Suchtfaktor?

Wieder sehr lang und ausführlich, mag ich
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Trotzdem sind die Argumente dieselben, wenngleich viel geschickter verpackt.

Der Erfolg sagt nichs über die Qualität aus... sondern? Die Qualität misst sich woran? Wie gut es dir gefällt? Wie gut es dem Kreis der Kritiker gefällt? Wie gut es elitären Denkern, Studenten von Literatur und Künsten etc. gefällt?
Egal wie du es drehst und wendest, irgendwelche Doktrinen für die Qualität aufzustellen und WoW daran zu messen ist und bleibt subjektiv. Notfalls kannst du einen Club finden, oder sogar eine elitäre Gruppe, die genauso denkt wie du (wenn du Glück hast hat diese Gruppe noch dazu Macht über Medien, Bildung, Politik usw.) und entsprechenden Einfluss nehmen, bis zu dem Punkt wo du die Gesellschaft reformierst, ihr "echten Sinn für Qualität" und "echten Geschmack" eintrichterst auf dass ihr die Erleuchtung kommen möge, dass WoW von minderer Qualität ist, eine schlechte Story hat, usw. und sie eigentlich alle Planescape Torment spielen sollten.

Falls du wirklich glaubst, dass eine Masse von 10 Mio. Spielern nur WoW spielt weil sie sonst nichts kennt und / oder vom Marketing dahingehend manipuliert wurde WoW als gutes Spiel zu schlucken, welches hohen Spielspass usw. bietet dann ist das eine gültige Weltsicht die aber einem Großteil der Bevölkerung das Urteilsvermögen abspricht. Außerdem bedeutet dies, dass Blizzard offensichtlich bedeutend besser in dem Spiel ist, dessen Maßstäbe du angeblich viel besser kennst und / oder setzten kannst. (Der Gesellschaft aufgrund von irgendwelchen Autoritäten klarzumachen was denn nun "Qualität", "gute Story" usw. sind).

Floppen wird es nicht, mein Fehler, schlecht ausgedrückt. Die letzte Zahl die ich in einem Interview über MMOs gehört habe stellt einen break-even bei unter 200k subscribers dar. Der Mann meinte sogar mit 200k subscribers sei das Spiel wirtschaftlich erfolgreich. Mir geht es mehr darum (wie schon erwähnt) wie ein Spiel gestaltet sein sollte um WoW ernsthaft Konkurrenz zu machen. Es ist doch interessant zu diskutieren welche Balance zwischen Casual und Hardcore, Itemization usw. beim Kunden wirklich am besten ankommt und ob WAR beispielsweise das Potential hat WoW gefährlich zu werden. Natürlich spielen da noch weit mehr Faktoren eine Rolle: Wie ist das Gameplay, die Steuerung, Sound, Atmosphäre, wie ist die Grafik usw. (zu gut bringt ja auch nichts, weil um WoW Konkurrenz zu machen kann man nicht alle ohne Quadcore und 9800GX2 auschließen). Da ich aber glaube, dass WAR in diesen Bereichen schon sehr gut ist (aufgrund von Screenshots und lore) und außerdem auch grafisch ähnlich angesiedelt ist wie WoW (Schatten kann man mit Sicherheit deaktivieren und dann sollte das Spiel auf ähnlichen Rechnern laufen wie WoW) bleiben eben Fragen wie ob es genug Publikum gibt das hauptsächlich PVP spielen möchte und ob eben WAR einen guten Spagat schafft um vom 1h pro Woche bis zum 30h pro Woche Spieler allen was zu bieten (was sie mit Sicherheit versuchen werden).

Nur weil du gerne hättest, dass alle Leute sich immer helfen sollten, sozial sein sollten, höflich miteinander umgehen sollten, sich in Gruppen und sozialen Netzwerken zusammenrotten sollten und auch mal das Wohl der Gemeinschaft über das eigene stellen sollten (was ich ja übrigens auch gerne hätte, weil ich persönlich der Überzeugung bin, dass es dann allen besser gehen würde) so heisst das noch lange nicht, dass dies die breite Masse auch so sieht, besonders nicht in einem Spiel. Didaktisch kann ein MMO hier wohl kaum bis nichts bewirken um die Leute zum Umdenken zu bewegen. Es ist ein Konsumprodukt und es gibt genügend Auswahl, dass jeder einfach wechseln kann anstatt sich anzupassen. Dass im Elternhaus, Kindergarten Schule usw. wieder vermehrt solche Werte Einzug finden sollten, da wären wir wahrscheinlich einer Meinung, es ist aber Sache der Politik solche Dinge zu regeln und im Extremfall Richtlinien vorzugeben nach denen MMOs zu funktionieren haben. Blizzard hier die Moralkeule vorzuhalten hat überhaupt keinen Sinn imho.

Da es hier schon lange nicht mehr (und bei mir eigentlich nie) um den Suchtfaktor geht schlage ich vor wir verlegen das auf PNs.

PS: Suchtfaktor haben schon sehr viele in wenigen Sätzen zusammengefasst. Ist absolut persönlich und individuell. Niemand wird zu irgendwas gezwungen. Wer sich selbst genötigt fühlt 24/7 zu spielen sollte seine eigene Position überdenken. Eventuell sollte man MMOs natürlich sogar verbieten. Genauso wie Alkohol, Zigaretten, Fernsehen, das Sammeln von Briefmarken usw.
 
Das ist einer der Punkte die ich auch an HDRO nicht so toll finde. 1. würden bessere Drops nicht schaden, da items wie schon erwähnt eh kaum einen Unterschied machen und 2. müssten es nicht unbedingt items sein, aber es sollte irgendwas geben, welches den Aufwand von 4 und mehr Stunden, die Planung und Organisation usw. belohnt. Klar mag der Schwerpunkt in HDRO am "Rollenspielen" im Sinne vom Pen and Paper liegen, aber das ist nunmal auch nur ein kleiner Teil der Spieler, die das wirklich massiv betreiben (selbst innerhalb HDRO welches ja sehr in diese Richtung tendiert ist es einfach die Minderheit der Spieler).

Warum muss sich seit WoW eigentlich alles lohnen? Früher,z.B. zu DAOC-Zeiten, war es Belohnung genug,wenn man viel Spaß hatte,da war es einem auch fast egal,wenn man seine Feste verlor, wenn nur der Spaß stimmte. Seit WoW muss man aber für jede Sekunde Spielzeit eine dicke und leuchtende Belohnung bekommen,damit es sich gelohnt hat. Da fragt man sich noch wirklich,ob mancher WoWler noch die Bedeutung des Wortes "Spielspaß" kennt oder mittlerweile nur noch auf den oftmals nervigen,weil sich wiederholenden, Itempfaden wandelt?

Belohnung eines Spiels = Spaß

Reicht dies denn nicht?
 
Hast wohl WoW Patchnotes V1.01 nicht gelesen.
"[...]
- Die Fähigkeit "Spielspass" wurde durch "Itemgeilheit" ersetzt. "Itemgeilheit" erhält jeder Spieler ab Level 10 automatisch und ist ein dauerhafter Debuff.
[...]"
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich kann nur lachen, da der BetaClient so verdammt kacke ist und alles dauernd abkackt und die Performance nurnoch scheiße ist spielt man das Game nie länger als 10min...

Oh wie haben wir dich vermisst Lori (und auch noch das gleiche Avatarbild
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)

Und immer noch die gleiche Gossensprache. Armer Junge
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, kannst du doch tatsächlich auf einem Betaserver kein WAR richtig spielen.....das tut uns aber leid.
 
Schau ins Testerforum, ach kannst du ja nicht ohne Betakey... da gibts nen whinethread zum thema und ich bin eigentlich froh, dass der client so kacke ist. so bin ich nicht dazu gekommen mehr zeit in die beta bzw alpha 0.00001 zu stecken.
viel spaß beim warhammer release 2020.


Ich bin in der Beta und darf dazu leider nichts sagen.

Aber was ich zu dir sagen darf ist, dass du ein Dummschwätzer bist
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Ich bin in der Beta und darf dazu leider nichts sagen.

Aber was ich zu dir sagen darf ist, dass du ein Dummschwätzer bist
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Ja und wir dürfen sagen das er lügt. Was er wirklich macht. Und deshalb betreibt er Rufmord.
 
Es wird auhc in WAR viele Flamer geben, die Aufgrund ihres Reichsranges, ihrer Trophäen oder Titel sich profilieren und andere niedermachen. Es wird auch in WAR sicherlich TopRegimenter (also Gilden) geben, die aufgrund von Spielskill, Firstkills (ich hab dem Imperator zuerst den Kopf abgeschlagen
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) usw beliebter/beneideter sind und dementsprechend sich groß aufspielen.
Ob das nun alles in dem Flame'n'Whine Style von Kiddycraft endet oder nur eine Ausnahme bleibt ist abzuwarten. Ich vermute eher ersteres.

Da kann ich nur meine Meinung zu dem Thema wiederholen: Wenn der Spielentwickler da nicht konsequent genug durchgreift müssen dies die Spieler selbst tun und denen die sich nicht anständig verhalten ins Gewissen reden. Und sollte das nicht fruchten, dann kann man denen immer noch ingame einen Denkzettel verpassen, der z.B. in WoW so schön unter dem Motto "Wer die Aggro zieht darf sie behalten!" lief.

PS: Übrigens ist es nicht die Schuld von WoW das der Umgangston so schlecht ist, das liegt eher and er Gesellschaft, die heutzutage einfach nicht emhr weiß wie man höflich ist. Daher kann man dann auch in Spiel nicht höflich sein. Die Generationen werden von jahr zu Jahr arroganter und unhöflicher (Ausnahmen gibt es immer) und Fernsehn, Musik und andere Branchen fördern das in ungesundem Maß (wie schon gesagt, HipHop verdummt die Menschen, es ist ja leider wirklich so, auf jedenfall wenn man sich diese 10-14jährigen HipHop Gangstas anschaut die überall rumrennen). Es wäre unsinnig zu sagen das WoW daran schuld ist, das die Communitys immer schlechter werden, weil es Spieler zum Markt zieht. Hätte es kein MMO Hype gegeben würden eben weniger Leute MMOs Spielen, aber irgendwann würde der Umgangston trotzdem niveaulos werden, da die Gesellschaft den Ton bestimmt und nicht das MMO.
Und der gemeine Spieler ist ja auch von der Gesellschaft beeinflusst
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Wie gesagt, ein Entwickler hat da durchaus seine Eingreifmöglichkeiten. Wenn ein Spiel z.B. sehr Gruppenlastig ist (und davon gehe ich bei WAR dank RvR bisher aus) und Spieler aufgrund ihres Verhaltens keine Gruppen mehr finden, dann werden sie entweder aufhören oder sich ändern müssen. Natürlich setzt das voraus, dass solche "Erziehungsarbeit" auch konsequent durchgezogen wird.

Der Erfolg sagt nichs über die Qualität aus... sondern?

Über die Zielgruppe und deren Niveau. Qualität im Sinne von ausgefeiltem Gamedesign und die Anzahl der Spieler haben selten etwas miteinander zu tun.

Die Qualität misst sich woran? Wie gut es dir gefällt? Wie gut es dem Kreis der Kritiker gefällt? Wie gut es elitären Denkern, Studenten von Literatur und Künsten etc. gefällt?

Egal wie du es drehst und wendest, irgendwelche Doktrinen für die Qualität aufzustellen und WoW daran zu messen ist und bleibt subjektiv. Notfalls kannst du einen Club finden, oder sogar eine elitäre Gruppe, die genauso denkt wie du (wenn du Glück hast hat diese Gruppe noch dazu Macht über Medien, Bildung, Politik usw.) und entsprechenden Einfluss nehmen, bis zu dem Punkt wo du die Gesellschaft reformierst, ihr "echten Sinn für Qualität" und "echten Geschmack" eintrichterst auf dass ihr die Erleuchtung kommen möge, dass WoW von minderer Qualität ist, eine schlechte Story hat, usw. und sie eigentlich alle Planescape Torment spielen sollten.

Zugegeben, es fällt schwer allgemeine Richtlinien für Qualität aufzustellen. Es ist aber durchaus möglich, mangelnde Qualität in der Praxis festzustellen, indem man sich vor Augen führt was möglich wäre/was andere Spiele bereits geboten haben und was realisiert worden ist.

Wenn ein Film z.B. eine vorhersehbare Story hat, dann ist das ein Minuspunkt, egal wie vielen Leuten sie trotzdem gefallen hat. Wenn die Effekte mies waren, dann ist das ein weiterer Minuspunkt, egal wie gut der Rest ist.
Die Qualität eines Spiels oder Films ist demnach daran zu messen, ob die Plus- oder Minuspunkte überwiegen und wie stark. Dieses Bewertungsschema findet sich auch in diversen Spielezeitschriften wieder. Nicht jeder muss jeden Kritikpunkt nachvollziehen können, aber das zaubert sie nicht weg.

Hier ein paar (aber längst nicht alle) Dinge die z.B. WoW falsch gemacht hat und warum sie OBJEKTIV falsch oder wenig sinnvoll waren:

- Grafik - Klar, die Grafik war schon überholt als WoW erschienen ist. Da rettet auch der Stil nichts, sie war einfach veraltet. Punkt.
- absurd hohe Steigerungen der Charakterwerte in BC - vergrößert die Equip-Schere und verschlechtert die Balance.
- Mangelnde Individualisierungsmöglichkeit - Charaktere sehen alle gleich aus. Vor allem jetzt, da viele mit demselben Set rumlaufen (meist S1-3) finden sich eine Menge "Zwillinge".
- keine Strafen für unehrenhafte Kills im PvP - fördert das Ganken von Low-Level-Charakteren (übrigens auch etwas, wo der Entwickler das Verhalten der Community hätte beeinflussen können)
- simples und belangloses Crafting
- Ausrichtung auf Items - führte zur Itemgeilheit vieler Spieler und hätte vermieden werden können, indem man den Items weniger Bedeutung beimisst.
- hoher Farmanteil

Vor allem bei den letzten beiden Punkten erkennt man schlechtes Gamedesign am Werk.

Das Farmen macht den Spielern keinen Spaß. Es dient nur dazu, sie möglichst lange am Spielen zu halten und nicht indem man ihnen spaßige und/oder anspruchsvolle Aufgaben gibt sondern indem man sie dazu bringt, stundenlang immer wieder dieselbe langweilige Routine abzuarbeiten.

Was den Itemfokus angeht - das musste einfach früher oder später Probleme machen. Wenn ein Charakter sich darüber definiert was er trägt, anstatt dessen was er IST, dann entsteht Neid unter den Spielern, der wiederum zu solchen Auswüchsen wie Streit um Loot oder gar Ninjalooting führt. Natürlich lässt sich sowas nicht vollständig vermeiden, aber sehr wohl eindämmen.

Beides zeugt objektiv von mangelndem Einfallsreichtum der Entwickler. Es ist leicht einen Spieler hundert Mobs statt nur zehn töten zu lassen um eine Quest abzuschließen (der Idealfall, nämlich dass es nur sehr wenige Killquests gibt trat leider AFAIK noch nirgendwo auf), statt sich etwas Interessanteres einfallen zu lassen (eine seltene Ausnahme waren die Bomberquests in BC, die mich sehr gefreut haben - kurzweilig und endlich mal wieder etwas Neues). Genauso ist es einfach, dem Spieler einfach ein paar Items vor die Nase zu halten damit er weiterspielt, statt ihn z.B. mit Zwischensequenzen oder einer packenden Story zu "ködern".

Der Content wird nur noch darüber definiert, inwiefern er den Charakter verbessert, nicht wie interessant er wirklich ist. Es gab in WoW-Classic eine Menge sehr guter und langer Questreihen, von denen man in BC wirklich nur noch wenige findet. Dafür gibts in BC umso mehr leuchtende und funkelnde gegenstände mit (wie schon gesagt) absurd hohen Stats.

Falls du wirklich glaubst, dass eine Masse von 10 Mio. Spielern nur WoW spielt weil sie sonst nichts kennt und / oder vom Marketing dahingehend manipuliert wurde WoW als gutes Spiel zu schlucken, welches hohen Spielspass usw. bietet dann ist das eine gültige Weltsicht die aber einem Großteil der Bevölkerung das Urteilsvermögen abspricht.

Marketing ist ein Punkt.

Die anderen sind unter anderem, dass WoW einfach und simpel ist. Ich gebe zu, dass mich z.B. Star Wars Galaxies nach anderthalb Jahren WoW-Gewöhnung fast erschlagen hat. Man hatte dort einfach viel mehr Möglichkeiten. Interessant vor allem deswegen, weil SWG bereits VOR WoW erschienen ist und insofern Teil der Messlatte ist, die für WoW gilt. Und nach dem was ich gehört habe waren andere Spiele noch komplexer.
Komplexität ist ein weiterer Punkt der die Qualität eines Spiels ausmacht - ein komplexes Spiel wird nicht so schnell langweilig weil es mehr Möglichkeiten bietet.

Dazu kommt der "Lawineneffekt". Unter den 10 Mio. sind eine Menge Mitläufer, die WoW spielen weil es ihre Freunde tun und genauso ein anderes Spiel gespielt hätten, wenn ihre Freunde dieses gespielt hätten. Einfach ausgedrückt: WoW ist "in" unter den Jugendlichen, genauso wie es Pokémon eine Zeit lang unter den Kindern war.

Außerdem bedeutet dies, dass Blizzard offensichtlich bedeutend besser in dem Spiel ist, dessen Maßstäbe du angeblich viel besser kennst und / oder setzten kannst. (Der Gesellschaft aufgrund von irgendwelchen Autoritäten klarzumachen was denn nun "Qualität", "gute Story" usw. sind).

Aufpassen: Du redest von Marketing, ich von Gamedesign. Das hat wenig miteinander zu tun. Wie oben gesagt: Es gibt objektive Qualitätsrichtlinien und seien sie nur dadurch definiert, was andere Spiele bereits besser oder schlechter gemacht haben.

Floppen wird es nicht, mein Fehler, schlecht ausgedrückt. Die letzte Zahl die ich in einem Interview über MMOs gehört habe stellt einen break-even bei unter 200k subscribers dar. Der Mann meinte sogar mit 200k subscribers sei das Spiel wirtschaftlich erfolgreich. Mir geht es mehr darum (wie schon erwähnt) wie ein Spiel gestaltet sein sollte um WoW ernsthaft Konkurrenz zu machen. Es ist doch interessant zu diskutieren welche Balance zwischen Casual und Hardcore, Itemization usw. beim Kunden wirklich am besten ankommt und ob WAR beispielsweise das Potential hat WoW gefährlich zu werden. Natürlich spielen da noch weit mehr Faktoren eine Rolle: Wie ist das Gameplay, die Steuerung, Sound, Atmosphäre, wie ist die Grafik usw. (zu gut bringt ja auch nichts, weil um WoW Konkurrenz zu machen kann man nicht alle ohne Quadcore und 9800GX2 auschließen). Da ich aber glaube, dass WAR in diesen Bereichen schon sehr gut ist (aufgrund von Screenshots und lore) und außerdem auch grafisch ähnlich angesiedelt ist wie WoW (Schatten kann man mit Sicherheit deaktivieren und dann sollte das Spiel auf ähnlichen Rechnern laufen wie WoW) bleiben eben Fragen wie ob es genug Publikum gibt das hauptsächlich PVP spielen möchte und ob eben WAR einen guten Spagat schafft um vom 1h pro Woche bis zum 30h pro Woche Spieler allen was zu bieten (was sie mit Sicherheit versuchen werden).

Dass WAR WoW Konkurrenz machen wird, davon träumen nur noch einige Wenige. Darauf kommt es letztendlich auch nicht an (außer für EA/Mythic, aber die haben auch eine andere Perspektive als die Spieler). Mal davon abgesehen dass sich hoffentlich keiner ernsthaft wünscht, dass all die WoW Spieler zu WAR rüberwandern. sollte das der Fall sein, dann fang ich doch lieber wieer WoW an, weil man dann dort seine Ruhe vor denen hat. Ich (und ich denke da geht es vielen ähnlich) hab die Nase voll von einer Community die sich permanent auf dem Niveau von Kleinkindern selbst zerfleischt, anstatt zusammenzuhalten.

Nur weil du gerne hättest, dass alle Leute sich immer helfen sollten, sozial sein sollten, höflich miteinander umgehen sollten, sich in Gruppen und sozialen Netzwerken zusammenrotten sollten und auch mal das Wohl der Gemeinschaft über das eigene stellen sollten (was ich ja übrigens auch gerne hätte, weil ich persönlich der Überzeugung bin, dass es dann allen besser gehen würde) so heisst das noch lange nicht, dass dies die breite Masse auch so sieht, besonders nicht in einem Spiel.

Wenn das die breite Masse nicht so sieht, dann möge sie Spielen fern bleiben, in denen sie mit anderen Personen interagiert. Wenn man nicht wenigstens in gewissen Grenzen mit anderen Leuten spielen will (und nicht allein gegen alle, selbst gegen Spieler der eigenen Fraktion), dann gibt es geeignetere Spiele als MMORPGs.

Didaktisch kann ein MMO hier wohl kaum bis nichts bewirken um die Leute zum Umdenken zu bewegen. Es ist ein Konsumprodukt und es gibt genügend Auswahl, dass jeder einfach wechseln kann anstatt sich anzupassen. Dass im Elternhaus, Kindergarten Schule usw. wieder vermehrt solche Werte Einzug finden sollten, da wären wir wahrscheinlich einer Meinung, es ist aber Sache der Politik solche Dinge zu regeln und im Extremfall Richtlinien vorzugeben nach denen MMOs zu funktionieren haben. Blizzard hier die Moralkeule vorzuhalten hat überhaupt keinen Sinn imho.

Das sehe ich anders. Entwickler haben die Möglichkeiten, genauso wie die Community und auch eine gewisse Verantwortung. Wenn ihnen die Community egal ist, dann ist das nicht nur schade sondern durchaus verwerflich.

Da es hier schon lange nicht mehr (und bei mir eigentlich nie) um den Suchtfaktor geht schlage ich vor wir verlegen das auf PNs.

Solange keiner protestiert wär ich dafür, hier weiterzumachen. Ist auch ein interessantes Thema.
 
Ach ich denk Lori wirds noch paar mal probieren. Sonst wär's ja auch langweilig, wenn sich sonst niemand so geistige Ergüsse leistet :/
 
Danke Drako. Die Geduld einen solch ausgefeilten Post zu setzen hatte ich bisher nie, spiegelt jedoch ziemlich exakt meine Meinung wieder. Zwei Dinge möchte ich allerdings hinzufügen:
1. Blizzards Spielprinzip war immer "easy to learn". Wenig Anspruch, viel Langzeitmotivation durch Farmen. Diablo2 ist ein sehr gutes Beispiel dafür.
2. Durch die recht geringen Grafikanforderungen spricht WoW ein sehr breites Publikum an. Mittlerweile sollte wirklich jeder Spieler einen Computer besitzen, welcher WoW in guter bis sehr guter Qualität wiedergibt. Auch dies ist Marketingtechnisch ein voller Erfolg; es spricht eher die breite Masse an wie "Bild"-Zeitung gegenüber der "Zeit" - eine einfache Kost.

Ich kann es an dieser Stelle ledigliches eines wieder betonen: meine einzige Hoffnung ist, das Warhammer nicht die gesammte Kiddy-Fraktion anziehen wird, sondern ein Spielerniveau von HdRO erreicht. Besonders bei HdRO kann man wunderbar sehen wie faire Spielweisen und eine sehr angenehme Community selbst ein Endgame-schwaches Spiel sehr aufhellen können. Bisher erlebte ich in meinen 5 Monaten dort nur einen einzigen wirklichen "Flame", in WoW gehörte dies zum guten Ton. Vor allem aber da HdRO in erster Linie auf Gruppenspiel aufbaut, ist es vor allen Dingen erforderlich eine gewisse Freundlichkeit zu wahren. Andersfalls wird man auch nicht die Chance haben die größeren Instanzen von innen zu sehen.

Wandert solch ein Spielgrundsatz auch in Warhammer ein, wird auch dies ein voller Erfolg werden.


My zwo cents.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Über die Zielgruppe und deren Niveau. Qualität im Sinne von ausgefeiltem Gamedesign und die Anzahl der Spieler haben selten etwas miteinander zu tun.

Es gibt objektive Qualitätsrichtlinien und seien sie nur dadurch definiert, was andere Spiele bereits besser oder schlechter gemacht haben.

Davon kann man mich nicht überzeugen. Die einzig nachvollziehbare und objektive Argumentation für "gut" bleibt für mich in diesem Fall die Zustimmung der Kundschaft. Mehr Zustimmung ist einfach besser, Demokratie etc. Es würde mir auch sehr gut passen wenn das weiterhin so bleibt, weil ich nicht besonders viel Lust auf irgendwelche Vorschriften durch "Qualitäts-Institutionen" habe wenn es um Geschmackssachen geht. Nachvollziehbare Qualitätskriterien in Bezug auf ein MMO wären für mich Bugs, Übersetzungsfehler, Performanceprobleme, Schwierigkeiten beim Installieren usw. und gerade auch hier punktet WoW extrem. Von allen MMOs die ich bisher gespielt habe (und es waren einige, fast alle zumindest getested) lief WoW bei mir vergleichsweise reibungslos.

Wenn ein Film z.B. eine vorhersehbare Story hat, dann ist das ein Minuspunkt, egal wie vielen Leuten sie trotzdem gefallen hat. Wenn die Effekte mies waren, dann ist das ein weiterer Minuspunkt, egal wie gut der Rest ist.
Die Qualität eines Spiels oder Films ist demnach daran zu messen, ob die Plus- oder Minuspunkte überwiegen und wie stark. Dieses Bewertungsschema findet sich auch in diversen Spielezeitschriften wieder. Nicht jeder muss jeden Kritikpunkt nachvollziehen können, aber das zaubert sie nicht weg.

Trotzdem sind diese Richtlinien auch die (intellektuelle?) Konvention eines bestimmten Gesellschaftsteiles und decken sich oftmals überhaupt nicht mit dem wirtschaftlichen Erfolg eines Produktes. Wenn ich also ein möglichst gutes Produkt anbieten möchte, ist dieses Bewertungsmodell nutzlos. Gerade Sachen wie "vorhersehbare Story" ist ein viel zu schwammiger Begriff. Kunst-, Film- und Literaturkritiker wissen sehr wohl, dass man über Geschmack nicht streiten kann und es gilt zwischen Elitären Kreisen in welchen eine bestimmte "Qualität" gefeiert wird, welche die Allgemeinheit nie erreicht und zwischen einem Review, welches man hier und da die Kaufentscheidung erleichtern soll, zu unterscheiden. Außerdem ist ein Kritiker welcher nie den Geschmack seiner Leser trifft für ein Medium auf Dauer unrentabel und wird seinen Job verlieren. Die sogenannte "Objektivität" geht somit schon in dem Punkt flöten wo der Kritiker seinen Job für das erste Frauen PC-Spiele Magazin annimmt, oder eben für ein alteingesessenes PC-Magazin welches hauptsächlich männliche "Shooter" Leser hat.

Von der "Wahrheit" und absoluten Größen wie "gut" und "schlecht" oder "falsch" in Zusammenhang mit einem reinen Unterhaltungsprodukt (oder überhaupt Popular Arts) welche in deinen Darstellungen oft auftauchen hat sich eigentlich die aufgeklärte Gesellschaft schon Mitte des 20ten Jahrhunderts verabschiedet. Es gibt keine objektiven Qualitätskriterien bei ästhetischen Fragen. Selbst die Wahrheit ist eigentlich (vor allem in iherer Auswirkung) das was die Mehrheit der Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt glaubt und sie existiert unabhängig von der Realität (falls es sie gibt) wie man der Geschichte deutlich entnehmen kann (die Erde ist eine Scheibe, geozentrisches Weltbild usw.)

Davon abgesehen können wir gerne über Kriterien sprechen wo es einen sehr großen Konsens gibt, wie dass ein Spiel heutzutage schon in 3d daherkommen sollte und nicht in 2d bitmaps, bestimmte Auflösungen, Soundunterstützung usw haben sollte uvm.
Die objektiven Qualitätskriterien allerdings sind mir wirklich ein Dorn im Auge
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Es entscheidet einfach hauptsächlich der Kunde was besser ist und es ist unmöglich zu beweisen, dass "Planescape Torment" eigentlich das beste Spiel wäre. Wenn Spiele neue Wege gehen, dann weiss ja auch niemand welche nun gut / schlecht sind, sondern man muss abwarten wie das Publikum reagiert und dementsprechend werden manche Konzepte dann beibehalten (weil gut angekommen) und andere wieder verworfen (weil sie wohl nur dem einen einzigen innovativen Programmierer gefallen haben). Die erfolgreichsten Konzepte setzen sich dann über kurz oder lang durch (außer man glaubt nicht an Darwin sondern eher an die Schöpfungstheorie).

Ich glaube aber wir reden aneinander vorbei. Mir geht es (ich wiederhole mich hier zum zweiten Mal) darum Kriterien herauszufiltern, nach welchen man ein MMO gestalten müsste, das ähnlich erfolgreich wie WoW sein soll. Ob War nun seine intellektuelle RP- Community hat und ob dort alle "echten PVPer" welche nix mit "WoW-kiddies" etc. zu tun haben wollen ihr Glück in der Itemlosen und absolut casual-freundlichen virtuellen Realität finden ist mir einfach egal. Von dieser Klassifizierung der Menschen in "gute erwachsene" und "niveaulose kiddies" möchte ich sowieso Abstand nehmen. Der MMO Markt insgesamt wächst noch und da ist haufenweise Platz für Lizenzprodukte deren Kosten schon fast garantiert durch die Lizenz-Fanbase gedeckt sind. Aber um Nischenprodukte geht es mir nicht, davon gibts eh zu Hauf.

Hier ein paar (aber längst nicht alle) Dinge die z.B. WoW falsch gemacht hat und warum sie OBJEKTIV falsch oder wenig sinnvoll waren:

- Grafik - Klar, die Grafik war schon überholt als WoW erschienen ist. Da rettet auch der Stil nichts, sie war einfach veraltet. Punkt.
- absurd hohe Steigerungen der Charakterwerte in BC - vergrößert die Equip-Schere und verschlechtert die Balance.
- Mangelnde Individualisierungsmöglichkeit - Charaktere sehen alle gleich aus. Vor allem jetzt, da viele mit demselben Set rumlaufen (meist S1-3) finden sich eine Menge "Zwillinge".
- keine Strafen für unehrenhafte Kills im PvP - fördert das Ganken von Low-Level-Charakteren (übrigens auch etwas, wo der Entwickler das Verhalten der Community hätte beeinflussen können)
- simples und belangloses Crafting
- Ausrichtung auf Items - führte zur Itemgeilheit vieler Spieler und hätte vermieden werden können, indem man den Items weniger Bedeutung beimisst.
- hoher Farmanteil

Vor allem bei den letzten beiden Punkten erkennt man schlechtes Gamedesign am Werk.

Alles wieder subjektiv. Das sind ausschließlich Features welche du dir in deinem Traum-MMO wünschen würdest oder eben gerne nicht hättest. Lustigerweise wünsche ich mir auch mehr Komplexität von einem Spiel, mehr Spieltiefe usw. Damit sind wir beide aber eine Minderheit in der MMO Kundschaft und das ist faktisch belegbar. Alle diese Punkte werden fast 1 zu 1 in HDRO erfüllt, mit Ausnahme von PVP (was man aber sowieso nicht machen muss) und dem Farmanteil der auch in HDRO sehr hoch ist. Trotzdem ist WoW ....

Die Grafik war wohl der genialste Schachzug von Blizzard, wie auch schon ein Vorposter hier bemerkt hat. Aber hier werden wir auch auf keinen grünen Zweig kommen. Deine Vorstellung von einem guten MMO ist geprägt von den Idealen über Grafik, Gameplay, etc. welche deine Version eines perfekten MMOs ausmachen würden (deine Version welche es nicht gibt, die du allein wahrscheinlich nie programmieren wirst und die sich erst wenn es sie wirklich gäbe dem "realen" Kritiker - i.e. der Kundschaft - stellen müsste). Dem entgegen steht der Ansatz ein größtmögliches Zielpublikum anzusprechen und das kann man nie und nimmer erreichen wenn man die Grafikengine so wählt, dass mindestens die Hälfte der potentiellen Kunden nicht die benötigten Systemanforderungen erfüllen kann.

Wenn das die breite Masse nicht so sieht, dann möge sie Spielen fern bleiben, in denen sie mit anderen Personen interagiert. Wenn man nicht wenigstens in gewissen Grenzen mit anderen Leuten spielen will (und nicht allein gegen alle, selbst gegen Spieler der eigenen Fraktion), dann gibt es geeignetere Spiele als MMORPGs.

Irrelevant, weil in der Realität bleiben sie nicht weg und wollen ein MMO spielen (offensichtlich WoW) und das in so großem Maße, dass sie dir den Spielspass dort vermiesen:
Mal davon abgesehen dass sich hoffentlich keiner ernsthaft wünscht, dass all die WoW Spieler zu WAR rüberwandern. sollte das der Fall sein, dann fang ich doch lieber wieer WoW an, weil man dann dort seine Ruhe vor denen hat. Ich (und ich denke da geht es vielen ähnlich) hab die Nase voll von einer Community die sich permanent auf dem Niveau von Kleinkindern selbst zerfleischt, anstatt zusammenzuhalten

Das sehe ich anders. Entwickler haben die Möglichkeiten, genauso wie die Community und auch eine gewisse Verantwortung. Wenn ihnen die Community egal ist, dann ist das nicht nur schade sondern durchaus verwerflich.

Löbliche Einstellung, toller Optimismus. Mag zwar stimmen aber leider ist es offensichtlich nicht so (siehe WoW) und ich denke wie schon gesagt, dass es viel wichtigere Institutionen / Erziehungsumfelder gibt als WoW in denen moralische Grundhaltungen, Verantwortungen und Werte gelehrt werden MÜSSEN um einen nachhaltigen Einfluss auf die Gesellschaft zu haben. Hier bei WoW anzusetzen ist ja wie den Hausbau mit dem Dach zu beginnen. Klar braucht man auch ein Dach, aber ohne Fundament kann es nicht halten.

Andere Quotes:
Warum muss sich seit WoW eigentlich alles lohnen? Früher,z.B. zu DAOC-Zeiten, war es Belohnung genug,wenn man viel Spaß hatte,da war es einem auch fast egal,wenn man seine Feste verlor, wenn nur der Spaß stimmte. Seit WoW muss man aber für jede Sekunde Spielzeit eine dicke und leuchtende Belohnung bekommen,damit es sich gelohnt hat. Da fragt man sich noch wirklich,ob mancher WoWler noch die Bedeutung des Wortes "Spielspaß" kennt oder mittlerweile nur noch auf den oftmals nervigen,weil sich wiederholenden, Itempfaden wandelt?
In allen MMOs die ich gespielt habe, inklusive DAOC gab es Belohnungen auf die eine oder andere Weise die den Charakter oder zumindest seinen "poser value" (i.e. höherer Geltungsrang oder was auch immer) verbessert haben. Wenn das wegfällt bräuchte man ja das Spiel nicht mehr und könnte sich auf seine Vorstellungskraft und die Chatfunktion beschränken.

Achtung subjektiver(er) Teil:
Ansonsten kann ich mich nur wiederholen. Dies ist kein Feldzug gegen ein bestimmtes MMO. Ich spiele derzeit HDRO mir gefallen viele Dinge, aber viele andere Dinge finde ich nicht so toll. Dies ist aber ein rein subjektives Empfinden. Ich hätte gerne mehr End-Game Content, mir gefällt Raiden, die Herausforderung in Koordination mit vielen anderen etwas zu erreichen und hierbei wünsche ich auch einen bestimmten Schwierigkeitsgrad (der für mich individuell in HDRO nicht gegeben ist). Zudem bin ich jemand der sich gern anstrengt, optimiert, Wege findet effizienter zu sein usw. Wenn ich am Hof Fussball gespielt hab als Junge, wollte ich auch mein Bestes geben um zu gewinnen. So denken nicht alle Menschen, manche Spielen nur um des "Fun" willen, haben die "echte" Anstregung im Job und nehmen ein "Spiel" daher nicht so ernst. So sind eben die Menschen verschieden und darüber kann man nicht streiten. Aber man kann sehr wohl - ich wiederhole mich - aufzeigen dass WoW mit seinem "Belohne den Spieler für Leistungen schnell mit Items, lass den Casual nicht hängen indem du ihm dieselben Items, nur eben zeitversetzt zukommen lässt" bei mehr Leuten Gefallen findet als HDRO mit seinem "Spiele hauptsächlich um zu chatten, rollenzuspielen oder zu relaxen und epos quest zu machen, Items gibts irgendwie aber sie sind nicht so wichtig und folgen auch nicht so dem risk and time / reward system". Mir persönlich hat HDRO in den knapp zwei Monaten sehr gut gefallen. Aber ich bin nicht so sehr der Typ der in einem MMO socialized, ich spiele des Spieles wegen. Genauso beim Musikverein, ich geh hin um Musik zu machen in einer Musikkapelle, nicht um nachher Bier zu trinken oder um mich zu unterhalten (wieder alles nur MEINE Ansicht). Sozialleben, Freunde, Konversation, usw. das habe ich im RL und brauche / wünsche es in einem MMO nicht so sehr. Trotzdem will ich mit vielen anderen gleichzeitig im Teamplay(raids) oder PVP spielen. Da ich bereits alle Raidinstanzen gesehen habe, die für meine Klasse relevanten Tugenden habe, Epos Buchreihe und die meisten Quests fertig habe ist für mich das Spiel nun nach 2 Monaten irgendwie aus. Wenn mich das zum Spieler macht der immer was Neues braucht, immer was besseres, der belohnt werden will für die Zeit die er investiert durch eine merkliche Verbesserung des Charakters, dann ja, die Art von Spieler bin ich. Aber ich bin mit der Einstellung wohl nicht allein und dies bedeutet nicht, dass ich deshalb ein "niveauloses WoW kiddy" bin, kein RL habe, von Hartz 4 lebe, mich nicht artikulieren kann oder was auch immer von militanten Casuals unterstellt wird. Pragmatiker bin ich natürlich und dazu stehe ich. Im RL würd ich auch nicht laufen gehen wenn das nicht gesund wäre, körperliche Fitness und was fürs Äußere bringen würde.
 
Elite-Gilden gehören zu den MMORPG's, wie Wasser zum Meer. Wer jetzt glaubt, WoW habe Elite-Gilden eingeführt, liegt wiedermal falsch. Diese Gilden haben ihren Ursprung in Everquest 1. Eq1 war das erste Spiel, welches Spielerskill, Aufwand entsprechend belohnte. Da gehörten Gegenstände, Alternative Talentpunkte und Zugangsreihen zu besonderen Zonen dazu!

Welcher Neider nun auch immer glaubt, in War würde es keine SpielerInnen geben, welche Wert auf Spielskill, Endgame + Belohnung legen, ist schief gewickelt.

Auch finde ich es lächerlichst, wie einige immer wieder versuchen andere vorzuschreiben, wie denn deren Spielspaß auszusehen habe. Nur weil einige gerne rumgammeln, im Spiel nichts erreichen, muss das nicht für alle gelten. In meinem Bekanntenkreis tummeln sich RollenspielerInnen, Elite-Gilden-Mitglieder und Handwerker, sie alle haben ihren Spaß. Dass die Elite-Gilden-Mitglieder den größten Fortschritt aufweisen, ist selbstverständlich schließlich investieren sie genug Zeit.

Wer glaubt, mit läppischen 2hs täglich (ist teilweise nicht mal für ein OFFLINE RPG genug), das zu erreichen, was andere haben, welche 4 - 5 hs+/Tag spielen, wird auch in War enttäuscht werden. Anders wäre es auch unfair.

WoW hat einige Dinge falsch gemacht:
- solo zu viel erreichbar
- Raids 40 => 25
- absurd großer Itemwipe mit BC, kommenden WotLK

Das ist meine persönliche Meinung und keineswegs eine allgemein gültige Aussage. Einige werden mir zustimmen, andere nicht.

War wird- nein muss im PvP Endgame ebenso über Belohnungen agieren, wie jedes andere Spiel. Spätestens ab diesem Zeitpunkt kommt es zu der Frage "Wie hält man die Spieler bei der Stange?" - ganz einfach über Rüstungen, neue Ränge, erkaufbare Skills und freischalten neuer Gebiete.

Das kann man gut oder schlecht finden, Fakt ist, dass es nur so geht. Hdro z.B. bietet nichts dergleichen und hat deshalb wohl auch sämtlichen Endgame Anspruch verloren.

Grafikmäßig ist jetzt schon absehbar, dass War kein Feuerwerk werden wird, was ich persönlich sehr schade finde. Bin mir sicher, dass Mythic lieber die Engine aus der ersten Vorschau übernommen hätte, aber der große mächtige Konzernfritze namens EA hat sich da wohl wieder durchgesetzt.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Auch in War wird man Zeit investieren müssen, um vorne mitzuspielen. MMORPG's sind nunmal Zeitfresser, das kann man akzeptieren oder sich ein anderes Hobby suchen. Aber absurde Forderungen ala ich will mit 1/2hs alles erreichen/sehen, sind einfach Fehl am Platz. Wenn ich weniger spielen kann, akzeptiere ich die Tatsache, dass ich eben nicht mit Nihilum & Co. mithalten kann oder ich spiele mehr, um irgendwann auch dorthin zu kommen. Die ganze Whinerei über die bösen, bösen skilled Spieler ist aber in meinen Augen einfach nur lächerlich. Wie oben schon beschrieben, will nicht jeder rumgammeln.
 
Irgendwie finde ich in Deinem Post die Ironie nicht, oder meinst Du das ernst?
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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wie gesagt, ein Entwickler hat da durchaus seine Eingreifmöglichkeiten. Wenn ein Spiel z.B. sehr Gruppenlastig ist (und davon gehe ich bei WAR dank RvR bisher aus) und Spieler aufgrund ihres Verhaltens keine Gruppen mehr finden, dann werden sie entweder aufhören oder sich ändern müssen. Natürlich setzt das voraus, dass solche "Erziehungsarbeit" auch konsequent durchgezogen wird.

Meine Erfahrung ist allerdings, dass sich gleich und gleich gern gesellt. Möglicherweise kommt Spieler X aufgrund seines Verhaltens bei dir nicht mehr in die Gruppe, aber eben woanders, wo alle so sind wie Spieler X. Da schwindet der Lerneffekt wieder, da er ja trotzdem spielen kann.

Theoretisch kann es sogar sein, dass die sozialen Spieler schnell in der Unterzahl sind, weil es den meisten mehr Spaß macht einen anderen Stil zu pflegen. Das ist eben das Problem, ein Entwickler kann nur einen Spielplatz ins Netz stellen, mit gewissen Regeln. Was daraus gemacht wird und wie letztlich die Interaktion der Spieler untereinander aussieht, können Sie nur bedingt beeinflussen.
 
Macht euch keine Sorgen. Ich kann mir nicht einmal im entferntesten vorstellen, dass man von HdRO süchtig werden kann
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Da seid ihr bei falschen SPiiel
 
Macht euch keine Sorgen. Ich kann mir nicht einmal im entferntesten vorstellen, dass man von HdRO süchtig werden kann
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Da seid ihr bei falschen SPiiel

Noch nicht, nein. Dazu fehlt es an (Farm-)Inhalt.

Mit dem Addon kann das anders werden...entwickelbare Waffen, mehr Sessionplay & eine interessantere, markantere Kulisse etc.
 
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