Interessant, wie viel technisches Halbwissen hier auf einem Haufen versammelt ist.
Zum einen: Das im Zusammenhang mit Windows-Spielen auf einem Linux-System oftgenannte Wine (Wine is not an Emulator) ist kein Emulator, sondern ein API-Wrapper. Es wird weder ein virtueller Rechner emuliert, noch irgendwelche DirectX-Schnittstellen oder Treiber. Wine biegt nur die Aufrufe von Windows-Funktionen auf die entsprechenden Linux-Pendants um.
Zum zweiten: Es läuft. Und zwar sehr gut. Wine ist mittlerweile so richtig stabil und schnell geworden. Auf meinem Laptop fiel WoW unter Windows nur in vollen Gebieten unterhalb der 60 FPS, unter Linux lag die Performance nicht niedriger. Es lief absolut flüssig, und man hat noch so andere Goodies, z.B. 3D-Desktopeffekte werden während des Spielens nicht automatisch deaktiviert, wie Vista das mit Aero immer macht.
Zum Thema Warden: Es wurden in der Vergangenheit einige Accounts von Spielern gebannt, die unter Linux mit Wine spielten. Jedoch konnte das recht fix geklärt werden. Ich habe das letzte halbe Jahr meiner WoW-Zeit meist von der Linux-Partition aus gespielt. Niemals hat sich ein Gamemaster gemeldet, oder irgendein anderer Vertreter von Blizzard. Wo doch der Warden schon längst hätte Alarm schlagen müssen.
Von daher. Spielen unter Linux ist eigentlich keine besondere Hürde. Man muss es nur wollen.
Das Abenteuer Linux ist aber nichts für eben mal zwischendurch, da steht eine ziemlich Lernkurve an, die es zu bewältigen gilt.