Das WoW-Problem der MMOs

Man darf auch nicht vergessen, das durch WoW viele Spieler ins Genre kamen, die für ein MMORPG gar nicht geeignet sind und das von sozialen Aspekten aus gesehen. Rechnet man diese Leute weg, fallen bei WoW sicher 50% der Spieler weg. Das sind nämlich die Leute, die WoW spielen um sich selbst zu profilieren, Ego zu pushen oder andere in ihrem Spielerlebnis zu stören und es gibt ja noch die Esport Fraktion, die aus den MMORPG heute Wettkämpfe machen.

Ich sehe schon das es eine große potentielle Kundschaft für EVE gibt *g*
 
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ich seh WoW eher als massentauglich - nicht als "ego pusher" oder sowas

sondern einfach als massentaugliches Spiel für jung und alt - es gibt fast jedem was er will. Dass top oder low end einige rausfallen ist klar
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WoW nimmt die Spieler an der Hand, gibt ihnen ein warmes Mäntelchen und behütet sie vor dem Bösen (unehrenhafte Siege sag ich mal als ein Stichwort)

Das macht Spaß, hält bei Laune. Man hat immer irgendeinen Erfolg und fühlt sich nie wirklich schlecht

Gerade DAS halte ich persönlich für den größten Fehler im Design von WoW. Mag ja sein dass sowas viele Spieler anspricht, aber eine Sache bleibt da trotzdem im Raum stehen:

WoW packt einen Spieler dick genug in Watte, um darin zu ersticken. Man riskiert zu keiner Zeit irgendetwas. Wenn man die "sicheren" Hauptstädte verlässt, was kann einem denn schimmstenfalls passieren? Man wird umgekloppt, ob jetzt von Spieler oder NPC, ui wie dramatisch. Da muss man ja ganze MINUTEN laufen, um zu seiner Leiche zurückzugelangen (die praktischerweise niemand plündern kann, weil Geister all ihr materielles Hab und Gut mit ins Jenseits nehmen - hatten die alten Ägypter wohl doch Recht). Jede Entscheidung im Spiel lässt sich rückgängig machen oder korrigieren, selbst Charname, Rasse und Aussehen.

Anders gesagt: Wo ist der Reiz daran zu gewinnen, wenn man von vornherein weiß, dass man nicht verlieren kann? Ich kann die Spieler gut verstehen, bei denen auf diese Art kein Elan mehr aufkommt. Ein Spiel dass einen andauernd nur gewinnen lässt ist doch kein wirkliches Spiel mehr, sondern eher ein interaktiver Film (was wesentlich weniger dramatisch wäre, wenn die Story nicht für den Eimer wäre).
 
die Abozahlen sprechen für sich.

Aus reinster Spieler- bzw. Nächstenliebe programmiert keiner. Und das kann auch nicht der Anspruch eines Wirtschaftsunternehmens sein.

Wichtig sind Kunden. Der Kunde ist zufrieden, was die Abozahlen belegen.


WoW hat MMOs massentauglich gemacht - Salonfähig, wie man so schön sagt. WoW hat den Weg geebnet, den vorher einige mühsam entlanggestapft sind. Und auch heut noch verlaufen sich einige Publisher auf dem Weg, den WoW vorgegeben hat





Zum Glück für die Vielfalt gibt es immer wieder Spieleschmieden, die mal nen Meter neben dem Weg hergehen - aber auch die profitieren von WoW. Und wenn es nur deswegen ist, dass man MMOs Allgemein einfach Aufmerksamkeit entgegenbringt.

Ich finde WoW eine gute Sache, weil es mir hilft mein Hobby nach aussen zu transportieren. Ich spiele es nicht immer - aber immer wieder mal. Ich suche ständig nach kleinen Spielen, abseits des Mainstreams, lass mich aber auch gerne mal einfach so vom Mainstream einlullen 

etwas deswegen prinzipiell gut oder schlecht zu finden wär zu einfach...

WaR, AoC, Aion wären vielleicht nie entwickelt worden, wenn WoW nicht gezeigt hätte, dass man immense Geldmengen scheffeln kann, wenn mans richtig macht. Es gab vor WoW und neben WoW viele andere MMOs, die mit 50-100k subs auskamen. WoW verhundertfachte diese Zahlen halt einfach. Blizzard hier den Erfolg abzusprechen ist falsch. Ich mach eher anderen Spieleschmieden den Vorwurf, dass sie direkt alles nachbauen müssen statt selbst innovativ zu sein. Gute Ideen kopieren, neue hinzufügen und alles verbessern: und man wird reich. Schlecht kopieren und auf eigene Features warten lassen treibt jede Firma in die Pleite
 
nicht am Rande der Nichtexistenz, allerdings war es schon deutlich weniger als heute...
 
nicht am Rande der Nichtexistenz, allerdings war es schon deutlich weniger als heute...
Die Community war aber auch deutlich reifer als in WoW. Schon alleine deshalb weil damals nicht jeder Standleitung hatte und genug Sackgeld um ne Subscription zu bezahlen. Die Zeiten ändern sich - nicht immer zum Guten.

Die Spiele wurden auch nicht unbedingt qualitativ besser durch WoW. Sie wurden primär lediglich mal zahlreicher. Und der Trend ging weg von MMORPG=Arbeit zu MMORPG=Fun. Dies wiederum ist nen durchaus guter Trend, den man lediglich nicht zu sehr übertreiben sollte
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Ich war lange Zeit auch ein Kritiker der WoW-Entwicklung.
Aber da hatte ich viel Zeit zum zocken.

Jetzt hab ich nicht mehr viel Zeit, und wenn ich denn mal ne Runde daddeln kann, bin ich froh, dass ich WoW habe, denn es ist ein Leichtes, einfach mal online zu gehen und ein bißchen zu spielen. Perfekt für jemanden, der durch Beruf oder sonstige Hobbys einfach zu wenig Freizeit hat.

Die Leute, die deutlich mehr spielen, werden auch immer Punkte finden, die es zu bemängeln gibt.
 
Das Problem gab es aber auch schon vor WoW.

In den ersten Wochen hieß es dort auch an jeder Ecke "In anderen spielen konnte man aber auch..."


Auf ein neues Spiel muss man sich erstmal einlassen, da wird es sicher viele Dinge geben, die woanders besser gelöst waren. Auf der anderen Seite entdeckt man sicher auch viel Positives. Wichtig ist, dass man sich im Vorfeld gut informiert, was man da eigentlich kauft, denn die Hersteller Preisen ihr Produkt natürlich auch bei Zielgruppen an, für die es im Grunde gar nicht gemacht ist - da ist WoW sicher auch ein prominentes Beispiel.

Ein Fehler der auf Seiten der Hersteller gemacht wird ist aber möglicherweise auch, dass man sich zu eng an WoW orientiert ohne dabei an dessen Ausgereiftheit heranzukommen. Wenn man nach kurzer Spielzeit bereits den Eindruck hat eine Art WoW für Arme zu spielen, verfliegt die Beigeisterung eben recht schnell. Man hat ja dann alles schon irgedwo anders schonmal gesehen und entsprechend undspannend ist es dann.

Vielleicht sollte man eher von Guild Wars lernen: die haben mit einem ungewöhnlichen Geschäftsmodell und einer ganz eigenen Interpretation von MMO(RPG) einen sehr beachtlichen Erfolg erzielt und das zu einem Zeitpunkt wo WoW noch nicht überaltert war.
 
Die Community war aber auch deutlich reifer als in WoW. Schon alleine deshalb weil damals nicht jeder Standleitung hatte und genug Sackgeld um ne Subscription zu bezahlen. Die Zeiten ändern sich - nicht immer zum Guten.

Die Spiele wurden auch nicht unbedingt qualitativ besser durch WoW. Sie wurden primär lediglich mal zahlreicher. Und der Trend ging weg von MMORPG=Arbeit zu MMORPG=Fun. Dies wiederum ist nen durchaus guter Trend, den man lediglich nicht zu sehr übertreiben sollte
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*hust*


hast du mal Meridian59 gespielt? So viele Ganker, PKs und Idioten hab ich nie wieder gesehen wie damals... oh... ausser man war ganker oder PK, dann wars n geiles game
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Oder guck dir UO an... da waren manche so verbohrt ins RP, dass man nicht locker spielen konnte sondern immer gezwungen war sich den Regeln zu unterwerfen
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in StarWars:Galaxies fand ich die community gut und nett - und das RP war nice... das Spiel hat die Leute da in den Cantinas durch Mechanik zusammengeführt
 
Meridian59 und UO hab ich nie ernsthaft gespielt. Ich hab mit EQ1 Kunark angefangen und DAoC mal kurz gespielt. Und dann FFXI und Co. Und da waren die Communities durchwegs deutlich besser.

Mag aber auch daran liegen dass ich primär PvE Spiele spiele. Da ist die Community generell besser als in PvP Spielen.
 
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