Hmm...jo, dass dein Zimmer leer ist, davon war ich ausgegangen, irgendwo musste das Geld ja herkommen..
Das mit deinem Vater tut mir Leid, auch wenn ich bei 12 Stunden Arbeit ein müdes Grinsen ins Gesicht bekomme...ich wohne de facto alleine. Mein Vater ist unkündbar, genau wie die restlichen Leute die in der Bundesagentur für Arbeit noch den Job machen den er macht...der ganze Bereich soll weg. Er geht morgens zwischen 6 und 9 aus dem Haus, und ich hab ihn seit Monaten nicht früher als 18 Uhr nach Hause kommen sehen...und das ist dann noch die Ausnahme, bei Gott nicht die Regel. Abgesehen von seiner Vollzeitstelle arbeitet er ehrenamtlich konzeptionell bei mehreren Beraterverbänden, so dass er mindestens jedes dritte Wochenende von daher unterwegs ist. Zusätzlich führt er mit meiner Stiefmutter zusammen noch eine freiberufliche Beratungsfirma, die in ganz Deutschland und Österreich Coachings durchführt...da ist er dann an den übrigen Wochenenden und in den Ferien. Und wenn er dann mal ein freies Wochenende hat, besucht er meine Stiefmutter, die dasselbe macht, außer dass sie jeweils in Bremen und Oldenburg an den Unis halbe Stellen hat, zwischen denen sie hin und her pendelt. Sie seh ich vielleicht alle 2 Monate. Und meine Stiefmutter macht freiberuflich noch sehr viel mehr.
Der normale Tag bei mir ist, dass ich aufstehe, mit meinem Vater aus dem Haus gehe, zur Schule, wiederkomme, mir überlege was ich koche, auf meinen Vater warte, der meist gegen 6-8 kommt, dann klönen wir kurz, ich koche, er arbeitet, obwohl er total tot ist, immer noch weiter bis mindestens 22 Uhr, dann telefoniert er noch mit meiner Stiefmutter und fällt dann erst recht tot ins Bett.
Also erzähl mir bitte nichts von Überstunden und Urlaub (Bloß nicht von Urlaub, davon träum ich *g*)