Folge den Hufabdrücken Nr.16 Goldgräberstimmung

Yalda

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Auf den Spuren des alten, senilen Taurenschamanens erlernen wir heute die große Kunst, Reichtum zu erlangen und Chinafarmer auch im Dunkeln zu erkennen.Zeit ist Geld!

In WoW Classic war das liebe Gold so eine Sache - gerade zu Beginn des Spiels konnte man nur wirklich blaue und violette Gegenstände oder ganz ganz ganz ganz seltene Zutaten teuer verkaufen - alles andere wurde die ersten Monate nur sehr zögerlich gekauft. Und mit "teuer" meine ich nicht "heutzutage" Teuer sondern: 5-10 Gold für eine blaue Waffe, 50-200g für eine sehr gute epische Waffe.
Kann man heute einen Stack Friedensblumen für 4-20 Gold je nach Serversituation und Mondphase verkaufen, war man damals froh, 20 Silber dafür zu bekommen.
Das Extra Gold was es heutzutage auf der Maximalstufe für das Absolvieren von Quests gab, wurde erst gegen Ende von Classic eingeführt - und die ersten täglichen Quests tauchten erst mit BC auf.

Also hieß es: Zeit und Arbeit in die Goldfarmerei zu investieren oder eine Marktlücke zu entdecken und diese geschickt auszunutzen.
Bald schon häuften sich Tipps und Tricks, um den Münzbeutel wenigstens etwas anzufüllen.
Hier nur ein paar Beispiele:

- Elementarerde im Ödland farmen
- Goldene Perlen an der Küste von Tanaris farmen
- Auf Stufe 60 alleine das Kloster leerräumen
- Runenstoff in den westlichen Pestländern auf den Feldern/ in Felwood bei den Furbolgs farmen
- Elitegegner in Tyrs Hand farmen (Woah, 4 Gegner erlegt und fast ein ganzes Gold verdient!)
- 2 Sammelberufe erlernen und alle Materialien verkaufen
- einen Verzauberkunsttwink erstellen und ihm alle Gegenstände zum entzaubern schicken (ging damals unbegrenzt ohne den Skill nachzuziehen) und dann die Materialien teuer verkaufen
- Essenzen der Luft in Silithus farmen
- seltene Pets farmen (Drachenwelplinge, Schlammlinge) (übrigens meine Strategie. nur mit Lichtaccount realisierbar)

Das Problem an "guten" Farmplätzen ist ja auch heutzutage, dass sie nur so lange gut sind, bis sie in irgendeinem schlauen Guide erwähnt werden, danach treten sich dort die Spieler tot.

Die ganze Farmerei war natürlich mühsam und zeitintensiv. Und wo der Bedarf nach etwas wächst, entsteht meistens auch schnell ein entsprechendes Produkt oder Angebot.
So dauerte es nicht lange, bis die berühmt berüchtigten Goldbauern aus Fernost sich an den beliebtesten Farmspots breit machten. Ob mit Bots oder tatsächlich echten Spielern: zu erkennen waren die Chinafarmer relativ einfach:

Jäger mit Namen wir "Supercool", deren Pets nicht umbenannt worden waren (z.B. Cat und Boar ), meistens in grüner Rüstung mit unpassenden Werten (Willenskraft) und mit einem Stufe 20 Bogen drehten in 60er Gebieten in festen Bahnen ihre Runden. In Hauptstädten priesen sie manchmal Waren im Handeslchannel nach folgendem Schema an:
"WTS 2x [Golden Pearl] = 20g"

Gerüchten zu Folge läuft die Kommunikation auf Nicht-RP Servern zwar ähnlich rudimentär ab, trotzdem waren solche Zeilen oft das erste Anzeichen für einen Chinafarmer.

Die Chinafarmer griffen schließlich so stark in Spielmechaniken ein, um Geld zu sammeln, dass Blizzard einige Regelungen nachpatchte, die bis heute gültig sind:
Man kann zum Beispiel nicht unbegrenzt neue Instanzen pro Stunde starten - ein beliebtes Schema war es damals nämlich, in den Westteil des Düsterbruchs zu huschen, dort den ersten Baumboss alleine umzuhauen, die Beute abzustauben und schnell wieder herauszulaufen, die Instanz zurückzusetzen und wieder hineinzulaufen.
Außerdem wurde der Boss so geändert, dass er sich nun aus dem Vorraum Hilfe herbeirief, also musste der Raum zuerst geleert werden, was alleine schwer bis unmöglich war und sich definitiv nicht mehr gelohnt hat.
Trotzdem scheinen es einige Jäger auch nach dem Patch 1.10 geschafft zu haben, noch regelmäßig den Treant in DM West zu legen.
Gleiches gilt für Kisten. Die konnte man damals im Kampf öffnen und falls man in einer Gruppe war, ging auch kein Lootfenster auf. Es war also relativ einfach ein Truhenninja zu werden.

So nun wisst ihr alles um in WoW Classic reich zu werden, und um Chinafarmer zu erkennen! Geht vorsichtig mit diesem Wissen um!

Oh halt - noch ein Tipp um in WotlK reich zu werden: Macht eure verdammten Dailyquests und benutzt Auctioneer zum An-und Verkauf. Das funktioniert wirklich.
 
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