Schreibk(r)ampf um die Warsongschlucht...

Sugandhalaya

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Hier ein weiteres Fragment einer Geschichte.

Situation: Lira, ihres Zeichens destruktiv veranlagt Gnomin sucht mit Hilfe einiger Helden ihre Ziehtochter Jaenelle, die sie zuletzt vor dem Angriff der Geissel in Lordaeron sah.
Sieh zog nach Ashenvale, um dort Hinweisen nachzugehen, als eine Elfe meinte, dass ihre gesuchte Dame in einer Schlacht mitkämpft. Auf dem Weg zum Schlachtfeld erbricht Lira sich auf den Ritualplatz eines Furbolgstamms, rottete diesen aus Notwehr aus und erreichte schließlich die Warsongschlucht, nur um zu erfahren, dass ihre Jaenelle inzwischen untot sei und für die Horde kämpft.
Sie findet Jaenelles Jugendliebe, den zwerg Arak und kämpft sich mit ihm durch in den Stützpunkt der Horde, als sie plötzlich von Orcs umzingelt sind."IX - Dumme Orcs und stinkende Individuen

Tja, angeschissen, umzingelt von stinkenden Grünhäutern, neben einem Stinkezwerg in stinkendem Hordenland...das stinkt doch zum Himmel!
Während Arak und ich so warteten und warteten und warteten...naja also während wir warteten, brachte er mir etwas orcisch bei...also das Gebrabbel der Barbaren aus Draenor. Komische Sprache, aber es half. Ich verstand langsam worum es ging.

Wir waren hier angeblich von einer Vorhut gefangen genommen, die von sehr jungen und relativ unerfahrenen Hordlern angeführt wurden. Ich hörte hier zum ersten Mal den Namen eines Orcs, der schon bald den Hass der Allianz zu spüren bekommen würde. Angeblich gabe s doch Ehre bei der Horde. Nur warum? Ich winkte einen Troll heran und warf ihm einige orcische Brocken herüber.

"Wusenhusel mööp guäääärgs...du sein hier warum, blaues Ding?"

Doch der Troll lachte nur und schaute mich grinsend an: "Du kannst auch normal mit mir reden. Ich bin nicht so dumm, wie du klein bist!"

"Du sprichst auch unsere Sprache? Fein fein...also...was macht ihr hier? Und was habt ihr mit uns vor?"

"Naja also unter uns gesagt, passe ich auf dich auf, du kleiner Erdnuckel. Gleich kommt eine gute Freundin, sie holt nur ein wenig Verpflegung für mich. Und ja was tun wir noch hier? Wir kämpfen für unser Land!"

"Euer Land?", schrie Arak, "Was ist denn hier euer Land? Ihr habt Azeroth verwüstet und nun wollt ihr Ashenvale erobern!"

"Oh nein kleiner Zwerg, wir Trolle waren schon viel früher hier! Aber das ist egal. Wir haben den Befehl, die Warsongschlucht zu verteidigen, damit die Horde an die dringend benötigten Holzvorräte kommt. Unsere ANführerin hier ist eine junge Orcjägerin namens Ai*würg*e."

"Ai...was? Gehts dir gut?"

" Ach ich mag sie nur nicht...wir mögen sie alle nicht. Aber das ist auch egal, schaut, da kommt Jaenü!"

Ich bekam große Augen, denn vor mir kam eine recht mittelgroße und blaße Gestalt herein, die trotz ihres Untodseins noch recht frisch aussah. Sie blieb vor mir stehen, musterte mich lange und fing an zu kichern. Dann hob sie mich hoch und hielt mich dem Troll entgegen!"

"Aiki, Hasi...weißt du, wer das ist? Das ist meine kleine Lira...meine Ersatzmutter, mein Leben!"

Jaenelle warf mich in die Luft und knuddelte mich durch.

"Ich hab dich vermisst, Herzchen. Was machst du hier?"

"Ja...ja...Jaenellchen? Was ist mit dir passiert? Bist du tot?"

"Untot, ja...sowas in der Art...Es war komisch, plötzlich in einem verwüstetem Lordaeron aufzuwachen und alle meine Freunde tot zu sehen. ich hatte befürchtet, dich nie wieder zu sehen. ABer oh du hast Besuch mitgebracht. Wer ist das?"

"Arak...dein Zwerg!"

Jaenelle ließ mich fallen...aua, blödes Miststück!...und ging auf Arak zu, der indes eingeschlafen war. Zwerge sind immer so faul...herrje! Jaenellchen setzte sich vor dem Zwerge auf den Boden und begann zu weinen. Ich konnte es mir nicht ansehen und ging wieder zu dem Troll. Das war also Aik, der Troll, von dem mir der Paladin berichtete. Langsam war das alles zu verwirrend für mich. Warum kennt ein Paladin einen Troll? Warum mag Jaenelle einen Troll? Warum weint sie? Warum ist sie so abweisend? Und warum mögen sie diesen Orc nicht? Ich glaube, hier ist was im Busche.
Noch während ich also über diese Sonderheiten nachdachte, erklang der Schlachtenlärm in der Nähe und ein ziemlich hässlicher weiblicher Orc, dem die Dummheit schon ins Gesicht geschrieben stand, schrie irgendwelche Befehle durch die Gegend. Mir erschienen diese Befehle recht sinnfrei, aber Orcs denken sich bestimmt etwas dabei, wenn sie befehlen, sich völlig in Unterzahl dem Feind zu stellen. Stellung halten und so...schwarzes Orcblut riecht herrlich. Ich nutze die Gunst der Stunde und krabbelte zwischen den Orcs hindurch, um Arak aufzuwecken. Er grunzte, aber erwachte schließlich. Wir krochen zu Aik und Jaenelle, die gelangweilt an einer Wand lehnten und keine Anstalten machten, auf die Befehle der Orcfrau zu hören.

"Wenn sie uns in den Tod schickt, soll sie vorlaufen! Ich rühr mich hier nicht weg! Kommt ihr beiden Kleinen!"

So liefen wir dem Troll und meiner nun untoten Jaenelle hinterher...ich weiß nicht wohin, von unten sieht man etwas schlecht...und ja ich gebe es zu, ich konnte es nicht lassen...kurz bevor wir die Festung verließen, ließ ich noch einen Feurregen vom Himmel prasseln...und ich hörte die Schreie der Orcs und Tauren...HACHJA!

Ich rannte weiter hinterher und erst spät erkannte ich, dass uns Aik und Jaenelle zurück zum Silverwingposten brachten. Sie meinten, sie hätten keine Lust auf die Befehle eines egozentrischen und dazu dummen Orcs und würden uns gern in Sicherheit bringen.

Ich freute mich und rannte wie ein geölter Blitz voran, um meine Nachtelfchen zu finden. Ja ich muss dazu sagen, Nachtelfen stinken auch...irgendwie so nach Humus...ach ihr stinkt doch alle! Also folgte ich meiner Stupsnase und rannte direkt in Felian herein. Bah, schon wieder dieses Menschenweib. Nun egal, wir waren irgendwie in Sicherheit. Aber unsere Retter nicht...sofort kamen einige Hochnäsigkeiten...Nachtelfen meinte ich und umzingelten unsere kleine Abenteuergruppe. Warum werd ich eigentlich ständig gefangen genommen? Aber Felina grinste einmal und mit ihrem unglaublichem Charme...oder war es meiner...brachten wir die Wachen dazu, uns frei in den Stützpunkt der Elfen gehen zu lassen. Wir taten so, als hätten wir Aik und Jaenü gefangen genommen, gaben ihnen noch einige Orden von hochdekorierten Hordenoffizieren, die Arak geklaut hatte und gaben die beiden als Befehlshaber der Warsongvorhut aus. Und wir sprechen nur mit Cid und Ywen...und Bärt vielleicht...

Naja das klappte recht gut...wir kamen bis in den Aufenthaltsraum der Elfen und wen sah ich da wieder? Rhya...der kleine Narbengnom...die Welt ist echt klein, sogar für Gnome. Aber keine Zeit für Sentimentalitäten. Ich flitzte zu ihr, flüsterte ihr ein paar Worte ins Ohr, sie kicherte und schon sandte sie Boten nach den Nachtelfen aus.

Etwas später saßen wir da also: Arak, Rhya, Cid, Ywen, Bärt, Méowe, Jaenellchen, Aik, Foks und ich. Nach stundenlagem Palavern kamen wir zu dem Entschluss, die beiden nach Ironforge zu bringen. Da sie nicht mehr für die Orcs kämpfen wollten, könnten sie uns vielleicht helfen. Und ich könnte Jaenelle wieder auf den rechten Pfad zurückbringen. Sie hat soviel verlernt, aber ihr Herz, wenn es denn noch da ist, schlägt imm3r noch für Arak und mich!

Wir verstauten unsere Sachen, verkleideten Aik und Jaenelle, nun sahen sie aus wie verkleidetet Jahrmarktsdarsteller, und ritten nach Astranaar, von wo aus wir mit den Hippogryphen, diesen Flugviechern der Elfen, zum Hafen flogen. Dort angekommen bestiegen wir ein Diplomatenschiff und segelten einer ungewissen Zukunft entgegen. Ich wüsste nur zu gern, was in Jaenelle vorging. Ich konnte mich nicht wirklich freuen, sie zu sehen...irgendetwas stimmte an der ganzen Sache nicht. Ich machte mir darüber aber keine weiteren Gedanken und schaute aufs Meer hinaus...Stille...so friedlich!"


Situation 2: Geschrieben 2006 als Erklärung für die RP-Taten meiner untoten Schurkin jaenelle auf dem Server "Die Ewige Wacht". Alle Namen gehören damals real existierenden Charakteren, die bereitwillig Teil der Geschichte wurden. Den Namen für meine Schurkin hatte ich aus Anne Bishops Black Jewel-Trilogie (ein bisschen mopsen muss ja erlaubt sein).
Die Erzählweise mag verwirrend erscheinen. Ausgangssituation ist, dass Jaenellchen nach Jahren das Tagebuch von Lira wiederfindet und daraus nun vorliest.
 
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