@ Heretik
Was du ansprichst war eigentlich nicht Teil meiner Aussage. Ob jemand sich "gezwungen" fühlt zu "farmen" bleibt einzig und allein ihm selbst überlassen, hat aber mit dem Spiel an sich nichts zu tun. Ansonsten ist WAR wie jedes andere MMO: repetitiv und wer ganz oben sein will, der muss die meiste Zeit investieren.
Mats farmen? > gibt auch Berufe in WAR
Gold farmen? > gibts auch in WAR
Equip farmen? >gibts auch in WAR
heretik schrieb:
Die Vorteile besserer Equips sind marginal. PvP in WAR lebt von der Koordination, nicht von fat Epixx. Ich seh immer wieder erfolgreiche Spieler rumlaufen bei deren Ausrüstung mir das Schaudern kommt.
Wie lange sich diese Legende wohl noch hält. Klar, in einem riesigen Zerg merkt man nichts von besserem Equip (außer eine ganze Gruppe gut ausgestatteter Spieler ist am Start) aber ansonsten hat Equipment doch einen entscheidenden Einflluss auf den Ausgang von Schwertmeister vs. Schwarzork oder dergleichen Spiegelklassen.
Was meinst du mit "erfolgreiche" Spieler? Erfolg gemessen an was?
Rufrang knüpft leider genau dort an, was bei WoW zum Glück vor Burning Crusade abgeschafft wurde: der pure Sitzfetisch. Es mag sein, dass es genug Leute gibt, denen das Spaß macht, aber das ganze System bei WAR zielt überhaupt nicht auf "bessere Koordination" oder "überlegte Spielweise" ab. Dafür gibt es auch gar keinen Anreiz. Im Szenario bekommt man sowieso früher oder später die Punkte und im open RVR gilt numbers>all.
Der Schwierigkeitsgrad eines PVP Spiels und der "skill" (i.e. Taktik und Koordination, sowie Reaktionsvermögen usw.) den man braucht um ganz oben zu sein, hängen direkt von der Anzahl der Spieler und der daraus resultierenden Professionalität ab, mit der einige das Spiel betreiben.
WoW bietet hier mit dem Arena-System eine Möglichkeit die WAR gänzlich fehlt und das hat mich hauptsächlich bei WAR als PVP-Flagschiff enttäuscht. Wer Arena gespielt hat in WoW, der weiß, dass man für Wertungen jenseits von 2,2k in der Regel Ahnung davon haben muss, was man tut (Exploits gibts in jedem System) und das System belohnt Siege und nicht die Anzahl der Spiele. 10 Spiele die Woche reichen, wenn man entsprechend gut ist. Es mag sein, dass man in WoW erstmal seinen Charakter leveln muss und sich eine Grundstock an PVP Equip holen muss, aber unendlich lange dauert das nicht und danach ist Equipment in der Arena 95% irrelevant, weil ab einer bestimmten Wertung alle dasselbe Equipment haben. Wer es unter den Wettbewerbsbedingungen der Arena schafft sich einen Gladiator Titel und das entsprechende Mount zu holen, der hat es meist auch verdient - auf jeden Fall mehr als jemand der 24h minus Schlaf "Ehre oder Ruf" abfarmt.
Und genau hier liegt für mich bei WAR der Hund begraben. WAR hat die Sitzfetisch-Kultur wieder eingeführt und selbst wenn man nun sagt "Rufrang ist mir egal, braucht man nicht ob 20 oder 50 macht keinen Unterschied, da es mich eh nicht wesentlich verbessert" so bleibt doch sonst nichts als Motivation fürs PVP übrig und auch wenn ich kein DAOC gespielt hab, so glaube ich keine Sekunde, dass dort die Spieler RvR rein aus Spass betrieben haben, ohne davon (wenn auch geringfügig) für ihren Charakter zu profitieren. Selbst in Everquest (reines PVE Spiel) waren auf PVP-Servern größere PVP Schlachten nicht selten, weil man sich damit zumindest "Eklusivrechte" für PVE Instanzen holen konnte oder Spieler wirklich im Spiel beeinträchtigen konnte (sterben, nackt zur Leiche laufen müssen, etc.) und damit einen Anreiz geschaffen hat, dass die Parteien sich auch wirklich bekriegen.
WAR ist mir rundum zu "feige" designed und im Endeffekt hat man es bloß nicht gewagt, die Szenarios wegzulassen, PVE-Inis wegzulassen und sich voll auf das RVR zu konzentrieren. Wenn zwei Fraktionen um etwas kämpfen sollen, dann braucht es wohl oder übel einen Preis, den nur der Sieger bekommt und genau das fehlt in WAR (und es fehlte auch schon seit jeher in WoW auf den PVP-Servern, damit außerhalb von Arena und Bgs auch PVP und nicht ganking stattfinden kann).
So wie das Spiel jetzt ist, fühlt es sich für mich an wie ein WoW mit aufpolierter Grafik (die dafür schlecht läuft) in dem man die halben Features und den Content vermisst (klar das Spiel ist jung, aber der aktuelle Markt ist nunmal die Konkurrenz), in dem die Klassen aus "Balancing Wahn" viel zu ähnlich sind (fast jede klasse hat knockback oder root) und das PVP-System mit einem veralteten Belohnungssystem aufwartet.
PS: Da ich weiß, dass das Argument sowieso kommt: RPG als Genre bei Computerspielen ist nunmal mit Charakterentwicklung gleichzusetzen (gibt es keine, spricht man von einem Action-Adventure, gibt es auch keine Action ist es nur noch ein Adventure, gibt es nur Action ist es ein Action-Spiel oder Shooter, ist es eigentlich ein Shooter, aber man kann den Charakter "ein bisschen" verbessern -Deus Ex etc. - spricht man von Shooter mit RPG-Elementen etc.) und wenn es einem wirklich um 1-2 Stunden skill-basiertes Casual PvP ginge, sollte man sich lieber ein Spiel
A) ohne levels

ohne equip
C) ohne verschiedene Klassen
D) ohne monatliche Kosten
suchen.
Ansonsten ist derzeit WoW-Arena "as close as you can get".