Die Wahrheit über Star Wars (nach Gary Kurtz)

Axan

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Die Wahrheit über Star Wars (nach Gary Kurtz)

Das hätten wir so nicht erwartet. 30 Jahre nach dem zentralen Star Wars Film „The Empire Strikes Back“ (er startete hier am 11. 12.80) packt der Co-Produzent Gary Kurtz in einem Interview mit der Los Angeles Times aus.

Während sie noch an “American Graffiti” arbeiteten, entstand aus Blödeleien zwischen Lucas und Kurtz die Idee, Flash Gordon neu zu verfilmen. Nur war es nicht möglich, die Rechte zu vernünftigen Konditionen zu bekommen, also entwickelten sie das Script für den ersten Film aus Teilen, die sie aus der ganzen SciFi- und Popkulturwelt zusammengeklaut hatten. Ein bischen Flash Gordon, Spagettiwestern, Samuraifilme, Anleihen aus Isaac Asimovs Foundation-Zyklus sowie Frank Herberts Wüstenplanet.

Ursprünglich hatten sie nur einen Film geplant, „Star Wars: A New Hope“. Allerdings war dieser ein so einschlagender Erfolg, dass das Filmstudio, Fox, energisch ein bis zwei Sequels forderte. Und dann begannen endgültig die Probleme. Zu diesem Zeitpunkt verdiente Lucas mit Star-Wars-Spielzeug bereits drei mal mehr Geld als mit dem Film selber. Muppet-Papa Jim Henson wurde engagiert, um die Figur des Yoda zu entwickeln.

Entsprechend wurde der (für Fans besonders wichtige) zweite Teil „The Empire Strikes Back“ unter Verwendung von Restmaterial des ersten Films abgedreht und der dritte „Return of the Jedi“ mit Blick auf das Spielzeuggeschäft schöngefärbt. In der ursprünglichen, ambitionierten Version hätte das Ende weit düsterer ausgesehen, Han Solo bei einem Angriff auf einen imperialen Stützpunkt umgekommen, die Rebellenarmee zersplittert, Leia allein als Königin des erschütterten Imperiums und Luke Skywalker auf dem Weg in den Sonnenuntergang, ebenfalls allein. Ein dramatisches Ende also, das zugunsten gesteigerter Plastikverkäufe auf die bekannte Ewok-Teddybärchen-Party reduziert wurde.

Deswegen verliess Gary Kurtz auch das Team um George Lucas, er konnte die rein kommerziell ausgerichtete Entwicklung nicht länger ertragen. Heute, 70jährig, enthüllt er: „Ich muss zugeben, ich habe Hayden Christensen in der Rolle des Anakin Skywalker nie gemocht“. Geht mir genauso, Mr. Kurtz, Sir. Danke für Ihre Offenheit.

Quelle:http://www.latimes.com/

(Der Artikel ist älter aber die Geschichte war für mich neu.......)
 
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