Die Verwandlung

Tyrena

Quest-Mob
Registriert
28.10.2007
Beiträge
22
Reaktionspunkte
0
Er wird durchflutet von Magie,
sie geht vom Kopf bis unters Knie.
Sie scheint ihn komplett zu verschlingen,
ihn anders dann hervor zu bringen.

Was einst war eine zart’ Figur,
wird nun zu einer groß’ Kontur.
Mit dickem Fell und auch viel Kraft,
mit der er manchen Gegner schafft!

Sein Brüllen lässt das Blut gefrieren,
die Feinde können nur verlieren.
Doch schwerfällig ist die Gestalt,
drum wandelt sie sich neu als bald.

Nun kann er schleichen, kratzen, beißen
und jeden Gegner niederreißen.
Er pirscht sich an das Übel ran,
zerfleischt es mit den Klauen dann.

Doch bleibt verwundbar dieses Wesen,
es nimmt viel Schaden, muss genesen.
Drum ist auch hier Magie im Spiel,
Verwandlung heißt erneut das Ziel!

Diese Verwandlung glaubt man kaum,
vom wilden Tier zu einem Baum!
Doch ist der Baum wie aus Magie,
die selbst ihm diese Kraft verlieh.

Er kann sich heilen und genesen,
doch alles ist das nicht gewesen.
Auch seine Freunde kann er heilen,
auf dass sie lang bei ihm verweilen!

Sind die Abenteuer überwunden,
so folgen auch mal ruhige Stunden.
Nun kann man die wahre Identität erkennen,
und die Gestalt Druide nennen!
 
Lyrisch sehr schön, Handlung super, liest sich wie aus einem Guss. Wirklich sehr schön geschrieben, würde dir eine 1 geben.
smile.gif
 
Du hast das Thema gut umgesetzt. Es liest sich gegen Ende immer besser.

Aber:

Bei dem lyrisch schön, von Thoryia, geh ich nicht mit. Vor allem am Anfang stören mich die Reimwörter so ungemein. Wieso nicht einmal ein paar Unreine benutzen? Einige, wie gesagt vor allem am Anfang, scheinen unpassend gewählt, gegen Ende bessert sich dies jedoch. Weiterhin sind die Wortwiederholungen teilweise unnötig. Dann kommts mir so vor als ob du im Metrum unbeabsichtigst hin und her springst... wobei ich mir da nicht wirklich sicher bin, kann mich also auch irren.
Okay das ab und an der Satzbau etwas ungünstig ist, darüber seh ich mal hinweg, da er sich bis auf wenige Ausnahmen in Grenzen hällt.

Alles in allem eine gute erste Fassung, die du vielleicht noch einmal überarbeiten solltest. Mein Votum: Vielversprechend
top.gif
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also, beim Metrum habe ich keinerlei Fehler entdeckt. Und Wortwiederholungen ebenfalls (fast) keine. Und der Satzbau? Lachhafte Kritik!
tongue.gif
Bei einem Gedicht ist der Satzbau ohnehin praktisch egal. Das fällt dann meist unter den Punkt 'Dichterische Freiheit', ebenso wie neue Wortkreationen, die es so eigentlich nicht gibt.

Wegen der unreinen Reime: ein Gedicht mit unreinen Reimen zu schreiben, schaffe ich und wahrscheinlich jeder andere auch in fünf Minuten. Ein Gedicht, bei dem sich jeder Vers mit einem anderen reimt, ist allerdings schon um einiges schwieriger. Man könnte es also als eine Art 'Probe' bezeichnen.
wink.gif


Allerdings ist die letzte Strophe vom Metrum her ziemlich verkorkst. Das dürfte Dir, liebe Tyrena, auch aufgefallen sein. Vielleicht hattest Du im Moment des Postens keine bessere Lösung, aber diese Strophe sollte dringendst noch mal überarbeitet werden.
wink.gif


Ansonsten ein sehr schönes Gedicht, das den Druiden passend in Szene setzt.

Greets
 
Also, beim Metrum habe ich keinerlei Fehler entdeckt. Und Wortwiederholungen ebenfalls (fast) keine. Und der Satzbau? Lachhafte Kritik!
tongue.gif
Bei einem Gedicht ist der Satzbau ohnehin praktisch egal. Das fällt dann meist unter den Punkt 'Dichterische Freiheit', ebenso wie neue Wortkreationen, die es so eigentlich nicht gibt.

Wegen der unreinen Reime: ein Gedicht mit unreinen Reimen zu schreiben, schaffe ich und wahrscheinlich jeder andere auch in fünf Minuten. Ein Gedicht, bei dem sich jeder Vers mit einem anderen reimt, ist allerdings schon um einiges schwieriger. Man könnte es also als eine Art 'Probe' bezeichnen.
wink.gif


Allerdings ist die letzte Strophe vom Metrum her ziemlich verkorkst. Das dürfte Dir, liebe Tyrena, auch aufgefallen sein. Vielleicht hattest Du im Moment des Postens keine bessere Lösung, aber diese Strophe sollte dringendst noch mal überarbeitet werden.
wink.gif


Ansonsten ein sehr schönes Gedicht, das den Druiden passend in Szene setzt.

Greets

Satzbau:
Die Dichterische Freiheit wird viel zu häufig als Fadenscheiniges Alibi verwendet. Es ist schlichtweg immer einfacher, den Satzbau so umzustellen wie man lustig ist, damit das Metrum sowie das Reimschema passt. Mir persönlich gefällt es nicht und ich bin der Meinung, es ist weit anspruchsvoller und genau deshalb erstrebenswerter, zu versuchen, einen ordentlichen Satzbau, auch bei Lyrik zu benutzen.

Unreiner Reim:
Sicher mögen unreine Reime wesentlich einfacher sein aber sie bieten eine Vielfalt und Möglichkeit, um den Punkt Satzbau zu erreichen. Außerdem kommt es der Abwechslung zu gute und lenkt ein wenig vom ewigen Paarreim ab, der mich schon nach der 3. Strophe etwas ermüdet.

Metrum:
Liebel Al Fino du wiedersprichst dir dort gerade selber
wink.gif
Erst ist das Metrum in Ordnung, dann bemängelst du die letzte Strophe. Haben sich die vielleicht Gedanken ein wenig überschlagen?
wink.gif
Außerdem sagte ich ja, dass ich mir beim Metrum nicht sicher bin, war leider nie meine Stärke
rolleyes.gif



Ich will das Gedicht nicht in seinem Wert mindern, es ist sicher eines der besseren lyrischen Ergüsse innerhalb des Forums ABER es kann besser werden und schließlich ist Kritik neben dem Applaus, das Brot des Künstlers
smile.gif
 
Ich hatte lediglich vergessen, ein (fast) beim Metrum hinzusetzen.
wink.gif

(Und außerdem schreibe ich kein 'falsches Metrum' wegen einer einzigen Strophe hin...)

Ansonsten: die Kritikpunkte sind wie fast immer Geschmackssache. Ich finde, dass das Gedicht nicht mehr großartig geändert werden sollte, bis auf die besagte letzte Strophe.
smile.gif
 
Sehr sehr schön. Hab auch nen Gedicht geschrieben und je mehr ich lese um so mehr denke ich, dass man diese ganzen Fachbegriffe nicht kennen muss.
Immer Reime, immer gleich viele Silben in der Zeile, Rhytmik etc... das braucht ein Gedicht nicht, es muss einfach gefallen. Und deines gefällt mir! 1+!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich mit so einem kleinen Gedicht solche Diskussionen auslösen kann
wink.gif


Zunächst einmal danke für eure ganzen Antworten! Ich will auch mal ein paar Worte zu den gebrachten Punkten sagen.

Satzbau:
Klar, ein Paarreim schränkt den Satzbau meist ein, da er nicht so viel Freiheiten lässt. Ich habe ihn allerdings absichtlich gewählt, da es sich hier um ein recht lockeres Gedicht handeln soll und nicht um eine schwermütige, sehr tiefgründige Story, für welche andere Reimformen, wie ein Kreuzreim, meiner Meinung nach sicher besser wären.
Ansonsten mag ich es zwar, wenn man halbwegs eine Struktur erkennen kann, aber einen flüssigen Satzbau.. das ist bei Gedichten Geschmackssache. Wenn nicht alles so "sauber" runterzulesen ist, kann auch mal der ein oder andere "Teilsatz" besser im Gedächnis hängen bleiben
wink.gif


Unreine Reime:
Das höchste der Gefühle ist es bei mir, wenn sich nur jede zweite Zeile reimt. Bei allem, was sich weniger reimt, steigen bei mir einfach die Nackenhaare. Das verliert für mich persönlich dann ein Stück des Gedichtcharakters. Aber wie oben schon gesagt, solche Reime nehm ich lieber bei tiefer gehenden Themen, bei denen man die Satzstruktur einfach braucht, um das Thema tiefgründig genug rüberbringen zu können und dafür die Reime ein wenig einschränkt.

Metrum:
Da hab ich in der letzten Strophe böse gemurkst, das weiß ich auch. Wie wär's denn mal mit ein paar Verbesserungsvorschlägen? Mir is bisher nämlich keiner eingefallen, der besser passt, ohne das der Kern der Message verloren geht. Denn gerade die letzte Strophe sagt bei mir meistens den Hauptteil des ganzen Gedichtes aus. Hat jemand eine schicke Idee?
smile.gif


Ich will jetzt nix niederreden oder so, ich freu mich immer über Kritik und Verbesserungsvorschläge, wollte nur ein wenig erklären, wieso ich was wie gemacht habe. Aber Gedichte bleiben eben immer Geschmackssache
rolleyes.gif
 
Zurück