Ich persönlich würde von Origin abstand nehmen. Es so lange nicht nutzen bis es nimmer geht. Der "Datenschutzskandal" vor einigen Wochen hat mir dafür ausgreicht. Origins spioniert den Rechner aus und die Marketingstrategien von EA in der letzten zeit sind auch nicht gerade Kundenfreundlich
Alle Distributionsplattformen wie Steam, Origin und inzwischen auch BattleNet sind Kontroll- und Gängelungsinstrumente mit eingebauter Datenabsaugfunktion.
Niemand weiß, was die mit einem Kundenrechner anstellen, wenn sie erstmal Zugriff darauf haben. Vielleicht scannen die die Festplatte und verschicken Listen von der MP3- und Movie-Sammlung zum Weiterverkauf an interessierte Dritte. Wer weiß es? Scannen und Archivieren der Hardwaredaten wird ja inzwischen zugegeben und gilt als normal. Schließlich soll ja die Qualität des Spiels verbessert werden. hahar. Aber ich kann mir vorstellen, das NVidia durchaus Geld für die Information bezahlen würde, welche Grafikkarten in den !0 Millionen WoW-Rechnern eingesetzt werden.
Noch schlimmer, MMORPG-Accounts sind in der Regel personalisiert. Allein schon wegen der notwendigen Kreditkarte oder Bankverbindung. Die Betreiber wissen also genau, wann du gespielt hast, wann du auf dem Klo warst und wie man an deinen Mail-Account kommt. Und schon seit Jahren haben die Eulas der amerikanischen MMORPGs eine Klausel, das deine Daten bei Bedarf an CIA, FBI und Homeland Security weitergeben werden dürfen. Inclusive sämtlicher Chatlogs. Da sollte man schon beim Flamen eines gegnerischen Gankers vorsichtig mit der Wortwahl sein.
Wirklich traurig an dieser Sache ist die Ignoranz der Betroffenen. Nach dem Motto "mir wird schon nichts passieren" werden da per Knopfdruck die Rechte an dem eigenen Rechner und dessen Inhalt an eine fremde Firma übergeben, als gäbe es kein Morgen. Als Blizzard zum Beispiel mit der Einführung des AddOns Cataclysm auch die Eula änderte, sodaß ab sofort der Ingame-Chat von WoW gespeichert, gescannt und an die amerikanischen Dienste weitergegeben werden kann, incl. der persönlichen Daten natürlich, wieviele Spieler werden da auf den Button "Nicht annehmen" gedrückt haben. Ich will mal eine Behauptung aufstellen. Keiner.
Denn es hätte bedeutet, das Cataclysm nicht installiert werden kann. Und da Addons bei WoW im Grunde nur eine kostenpflichtige Weiterspielerlaubnis sind, hätte man damit auch das Spiel aufgegeben. Das hat natürlich niemand gemacht.
Da kann man nur froh sein, das Blizzard nur eine Freikarte für den Datenmißbrauch verlangt hat. Die hätten auch den erstgeborenen Sohn fordern können.
cu
Lasaint