18+ bedeutet nunmal mündig - darunter ist man eben nicht mündig - von einer Bevormundung kann daher nicht die Rede sein. Ich finde eine Beschränkung der Spielzeit für nicht mündige Spieler durchaus angebracht. Darüber lässt sich aber natürlich auch streiten - nicht jeder Jugendliche übertreibt es mit der "Zockerei".
Allerdings scheint die Mehrzahl der Eltern dies auch nicht als angebracht zu sehen - nicht zuletzt ob der mangelnden Infos, welchen Suchtfaktor solche Spiele mit sich führen (Es sei denn die Eltern kommen selbst aus der "spielenden" Generation). Woher kommt denn sonst das ewige Unwissen und "Schubladen"-Denken der mündigen, nicht-spielenden Gesellschaftsgruppen? Aktuelle "Killerspiel"-Diskussionen stellen mal wieder das beste Beispiel dafür. Würde es also solche, präventiven Systeme geben, wäre an anderer Stelle vielleicht auch keine weitere Grundlage, unser "Hobby" schlecht zu reden, vorhanden.
An dieser Stelle geht es zu weit in die Materie der Problematik "Videospiel-Sucht" - ihre Folgen und Ursachen.
Faktisch sollte jeder Titel mit einer Alterskennzeichnung nach USK, auch der entsprechenden Gruppe vollständig zur Verfügung stehen. Dazu gibt es diese Altersangaben. Lässt man den Suchtfaktor in diese Kontrollfunktion einfließen, würde dies wohl auf lange Sicht eine Freigabe 18+ erwirken, auch wenn Inhalte und Aktionen des Titels einem geringeren Altersnachweis entsprechen würden. Nur dann wäre die "nicht-mündige" Gruppe Spieler komplett ausgeschlossen. Die Spielzeitbeschränkung zur Suchtvorbeugung, ist also das geringere Übel.
Und was denkt ihr, mal Hand auf´s Herz, wo wohl diese unkontrollierten, falschinformierten, jeglicher Sachgrundlage entbehrten, Wahlkreis-trächtigen, "Vorstoss"-Politiker diese ganze Diskussion hintreiben werden? Wir sind im Wahljahr - und bisher sieht es so aus, dass wir Spieler leider die kleinere Lobby haben, als unsere "Zensur-geilen" Politik-Vertreter. Da hilft auch nicht die Piraten-Partei.
Sei es drum... ich schweife ab.