Erfahrungen mit digitalen Zwillingen im Maschinenbau?

ellingenz

Quest-Mob
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Liebe Leute, mich würden eure Erfahrungen und Meinungen zu einem Thema interessieren, mit der ich mich in letzter Zeit immer mehr beschäftigt habe.

Ich hab mal eine Zeit lang Maschinenbau studiert, bin dann aber umgestiegen auf ein anderes Studium. Das Grundinteresse ist aber geblieben und jetzt hab ich mich eingelesen in das Konzept von digitalen Zwillingen, allgemein aber auch konkret im Maschinenbau. Ich finde die Idee erst mal richtig spannend, könnte wohl so einige Probleme lösen und Geld sparen, wenn das dann alles so funktioniert wie ich mir das jetzt vorstelle. Einfach dass man schon mal viele Problemstellen angehen kann bevor man die erste physische Maschine überhaupt gebaut hat, da steckt ja extrem viel Geld drinnen in jedem Schritt und jedem Fehler.

Hat da jemand von euch schon praktische Erfahrungen mit sowas oder konkrete Meinungen dazu? Auch aus anderen Bereichen vielleicht? Würde mich sehr interessieren!
 
Wenn du jetzt hoffst, auf die Idee ist vor die noch keiner gekommen, muss ich dich enttäuschen. Das gibts schon. Siehe u.a. Machineering mit der iPhysics
Das zeigt einem dann die Abläufe der Maschine und ist kein reines 3D Modell. Damit lässt sich besser planen, Mitarbeiter können schon geschult werden bevor die Maschine steht,...
Hat schon seinen Sinn und eine Berechtigung. Ob man es im eigenen Unternehmen einsetzen will, muss man sich selbst ansehen.
 
na das hab ich jetzt auch nicht gedacht, dass ich das erfunden habe soeben :D hab mich ja schon informiert und mich ein bisschen eingelesen, in die theoretische Idee zumindest. Das wär ja schön, wenn ich da eines Nachmittags auf die zündende Idee komme und die erst mal gratis ins Internet stelle haha.

Also man erstellt das quasi so, dass man an der digitalen Version Sachen ausprobieren, Probleme finden und lösen usw kann, bevor man die Maschine überhaupt mal "real" gebaut hat? Hatte auch zuerst sowas wie ein Modell, wie man es auch aus der Architektur oder so kennt im Kopf, aber das muss dann einfach viel mehr können als nur zum Anschauen da zu sein, nehme ich an.
Ja kann ich mir vorstellen, dass das in manchen Bereichen vielleicht weniger sinnvoll ist als in anderen, aber die Grundidee klingt ja mal nicht schlecht, so wie ich das jetzt verstehe. Wenn man sich ansieht, was Prototypen schon für enorme Summen kosten können.
 
Ja. Das ist quasi die Maschine in digitaler Form. Man kann dann Anpassungen oder Änderungen vornehmen und sieht gleich wie sich die im ganzen Prozess auswirken. Ändert man da einen Parameter, sieht man die Auswirkungen und alles was dann damit einhergeht (mögliche Fehler etc.)
Zum Anschauen alleine wäre eben ein 3D Modell da. Da steht dann die fertige Maschine und man kann sich anschauen wie viel Platz man zwischen den Maschinen hat, wie der Arbeitsplatz der Mitarbeiter ausschaut etc. Aber ein digitaler Zwilling kann eben mehr.
Deshalb macht es da auch mehr Sinn, das vorab alles zu planen und sich genau ansehen zu können wie es ablaufen wird.
 
ah ja, an die 3D Modelle kann ich mich auch noch erinnern, fand das teilweise schon wirklich krass, wie das manches vereinfacht und einfach veranschaulicht, aber dass da so ein riesiger neuer Schritt gemacht wurde ist sehr interessant. Sowas kriegt man ja gar nicht mit als "normaler" Mensch, der sich mit der Branche nicht auskennt, wenn da ganz neue Wege und Mittel erfunden werden. Eh klar, ist sicher in anderen Bereichen nicht anders, dass man das nur mitbekommt wenn man im Thema ist oder sich zumindest dafür interessiert.
Und dann kann man quasi alles vorab testen, was schiefgehen könnte oder verbesserungswürdig wäre und dann erst wirklich ganz am Ende, wenn man alles abgeklärt hat und vielleicht sogar das Personal schon geschult wurde, baut man das Ding und kann gleich reinstarten? Ist das so der Ablauf, wenn alles nach Plan läuft?
 
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