Zange und Schwert

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Nachfolgend findet ihr den Auftakt zu einer Fortsetzungsgeschichte. Ich weiss wie es anfängt und ich weiss wie es enden soll. Der Rest dazwischen kommt spontan. Daher würde ich mich über Kommentare, Kritik, Vorschläge und ähnliches freuen. Nur Geflame dürft ihr gerne behalten.
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Ansonsten viel Spass beim Lesen.


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Zange und Schwert - Prolog

Die letzten Sonnenstrahlen des vergehenden Tages fielen in den Stauraum des kleinen Transporters. André hatte die Ladetüren geöffnet und sprang mit einer eleganten Bewegung in das Innere. Hinter ihm stand sein Kollege Stefan und wirkte sehr ungeduldig.

"Mach schnell, André. Es wird schon dunkel. Wir müssen noch diesen Abschnitt säubern."

"Ich weiss, ich weiss. Bleib mal ruhig.", erwiderte der junge Mann als er ein Langschwert und ein Rundschild aus dem Wagen reichte. "Hier. Dein Werkzeug."

Der beleibte, 34jährige Stefan nahm das Schwert in einer Lederscheide entgegen und band es an den Gürtel seines blauen Overalls. Das Schild stellte er vor sich auf und hielt es mit seiner rechten Hand fest. Sein früh ergrautes Haar war schütter und kurzgeschoren, sodass die Halbglatze, die seine Stirn verlängerte in vollem Umfang zur Geltung kam.

Nachdenklich schaute Stefan an dem Lieferwagen der Sanitärfirma "Robertson" vorbei auf die untergehende Sonne hinter der Skyline aus halbzerstörten Hochhäusern, die seit nunmehr sechs Jahren das Stadtbild von Berlin prägten, ohne sie wirklich wahr zu nehmen.

"Sehnst du dich auch manchmal nach der Zeit, als die Rohrzange das schwerste war, was wir zu führen lernen mussten?", fragte Stefan mit ruhiger Stimme, die fast einen bedauernden Unterton erahnen ließ. "Die Zeit vor dem grossen Krieg?

André, der voll und ganz damit beschäftigt war eine Kettenhaube über seine schwarzen Haare zu ziehen, deren Frisur man bestenfalls noch als wuschelig bezeichnen konnte, wandte den Blick seinem Kollegen zu.

"Wirst du gerade schwermütig, alter Mann?", antwortete der Zwanzigjährige mit verschmitzten Lächeln. "Sei doch froh, dass unsere Branche noch existiert. Stell die vor du hättest Banker gelernt. Dann wärst du jetzt arm. Oder tot."

"Ja, danke. Das muntert mich auf.", seufzte stefan und schnallte sich den Rucksack um. "Lass uns losgehen. Ich will heute noch nach hause."

André warf sich seine Werkzeugtasche über die Schulter, griff zu seinem Rundschild und sprang aus dem Lieferwagen. Er bot das Bild eines typischen Sanitärinstallateurs der Nachkriegszeit: Ein abgetragener Blaumann mit dem Firmenlogo seines Arbeitgebers, dazu einen Werkzeuggürtel mit dem traditionellen Handwerkszeug. Soweit so gut. Seit dem Krieg wurde diese Ausrüstung von einer Klingenwaffe und einem Rundschild aus Holz vervollständigt. Die momentanen Zustände im Berliner Untergrund machten dies nötig.

Der Krieg überrollte Deutschland unvorbereitet. Aus heiterem Himmel gingen in der ganzen Bundesrepublik Sprengsätze mit mehreren Megatonnen Wucht hoch, viele davon bestanden aus radioaktiven Material. Dies war der schwerste und verhängnissvollste Anschlag islamistischer Terroristen, der je auf die westliche Welt verübt wurde.

Der Krieg war so schnell beendet wie er begonnen hatte. Die UNO fegte über den nahen Osten hinweg wie eine Flutwelle. Die Zeit der Diplomaten war ein für alle Male vorbei.

Doch Deutschland lag in Trümmern. Ganze Städte waren radioatkiv verseucht und Millionen von Menschen kamen ums Leben.

Doch das war nicht der eigentliche Grund für die Bewaffnung, die nun zu Andrés und Stefans täglicher Arbeit gehörte. Der Grund dafür waren die Ratten. Intelligente, mutierte Ratten. Nicht selten über einen Meter lang, den Schwanz nicht mitgerechnet. Sie tauchten zum ersten Mal vor etwa vier Jahren auf und eroberten die Unterwelt innerhalb von wenigen Monaten. Dies führte dazu, dass eine neue Sorte Arbeiter entstand. André und Stefan waren zwei Vertreter dieser Art.

Der junge Installateur schloss den Transporter ab und folgte seinem Kollegen zu einem Kanaldeckel. Ihr Einstieg in die Dunkelheit...


...Fortsetzung folgt...
 
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First ??
hmmm.gif

Echt gut find alle andren können gern was anderes sagen ich finds toll weiter so
blush.gif
 
JA ich weiss, es hat etwas gedauert, bis dem Prolog endlich Folge Eins folgt, aber besser spät als nie.
Kommentare sind erwünscht.

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Zange und Schwert
Folge I - Geige und Wind


Etwa 1 Kilometer von dem Kanaldeckel entfernt, den Stefan über sich und seinem Kollegen zuschob schlurfte ein alter Mann über einen leeren Platz. Einst spielten hier Kinder und er, der alte Mann, saß stundenlang auf einer Bank und sah ihnen zu. Damals war er gut gekleidet, trug einen grauen Anzug und hatte seine weißen, schulterlangen Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden, dass Gesicht sauber rasiert beobachtete er die Jungen und Mädchen beim Ball oder Fangen spielen. Er hatte immer seinen Geigenkoffer dabei und ab und zu spielte er de Kindern etwas vor, dann saßen sie im Halbkreis um ihn herum und lauschten gespannt seiner Musik. Doch das ist lange her.



Seit dem Krieg spielten hier keine Kinder mehr, doch er kam immer noch hier her und saß auf der alten Bank von damals, die nun stumpf, grau und morsch war. Der Wind fegte über die Reste des Spielplatzes und die letzte Schaukel knarrte an ihrer Kette während der Luftstrom sie hin und her pendeln ließ. Der alte Mann zog seinen rissigen gefütterten Mantel enger um sich zusammen und schaute trüb gen Himmel. Wehmütig erinnerte er sich an die Zeit damals, bevor die Bomben hochgingen und Berlin im Chaos versank. Seinen Geigenkoffer hatte er auch heute, wie immer bei sich, denn er wusste, irgendwo ging das Leben weiter und er wollte nicht abseits davon bleiben. So öffnete er den fleckigen Geigenkoffer und entnahm ihm sein Instrument und begann zu spielen. Er spielte ein paar traurige Stücke von Mozart und stellte sich vor, wie die Welt um ihn herum damals aussah. Er erinnerte sich an die grünenden Bäume auf dem großen Platz, an das Lachen der Kinder, dass mit dem Wind klang und den Duft der warmen Brötchen und des Kaffees, der vom Straßencafe an der Ecke herüberwehte.
Er stellte sich vor, dass seine Musik nicht nur für ihn alleine da war, sondern, dass viele Kinder sie hören konnten, denn diese Vorstellung hielt ihn am Leben und ermutigte ihn jeden Tag seinen Wohnung zu verlassen, die, wie fast alles in Berlin ein Trümmerhaufen war.

Mit einer Träne im Auge beendete er sein einsames Konzert nach einer Stunde und verstaute die Geige wieder in ihrem Koffer. Noch einmal ließ er seinen Blick über den Platz streifen, der immer noch wie tot vor ihm lag. Er seufzte, stand ächzend auf und machte sich auf den Heimweg. In Gedanken sah er noch lange die lachenden und spielenden Kinder um ihn herum, doch das Leben ging weiter…

…Jonas, ein kleiner 12 Jahre alter Junge, sah dem alten Mann, aus seinem Versteck heraus, noch lange nach. Er hatte seinem Spiel gelauscht, wie jeden Tag seit diesem Ereignis, das Berlin in Schutt und Asche warf. Damals war er eines der Kinder, die dem Geigenspieler immer zugehört hatten, doch damals waren es fröhliche Lieder die erklangen. Jetzt nicht mehr. Trauer und Sehnsucht hatten den Mann erfasst und auch seine Musik. Doch Jonas gefielen diese melancholischen Stücke. Er hörte sie gerne. Sie zeigten ihm, dass das Leben weiterging und insgeheim hoffte er, das der alte Mann nie aufhörte zum Platz zu kommen und zu spielen.
 
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Ich finde das ist eine interessante Geschichte, bzw. interessante Geschichten, denn im moment sind sie ja noch nicht verknüpft.
Das Szenario gefällt mir. nicht, dass ich mir wünschen würde, dass sowas passiert, aber es sich vorzustellen ist erschreckend und interessant zugleich.
Außerdem mag ich deinen Schreibstil. Wenn du weiter so detailliert schreibst, stört es mcih nicht, wenn du lange brauchst.
Also von mir würdest du 5 Sterne bekommen. Weiter so
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-Anni-
 
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