UO: Die Geschichte des Housings

Tikume

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Zum Thema Housing in Ultima Online:

Die UO Landschaft unterscheidet sich von der in den meisten anderen MMO's.
Hier ist nicht jeder Fleck verbraucht für irgendwelche Quests oder Mobspawns die man zum leveln braucht.
In der normalen Welt hat man eigentlich nur Tiere und ab und an mal kleinere Monster wie einen Oger. Dementsprechend ist auch viel Platz für Housing.

Zu Beginn wurden natürlich einige Fehler gemacht (kein Wunder, denn vorher gab es so etwas wie Housing noch nie).
Spieler bauten Häuser an den unmöglichsten Orten wie Höhlen, da jeder Spieler so viele Häuser haben konnte wie er wollte waren 20 Häuser oder mehr pro Spieler keine Seltenheit.
Dadurch dass es kaum Restriktionen gab war die Welt natürlich schnell extrem zugebaut und da die Häuser keine Itembegrenzung hatten wurde auch die Serverperformance ein Problem.
Während sich Wow Spieler über eine 20 Platz Tasche freuen passen in ein UO Haus noch Heute (nach den Änderungen) mehrere Tausend Gegenstände und Stapel von Gegenständen gehen nicht bis 20 sondern bis 60000
wink.png


Die ersten Maßnahmen waren dass die Häuser eine Itembegrenzung bekamen und man die Items in Kisten verstauen oder "festlocken" musste. Das hatte dann auch den Vorteil dass jemand der das Haus betreten konnte nichts mehr mitnehmen konnte. Vorher lag nämlich alles lose im Haus herum.
Des weiteren wurden die Regeln zum platzieren von Häusern verschärft. Es wurden Zonen eingeführt in denen Hausbau verboten war, um ein Haus herum musste Abstand zum nächsten Haus gehalten werden, der Untergrund musste flach sein, etc.

Wieder später kam eine Änderung dass jeder Account nur ein Haus besitzen durfte (und das serverübergreifend wohlgemerkt). Der Nachteil war natürlich dass man nicht mehr so einfach etliche Häuser besitzen konnte,
der Vorteil war dass natürlich mehr Bauplatz zu Verfügung stand und dass man das Haus nicht mehr "refreshen" musste. Vorher war es nämlich so, dass man selbst oder ein Freund des Hauses dieses mindestens alle 7 Tage besuchen musste, da es sonst zerfiel. Jedesmal wenn man in Urlaub fahren wollte musste man einen Haus-Sitter organisieren.
Da man den Zustand des Hauses am Türschild erkennen konnte war das sogenannte „IDOC-Camping“ sehr beliebt. Die letzte Phase vor dem Zerfall hiess „In Danger of Collapsing“ = IDOC.
Wenn das Haus zerfiel war nicht nur der Bauplatz frei, es lag auch der komplette Hausinhalt am Boden. Das Ganze war natürlich ein Geduldsspiel: Erst die Häuser ausfindig machen, dann ausrechnen wann es wohl fällt, dann mit etwas Pech stundenlang vor einem Haus stehen, zusammen mit anderen Spielern und im Moment des Zerfalls ein neues Haus setzen und/oder sich die potentiell besten Sachen sichern. Auch sehr nett war es auf Felucca (Anm.: UO hatte seit 2000 zwei Spiegelwelten und nur auf einer konnte man angegriffen werden) wenn dann PK Besuch kam bzw. man selbst diese Rolle übernahm und man um den ganzen Kram kämpfte.
Mit der Erweiterung Age of Shadows kam dann mehr Bauland und die Möglichkeit Häuser selbst zu entwerfen von Grund auf. Zuvor hatte man nur die Wahl zwischen vorgefertigten Haustyypen, nun konnte man sich auch nur das Grundstück sichern und Lego-artig sein Haus bauen.
Der Vorteil war dass Hausbau nun noch schöner war und es viele kreative Leute gibt die wirklich unglaubliche Häuser bauen. Leider gibt es auch viele wirklich unfähige Leute die offenbar dem DDR Plattenbau bzw. den Borg Kuben aus Star Trek huldigen.

Ach ja, das Häuschen auf dem Bild ist meines. Vor gut 5 Jahren haben meine Freundin Thora Xorlosch und ich vor Vesper die ganzen kleinen Häuser gecamped bzw. aufgekauft und einen Tower gesetzt. Seither residieren wir vor Vesper.
Eigentlich hatten wir rechts und Links die Plätze auch noch, aber da man pro Acc ja nur ein Haus haben darf haben wir uns verkleinert
smile.png


Was ist eigentlich der „Sinn“ eines Hauses in Ultima Online?
Erstmal ist es natürlich einfach schön ein Haus zu besitzen, es nach eigenen Vorstellungen zu bauen und einzurichten – und jeder der vorbeikommt kann es sehen
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Aber es hat natürlich auch noch einfach nützliche Aspekte. In Bank und Inventar passen z.B. jeweils 125 Gegenstände. In mein Haus passen 2924 Gegenstände (und es ist nicht das Größte) – ein kleiner Unterschied.
Desweiteren brauchte man um eine Gilde zu gründen ein Haus in dem man den Gildenstein aufstellte. Das ist seit kurzer Zeit allerdings nicht mehr so – es geht nun auch ohne.
Ein weiterer Punkt sind Vendoren, NPCs die Items verkaufen. In Ultima Online gibt es kein Auktionshaus, aber man kann NPCs aufstellen die Sachen zu festgelegten Preisen verkaufen. Man kann sogar eigene Kaufhäuser betreiben die dafür designed sind, die Vendoren kann man nach Geschmack anziehen und ausstaffieren und man kann auch Plätze an andere Spieler vermieten.
Man kann auch Werbung für seinen laden machen indem man z.B. Werberunen ausstreut mit denen der potentielle Kunde direkt zum Laden gelangt.
Ein weiterer Punkt ist dass man auch Dinge wie Amboss und Esse aufstellen und dann im eigenen Haus craften kann. Das ist einerseits praktischer, andererseits auch sicherer.
In Ultima Online ist das eigene Haus eigentlich der einzige Ort im Spiel in dem man wirklich sicher ist. In anderen Spielen kann man nicht bestohlen oder getötet werden und man verliert auch seine Items nicht – in Ultima Online kann das durchaus passieren.

Weiterere Aspekte die man nur mit einem Haus nutzen kann sind z.B. das Pflanzen System, Aquarien oder Papageien.
 
Du hast vergessen wie schön es damals war, wenn man als Dieb die Schlüssel geborgt hat und dann erstmal den Schuppen suchen musste um den Schlüssel zu verkaufen oder sich zu bedienen ;)

mfg Loki
 
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