Tikume schrieb:
aber konkurrenzfähiges Equip muss mit vertretbarem Aufwand für jeden Spieler erreichbar sein.
Schön gesagt, aber "vertretbarer Aufwand" ist äußerst subjektiv und es gibt sicherlich auch in WAR genügend Leute die so viel Zeit investieren möchten, wie andere in WoW. Geht denen der Content aus bzw. haben die keinen merklichen Vorteil von der zusätzlich investierten Zeit, so werden sie sich ein anderes Game suchen. Gilden mit Vielspielern werden wohl auch in WAR den Gelegenheitsspielern über kurz oder lang stark überlegen sein (müssen) und danach wird der Equipunterschied durch ein Addon (oder sonstwie) ausgebügelt (siehe WoW). Alle möglichen anderen MMOs behaupten zwar, man wolle keine Itementwertung, aber es funktioniert doch nur so. Selbst HDRO, mit dem "casual friendly" System bringt mit HDRO mehr Möglichkeiten (Legendäre Waffen die man lvln kann) für Vielspieler um ihre Charaktere sinnvoll zu verbessern, zusammen mit allen möglichen anderen "Anpassungen an WoW" (Habe MoM noch nicht gekauft aber schon gepatcht und beim Einloggen festgestellt, dass ich plötzlich 3 Talentbäume habe...)
Ein MMO in dem es keine Items gibt um seinen Charakter zu verbessern und somit zu qualitativ unterschiedlich ausgestatteten Charakteren führt ist wohl kein MMO mehr. Allerhöchstens könnten die "Equipment-Unterschiede" rein ästhetischer Natur sein, aber ob das viele Leute spielen würden?
PS: Erfolg ist wohl auch in Spielen ein Thema (man betrachte sich die ganze Leistungsspiel- und Sportwelt) und das kommt einfach daher, dass der Mensch (Ausnahmen gibt es natürlich) eben mehr Spass an "den Gegner moschen" hat, als "vom Gegner gemoscht zu werden". Zumindest langfristig mag man das Gefühl, dass man öfter "gewinnt" als "verliert" - ansonsten erfährt man gehäuft Frustmomente.
Farm the Bitchking von Blizzard aus den USA
Unter WAR, HDRO, Vanguard, AoC, WoW - classic und BC, sowie einigen anderen weniger bekannten MMOs, ist Wotlk bei weitem das am abwechslungsreichsten gestaltete was Quests, Gebiete, Story, Instanzen usw. angeht. Der Vergleich mit einem Asiagrinder ist sehr unangebracht. Wahrscheinlich hast du es aber nicht gespielt.
Das "farming" ist in WoW um keinen Deut schlimmer als in HDRO (farmen für Berufe und Taten, Instanzen abfarmen für Equip usw. es ist genau dasselbe wie in WoW - nur ist nach einer Raidini Ende der Fahnenstange) oder WAR (farmen für Berufe, Wälzer farmen, Public Quests farmen, Inis farmen, Rufrang farmen, Szenarios abfarmen mit Stammgroups usw.). "Farming" in seiner Bedeutung als "nerviges Übel" beschreibt nur eine Tätigkeit die einem gewissen Spieler nicht gefällt. In seiner eigentlichen Bedeutung (repetitive Tätigkeit Y für Ergebnis X) ist es nur ein Synomym für die Spielmechanik in MMOs (in allen MMOs). Offensichtlich gefällt so etwas aber doch sehr vielen Menschen, (Immer wieder Mobs töten, ini rennen, quests machen - täglich dieselben auch noch obendrauf- , Mats abfarmen, ins gleiche szenario rennen, 100 mal dieselbe Burg einnehmen usw.) weshalb MMOs ja auch so beliebt sind.
Man sollte wirklich versuchen etwas distanzierter an das "farming" heranzugehen, es ist auch möglich Gedanken außerhalb der eigenen Präferenz was MMOs betrifft zu fassen.