Drusill die Magierin

Shiara

NPC
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(¯*•.¸(¯*•.¸ Feuermagierin ¸.•*¯)¸.•*¯)

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Als ehemalige „Menschenmaid“ hat sie eine zierliche Figur, wenn man bei Untoten
überhaupt davon reden kann. So sehr man ihrem Körper ihr Schicksal ansieht, ihr Gesicht ist davon verschont geblieben.
Die Haut ist glatt, wirkt geradezu jugendlich. Die sinnlichen Lippen bringen beim Lachen zwei Grübchen zum Vorschein. Einzig ihre Augen: Immer noch mit Hass erfüllt, haben sie sich vollkommen schwarz gefärbt und ihr früher braunes Haar wurde nach ihrer Wiederauferstehung lila.
Stets trägt sie einen magischen Stab bei sich, dessen Spitze von einer schimmernden roten Aura umgeben ist. Einzig diese Waffe ist ihr von ihrem ersten Leben geblieben...

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¸.•*Vergangenheit*•.¸
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Mein Name ist Drusill Lycarr.
In meinem ersten Leben studierte ich in Stormwind die Magie der Elemente.
22 Jahre jung, frisch verliebt und voller Hoffnung für die Zukunft.
Als eine der besten im Studium, hatte ich schnell Neider. Sogar meine Lehrerin Jennea Cannon war mir nicht gut gesinnt, sie befürchtete, dass ich ihren Platz einnehmen würde. Stormwind förderte Talente und vergeudete sie nicht im Krieg oder auf kleinen Bauernhöfen.
So kam es, dass hinter meinem Rücken Intrigen geschmiedet wurden, ohne dass ich auch nur etwas davon ahnte.
Wie naiv ich damals war...

An einem sonnigen Frühlingsmorgen klopfte es schon früh an meiner Tür.
Es trat ein junger Bursche ein, der die Botenuniform von Stormwind trug.
„Madam, Lady Jennea Cannon wünscht euch zu sprechen. Ihr sollt sie noch vor der Mittagsstund im Magierturm aufsuchen.“
Ich dankte ihm und nachdem er gegangen war, zog ich eilig meine reichbestickte Sonntagsrobe über. Diese persönliche Einladung machte mich nervös, doch ich strich meine wirren Gedanken beiseite und steckte mein Haar hoch.
Als ich mich auf den Weg zum Turm machte, begegnete ich der hübschen Brotverkäuferin, die stets in den Straßen von Stormwind unterwegs ist.
Fragend schaute sie mich an, denn ich hatte schon oft etwas von ihr gekauft, um es hastig unterwegs zu essen oder mich mit ein paar Büchern in den Park zurück zu ziehen.
Doch heute lächelte ich scheu zurück und schüttelte verneinend den Kopf. An essen war noch nicht zu denken, denn in meinem Bauch machte sich ein ungutes Gefühl breit.
In Gedanken versunken eilte ich ins Magieviertel. Am Turm angekommen raffte ich meine Röcke und lief das Rondell außen hinauf, dann die Treppen hoch.
Freundlich nickte ich Zaubermeister Andromath zu und trat durch das Portal, um sogleich auf der anderen Seite zu erscheinen. Die Halle in der ich stand war kühl und dunkel, mich fröstelte wann immer ich hierher kam.
Mir gegenüber war ein weiteres Portal, das zu betreten niemanden gestattet war. Rechts und links an den Wänden standen volle Bücherschränke. An einem davon erblickte ich meine Magielehrerin mit einem Buch in der Hand.
„Lady Cannon, ihr wolltet mich sehen?“ hastig machte ich einen Knicks und senkte den Blick.
„Nun, ich habe eine Aufgabe für euch. Ihr werdet nach Darkshire reisen, dort fand ein Manariss stand. Bringt das in Ordnung, ich kann hier leider nicht weg.“ Als ich erstaunt aufblickte bemerkte ich, dass sie mich noch nicht einmal ansah, sondern weiter in dem Buch blätterte.
Ich wand mich dankend ab, kam aber nur zwei Schritte weit.
„Und macht euch gleich auf den Weg, Drusill!“ hörte ich ihre schneidende Stimme hinter mir.
Draussen angekommen holte ich tief Luft. Ein Auftrag für mich! Endlich! Nachdem ich zwei Jahre lang fleissig gelernt und große Fortschritte gemacht hatte, schenkte man mir nun genug Vertauen, um mir solche Aufgaben allein zu übergeben. Sicher, es war eine einfache...einen Manariss zu schließen lernte man im ersten Lehrjahr und erfordert keine große Magie. Aber es war ein Anfang, sicher würden weitere folgen!
Wie Unrecht ich doch hatte...

Es war eine schnelle Reise, denn Darkshire liegt nur einen kurzen Ritt von Stormwind entfernt. Aus diesem Grund hatte ich auch kein Gepäck dabei, lediglich meinen Magierstab hielt ich in der Hand.
„Ein guter Magier, legt seinen Zauberstab nie aus der Hand“ heißt es in den Schulbüchern...für mich war er allerdings mehr als eine Waffe. Großgeworden auf einem kleinen Hof auf dem Lande, kaum genug zu essen für alle, bedeutete mir mein Magierstab der Schlüssel für ein besseres Leben. Als ich 5 Jahre war, hatte ich aus Versehen den Hühnerstall angesteckt, weil ein arkanes Geschoss beim Niesen aus meiner Hand flog. Nachdem ich viele Jahre gemieden worden war (besonders wenn ich niesen musste), konnte ich heute endlich Gutes mit meiner Gabe bewirken.
Das plötzliche Aufbäumen des Pferdes riss mich aus meinen Gedanken – und aus dem Sattel. Ich landete prompt auf meinen 4 Buchstaben, während mein Reittier auf und davon ritt.
Und dann sah ich sie – stinkende, hässliche Untote, die von einem Hof auf die Straße drängten. Versunken in meine Gedanken, hatte ich sie nur am Rande wahrgenommen und trotz diesem hinkendem Gang für Menschen gehalten.
Obwohl der Schock tief saß, stand ich mit zitternden Knien auf und wusste sofort, dass ich fliehen musste. Doch wohin...sie waren überall.
Noch dazu nahmen sie mir die Luft, denn dieser Gestank, den sie ausstrahlten ließ mich bald würgen.
Ich torkelte ein paar Schritte nach vorn, stolperte und dann waren die ersten schon bei mir. Mir schwanden die Sinne, was sicherlich eine Erleichterung war...

Als ich langsam zu mir kam, fühlte ich mich flau und unwohl. Ich lag auf dem Rücken, unter mir spürte ich kalten, glatten Boden. Ich hörte Echos von schlürfenden Schritten und seltsamen Grunzlauten ganz in meiner Nähe.
Vorsichtig erhob ich mich, schaute mich um und unterdrückte einen Schrei – ich war in einer Gruft, zusammen mit unzähligen Zombies. Doch sie schienen mich nicht zu beachten, liefen weiter humpelnd durcheinander.
Als ich jedoch zu Boden schaute, um meinen Magierstab aufzuheben, sah ich meine Füße...meine Beine – ich war selber eine Untote geworden.
Der Schrei ließ sich nicht mehr unterdrücken und hallte in Millionen Echos durch die Gruft von Darkshire!

Das alles liegt nun schon so lange zurück, irgendwann habe ich aufgehört die Jahre zu zählen. Zeit ist was für die Lebendigen.
Ich bin tatsächlich untot seit diesem Tag! Ich weiß nicht genau, wie ich mich verwandelt habe, aber ich weiß mittlerweile, wer das alles veranlasst hat.
Meine ehemalige, kaltherzige Magielehrerin Jennea Cannon. Ich war ein aufstrebender Stern am Magierhimmel – vielleicht hatte sie Angst um ihre Stelle oder ihr Neid auf ein junges, hübsches Mädchen, ließ sie solche gemeinen Intrigen spinnen.
Denn sie hat mich bewusst dorthin geschickt, ich war allein und ohne eine Chance!
Im Nachhinein habe ich erfahren, einen Tag zuvor traf die Nachricht in Stormwind ein, dass Darkshire von Untoten überrannt werde. Sie zogen sofort alle Wachen ab, denn es waren einfach zu viele.
Heute ist Darkshire zwar wieder in Menschenhand, aber es ist ein steter Kampf gegen die Untoten dort.
Ich habe in all den Jahren meine Magiekünste weiter verfeinert und, angetrieben von tiefem Hass, der Geissel und den Menschen den Krieg erklärt.

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¸.•*Freunde*•.¸
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Es fällt Drusill schwer, anderen zu vertrauen...doch einen gibt es, der ihre Freundschaft verdient hat. Galartin, der viel zu grosse und behaarte Tauren-Krieger
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