Für mich ist das allenfalls Einfallslosigkeit, aber keinesfalls generelles Spielprinzip des MMOs Genres. Anstatt neue Dinge zu versuchen werden alte Mechaniken kopiert und angepasst.
Ein Spiel soll in erster Linie Spaß machen. Dieses Farmprinzip empfinde ich hingegen als Spaßraubend. Und genau das ist nunmal der Grund für mich MMOs derzeit eben nicht mehr zu spielen. Natürlich sollte man nach längerer Spielzeit gewisse Vorteile haben, nicht jedoch sein alleiniges Spielen daran ausrichten müssen. Ich ziehe da gerne EvE Online als Beispiel heran. Dort *kann* man farmen gehen, muss es aber nicht. Es gibt genügend Möglichkeiten sich Einnahmen zu verschaffen ohne stumpf Missionen zu spielen oder Rohstoffe abzubauen - letzteres ist weniger spannend wie Rosamunde Pilcher. Nein, hier kann man dies in sein ganz reguläres Spiel einbauen und sozusagen als bonus betrachten.
Na, ich bleibe bei der Hoffnung auf eine Änderung auf lange Sicht.
Ich gebe dir in gewisser Weise Recht. Leider denkt nur ein kleiner Teil der Spieler so. Die meisten Spieler wollen es so einfach wie möglich haben, also mit möglichst wenig Aufwand viel erreichen.
Komplexe Spielsysteme haben nur ihren bestimmten Fankreis. Der größte Teil mag lieber Massenkost, der Erfolg von WoW zeigt es doch. Das Spielprinzip von WoW kann einfach eigentlich nicht sein aber alle finden es toll.
Das einzige mir bekannte Spiel, wo man nix farmen musste ist Ultima Online. Dort spielte man wirklich die Rolle die man selber wählte und machte das wozu man gerade Lust hatte. Es gab keinrlei Zwang irgendwas farmen zu müssen oder ein bestimmtes Item zu kriegen.
Doch die Spieler haben sich seitdem geändert. Wer früher UO spielte wusste warum, denn Internet war zu der Zeit noch teuer. Ich hatte damals monatliche Telefonkosten von 500DM.
Als dann die Flatrates auf den Markt kamen wurden vor allem die Spieler jünger und sie kamen in die Bereiche, die sie Primär nicht interessierten. Vor 12 Jahren hätte nen Familienvater niemals seinen 15Jährigen Spross vor seinen PC gesetzt und Internet freigeschaltet, da es eben extrem teuer war. Heute hat jeder seinen eigenen PC und ne Flatrate. Und genau dort begann der Niedergang der MMORPG zu denen was sie heute sind. Farmspiele schön verpackt, die die Masse beglücken.
Das Problem ist einfach, das viele Spieler überhaupt nicht die sozialen Kompetenzen mitbringen um ein MMORPG richtig zu spielen oder es fehlt ihnen der tiefe Blick um in dem MMORPG mehr zu sehen als einen Wettbewerb zum E-Penis vergleich.
Die Entwickler reagieren lediglich auf diese Entwicklung und passen ihre Produkte dem bestehenden Markt an. D.h. wenn ich als Entwickler die Wahl hätte ein komplexes Spiel zu entwickeln, welches voraussichtlich 100.000 Spieler hat, und einem Massenprodukt mit etwa 1.000.000 Spieler, da nehme ich doch das Massenprodukt
Solange die Spieler nicht grundlegend ihr Verhalten ändern wird es immer so bleiben und leider wird es sich nicht ändern, es sei denn jemand macht sowas wie nen IQ Test fürs Internet, womit nur Spieler Zugang erhalten, die auch ein entsprechendes Sozialverhalten an den Tag legen.
Bis dahin werden die Entwickler nach wie vor Primär diesen Massenmarkt bedienen, denn dort steckt das meiste Geld