Argamours Runde

"Nun, unverschämt würde ich es nennen, hätte er euch einen dickbäuchigen Barbaren genannt!" Eine Gestalt, in schwere elbische Rüstung gewandet betrat den Schankraum vom Hinterzimmer aus. "Ich schätze es nicht sehr von unflätigen Zwergen aus meinem Schlaf geweckt zu werden, doch habe ich denn etwas von einem Abendteuer gehört? Ich bin Jonilias, aus Lorien und meine Klingen sind immer bereit für ein weiteres Abenteuer!" Der Elb zog zwei elegant geschmiedete Schwerter, "So sprecht, wo soll die Reise hin gehen?" Er ging zu einem der leeren Tische und setzte sich locker auf einen Stuhl, die beiden Klingen vor sich auf dem Tisch. In seinen Augen glänzte es als würde ein inneres Feuer zu lodern, das nur darauf wartete entfesselt zu werden!
 
Die Tür flog auf. Herein trat ein Elb mit kurzem schwarzen Haar und mit einem Langbogen auf dem Rücken. ''So viele Elben zu so später Stunde hier. Das hab ich das letzte mal vor 170 Jahren erlebt.Nun nennt mich Aphorond wenn ihr wollt. Ich habe schon viele Dinge der Unmöglichkeit gesehen,aber noch nie ein Gasthaus voller Elben.Herr Wirt ich nehme einen Wein wenn einer da ist.'' Der Jäger setzte sich an einen Tisch.
 
Als die Tür erneut aufging, konnten die Anwesenden erst nicht erkennen wer oder was die Tür aufgestoßen hatte.
Als sie ihren Blick senkten erspähten sie einen Hobbit , der in scheinbar kostbare Lederrüstung gehüllt war, und dessen halbes Gesicht von einer Lederkapuze versteckt wurde.
Er kam in den Saal, zog langsam seinen Mantel aus, setzte sich an die Bar und steckte sich genüsslich eine Pfeife an.
Erst nach ein paar zügen von dem Pfeifenkraut murmelte er:"Ich habe gehört ihr sucht echte Helden...ich bin Ronas, der berühmte Meisterdieb aus dem Auenland.
 
Im Gastraum ist plötzlich leise Lauten-Musik zu vernehmen. Die kunstvolle Ausführung und die nicht zu überhörende tiefe Traurigkeit der Musik lassen erahnen, dass sie elbischen Ursprungs ist. Der Wirt horcht kurz auf, blickt zum Fenster, und verschwindet hinter der Theke. Wenige Augenblicke später taucht er mit einem Tablett gefüllt mit einfachen Speisen und einem schlichten Krug voll Wein wieder auf. An den etwas verwunderten Gästen vorbei bahnt sich der Wirt den Weg zu einem der kleinen Fenster des Gastraumes, öffnet es und stellt das Tablett auf dem äußeren Fensterbrett ab.
Durch das offene Fenster weht der Duft von starkem Pfeiffenkraut und die bittersüssen Lautenklänge, die wenig später verstummen. Es scheint als ob die unbekannte Person ausserhalb der Taverne sich dazu entschlossen hat seine Darbietung kurzzeitig für ein stärkendes Mahl zu unterbrechen. Auf seinem Weg zurück an den ihm angestammten Platz hinter die Theke kann man den Wirt murmeln hören: "Sie war lange Zeit nicht mehr zugegen, was mag sie wohl in diese Gegend führen? Ob sie es wirklich ist ?" Sein Selbstgespräch eigens bewertend schüttelt der Wirt den Kopf und wirft einen Blick in die Runde ob es einem seiner Gäste wohl noch an etwas fehle.
 
Plötzlich vernahmen die Gäste leise Hufenschläge von draußen, welche durch das offene Fenster in die ruhige Taverne drangen. Das unbekannte pferd schnaubte, und die Hufen blieben stehen. Abermals öffnete sich die Tür , doch kein Hobbit war es, der das ,,Pony'' betritt. Ein Mensch, hoch gewachsen und von kräftigem Bau betrat mit leisem, aber stolzen Gang das Haus. Sein braunes Haar hang ihm bis zu dewn Schulter, vom regen durchnässt. Seine kräftige Rüstung, auf welches ein weißes Pferd gemalt war, deutete darauf hin, dass er von weit her kähme und weit gereist war. Nachdem er den Wirt beauftragt hatte, Bier und ein wenig Pfeifenkraut zu besorgen, legte er ein paar Silbermünzen auf die Theke und gesellte sich zu den anderen Gästen, welche ihn mit einem zweifeltem Blick musterten.
,,Guten Abend, Genossen. Mein Name ist Erlenbrand, Erlins-Sohn, und Hauptmann der Wache. Von weit her komm ich gereist, aus Edoras, die Heimatstadt Thèoden's, König von Rohan. Ich habe mir die Zeit genommen, hierher zu reisen, um meinen alten Freund zu sehen. Kennt ihr vielleicht einen Jungen Mann namens Amdir? Man sagte mir er sei ein Waldläufer und habe sich in Bree niedergelassen...
 
"Ich seh hier kein' Waldläufer, Mensch. Und ob's in Bree 'n Waldäufer gibt, weiss keiner. Die Stadt is' viel zu groß als das jemand da den Überblick behalt'n könnt'."
Der Zwerg steht auf, bröselt den Rest des Tabbaks aus dem Fester und entzündet sich erneut den Tabbak. Ein grinzender Blick geht an alle Elben im Raum, eher der Zwerg wieder im Rauch verschwindet...
 
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