Der Guten Morgähn-Smalltalk-Thread

Da hast du recht.
Ich kann nunmal jetzt nicht alles hinwerfen. Ich bin in den vergangenen Tagen heilfroh, das eine gewisse Abhängigkeit in der Arbeit entstanden ist. Die möchte ich nicht direkt wieder verlieren.

Mein Wunschtraum wäre immer noch, vorausgesetzt ich gewinne im Lotto^^, ein Studium abzuschließen, da ich nunmal dazu "fähig" bin. Leider kenne ich gewisse Stressprobleme, einfach weil ich nicht so belastbar bin. Wenn dazu jetzt einfach ein Fernstudium käme ... Das kann ich neben der Arbeit einfach nicht stemmen.
Deinem Profil gemäss bist Du jetzt 24 Jahre alt. Du könntest versuchen die nächsten, sagen wir 10 Jahre, Geld beiseite zu legen, um Dir dann ein Vollzeitstudium leisten zu können.

Ich habe nie gesagt, dass das nicht stimmt.
Da hast du generell sicher Recht.

Aber es gibt zuviele Faktoren die dabei zusätzlich eine Rolle spielen.

Deshalb ist die Aussage "Wenn man sich ordentlich ins Zeug legt erreicht man auch viel." pauschal und subjektiv.
Keinesfalls ist normal, üblich oder gar sicher, dass das funktioniert. Ganz im Gegenteil, es ist eher unüblich. Denn sonst wären ja die meisten von uns vollkommen sorgenfrei.
Also ich hab schon ne Menge Leute getroffen, die sich oft ganz gerne beklagen, aber wenn man sie konkret auf gewisse Dinge anspricht, gibts nen Rückzieher. Ein paar Beispiele dazu:
- Man fährt ein Auto, das man sich kaum leisten kann, statt ein günstigeres zu fahren.
- Man fährt Auto auf ner Strecke, die man problemlos mit dem Bus oder dem Rad fahren könnte.
- Man wohnt in ner Wohnung, die man sich kaum leisten kann, obwohl man auch mit nem Zimmer weniger genug Platz hätte oder 250 Meter weiter entfernt ne günstigere Wohnung bekommen könnte.
- Man plant ne Familie, obwohl man sie sich noch gar nicht leisten kann, es aber ein paar Jahre später vermutlich könnte.
- Man kauft sich Collectors Editions und son Zeug, obwohls die normalen Dinge auch tun würden.

Die Liste lässt sich endlos weiterführen. Manchmal muss man halt auch Opfer bringen, um dafür später entsprechend davon profitieren zu können.
 
Also ich hab schon ne Menge Leute getroffen, die sich oft ganz gerne beklagen, aber wenn man sie konkret auf gewisse Dinge anspricht, gibts nen Rückzieher. Ein paar Beispiele dazu:
- Man fährt ein Auto, das man sich kaum leisten kann, statt ein günstigeres zu fahren.
- Man fährt Auto auf ner Strecke, die man problemlos mit dem Bus oder dem Rad fahren könnte.
- Man wohnt in ner Wohnung, die man sich kaum leisten kann, obwohl man auch mit nem Zimmer weniger genug Platz hätte oder 250 Meter weiter entfernt ne günstigere Wohnung bekommen könnte.
- Man plant ne Familie, obwohl man sie sich noch gar nicht leisten kann, es aber ein paar Jahre später vermutlich könnte.
- Man kauft sich Collectors Editions und son Zeug, obwohls die normalen Dinge auch tun würden.

Die Liste lässt sich endlos weiterführen. Manchmal muss man halt auch Opfer bringen, um dafür später entsprechend davon profitieren zu können.

Da stimme ich dir zu... kenne mich da bestens aus, weil ich seit Jahren selbst "Opfer" bringe, die in die von dir genannten Kategorien fallen.

Dennoch möchte ich betonen, dass ich glaube, dass es man es sich zu einfach macht, wenn man sagt "jeder kann immer alles erreichen wenn er sich nur anstrengt".
Das ist eine geschönte Beschreibung, ja fast ein mythos der irgendwo in den Köpfen herumwabert, aber die Realität sieht hier und heute anders aus.
 
Davatar, du übersiehst dabei eines.

Man sollte grundsätzlich von seinem Vollzeitjob leben können.
Ob dann NoName-Ware im Einkaufskorb liegt, oder Markenzeug, die Klamotten aus dem H&M oder von Esprit&Co kommen usw usf hängt vom Job ab. Aber zumindest der Lebensunterhalt sollte mit dem Job finanziert werden können. Und das funktioniert eben nicht mehr bei allen Jobs. Und da ist deine Mentalität vom Streben nach immer und immer mehr und immer Höherem nicht die Lösung. Sonst stehen all die Prof. Dr. Dr. Wundgeschliffen ratlos im Supermarkt und niemand mehr an der Kasse... sind ja alle auf der Leiter nach oben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja "jeder" hab ich auch nie geschrieben (zumindest nicht bewusst), nur "jeder den ich für fähig halte". Dass es gewisse Leute mit gewissen Lebensumständen extrem hart haben, ist mir auch bewusst. Und nunja, man sollte sich halt auch realistische Ziele setzen. Vermutlich wirds nicht jeder zum Multimillionär schaffen, sonst wär ich heute auch einer , aber zumindest nen Lebenszustand erreichen können, bei dem man sich nicht jeden Tag fragen muss, warum man überhaupt aus dem Bett aufsteht, denk ich mal, sollten die meisten können.
 
Und wer macht dann die Arbeit, die derzeit so unterirdisch bezahlt wird?
Nur, weil jemand vielleicht nicht der hellste Kopf ist, oder aus sonstewas für Gründen nichts anderes findet, soll er von seiner Arbeit nicht leben können?
Putz ich das Klo auf Arbeit zukünftig selbst? Hol mir meine Einkäufe direkt am Lieferanteneingang ab, da keiner mehr Regale einräumt? Auch solche Arbeit muss lohnenswert sein. Zweifelsohne sind das keine Traumjobs. Und sie werden auch nie gut bezahlt sein. Aber die Lösung kann nicht sein, solche Jobs zu umgehen, sondern sie vernünftig zu entlohnen.
Denn ich möchte, dass sie jemand macht ... und davon leben kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und das funktioniert eben nicht mehr bei allen Jobs. Und da ist deine Mentalität vom Streben nach immer und immer mehr und immer Höherem nicht die Lösung. Sonst stehen all die Prof. Dr. Dr. Wundgeschliffen ratlos im Supermarkt und niemand mehr an der Kasse... sind ja alle auf der Leiter nach oben.
Wäre das denn schlimm, wenn niemand mehr im Supermarkt an der Kasse stehen müsste? Wäre doch toll, könnten wir automatische Abrechnung mit Robotern machen :joker:. Nein aber im Ernst: Natürlich gibt es Leute, die für gewisse Arbeiten geeigneter sind und andere, dies eben nicht sind. Das hängt nunmal von geistigen und körperlichen Fähigkeiten ab. Ich persönlich könnte niemals schreinern, dazu fehlt mir das handwerkliche Geschick. Also ist es doch naheliegend, dass ich das die Leute machen lasse, die das können. Wenn ich jetzt aber um alles in der Welt unbedingt Schreiner werden will, obwohl ich darin absolut grauenhaft bin und für einen Stuhl zehn mal länger brauche als meine Arbeitskollegen, dann sollte ich mich früher oder später vielleicht mal fragen, ob ich nicht den Beruf wechseln sollte. Wenn ich das aber trotzdem mein ganzes Leben lang mache und permanent unzufrieden bin, dann bin ich echt selbst schuld.
Vermutlich ist ne Lidl-Verkäuferin nicht unbedingt dafür geboren, Gebäude zu entwerfen oder ne Rakete zum Mond zu fliegen, aber vielleicht wäre sie ja eine fantastische Kindergartenlehrerin oder Buchhalterin oder Krankenschwester. Ich sag nicht, dass mans als Kindergartenlehrer, Buchhalter oder Krankenpfleger einfach hat, aber man verdient vermutlich besser als als Lidl-Verkäufer. Wenn sich aber nun besagte Lidl-Verkäuferin gar nie die Gedanken macht, ob sie denn wirklich den richtigen Job hat, weil sie das Gefühl hat, sie könne froh sein, überhaupt nen Job zu haben, läuft da einfach was schief. Dann wärs das Beste, ein Freund oder eine Freundin würde ihr mal die Augen öffnen und ihr sagen: "Hey, Du könntest viel mehr, wenn Dus drauf ankommen lassen würdest!" Oder noch besser wärs, wenn sies selber merken würde.

Edit:
Und wer macht dann die Arbeit, die derzeit so unterirdisch bezahlt wird?
Nur, weil jemand vielleicht nicht der hellste Kopf ist, oder aus sonstewas für Gründen nichts anderes findet, soll er von seiner Arbeit nicht leben können?
Putz ich das Klo auf Arbeit zukünftig selbst? Hol mir meine Einkäufe direkt am Lieferanteneingang ab, da keiner mehr Regale einräumt? Auch solche Arbeit muss lohnenswert sein. Zweifelsohne sind das keine Traumjobs. Und sie werden auch nie gut bezahlt sein. Aber die Lösung kann nicht sein, solche Jobs zu umgehen, sondern sie vernünftig zu entlohnen.
Denn ich möchte, dass sie jemand macht ... und davon leben kann.
Ahja, dann machst lieber Du den Klojob, nur weil er gemacht werden muss, als dass ihn jemand anders macht? Seltsame Logik. Es wird immer jemand zu finden sein, der Dein Klo putzt und falls nicht, werden eben die Preise für die Kloputzjobs steigen, so dass es dann eben doch wieder für jemanden interessant wird.
 
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Was ich noch vergessen hatte, Doofkatze. Niemand sagt, dass Du Dein Studium heute machen musst. Es gibt heute immer mehr Leute, die erst mal ein paar Jahre arbeiten und ihr Studium dann mitte Dreissig nachholen. Wenn dann das Studium durch ist, hat man immeroch 20-25 Jahre Zeit für den neuen Beruf. Vielleicht ist der Einstieg schwierig, aber möglich ists durchaus.
 
Edit: Ahja, dann machst lieber Du den Klojob

Ich glaube, wir reden einfach nur komplett aneinander vorbei. Ich spreche davon, dass jemand von seiner Arbeit leben können muss, egal ob Traum- oder Klojob. Du redest von ... irgendetwas anderem.
Daher klinke ich mich aus der Diskussion aus...

...und hangel mich zum ebenso beliebten Thema GEMA.
Grad ein Zitat gefunden, über das ich schmunzeln musste:
"Aktuell kann die GEMA ihre Unbeliebtheit wohl nur noch durch das öffentliche Ertränken von Katzenbabys vor der Geschäftsstelle steigern."
(Jörg Heidrich, Heise-Anwalt)
 
Ich hab nie von Traumjobs geredet, sondern von solchen, von denen man gut leben kann und die einem nicht völlig ankotzen. Was das bedeutet muss jeder für sich selbst entscheiden.

Edit: Und bloss weil Dir der Kloputzerjob nicht gefällt, muss das nicht automatisch für jeden gelten. Sollte auch mal gesagt sein.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das meint ich ernst. Ich kenn nen Hausmeister an ner Schule, der ist recht zufrieden mit seinem Job und da gehört Klo putzen ab und an auch dazu. Aber offenbar ist sich Madame aufgeraucht nicht nur fürs Klo putzen zu schade, sondern findet den Job so ultimativ schrecklich, dass sie sich nicht mal vorstellen kann, dass das anderen Leuten vielleicht anders geht. Anders kann ich mir Deine Reaktion nicht erklären.
 
Eine Frage : Ich hab ADHS und ich weiß jetzt nicht ob ich das in die Bewerbung reinschreiben soll. Es wird nicht explizit nach gefragt aber es wird nach Tabletten (bei mir ähnlicher Wirkstoff wie Ritalin) gefragt. Ich denke mal das ich es nicht rein schreiben werde oder was denkt ihr ?
 
Olli: Nein!
Davatar: Du verstehst sie nicht ...ihr redet aneinander vorbei!
 
aufgeraucht nicht nur fürs Klo putzen zu schade

Du bist dir definitiv zu schade, irgendetwas verstehen zu wollen. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Kloputzen ein schrecklicher Job wäre (unbestritten dürfte jedoch sein, dass er nicht zu den attraktivsten gehört.)
Ich sitz hier in einem Haus mit 400 Leuten, wir haben Reinigungkräfte, die des Nachtens ihrem erbärmlich schlecht bezahlten Job nachgehen. Ich rede die ganze Zeit davon, dass die Entlohnung von Arbeit - egal welche - zur Finanzierung des Lebensunterhaltes reichen sollte.

Du dagegen schreibst "Es wird immer jemand zu finden sein, der Dein Klo putzt und falls nicht, werden eben die Preise für die Kloputzjobs steigen, so dass es dann eben doch wieder für jemanden interessant wird."
Also lassen wir die Entlohnung erst soweit zusammenschrumpfen, bis wirklich niemand mehr davon leben kann. Dann schauen wir entsetzt auf all die liegengebliebene Arbeit und legen doch noch mal ein paar Cent mehr in die Lohntüte.

Ich kann deinen Gedankengängen nicht wirklich folgen. Vom Streben nach besseren Jobs gleitest du sanft ab in Vorwurf, ich würde mir nicht nur fürs Kloputzen zu schade sein.
Wo genau du das aus meinen Beiträgen herausliest, kann ich nicht nachvollziehen.


Und jetzt aber wirklich ... ich bin raus (und war mir übrigens nicht zu schade, drei Berufe zu erlernen)
 
Olli: Krankheiten sind generell keine Thema bei Bewerbungen. Entweder schaffts Du den Job zusammen mit deinen Tabletten dann merkts keiner oder du schaffst den Job nicht, dann solltest du dich dort aber auch nicht bewerben

Dava: Sie spricht/schreibt von der "Qualtität" der Bezahlung/Entlohnung und du von der Qualität des Berufes. So klappt es nicht mit euch beiden^^
 
Naja bei der Polizei ist das etwas anders
da gibts nen 11 Seitigen Fragenkatalog über Erkrankungen & sogar Erkrankungen meiner Verwandten :o
 
Eine Frage : Ich hab ADHS und ich weiß jetzt nicht ob ich das in die Bewerbung reinschreiben soll. Es wird nicht explizit nach gefragt aber es wird nach Tabletten (bei mir ähnlicher Wirkstoff wie Ritalin) gefragt. Ich denke mal das ich es nicht rein schreiben werde oder was denkt ihr ?

Gilt ADHS als Behinderung? Dann dürfte sie dich zumindest aus dem Grund nicht ablehnen. Wenn die Krankheit aber zur Beeinträchtigung der Ausführung deiner Tätigkeit führen kann, oder dich, Mitarbeiter oder Kunden beeinträchtigt oder gar schädigt, wahrscheinlich schon. Dafür lege ich als Nicht-Anwalt für Arbeitsrecht aber nicht meine Hand ins Feuer *g*
 
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