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Myhordi

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RWO siegt in Dresden mit 2:0 und klettert auf Platz 2


Einen Punkt wollten die Kleeblätter wenn möglich aus Dresden entführen, am Ende konnte die Mannschaft von Hans-Günter Bruns gar drei Zähler beim ehemaligen Aufstiegsfavoriten Dynamo Dresden bejubeln und klettert, zumindest für eine Nacht, auf Rang zwei der Regionalliga-Tabelle.

Trotz der Rückkehr von Kapitän Benjamin Reichert in die Startelf, für ihn musste sein Bruder Tim auf die Bank, behielt der Coach das taktische System vom 5:1-Sieg gegen den HSV bei und schickte auf der Baustelle Rudolf-Harbig-Stadion zwei Viererketten auf den Platz die den offenivstarken Gastgebern das Leben schwer machen sollten. Dynamo-Trainer Eduard Geyer verzichtete mit Pavel Dobry erneut auf den zuletzt formschwachen Siegtorschützen aus dem Hinspiel, dafür sollten Bröker und Penksa im Sturm für Wirbel sorgen, in der Abwehr gab es zur bitteren 0:1-Schlappe beim VfB Lübeck mit Routinier Nikol nur eine Änderung in der Startelf.

Vor über 8600 Zuschauern (davon gut 200 aus Oberhausen) begannen die Gastgeber überraschend verhalten, ein Versuch von Bröker nach drei Minuten ging deutlich über das Tor, ansonsten spielte sich die Partie zunächst vornehmlich im Mittelfeld ab. Ärgerlich die fünfte gelbe Karte für Dimitrios Pappas nach einem Foul an Bröker, der zuletzt bärenstarke Abwehrspieler wird gegen den SC Verl fehlen. Den ersten Warnschuss für die Kleeblätter gab Markus Kaya nach einer Viertelstunde ab, doch sein Versuch stellte Dynamo-Torwart Hesse vor keine Probleme. Auf der anderen Seite hatte die sichere RWO-Abwehr mit den Dynamo-Angriffen kaum Probleme, nur selten kamen die Schüsse von Penksa und Co in Richtung Tor von Christoph Semmler, meist strich der Ball deutlich am Tor vorbei.

Die Rot-Weißen spielten clever und warteten geduldig auf ihre Chance. Nach einer knappen halben Stunde dann ein Angriff über Mike Terranova der allein vor Torwart Hesse auftaucht, der Ball kommt in die Mitte zu Julian Lüttmann und dessen Schuss wehrt Hübener mit der Hand ab. Keine Frage, Elfmeter für RWO aber nur die gelbe Karte für den Dresdener Abwehrspieler der sich über einen Platzverweis nicht hätte beschweren können. Markus Kaya verwandelte den Elfmeter traumhaft sicher flach in die Mitte, ließ Hesse keine Chance und traf zur Führung für die Kleeblätter (29.). Die Gastgeber zeigten sich nur kurze Zeit geschockt und versuchten zu antworten, nur fünf Minuten nach der Führung gab es eine Rangelei im RWO-Strafraum zwischen Tim Kruse und Dresdens Wagefeld und wieder erkannte Schiedsrichter Schriever auf Strafstoss. Der Gefoulte trat selber an, ein strammer Schuss in die vom Schützen aus linke Ecke, aber Christoph Semmler im RWO-Tor hatte die Ecke geahnt und konnte den Ball ins Toraus lenken. Jubel bei den mitgereisten RWO-Fans, Verzweifelung auf Seiten der Gelb-Schwarzen (35.). Dann war Halbzeit in einem interessanten Fußballspiel und RWO-Trainer Hans-Günter Bruns bereitete seine Elf in der Kabine auf den erwarteten Dynamo-Sturmlauf zu Beginn der zweiten Halbzeit ein.

Eduard Geyer reagierte, brachte erstmals Neuzugang Sebastian Helbig (zuletzt Jena) in die Partie und dirigierte seine Mannschaft nach vorn. Die RWO-Abwehr hatte nun mehr zu tun, nur selten kamen die Rot-Weißen in dieser Phase vor das Tor von Dvnamo-Kepper Hesse um für Entlastung zu sorgen. Doch wirklich zwingende Chancen für die Gastgeber blieben auch jetzt Mangelware, Eduard Geyer brachte nun Dobry für Bröker um für frischen Wind im Sturm zu sorgen. Auf der anderen Seite prüfte Mike Terranova nach einem schnellen Konter erneut den Dresdener Torhüter. Immer wieder probierte es Dresden mit hohen Bällen in den Strafraum, doch die Abwehr um die kopfballstarken Benny Reichert und Thomas Schlieter gewannen nahezu jedes Kopfballduell im Strafraum und trieben die Gastgeber zusehends zur Verzweifelung, denn die Angriffe wurden immer überhasteter und wirkten immer weniger durchdacht.

Hans-Günter Bruns hatte längst reagiert, brachte schon zur zweiten Halbzeit Jens Robben für Julian Lüttmann und RWO nahm so immer wieder das Tempo aus dem Spiel. Eine Viertelstunde vor Schluss kam dann Tuncay Aksoy für Marcel Landers um Dresden endlich den entscheidenen Schlag zu versetzen. Dann der entscheidene Konter in der Schlußphase, David Müller und Mike Terranova mit dem schnellen Gegenzug nach einem Ballverlust der Gastgeber im Mittelfeld, die Dynamo-Abwehr kann nur halbherzig gegen "Terra" klären, der Ball landet an der Strafraumecke bei Müller und der Mittelfeldspieler trifft mit seinem achten Saisontor zum 2:0 für RWO ins Netz (75.).

Die Antwort der Gastgeber war dann nur noch halbherzig, die Partie war entschieden und Frust machte sich nicht nur auf den Rängen breit sondern auch auf dem Rasen und so musste der in der ersten Hälfte bereits verwarnte Bendovsky nach einem Frustfoul mit der Ampelkarte den Platz zu verlassen.

Dann war es vorbei, Jubel bei den Kleeblättern und den mitgereisten Fans und entsprechend zufrieden war dann auch Trainer Hans-Günter Bruns der seiner Mannschaft eine nahezu optimale Umsetzung seiner taktischen Vorgaben attestierte.Dynamo Dresden: Hesse - Nikol, Hübener, Stocklasa, Truckenbrod - Wagefeld, Würll (46. Helbig), Ulich (70. Kegel), Bendovskyi Penksa, Bröker (58. Dobry)

RW Oberhausen: Semmler - Pappas, Schlieter, B. Reichert, Embers - Landers (73. Aksoy), Kaya, Kruse, Müller (86. Schäper) - Terranova, Lüttmann (46. Robben)

Tore: 0:1 Kaya (29. Handelfmeter), 0:2 D. Müller (75.)

Gelbe Karten: Hübener, Stocklasa, Wagefeld - Pappas

Gelbrote Karten: Bendovskyi (88. wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Schriever (Dorum)

Zuschauer: 8.628


1 Düsseldorf 42
2 Bremen II 42

3 RWO 41 :w00t:
4 Berlin 40
5 Erfurt 39
6 Wuppertal 39
7 Ahlen 38
8 Dortmund II 37
9 Emden 37
10 Dresden 36

11 Essen 34
12 Braunschweig 32
13 Magdeburg 30
14 Hamburg II 25
15 Cottbus II 24
16 Verl 23
17 Babelsberg 22
18 Lübeck 20
19 Wolfsburg II 14
2:0-Sieg in Bielefeld: Neuers „Riesenaktion“ war Signal für Kollegen

Schwarze Serie beendet, Platz fünf zurückerobert und in jedem Fall Boden auf Rang drei gut gemacht: Die Knappen haben die nach dem Viertelfinaleinzug in der Champions League entstandene Aufbruchstimmung durch den 2:0 (1:0)-Sieg bei Arminia Bielefeld weiter angefacht. Wie in Porto hatte Torhüter Manuel Neuer erheblichen Anteil an diesem Erfolg.

Seine Aufgabenstellung drei Tage nach dem Nerven-Marathon in Porto beschrieb Trainer Mirko Slomka so: „Wir mussten die richtige Elf finden, die noch einmal über 90 Minuten gehen kann.“ Es galt, die Misserfolgsserie in der Bundesliga mit drei Niederlagen hintereinander unbedingt zu beenden. Durch die Gelbsperren von Rafinha und Fabian Ernst mussten in der Anfangsformation ohnehin zwei Plätze neu vergeben werden. So rückten Christian Pander nach fast vier Monaten und Gustavo Varela nach sogar zehn Monaten Zwangspause wieder ins Team. Außerdem begann im Vergleich zur Startelf in Portugal Ivan Rakitic für Carlos Grossmüller.

In dieser Besetzung starteten die Schalker ordentlich. „Wir hatten von Beginn an eine sehr gute Dominanz und viel Ballbesitz. Das war wichtig für unser Spiel“, analysierte Slomka. Doch zunächst wurde ein Treffer von Varela wegen eines Foulspiels von Kevin Kuranyi nicht gegeben (6.), dann erarbeitete sich Christian Eigler eine Hundertprozentige für die Hausherren (21.). Wie in Porto war jedoch Manuel Neuer auch an diesem Nachmittag kaum zu überwinden. „Da hat Neuer sensationell gehalten, sonst wäre der Plan von Bielefeld aufgegangen, denn Arminia hat auch auf eigenem Platz auf Konter gespielt“, atmete Slomka durch. „Durch Manuels Riesenaktion ist unsere Mannschaft aufgewacht und war im Spiel“, stellte Manager Andreas Müller fest.

Denn in den folgenden Minuten erspielten sich die Königsblauen drei Großchancen: Gleich die erste nutzte Varela nach Vorarbeit von Westermann zur 1:0-Führung (24.). Kurz darauf scheiterte Rakitic an Torhüter Matthias Hain (26.) und traf Halil Altintop (29.) mit einem tollen Volley nur die Latte. Die Vorentscheidung war damit vertagt. Varela, der alles in seine ersten 45 Minuten nach langer Auszeit gelegt hatte, blieb erschöpft in der Kabine.

In der zweiten Halbzeit betrieben die Bielefelder dann zwar großen Aufwand, doch auch bei der nächsten echten Torchance durch einen Kopfball von Eigler reagierte Neuer erneut glänzend (62.). Die Knappen spielten derweil effektiv. Defensiv ließen sie insgesamt nur ganz wenig zu, offensiv benötigten sie lediglich eine weitere Torchance. Nach einem Freistoß von Christian Pander bediente Kuranyi Halil Altintop. Der Angreifer entschied die Partie mit seinem vierten Saisontor in der Bundesliga endgültig (74.). „Nach dem 2:0 war das Spiel für uns gelaufen“, freute sich Mirko Slomka über einen Sieg, der sein Team wieder auf Platz fünf klettern ließ.

Und betrug der Abstand auf Rang drei vor dem Spiel sechs Zähler, sind es zumindest bis morgen nur noch drei Zähler. Und selbst wenn der HSV in Nürnberg gewinnen sollte, werden es maximal fünf Punkte sein. Einen Zähler hat Schalke 04 in dieser Hinsicht also auf jeden Fall gut gemacht.

„Ich habe vorher gesagt, bei uns muss alles zu hundert Prozent passen, wenn wir einen Verein wie Schalke schlagen wollen“ erklärte derweil Bielefelds Trainer Michael Frontzeck. „Außerdem hat Manuel Neuer wieder eine Weltklasseparade gezeigt, ich weiß nicht, die wievielte das in dieser Woche war.“

Bielefeld: Hain – Korzynietz, Kucera, Mijatovic, Rau – Tesche (46. Böhme), Kauf, Marx (72. Kamper) – Zuma – Eigler, Wichniarek
Schalke: Neuer – Westermann, Bordon (86. Höwedes), Krstajic, Pander – Jones – Varela (46. Streit), Kobiashvili – Rakitic – Kuranyi, Altintop (78. Sanchez)
Schiedsrichter: Weiner (Giesen)
Tore: 0:1 Varela (24.), 0:2 Altintop (74.)
Zuschauer: 26.100
Gelbe Karten: Mijatovic (2), Böhme (5/1), Kauf (5/1) – Bordon (5/3), Jones (5/1)


Platz Mannschaft Spiele S U N Tore Diff Punkte
1 Bayern München 23 14 8 1 41:11 30 50
2 Werder Bremen 23 13 4 6 51:34 17 43
3 Hamburger SV 23 11 9 3 34:17 17 42
4 Bayer Leverkusen 23 12 5 6 41:23 18 41
5 FC Schalke 04 23 10 8 5 36:24 12 38
6 Karlsruher SC 23 10 6 7 29:31 -2 36
7 VfB Stuttgart 22 11 1 10 38:38 0 34
8 VfL Wolfsburg 23 9 6 8 39:35 4 33
9 Eintracht Frankfurt 23 8 9 6 27:30 -3 33
10 Hannover 96 23 9 5 9 33:39 -6 32
11 Hertha BSC Berlin 23 9 4 10 26:29 -3 31
12 VfL Bochum 23 8 6 9 35:36 -1 30
13 Borussia Dortmund 23 8 5 10 35:39 -4 29
14 Hansa Rostock 23 6 5 12 21:32 -11 23
15 Arminia Bielefeld 23 5 4 14 21:47 -26 19
16 1.FC Nürnberg 23 4 6 13 24:36 -12 18
17 MSV Duisburg 23 5 3 15 23:37 -14 18
18 Energie Cottbus 22 3 8 11 23:39 -16 17
 
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