Ich vermute, dass es hierbei auch Kinah-Käufer wie -Verkäufer erwischte. Vom Spiel werden alle Handlungen der Spieler protokolliert. Natürlich auch ingame-Tausch-, Kauf- und Verkaufsvorgänge und die ingame-Post. Das alles muss für jeden Spieler gespeichert werden, damit jedem Spieler das zugeordnet werden kann, was ingame sein Eigen ist. Eigentlich muss man nur schauen, bei wem von einem Moment auf den nächsten das ingame-Guthaben an Kinah sprunghaft in die Höhe stieg. Und schon hat man einen Käufer. Dann noch schauen, wie und von wem dieser warme Regen kam, und schon hat man auch den zugehörigen Seller. 2 weitere Accounts gesperrt.
Kinah-Verkäufe bzw. Käufe nachzuweisen ist wohl das einfachste überhaupt, da ja alles über protokollierte Handlungen im Spiel ablaufen muss. Wer Kinah kauft, sollte sich im Klaren sein, dass er eine Spur hinterlässt, die nicht zu verbergen und verwischen ist, und der jederzeit nachgegangen werden kann.
Naja, so einfach ist das auch wieder nicht. Kinah-Selling ist mit Sicherheit das, was am schwersten nachzuweisen ist, da man dem Spieler auch den Geldtransfer nachweisen muss bzw. den Kauf. Dieser findet aber außerhalb des Spiels und somit außerhalb des Einflußbereichs von NCSoft statt.
Ein Kumpel von mir hat z.B. aufgehört und mir seine 11 Mio. Kinah vermacht die er angesammelt hatte. Laut Protokoll wäre das ein typischer Fall von Kinah-Kauf, da ich auf dem level keinesfalls die Möglichkeit hatte auf regulärem Weg an so viel Kinah zu kommen.
Insofern hängt das sehr stark mit Botting zusammen. Nur weil jemand einen großen Kinah- Betrag erhält (Account A) passiert erstmal gar nichts. Daraufhin kann man höchstens überprüfen, ob der Account, von dem das Kinah stammt (Account

ein Botter ist > Account wird gebannt und man vermutet nun, dass Account A Kinah gekauf hat. Dem ist aber auch nicht zwingend so, da mein Kumpel ja eventuell Bots geused hat und ich davon nichts gewußt habe. Für eine lückenlose Beweisführung müsste man also einen zugehörigen Geldfluß nachweisen, was sehr sehr schwierig werden kann, wenn jegliche Kommunikation außerhalb von Aion stattfindet.
Kinahselling in der Form, dass jemand wirklich einen Account spielt, Kinah erfarmt und dieses verkauft, kann man als MMO-Betreiber kaum unterbinden. Damit würde man gleichzeitig verbieten müssen, dass Leute Kinah "ohne Gegenleistung verschenken". Natürlich kann man sagen, dass es auffällig ist, wenn jemand mehrere Mio. einfach "verschenkt". Dennoch ist es problematisch deshalb gleich einen Bann auszusprechen.
Letztlich geht es darum, dass man Botting großflächig unterbindet. Dadurch steigt der Aufwand um sich XXX Kinah zu farmen für die Seller auf denselben wie für den "ehrlichen Spieler". Somit treibt das auch den Preis in die Höhe und ab einem gewissen Preis sind die Leute, die sich das auch leisten wollen (anstatt selber zu farmen oder etwas zu warten) schnell sehr wenige.
Fazit: Cheating (i.e. Botting und anderes) rigoros verfolgen und cheater bannen (das kann man als Betreiber gut nachweisen und dabei gibt es kaum Irrttümlichkeiten). Zudem kann man noch Kinahflüsse von chinesischen IPs (zb.) an EU IPs nachweisen und entsprechend bannen. Werbespammer rigoros und schnell bannen. Das "Restproblem", das danach noch besteht wird dem Durchschnittsspieler nicht mehr auffallen / ihn belästigen.