächlich Notlösungen, oder eben Lösungen die man erst im Nachhinein integrieren muss, weil sie im ursprünglichen Konzept nicht bedacht wurden (das bringt immer Probleme mit sich).
WAR wird bestimmt noch ein paar Monate bestehen bleiben. Ich würde tippen, dass bei EA jetzt die Entscheidung gefallen ist, dass die Warhammer-Spieler abgemolken werden müssen. Das Spiel hat die Erwartungen für EA nicht erfüllt: viel zu wenig Abos und zu wenig verkaufte Boxen.
Ja, die EA-Erwartungen wurden wohl nicht erfüllt, aber WAR wird noch Jahre bestehen. Sollten die Abozahlen weiter sinken kann man immer noch massiv einsparen (noch viel mehr Leute entlassen usw.) um den entsprechenden Gewinn sicherzustellen.
...
Nun ist das allerdings eingetreten. Nun kann man verschiedene Konsequenzen sehen, rein wirschaftlich betrachtet ist es aber die sinnvollste, gerade für EA und seine Verluste, die Entwicklerteams zu minimieren. Das mag darin Enden, dass man ein Team abschießt (Mythic in dem Fall), dabei versiegt aber eine potentielle Geldquelle. Oder man überträgt alle Ressourcen, die die Teams doppelt haben, in einen gemeinsamen Kader. Dadruch können beide Spieleschmieden weiter entwickeln und somit Geld erwirtschaften. Weiß ja nicht, wo das mit wunschdenken zu tun hat.
...
Das ist doch viel Gerede um Nichts. Zu diesem Zeitpunkt sollte man doch eingestehen können, dass EA für WAR auf "Sparflamme" geschalten hat. Da geht es auch nicht darum ob man Teams abschießt und welche man abschießt. Und wenn man nun die "doppelt vorhandenen Ressourcen" in einen gemeinsamen Kader überträgt, so hat man noch niemanden gefeuert. Hat man jedoch zwei Kader, legt die zusammen und feuert bei einem davon 40%, so hat man einfach weniger "manpower" und kann somit weniger "entwickeln". Und jeder hier weiß, dass man nicht in erster Linie bei SWTOR oder Masseffect 2 jetzt hergeht und zu den Biowäre Creative Leuten sagt: "macht mal halblang mit ME2 und SWTOR etc. ihr müsst nun auch noch nebenbei für WAR Sachen entwickeln".
Und nochmal, weil auch du wieder mit "Nur weil jetzt alle denken, dass Mythic nun WAR einstellt und bla und blub, ist das noch lange nicht der einzige mögliche Weg." daherkommst.
Die 3 Hanseln hier im Forum, die glauben WAR wird in den kommenden Monaten abgeschalten kannst du getrost ignorieren. Jeder mit etwas mehr Erfahrung bezüglich MMOs weiß, dass man auch bei 100k Subs noch über Jahre die "Kuh" melken kann und auch Addons usw. sich noch verkaufen lassen. Nur spielt sich alles in ganz anderen Dimensionen ab, was "neuen Content" und vor allem die Zeitabstände in denen er kommt, betrifft.
Ein MMO ist nur "konstant" bei einer gesunden Weiterentwicklung im Content, denn
a) Leute hören immer auf
b) Leute fangen nicht unbegrenzt neu an mit genau diesem MMO, weil es ständig neue MMOs gibt die
- bessere Grafik
- "neu Gefühl"
- neue Features
- Werbung
bieten, die bei einem bestehenden MMO, das nicht konstant weitergetrieben wird irgendwann verloren gehen.
Insofern braucht ein MMO schon Content-Entwicklung um seinen aktuellen Status halten zu können. Um ihn auszubauen braucht man entsprechend "viel" oder "mehr" Entwicklung. Alles andere bedeutet einen langsamen "Tod" (das geht über Jahre) bis man trotz aller möglichen Einsparungen (i.e. man hat nur noch die server und das billing) keine Gewinne mehr einfahren kann.