Kreative Ecke für unkreative Gedanken

Al Fifino

Rare-Mob
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An alle, denen genauso viele Gedanken täglich durch den Kopf hopsen wie mir: Hier ist genau der richtige Platz, um sie ungestört laufen zu lassen.

Schreibt einfach das, was Euch gerade durch den Kopf geht, seien es nur Gedanken oder ganze Kurzgeschichten. Alles ist erlaubt, sogar einzelne Sätze. Und sind sie noch so wirr, hier wird keiner für dumme Gedanken gestraft.

Allerdings sollte das Ganze dennoch mit einem gewissen Quäntchen Ernst verbunden sein. Ich weiß wohl, zwischen gedanklichem Gut und Spam zu unterscheiden. Zweites wird unwiderruflich vernichtet.
__________________

Wollen und Können

Schon oft wurde mir gesagt, ich könnte doch so viel.
Ich könnte so viel schaffen, so viel erleben, so viel sehen.
Ich könnte, wenn ich nur wollte.

Aber manchmal habe ich das Gefühl, all das sind nur Lügen.
Leere Worte, die man ausspricht, um mich zu noch mehr anzustacheln.
Dinge, die mir gesagt werden, damit ich besser arbeite, mehr Profit einbringe.
Damit ich wertvoller werde für die Gesellschaft, in der ich lebe.

Vielleicht bin ich ja nicht wertvoll genug.
Vielleicht weiß ich deshalb noch immer nicht, warum ich eigentlich hier bin.
Warum ich überhaupt lebe, jeden Tag mein Dasein friste, für nichts und wieder nichts.
Nur für die altbekannten Worte.
Du könntest, wenn du nur wolltest.

Aber was, wenn ich bereits alles gebe, was ich habe?
Wenn ich schon bei 100 Prozent bin und nicht noch mehr leisten kann?
Bin ich dann etwa nicht wertvoll genug für mein Leben?
Ist das der Grund, warum ich immer wieder diese Worte höre?
Ist es das, was man mir damit sagen will?
Du könntest, wenn du nur wolltest.

Immer, wenn man mir das sagt, spüre ich etwas.
Die Wut, welche von mir Besitz ergreift.
Der Zorn, der am liebsten zuschlagen würde.
Die Verzweiflung, welche mich elendig zugrunde richtet.

Bis ich all das überwunden habe und mit einen Lächeln erwidere:

Ich wollte, wenn ich nur könnte.
 
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Philip Winfried Weisel
Die Frage nach dem wahren Leben


In Selbstmitleid zerfließend, sitze ich also hier. Hier, in meiner eigenen kleinen Welt. In einer Welt, in der ich alleine sage, was Sache ist. In der ich bestimmen kann, in der ich das Ultimative, das Göttliche bin.
In einer kleinen Scheinwelt also.
Aber egal, es ist meine Welt! Was will man mir hier schon Großartiges antun? Ich habe das Sagen, kein anderer!
Denn hier habe ich Schutz! Schutz vor allem, was mir nicht gefällt! Vor Enttäuschungen, doofen Kommentaren, allem! Einfach allem!
Das ist mein Leben!

Aber... ist es denn wirklich ein Leben?
Ein Leben in einer kleinen Welt, in der ich gänzlich alleine bin?

Pah! Ich habe hier das Sagen! Und ich wünsche mir Gesellschaft! Zack-zack! Hopp! Los!

Was denn?

Hä? Wer bist´n du?

Blödwafer! Du wolltest doch Gesellschaft, also bekommst Du sie auch! Hast hier ja schließlich das Sagen! Pah!


Hey, was heißt hier 'Pah'?! Du sagst es ja schon, ich habe das Sagen! Und was ich sage, das sage ich auch, und das Gesagte ist Gesetz!

Ja, in deiner kleinen Welt! In deinem winzigen Leben, das Dir so wichtig vorkommt! Weißt du, was? Du bist erbärmlich! Vollkommen erbärmlich!!

Oh, natürlich! Erbärmlich?! Das brauche ich mir nicht sagen lassen! Nicht hier! Los, verschwinde!

Nö.

Was heißt hier 'Nö'?! Was ich sage, hat hier Gesetz! Sage ich doch dauernd!

Und was ist mit dem echten Leben? Willst Du das einfach an Dir vorbeirauschen lassen oder was? Doof im Kopf oder so?

Ich verzichte auf das Leben! Was will ich da schon! Nur Enttäuschungen, Rückschläge, Schläge im Allgemeinen! Was will ich mit diesem Leben?!

Und was willst Du mit dem hier? Das ist deine kleine Welt, in die du Dich mal eben zurück ziehen kannst! Aber doch nicht für immer!!

Wieso denn nicht? Was will ich mit dem echten Leben?

Schau dich doch mal um! Das hier ist doch nur eine billige Kopie davon! Was willst Du hier?

Alles, was ich im anderen Leben nicht bekomme!

Oh, natürlich. Und das soll Dich froh machen?

Sicher!

Sicher nicht! Du hattest doch vorhin schon Zweifel! Wo sind die denn plötzlich hin? Hä?

Na ja, ich...

Ganz genau!

Lass mich doch erst mal aussprechen!

'Tschuldigung.


Also, ich... ich habe hier keine Freunde.

Siehste! Und was noch?


Keinen PC.

Daran wird´s wohl kaum liegen, oder?


Doch! Mein PC ist mir wichtig! Aber... ich weiß auch nicht so recht...

Lass mich raten: einerseits ist´s hier perfekt, aber andererseits fehlt alles Mögliche! Nicht wahr?


Ja. Irgendwie schon.

Na also. Du kannst ja nicht ewig hier versauern! Das wahre Leben wartet auf dich!


Ein Leben voller Rückschläge, Enttäuschungen -

Und noch vielem mehr, ich weiß. Aber wenn schon! Es kommen doch auch mal bessere Tage. Dort draußen hast Du Freunde und deinen PC! Du hast Leute, mit denen Du dich unterhalten kannst, Du hast dein Meerschweinchen, das Schreiben... dort draußen hast Du alles, und hier drin nichts!

Hier drin habe ich das Sagen.

Ja, das hast Du. Und siehst Du auch, zu was es dich bringt?


Zu was denn?

Zu völlig bekloppten Selbstgesprächen. Ist doch egal, wer das Sagen hat. Hauptsache, Du hast Spaß dabei.


Weißt du... irgendwie hast Du Recht.

Natürlich habe ich das. Bin schließlich Du.


Aber -

Kein Aber! Raus hier!


Alles verschwimmt. Und plötzlich sitze ich wieder hier. Direkt vor meinem Monitor. Und bemerke, was ich geschrieben habe.
Moment, ich lese es mir doch noch einmal durch...

Doch, es ist interessant. Mein zweites Leben. Es ist wirklich interessant.
Aber... ich denke, ich lebe lieber wirklich. Und nicht nur in einer Scheinwelt. Egal, ob Computerspiel oder im Kopf.

Ein wahres Leben gibt´s halt doch nur in der Realität.

Danke, Kumpel.

Keine Ursache.
 
Ebbe und Flut

Alles zieht sich zurück.
Niemand will den ersten Schritt machen, jeder macht lieber einen Schritt zurück.
Nur nicht zu viel wagen, immer schön langsam. Schön langsam nach hinten arbeiten, sich von dem Problem distanzieren, um sich dann möglichst schnell davon abzuwenden.
Je schneller, desto besser, wohlgemerkt.
Sie ziehen sich zurück, allesamt. Wie eine Ebbe.

Ich schaue auf das offene Meer. Lausche ihm, wie die Wellen an den Strand rauschen. Möwen fliegen in der Luft herum und halten nach etwas Fressbarem Ausschau. Bei ihrem Anblick kommt mir der Begriff 'geflügelte Ratten' in den Sinn. Und ich muss lächeln, unwillkürlich.
Dabei ist der Anblick alles andere als schön. Das Wasser zieht sich zurück, verschwindet einfach, ganz hinten am Horizont. Übrig bleiben ein paar Pfützen, in denen unvorsichtige Fische sitzen und versuchen, zu überleben. Wenn sie Pech haben, ist nicht genügend Wasser da. Sie werden elendig sterben, an Atemnot.
Paradox, immerhin sind sie an der frischen Luft. Ausgerechnet an Atemnot müssen sie verrecken. Und niemand ist da, der ihnen hilft.

Irgendwann, kurz nach Mitternacht, ist das Rauschen vollkommen verstummt. Nur noch das Schreien einer einzelnen Möwe, die der Hunger hinaus getrieben hat.

Aber es dauert nicht lange, und das Rauschen beginnt von neuem. Wird ganz langsam lauter, stärker, schwillt an. Das Wasser kehrt zurück, bildet die Rettung für ein paar Fische.
Nicht für viele. Die meisten sind schon gefressen worden, oft von den fliegenden Ratten. Aber ein paar können noch entkommen. Entschlüpfen dem sicheren Tod.
Und ihre Brüder und Schwestern kehren zurück an ihren angestammten Platz und verteidigen ihn umso grimmiger. So lange, bis sie wieder verdrängt werden. Um dann erneut ihr Revier zu erobern.
Das ist der Lauf der Dinge.
Verlieren.
Und wieder gewinnen.

Oftmals reicht ein Einziger, der den ersten Schritt wagt. Der zum Anführer einer Bewegung wird, die alles verändern könnte. Und alles schart sich hinter ihm, schreitet ihm nach, folgt ihm überall hin.
Sie kehren zurück, allesamt. Wie eine Flut.
 
Drachen?

Am Sonntag den 27.1.2008 berichtete eine 73-jährige über einen Drachen, den sie am Vortag gesehen haben sollte. Sie beobachtete, wie sie es jeden Abend gerne tut, die Vögel in ihrem Garten, die sie als Hobby auch gerne fotografiert. Dieser Tatsache verdanken wir wahr-scheinlich auch, dass wir ein Foto von dem Ungeheuer haben.
Als der Drache über dem Garten kreiste, hielt sie ihn zuerst für einen großen Vogel.
Sie fotografierte in den Nachthimmel, und es erforderte neueste Technik, damit man das auf dem Foto Abgebildete überhaupt erkennen konnte. Doch als es dann zu sehen war, wurde es eine Sensation.
Im Moment zweifelt man noch an der Echtheit des Fotos. Es könnte ja auch sein, dass die Vogelliebhaberin nur Aufsehen erregen wollte. Seit sie allein lebt hat sie keine engeren Beziehungen zu Leuten gehabt. Sie wohnt auf dem Land und die nächsten Nachbarn sind ungefähr drei Kilometer entfernt.
Durch einige Tests kann man jedoch bald sagen, ob das Foto echt ist. Dadurch, dass es schwarz-weiß ist, ist es für die Untersucher schwer zu sagen, ob es nicht irgendein Papp-machée-gebilde ist, das an einer Zimmerdecke fotografiert wurde.
In den USA gab es einmal einen Jungen, der die gesamte Forschung zum Narren hielt, indem er auf das Objektiv seines Fotoapparats ein Bild eines UFOs klebte. Doch auf dem Objektiv der Kamera der Frau wurden weder Aufkleber, noch Klebereste gefunden.
Es ist noch ein großes Rätsel, das wahrscheinlich erst mit dem Ende des Tests gelöst werden kann. Oder, wenn das Foto echt ist, sich in einen weiteren mysteriösen Fall im Stil von Big-foot (bzw. Yeti) oder der unbekannten Flug Objekte verwandelt.
Die Biologen leugnen nicht, dass ein solches Reptil leben könnte.
Denn gab es nicht einmal Flugsaurier?
Außerdem hat beinahe jedes Land seine eigenen Geschichten und seine eigenen Darstel-lungen von Drachen.
Kann das ein Zufall sein?
Die Chinesen haben das fliegende, schlangenartige Mischwesen mit den Hörnern, das Glück bringt. Die Normannen hatten den kriechenden, bösartigen, manchmal Feuer speienden Lind-wurm.
Sogar in der Bibel wird erzählt, dass Michael den Teufel in Gestalt eines Drachen besiegte.
Während Herkules auch das Töten eines Drachen in seinen Prüfungsaufgaben abzuhaken hatte.
Das Thema Drache hat die Menschheit schon immer fasziniert. Das zeigen auch die vielen Bücher und Filme über Drachen. Jüngste sind ‘Eragon’ und ‘Tabaluga‘, es gibt aber auch schon Klassiker wie ‘Smaug‘, aus ‘Der kleine Hobbit’ oder ‘Girou’.
Und der Erfolg und die Verkaufszahlen der Produkte dieser Gestalten zeigt nur wieder, wie sehr die Menschen diese Reptilien lieben.
Was würde das Auftauchen eines realen Drachen bewirken? Viele Kindheitsträume würden zerstört, wenn sich der liebe, grüne Drache mit den gelben Zacken plötzlich in ein normales Zootier verwandeln würde.
Sollen wir nun darauf hoffen, dass wir ein Exemplar dieser Fantasytiere begutachten können, oder sollen sie lieber wieder abtauchen und weiter Stoff für Legenden und Geschichten bilden?

A.R. 28.1.08
 
Gedichte, Geschichten...
Soviele Ideen...
Sie verarbeiten?
Etwas gutes daraus machen?
Klar, warum nicht?
Ich habe es doch früher so oft gemacht...
Ich sollte es mal wieder versuchen..

Also... Schreibe ich etwas... "Müde blinzelte Aviny und sah sich verwirrt um. Schon wieder wachte sie in einem dunklen Raum auf, und wusste nicht, wie sie dorthin gekommen war. Ihr Kopf schmerzte, doch Alkohol war nicht die Schuld. Dieses Teufelszeug rührt sie niemals an. Vorsichtig richtet sie sich auf - langsam gewöhnten sich ihre Augen an das Dunkel und sie konnte nun ein paar Gegenstände in dem Raum erkennen.
Ein Skalpell, eine Spritze, ein Monitor. "Ach, die normale Einrichtung eines Jugendzimmers...", dachte Avi schmunzelnd, schüttelte dann jedoch ihren Kopf energisch und blinzelte verwirrt.
Zögernd warf sie einen weiteren Blick auf das Skalpell und entdeckte dass Blut an dem Werkzeug haftete. Erschrocken richtete sie sich weiter auf und versuchte aufzustehen, davonzulaufen. Doch zwecklos.
Ihre Beine wollten sich nicht bewegen, und erst jetzt bemerkte sie, dass sie an einer Apparatur festhing. Schläuche drangen aus ihren Armen und Beinen, der Großteil ihres Körpers war in Verbände eingewickelt."

Ein paar nette Worte, in der Tat. Doch.. Liest es sich flüssig?
Gefällt es mir morgen noch?
In einem Jahr?
Warum führe ich es nicht weiter?


Wo ist nur meine Kreativität hin...
 
Was man in Physik außer Physik noch machen kann

Physiktest bei Herrn B

Dies stand unter dem Test einer Schülerin, die ich anonym lassen möchte (ich bin es nicht):

Lieber Herr B,
Tut mir sehr leid, aber leider habe ich keinen Taschenrechner mit, also kann ich Ihre blöden Aufgaben nicht machen!
Was ich Ihnen schon immer einmal sagen wollte: bei Herrn R. war der Physikunterricht viel besser.
Und Sie sagen ja immer, er hat uns nicht streng genug benotet und so. Das stimmt nicht! Er war einfach der bessere Lehrer. Bei ihm hat man den Unterricht verstanden. Jetzt schlaf ich höchstens ein.
PS: Selbst wenn ich einen Taschenrechner dabei hätte, würde ich diesen ganzen Kram auch nicht ausrechnen können. Seit Sie unser Physiklehrer sind check ich gar nichts mehr. Ich hasse Physik.
Ihre schlechteste Schülerin, xxx

Ich sterbe gleich!

27.6.2007

-----------

Ich mag Leute die ihre Meinung sagen.
Herr B war wirklich nicht unser bester Physiklehrer, aber inzwischen hatten wir sowieso schon 2 andere^^
Unsere Klasse tut den lehrern nicht gut *g*
Ach ja: diesen Text hab ich beim Aufräumen in einem alten Collegeblock gefunden. Eventuell finde ich noch mehr Folgen von "Was man in Physik außer Physik noch machen kann".
MfG, Anni

edit: ich lasse alle Texte so wie ich sie finde. lediglich die Namen habe ich unkenntlich gemacht.
 
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Was man in Physik außer Physik noch machen kann

Sei kein Frosch!

Eines Tages vor langer, langer Zeit (genauer gesagt am Donnerstag den 5.7.2007) gingen Ritter Jonathan und sein Gefolge durch das Tor mit den seiben Siegeln (Notausgang, eigentlich verboten dadurch zu gehen... aber ist doch egal) und fanden einen verzauberten Froschkönig (gewöhnlicher Laubfrosch) und retteten ihn aus dem schrecklichen Irrgarten hinter dem Tor (Minibeet hinter dem Notausgang).
Sie hatten vor, ihn von einem feuerspuckenden Drachen (Herr B.) küssen zu lassen, damit er wieder zum König werden würde. Sie brachten ihn in die Drachenhöhle (Physikraum) und setzten ihn auf den Altar des Drachen (Lehrertisch), wo der Drache entscheiden sollte, was mit ihm geschah.
Der Drache kam angelaufen und sah den Froschkönig auf dem Altar, warf den Rittern einen vernichtenden Blick zu und dröhnte: "Bringt ihn hier raus!"
So nahm Ritter Thorben ihn todesmutig auf und entließ ihn in die Freiheit.
und wenn kein feuerspuckender Drache zufällig vorbeikam, dann küpft er immer noch im Irrgarten herum.
Und die moral von der Geschicht: Ärger bloß herrn B. nicht! Sonst gibts Stress!
Verfasser: Anni

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Beinahe originaltreu, lediglich ein paar zarte Rechtschreibveränderungen.
Wie alle meine Physikberichte beruht dies auf einer wahren Begebenheit
ich weiß, dass sich der Reim am Ende nicht reimt. Aber das ist auch nicht der Sinn des Textes^^
Die Namen meiner Klassenkameraden hab ich nicht verändert, nur hab ich wieder herr B. geschrieben.
Es wird spät und morgen hab ich erste Stunde Physik, daher sollte ich lieber ins Bett gehn.
MfG, Anni
 
habe hier zweierlei was ich irgendwann mal sontan geschrieben hab und das dann in den tiefen von Eigene Dateien verschwunden ist =D

ich schreibe nur selten und denk dann nicht viel drüber nach also sry wenns etwas abgedroschen klingt =)

zu demhier kommt evtl nochmal ne story dazu mal schauen:

Bis auf den Vollmond war der Himmel unerleuchtet, kein Stern ließ sich blicken. Das wenige Mondlicht, das durch das dichte Dornengeflecht des Hügels von Razorfen drang, beschien eine kaum erkennbare Gestalt, die mit einem knorrigen Stab seltsame Kreise und Symbole in den Boden ritzte, in einem Quadrat um sie herum standen vier Kerzen. Sie hielt inne, begutachtete ihr Werk und schien zufrieden, denn nun stellte sie sich in das Quadrat. Sie murmelte einige Wörter in einer fremden Sprache, und plötzlich erhellten vier kleine Flammen die Szenerie. Die Gestalt trug eine dunkle Robe und hielt eine seltsame Kugel in der Hand, die im Licht der Kerzen unheilvoll schimmerte. Auf dem Stab war eine mit langen Klauen bestückte Hand befestigt, und im Wechselspiel von Dunkelheit und flackerndem Licht schien es fast so, als würde sie sich bewegen. Doch das seltsamste an dieser Gestalt war ihr Körper selbst: Ihre Haut war bleich und an einigen Stellen augerissen, sodass ihr verdorrtes Fleisch völlig ungeschützt war. Ihre Hände glichen denen eines Skeletts. Sie war offensichtlich tot, und trotzdem stand sie dort inmitten der Kerzen und bereitete ein dunkles Ritual vor. Doch hinter ihren eingefallenen Wangen und ausdruckslosen Augen blitzte ein Hauch ihrer alten Schönheit hervor, der Schönheit, die ihr die Seuche des Lichs genommen hatte. Auch ihr altes Leben hatte sie verloren, die Bauersjungen, die sie früher noch umworben hatten, hatten sie mit Heugabeln wie ein Monster aus ihrem Dorf gejagt und aus ihrer Heimat vertrieben. Und alles nur wegen dieser Reise zu ihrer Schwester ins Königreich Lordaeron...
Jaide schüttelte den Kopf um diese Gedanken loszuwerden und fing wieder an in der fremden Sprache zu reden. Die Runen unter ihr begannen rötlich zu glühen, Funken umkreisten sie nun, erst langsam, dann immer schneller. Plötzlich schrie sie etwas unverständliches gen Himmel und ein großes, bläuliches Wesen erschien neben ihr. Es begann das Licht um sich gradezu zu verschlingen und nach einigen Momenten war nichtsmehr zu sehen ausser zwei diabolisch glühende Augen. Eine Stimme, die von überall zugleich zu kommen schien, wisperte in die Nacht: "Zu schwach, um selbst zu kämpfen, Hexe?".




und das hier isne kurzstory (allerdings nicht rpg) :

Der alte Mann

Früher saß der alte Mann oft auf dem Steg am Strand, mit seiner verrosteten Schreibmaschine, der das "e" fehlt, und schrieb Gedichte und Geschichten. Er war arm, doch es ging ihm gut, solange er schreiben konnte. Die Leute in der kleinen Stadt mochten ihn, doch niemand wusste genau, wer er war und woher er kam. Seit 2 Jahren lebte er nun am Strand, der letzte Winter war mild und er konnte in einem alten Schuppen unterkommen. Es kamen oft Leute aus der Stadt vorbei, im Sommer, wenn es warm war, und lauschten dem, was der alte zu erzählen hatte. Doch im Winter, wenn sie gemütlich vor ihren Kaminen saßen, dachte niemand mehr an ihn. Dieser Winter war besonders schlimm, er versuchte sich mit billigem Schnaps und seiner Schreibmaschine von dem Frost abzulenken, der ihm durch den Bart kroch. Doch die Tinte gefror ihm in der Maschine und der Schuppen, den er letztes Jahr bewohnte, war nun abgebrannt, vermutlich angesteckt von irgendwelchen Jungen aus der Stadt. Und so blieb ihm schon bald nur noch der Schnaps, der sich langsam durch seinen Magen fraß.
Als der Frühling kam, und sich die ersten Spaziergänger am Strand blicken ließen, vermisste ihn niemand. Sie dachten, er hätte sich eine neue Stadt gesucht, sei weitergezogen. Sie würden erst wieder an ihn denken, wenn spielende Kinder seine angespülte Leiche am Strand finden würden.
Nur die Schreibmaschine erinnerte sie bis dahin an den alten Mann, die verrostete Schreibmaschine, der das "e" fehlt.

Danke und bye, könnt ruhig kritisieren (und loben =D ) wenn ihr mögt
 
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Was man in Physik außer Physik noch machen kann

Tischunterhaltungen und -umfragen

Auf eine weitere Folge von: Was man in Physik außer Physik noch machen kann!
Die Lehrer haben gewechselt und wir haben nun statt Herrn B. Herrn M.
Die Umfrage, die ich eingesetzt habe:
"Wer an diesem Tisch spielt WoW?"
Darauf kamen einige Antworten:
"WoW ist scheiße"
"WoW 4 eva!"
"WoW rockt!"
"WoW rulez!"
Sie haben sich innerhalb einer Woche angesammelt.
Dann habe ich einmal kurz nach kinobeginn von 'Fluch der karibik 3' auf den tisch gemalt.
Und zwar das (sorry unser scanner ist im moment kaputt, daher nicht das original)
3352-minibild.gif

Worauf sich wieder viele Kommentare anboten:
"Armer Will!"
"ja, ich will den Film auch sehen!"
"Der ist echt geil!"
"Fluch der Karibik ist langweilig!"
In dieser Art ging es weiter.
Außerdem kann man auch englische Glanzleistungen finden.
z.B. I hate Physik. Its derbst boring, I find.
okay, letzter Punkt ist nicht so extrem schlimm, aber trotzdem...
Es klingelt, aber war das nicht wieder einmal eine tolle Stunde Physik?

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Wie vorige Geschichten alles genauso wie vorgefunden.
Gefällt euch eigentlich "Was man in Physik außer Physik noch machen kann"?
MfG, Anni
 
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Was man in Physik außer Physik noch machen kann

Vocabulary-Learning

Und wieder einmal sind wir in Physik. Aber natürlich machen wir etwas Interessanteres.
In diesem Fall lernen wir Vokabeln, damit wir in der nächsten Stunde vorbereitet sind.

Gelaber:----------------Vocabulary:
Magneten stoßen sich ab...blub blub----------------Wissenschaftler = scientist
In welche Richtung wirkt... bla bla----------------Rakete = rocket
Versuchsplanung, Material, Dumdidum----------------Taco = taco
Hypothese ... Laberlaber----------------Raketenstart = launch
Magnetfeldrichtung ... jaja----------------etwas vorziehen = prefer sth. (to)
Lorenzkraft ... ich hör zu --- nicht!----------------Decke = ceiling
... dehnt sich aus ... Was war?!----------------Passage, Abschnitt = passage
Faustregel ... Mhmmhmm. ja. klar.----------------gravity = Schwerkraft

Das war doch eine lehrreiche Stunde!
Und wirklich: nächste Stunde Vokabeltest.
Auf Wiedersehen zu einer neuen Folge von 'Was man in Physik außer Physik noch machen kann"!

21.9.2007


----------------

ich hatte schon damals den Titel davon^^
Leider wusst ich nicht ob und wie man eine Tabelle macht. hoffe das funktioniert.
MfG, Anni

Edit: okay funktionierte leider nicht, aber so geht das
 
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Sicher habt auch Ihr die Gerüchte über mein Ableben vernommen. Sie geistern schon seit dem letzten Winter unter den Menschen herum, doch ich muss sowohl sie, als auch Euch enttäuschen, denn ich lebe noch.
Sicher war es abzusehen, dass mir mein Leben nicht einfach gemacht werden würde, nach all den Verbrechen, die ich begangen habe, doch hätte ich mir etwas mehr Härte und Ausdauer bei meinen Verfolgern gewünscht.

Die achso edlen Paladine schepperten in ihren Rüstungen noch müder und lustloser hinter mir her, als die Wache von Stormwind und die Leibgarde des Königs, fast könnte man meinen, dass sie mich entkommen ließen, warum ist nicht nur Euch ein Rätsel, ich vermag es ebenso wenig zu sagen.

Mag der Winter meine Flucht noch mit seiner Kälte und der schlechten Witterung gedeckt haben, so hatten meine Verfolger in der starken Frühlingssonne keine Entschuldigung dafür mich zu übersehen.
Zumindest glaubte ich zuerst wirklich, dass ich mit großem Glück gesegnet gewesen sei und so meinen Häschern praktisch unter ihrem Blick entgehen zu können, doch jetzt bin ich mir fast sicher, dass sie einfach Angst vor mir hatten.

Habt Ihr meine Grausamkeit in Euren Berichten so ausführlich gerühmt? Meine Missetaten bis ins kleinste Detail beschrieben? Ihr scheint euch damit ins eigene Fleisch geschnitten zu haben, denn einen besseren Dienst, als meinen Verfolgern die Saat der Angst in ihre Herzen zu pflanzen, konntet Ihr mir nicht erweisen.

Sicher, Ihr seid weise und alt und verachtet deshalb diese jungen und ehrgeizigen Krieger, die unter euch dienen, doch ich bin wohl zu arrogant und jung und verachte sie deshalb nicht weniger, denn sie werden nie an mich und mein Können heran reichen, sie selbst haben es mir mit ihrer Unfähigkeit bewiesen.

Ich genieße den Gedanken, dass Ihr, wehrter Meister, in der Burg Stormwind umher geistert und Euch vor meiner Ankunft fürchtet. Ich habe Euch nicht vergessen und ich werde Euch nicht vergessen, auch Euch wird meine Rache ereilen und sie wird grausam sein.
Sicher werde ich Euch den Zeitpunkt meiner Rückkehr nicht verraten, doch seid Euch gewiss, ich habe die Zeichen gedeutet und ich werde mit den wehenden Insignien eines Befreiers in Stormwind erscheinen.

Fürchtet Euch, wehrter Meister und berichtet den Bürgern dieser lächerlichen schwachen Stadt aus Stein von diesem Brief und berichtet Ihnen ruhig von meinen Worten, denn auch das wird nichts daran ändern, dass diese Menschen mich dereinst als ihren Erlöser rufen werden, den, den sie einst vernichten wollten, dem sie ihre Krieger nach gehetzt haben.
Ich werde in aller Demut ihrem Ruf folgen und auch wenn Ihr diesen Brief hervorholen werdet, so wird selbst dies an jenem glorreichen Tag nicht verhindern können, dass mit die Bürger Stormwinds bereitwillig ihre Kehlen darbieten und ich werde sie alle richten.
 
Leistung


Leistung, was heißt schon Leistung? Ist Leistung nicht das was ein anderer von dir erwartet oder ist Leistung das
was dir Geld einbringt?

Ich weiß es nicht, ich weiß nur was ich weiß und Leistung ist, einem anderen zu helfen, sein Leben mit Freuden und Lust zu leben oder einfach nur die Probleme des Alltags ignorieren, das, ja das ist eine Leistung.

Aber wer sagt was Leistung ist, was Leistung bedeutet, für dich und andere bedeutet, ist das nicht die Frage, oder ist es eine Antwort?

Ich weiß es nicht, aber ich weiß was ich weiß und das ist, dass Leistung das ist, wofür man es hält!
 
Philip Winfried Weisel
Die Frage nach der Frage

Was für ´ne bescheuerte Frage ist das eigentlich...
Das solltest Du dich mal besser selbst fragen, Junge.
Na ja, irgendwie birgt sie ja sicherlich auch was Interessantes. Die Frage nach der Frage... welche Frage eigentlich?
Hey, ich bin nur Du, klar?
Okay, dann lautet die Frage eben... warum bist Du Ich?
Weil Du ´ne gespaltene Persönlichkeit hast, du Idiot.
Warum habe ich dann eine gespaltene Persönlichkeit?
Woher soll ich das wissen?! Bin ich Gott oder was?
Das bringt mich auf eine andere Frage: warum bist Du nicht Gott?
Weißt Du, irgendwie habe ich das dumme Gefühl, das alles hier führt zu nichts.
Nun, ist das nicht Sinn und Zweck der Sache?
Wie meinst Du das jetzt?
"Die Frage nach der Frage" bedeutet doch im Grunde genommen nichts anderes, als alles in Frage zu stellen. Alles als nichtig und nicht existent zu erklären. Die Wissenschaft und die Vernunft zu verspotten.
Wer das macht, hat wirklich einen an der Waffel.
Oder ihm ist einfach nur langweilig.
Womit wir zur Frage kämen: warum ist Dir langweilig?
Eine wahrlich gute Frage. Aber ohne existierende Antwort.
Tja, die Frage nach der Frage halt.

Genau.

Musst Du eigentlich immer das letzte Wort haben?

Gute Frage.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ein Zwerg kommt einen Weg entlang.
Er sieht einen Untoten.
Misstrauisch geht er näher heran.
Der Untote weint.

Der Zwerg ist nahe genug heran,
um zu dem Wesen sprechen zu können.
"Warum weinst du?"
Der Untote schaut auf.
Sein Gesicht ist zerstört.
Es musste einst hübsch gewesen sein.

Seine Augen.
Sie sind das einzige, verbliebene Schöne an ihm.
Blau wie das Meer, wie der Himmel.
"Meine Mutter ist tot."

"Ist sie das nicht schon immer?"
Der Zwerg schaut ihn verwundert an.
Der Untote lächelt leicht.
Seine Zähne sind ebenmäßig und weiß.

"Natürlich ist sie das."
Er blickt zu Boden.
"Nun ist sie endgültig gestorben.
Ihr Kopf liegt irgendwo,
abgetrennt von ihrem Körper."

Der Zwerg schaut den Untoten prüfend an.
Dann setzt er sich neben ihn zu Boden.
Er schaut ihn lange an.
"Kann ich etwas für dich tun?"

Der Untote hebt den Kopf,
schaut dem Zwergen mitten in die Augen.
Sehnsucht liegt in den seinen.
"Alle sind tot,
meine Schwester,
mein Bruder,
mein Sohn,
mein Weib."

Er steht auf,
reicht dem Zwergen seine faulige Hand.
Dieser ekelt sich nicht,
packt zu,
lässt sich aufhelfen.

Der Untote lächelt.
Er kniet sich nieder,
legt dem Zwergen seine Hand auf die Schulter.
"Du kannst etwas für mich tun."

<+>

Der Zwerg kommt einen Weg entlang.
Hinter ihm, gleich neben dem Weg,
ist ein frischer Erdhaufen.

Wörter hallen in seinen Ohren.
"Alle sind tot,
meine Schwester,
mein Bruder,
mein Sohn,
mein Weib.
Du kannst etwas für mich tun.
Schicke mich zu ihnen."
 
Wird mal wieder Zeit, den Thread hier auszubuddeln...

Anfang


Sein Lächeln war sanft, vertraut. Nicht einmal das schwache Licht der Lampe, die mehr Schatten als Licht warf, konnte daran etwas ändern. Es war eines jener Lächeln, denen man nur Gutes abgewinnen konnte, die vollkommen davon überzeugten, dass sein Träger nichts Böses im Schilde führte. Genau jenes Lächeln, das vielen half, andere herein zu legen.
Sein warmes Gesicht, die braunen Augen, die von Fältchen umgeben waren, seine nicht eben kleine, runde Nase, das flache Kinn, die leere Stirn, über der schütteres, graues Haar einen Halbkranz zog und die Mitte zu meiden schien – all das war ihm zugerichtet. Ihm, der nur still und leise in seinem Stuhl saß und ihn mit einem leerem, nichts sagenden Blick ansah und darauf wartete, dass sein Gegenüber endlich das erste Wort sprechen würde.
Noch immer lächelnd ließ sich der ältere Herr auf dem bereit gestellten Stuhl hin, legte seine Hände gefaltet auf den Tisch aus Stahl, der unten im Boden fest verankert war. Er hatte den Verdacht, der Mann brachte seine Hände so nahe zueinander, um zu zeigen, dass er ihm nichts tun wollte. Stattdessen erinnerte er ihn damit eher daran, dass seine eigenen Hände in Schellen lagen.
Als er endlich zu sprechen begann, drang eine tiefe, vertrauenserregende Stimme aus seinem Mund, die nur zu gut zu seinem Äußeren passte. "Guten Morgen, Mr. Horan. Ich glaube, Sie wissen, wieso ich hier bin?"
Horan nickte nur kurz, um zu zeigen, dass er überhaupt hier war. Sein Blick ging noch immer in die Leere, sah durch den Mann durch, als gäbe es ihn gar nicht.
Der ältere Herr nickte ebenfalls. "Gut, gut. Ich möchte mit Ihnen ein kleines Spiel spielen. Wollen Sie mitspielen?"
Wiederum sank sein Kinn ein wenig ab, bevor es sich wieder hob.
"Ich stelle Ihnen eine Frage, und Sie antworten mit dem erstbesten Wort, das Ihnen einfällt. Aber nur ein Wort, ja?"
Der Mann räusperte sich noch einmal, dann zog er ein paar Kärtchen aus seiner schwarzen Jackentasche. Über seine Brille schauend, fragte er: "Woran denken Sie, wenn Sie in den Zoo gehen?"
"Hilfe."
"Gut. Nächste Frage." Erneut räusperte sich der ältere Herr. "Was sehen Sie, wenn Sie am Affengehege stehen und eines der Tiere bittend seine Hand ausstreckt?"
"Hilfe."
Einen Moment lang blickte der Mann Horan in die Augen, ohne auch nur eine Regung in ihnen zu sehen. Dann betrachtete er wieder abschätzend seine Kärtchen. "Was sehen Sie, wenn Sie auf offener Straße einem Bettler -"
"Hilfe."
"Hilfe..." Der Herr murmelte vor sich hin, als er einen Stift und einen kleinen Notitzblock aus der Tasche seines weißen Hemds zog und mit verschnörkelter Schrift ein Wort darauf schrieb. Dann legte er beides auf den Tisch und wandte sich mit seinem warmen Lächeln wieder Horan zu. "Sie spielen gut mit, Mr. Horan."
Schweigen.
Die geschlossene Faust verschwand wieder vom Mund, als er leise in sie hinein gehustet hatte. Dann besah sich der Mann eine weitere Karte. Sein Lächeln wurde eine Spur breiter. "Mr. Horan, was würden Sie tun, wenn Sie einen reichen Mann sehen, von dem man vermuten kann, dass er mehr Geld hat als ich in meinem Leben als Strafverteidiger verdienen werde?"
Es dauerte einen Augenblick, bis er antwortete.
"Hilfe."
"Mr. Horan, es ist keine Hilfe, von den Reichen zu stehlen und es den Armen zu geben. Die Armen müssen das Gestohlene wieder zurück geben, das wissen Sie genauso gut wie ich." Mit einem leisen Seufzer steckte der Mann seine Karten wieder weg, nahm die Brille von der Nase, klappte sie zusammen und befingerte sie, während er den Jungen, der ihm gegenüber saß, nachdenklich betrachtete. "Sie wissen das, nicht wahr?"
Ein Nicken. Mehr nicht.
"Aber wieso tun sie es dann?"
"Jemand muss ihnen doch helfen."
Überrascht horchte der ältere Herr auf. Horan blickte ihn an, direkt in die Augen, und in den seinen konnte er nur Unverständnis erkennen. "Was ist das für eine Welt, in der diese verdammten Bonzen einfach an den armen Schweinen vorbei gehen und ihnen nicht einmal ´nen Dollar in den Hut schmeißen? Irgend jemand muss ihnen doch helfen!"
"Mr. Horan, mit Diebstahl können Sie niemandem helfen -"
"Ich gebe jedem immer ´nen halben Dollar, wenn ich ihnen begegne und das Geld nicht unbedingt selbst brauche. Ich bekomme zwanzig Dollar im Monat. Zwanzig. Wie viel bekommt der Mistkerl? Zwanzig Tausend? Das reicht wahrscheinlich nicht mal."
"Es ändert nichts daran, dass Diebstahl -"
"Irgend jemand muss ihnen helfen!"
Erschrocken zuckte der Mann zusammen, als die zu Fäuste geballten Hände des Jungen auf den Tisch krachten und ein Grollen durch die enge Zelle rollte. Seine Augen waren weit geöffnet, und neben dem Unverständnis hatte sich die Wut gesellt.
"Mr. Horan, beruhigen Sie sich -"
"Wenn nicht ich ihnen helfe, wer dann?!"
"Sie wissen ebenso gut wie ich, dass wir Ihnen nicht allen helfen können -"
"Wir müssen damit anfangen."
Eine kurze Zeit herrschte Stille, dann schloss der ältere Herr seinen offenen Mund. Mit einem letzten Nicken in Richtung des Jungen erhob er sich, trat zur Zellentür und klopfte drei Mal dagegen. Sofort wurde sie geöffnet und er heraus gelassen.
Beinahe sofort wandte er sich an den Officer, der gerade dabei war, die Tür wieder sicher zu verschließen. "Wie alt ist der Junge eigentlich?"
Der Gefragte zuckte nur mit den Achseln. "Keine Ahnung. Siebzehn vielleicht, älter wohl nicht."
Mit diesen Worten ging er den Gang entlang und hinterließ einen verdatterten Strafverteidiger, der vor Gericht aussagen würde, dass dieser junge Mann, der dort des Taschendiebstahls angeklagt werde, besser sei als wohl alle Menschen in diesem Raum, ja selbst besser als er selbst. Denn dieser junge Mann, der den Bettlern fast immer einen halben Dollar gab, wenn er ihn entbehren konnte, hatte damit angefangen, womit der größte Teil der Gesellschaft zögere, wenn auch auf einen Weg, der nicht mit dem Recht einhergehe, wohl aber mit dem Gewissen.
Er habe nämlich angefangen zu helfen.
 
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