Wenn ich meine LEhrerin richtig verstanden habe - soll das auch uns "Symbolisieren" bzw bei mir diese von mir geschaffene Figur - für die ich Modell gestanden habe
Du hast Deine Lehrerin mißverstanden (wobei ich bei Lehrern unsicher bin, ob sie überhaupt wissen, was sie da vermitteln - der Großteil ist völlig unfähig).
"Die wesentliche Eigenschaft der symbolistischen Kunst besteht darin, eine Idee niemals begrifflich zu fixieren oder direkt auszusprechen".
Sprich: "blabla-kunst-blabla-fickdich-blabla*
"Kunstlehrer" hatten irgendwann ihr Studium und ihre vorgefestigte Meinung. "Psychologen" (diejenigen, die Dich direkt fragen, ob Du "Stimmen hörst", damit Du ihnen eine Steilvorlage liefern kannst, die sie in IHRER Meinung bestätigen - fragt nicht!) haben ein anderes Bild davon.
Der ganze Scheiß von wegen "Symbolismus" etc. ist sowas von unsinnig (siehe mein Zitat); das gibbet gar nicht. "Kunst" wirkt auf einen direkt oder eben gar nicht - da braucht es keine wie immer gearteten "Mäzeen", die so einen Wicht hervorheben. Und wir brauchen mit Sicherheit keine Wichtigtuer, die uns erklären, was "Kunst" ist.
"Ist das Kunst oder nicht?" Völlig scheißegal! Wer vergangene Ausrichtungen des Ausdrucks in jedweder Hinsicht "kategorisieren" möchte, hat den Ausdruck eh nicht verstanden!
/rant end
Edit, wie ich einen "Wichtigtuer" in Sachen Filmkritik auseinandergenommen habe - er schreibt erfolgreich; ich nicht. Es ging um "Drive", eben einen Film, den ich liebe wie sonstwas:
"Refn hat den MUT, einen Film zu inszenieren, der KÜNSTLERISCH im 'New Hollywood' ruht, aber dennoch die GRENZEN eines TARANTINOS aufbricht; ja VERVOLLKOMMNET!"
Nur zu den Schlagworten: Refn brauchte keinen Mut. Trotz Flops in Hollywood bekam er mal eben 10 Millionen. Er brauchte wenn überhaupt Überzeugungskraft.
Das "New Hollywood" (eben jenes kurze Jahrzehnt, in dem junge, völlig zugedröhnte und größenwahnsinnige Regisseure einen Kinohit wie "Easy Rider", "Godfather" oder "French Connection" landen konnten - beste Hollywood-Dekade ever!) war ein Kind seiner Zeit (ich liebe es wie sonstwas); es war "wirklichkeitsbezogen", weil das Publikum damals eben auf realistische Darstellung in Verbindung mit großartigen Bildern reagierte. Alles in allem war es aber nur eine Reaktion auf den Publikumsgeschmack! "Künstlerisch dort beruhen" ist ein dermaßen leerer Begriff, daß es jedem halbwegs informierten Leser sofort die Zehennägel aufrollen lassen sollte: "New Hollywood" ist sowohl Peckinpah als auch Coppola; gestreift von Hopper, Bodganovich, Scorsese, Hellman, Friedkin, Ashby, Altman und auch Lucas und Spielberg! Ergo relativ beliebig, wenn man nicht Grenzen setzt!
"Drive" hat übrigens nix davon. Jedes Bild ist so überhöht in der Bedeutung und seiner filmischen Wirkung, daß es nur die Bedeutung, nicht aber die Inszenierung, mit dem "New Hollywood" gemein hat. Und damit ist er eher verwandt mit allen Filmjahrzehnten davor...
"Grenzen des Tarantinos" - das ist ein wunderbares Schlagwort! Tarantino bringt all das in das Mainstream-Kino, was im "Grindhouse" Alltag ist. Was auch immer die "Grenzen Tarantinos" aufbricht - mir erschließt sich das nicht! Sowas ist eine perfekte nichtssagende Worthülse; wie die ganze "Kritik": Sie sagt nix; sie baut auf Schlagworte! Auf Begründungen angesprochen kann der verteidigende Leser gefälligst selbst mit seiner Argumentation reagieren!
"Drive" ist sicherlich eine Hommage an das "New Hollywood" (siehe "High Plains Drifter" und "Driver"); er "borgt" sich den namenslosen Helden daraus.
Das Einzigartige ergibt sich eben aus dem nicht Vergleichbaren; wofür jedoch "Kritiker" immer einen Vergleich suchen: Er ist nicht Tarantino (und hat damit überhaupt nix zu tun); er ist nicht "New Hollywood", weil er viel zu stilisiert ist; er ist nicht "europäisch", weil er viel zu "kommerziell" ist.
Er ist eben einmalig! Es gibt nix neben "Drive", was vergleichbar ist (zumindest das hat er mit den meisten "New Hollywood"-Filmen wie "Apocalypse Now", "Taxi Driver", "Sorcerer" und selbst "Jaws" gemeinsam).
Ich "hasse" das ganze Kritikergesocks: Es sucht Vergleiche, wo keine sind. Es vergißt, Vorzüge zu erwähnen, wenn es doch viel geiler ist, die Schwächen herauszuarbeiten. Zu Gunsten von "tollen Formulierungen" (und selbstverständlich nehme ich mich da nicht heraus), die das Ego des Kritikers mehr wiedergeben als den Inhalt eines Streifens, werden "Unterhaltungsmaschinen" vernichtend beschrieben, die eben durchaus ihren Dienst verrichten.
Nicht falsch verstehen: Ich lasse an den meisten "Blockbustern" mit Sicherheit kein gutes Haar. Nur ist das meine persönliche Meinung, die ich auch begründet zum Ausdruck bringe (und so sehe ich meine Rolle als "Kritiker": Ist der Film beschissen, so sollte meine Schreibe unterhaltsamer sein als der Film! Mittelmäßigkeit sollte immerhin spaßig sein - und wenn es richtig gut ist, so sollte ich euch genug Argumente an die Hand geben, warum jeder den Film sehen sollte).
Ich schreibe euch genauso zehn gute Gründe, warum man sich "Drive" unbedingt ansehen sollte wie z. B. "Armageddon". Und ich habe beide Filme mit großem Vergnügen mehr als 5 Mal gesehen; wenn auch aus völlig unterschiedlichen Gründen.
So. Nu aber /rant off